Der Averau Klettersteig führt auf einen der schönsten Aussichtsgipfel der Dolomiten, freier Rundblick. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind für diese Tour erforderlich.
Der schöne Wanderweg 441B führt vom Passo di Falzarego zur Forcella Averau (2435 m) an der Westseite des Averau. Dann geht es an der Südseite des Averau weiter zur Forcella Nuvolau mit dem Rifugio Averau (2413 m). Von hier gelangt man über ein Geröllfeld zum Beginn der Drahtseilsicherungen an der Nordostflanke des Averau. Ein dunkler Kamin wird auf Klammern durchstiegen. Am Gipfel des Averau (2647 m) entschädigt ein grandioser Blick für den enttäuschend kurzen Klettersteig.
Nach Abstieg zum Rifugio Averau lässt sich die Wanderung sehr lohnend zu einer Tagestour erweitern: Aufstieg zum Nuvolau (mit Rifugio Nuvolau auf dem Gipfel) und Abstieg über einen Steig mit einer leichten kurzen Klettereinlage (Ferrata Ra Gusela, A/B) in Richtung Passo Giau, bis Weg 443 nach Norden abzweigt und zum Rifugio Cinque Torri führt. Von hier geht es in westlicher Richtung auf markierten Steigen zurück zum Passo di Falzarego.
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Der Lift- und Rifugiobetrieb war 10/2026 dort schon eingestellt, so dass wir die gesamte Tour “a piedi” in knapp 08:00 Stunden inkl. teils ausgiebiger Pausen machten. Unsere Route: Parkplatz de Dones zum Rif. Cinque Torri, von dort weiter zur V.F. Ra Gusela über das Rif. Nuvolau hinab zum Sattel (Rif. Averau), von dort auf den Mte. Averau und zurück, dann schließlich Abstieg am Rif. Scoiattoli entlang von Skipisten zurück zum Parkplatz.
Die V.F. Ra Gusela besteht aus zwei kurzen Teilen à ca. 40 Metern – der erste Teil ist eine Art Steilrinne, man folgt dann einem Karstplateau hinauf zu einem wiederum gesicherten Gratstück, das – anregend aber unschwer! – hinauf zum Rif. Nuvolau führt.
Ab dem Sattel des Rif. Averau sollte man die – klettersteigtechnisch deutlich ansprechendere – Ferrata zum Mte. Averau machen. Diese sieht sogar eine Einbahn-Regelung vor, mit Genuss-Kraxelpassagen bis ca. I hinauf zum Gipfel, der aus der Ferne fast unbezwingbar wirkt. Im Abstieg empfanden wir die letzten Meter der Ferrata ziemlich steil, gefühlt eher C, wo man schon etwas auf gute Tritte achten muss. Hier waren wir bei bestem Oktoberwetter alleine; lediglich eine nicht ortsansässige Bergführerin hatte sich noch nach oben verirrt, um die Gegend für eine spätere Tour auszukundschaften.
Alles in allem wurde so aus einer gefühlten “Notlösung” für den Tag eine sehr anregende und abwechslungsreiche Tour, die sich vor allem an Bergwanderer richtet, die “zufällig” ein Klettersteigset im Rucksack haben. 🙂
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