Die Via Ferrata Giancarlo Biasin ist vom Gardasee nur ca. 1 Stunde entfernt und bietet ein vertikales Klettersteigvergnügen. Der Klettersteig kann schon früh im Jahr aufgrund der exposition der Wand begangen werden.
Von Ala aus fährt man in das Tal ostwärts bis zum Talende hinein. Von dort aus ist das Ziel zunächst das Rifugio Passo Pertica (1530m). Normalerweise kann man diesen Stützpunkt direkt mit dem auto von Süden aus anfahren, was allerdings vom Nordende des Gardasees eine ewige Gurkerei wäre. Es gibt aber einen schönen und zugleich weitestgehend einsamen Zustieg von Ala aus durch das dortige Tal (Muravalle).
Von dort steigt man dann in gut 2 Stunden durch eine schöne Landschaft zum Rifugio Passo Pertica auf. Oben angekommen besticht eine wilde Felskulisse, wo es mehrere schöne Steiganlagen gibt. Direkt an der Hütte startet die Via Ferrata Giancarlo Biasin (C/D), die sich durch den markanten Spalt ca. 110m senkrecht emporzieht bis auf die Cengia di Pertica (1743m) . Die Ferrata wurde vor wenigen Jahren erst komplett neu (mit Klammern und Stoppern) versichert und befindet sich in einem sehr guten Zustand.
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- TeHa reviewed vor 8 Monaten
Ein wirklicher Geheimtipp! Wohl durch die lange Anfahrt kommen hier nur wenige hin. Die Straße hinauf zum Rifugio Revolto ist anspruchsvoll zu fahren und Leitplanken sind hier Mangelware. Etwas oberhalb vom Rifugio kann man dann am Straßenrand parken und nimmt die Forstraße, um in einer halben Stunde zum Rifugio Passo Pertica aufzusteigen, die Straße kann man an mehreren Stellen über kleine Steige etwas abkürzen. Der Steig selbst ist erfordert dann noch einmal ca. 10 Minuten Aufstieg über zum Teil loses Schrofengelände. Die steilen und zum Teil abdrängenden Klammerpassagen direkt zu Beginn erfordern gute Armkraft, der Spreizschritt von der einen auf die andere Seite etwas Mut, aber alles ist gut begehbar. Oben ist die steile Rinne, obwohl nur mit C/D bewertet, der schwerste Teil, vor allem mit Rucksack, den man ja in der Regel dabei hat. Die ganz harten Daredevils wie ich haben dann noch Teleskopstöcke am Rucksack dran und verkanten sich in dem engen Kamin alle Nase lang. Oben ist dann leider viel zu schnell der Ausstieg erreicht, das vertikale Vergnügen ist von dann doch zu kurzer Dauer. Dafür ist die Ferrata auch für schwindelfreie Begeher geeignet, die mal einen D-Steig ausprobieren wollen, denn 80 Höhenmeter sind halt nur 80 Höhenmeter, das ist gerade mal das Doppelte von nur dem letzten Aufschwung bei der Via Ferrata am Monte Albano und konditionell absolut schaffbar. Egal, die Abgeschiedenheit und die fehlende Länge der Anlage sorgen dafür, dass hier oben zum Glück nicht so viel los ist wie in Mori und vor allem der Fels schön griffig ist. Abgespeckte Stellen gibt es hier einfach nicht. Dazu kommt das tolle Rifugio mit wirklich leckerem Essen und günstigen Funktionsshirts für nur 15 (!!!) Euro. Oben war ein Schild angebracht auf dem stand, dass die andere Ferrata hier oben (Angelo Pojesi) den Seilkletterern als Abstiegsweg vorbehalten sein soll. Weil aber absolut nichts los war, kann ich mir vorstellen, dass man das, zumindest abseits der Sommersaison, ignorieren kann.
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- ralf reviewed vor 3 Jahren
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