Die Via Ferrata dei Finanzieri auf den Monte Colac 2715m ist ein schwieriger und z. T. recht ausgesetzter Klettersteig mit relativ kurzem Zustieg ab der Bergstation Ciampac, Alba.
Zustieg Via Ferrata dei Finanzieri
Seilbahn Ciampac in Alba, von dort mit der Seilbahn (oder über den steilen Fortweg Nr. 644) zur Bergstation; von dort leicht absteigend zum Einstieg des Klettersteiges (vorbei am Wasserspeicher, über Schotterfeld), der mit einer Gedenktafel versehen ist (hier findet man genug Platz, um sein KS-Set anzulegen)
Steigbeschreibung Via Ferrata dei Finanzieri
Den Drahtseilen folgt man über mäßig steilen und gestuften Fels bis zu einer großen Verschneidung. Hier geht es mühsam weiter über eine glatte Plattenrampe(Vorsicht bei Nässe). Am Ende der Rampe folgt eine Reihe von senkrechten (teilweise sogar überhängenden) Klammern. Die Klammern wechseln nach ca. der Hälfte in einer kleinen Verschneidung einmal die Seite, so dass hier “gespreizt” werden muss. Der Ausstieg aus der Klammernreihe erfolgt (vor allem bei Nässe) unangenehm über eine glatte Platte (Reibung!). Der Aufstieg erfolgt ab jetzt in gut gestuftem Fels. Dabei sind Absätze und enge Rinnen bis zum Gipfelgart des Colac zu überwinden. Von dort nach rechts zum Gipfelkreuz.
Abstieg Via Ferrata dei Finanzieri
Der Abstieg erfolgt gesichert (teilweise heikel) auf dem Normalweg durch die Südostseite des Berges (Achtung! Stark Steinschlag gefährdet!) und später über steile Wiesenhänge zur Forcia Neigra 2509m. Von dort westlich auf Weg 613 und 644 zurück zur Bergstation der Ciampac-Seilbahn.
Fotos: Judith Insam
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Anfahrt: Das Parkticket wird einem bei Nutzung der Seilbahn vollständig erstattet.
Zustieg (ca. 00:30h) : Von der Bergstation etwas in Richtung Speichersee unterhalb absteigen, noch vor dem Speichersee in Richtung Mte. Colac absteigen, und bei einer Wiese durch einen Torbogen mit einer Aufschrift hindurch, der zur Ferrata weist; danach etwas unklar weiter auf die sichtbaren Spuren im Geröll zu und hinauf, bis man nach insg. ca. 25 Minuten ab der Bergstation auf die Klettersteigtafel trifft.
Durchstieg (ca. 01:30h): Die Schwierigkeiten bewegen sich meistens im Bereich A/B bis B; die (kurze) Klammerpassage dürfte mit C bis C/D zu bewerten sein und stellt meiner Meinung nach kein Hindernis dar, konditionsstarke und ambitionierte Anfänger in den Steig zu schicken, da die Schwierigkeiten sonst sehr moderat sind.
Abstieg: Oben angekommen erwartet einen ein sagenhaftes Rundum-Panorama in Richtung Piz Boé, Gran Vernel, Rosengartengruppe usw. Wir haben vom Gipfel zurück zur Bergstation nur rund 01:15h benötigt; manche zu findenden Angaben wie 02:00h bzw. 02:15h reine Gehzeit fanden wir zu konservativ. Der Abstieg ist im oberen Bereich etwas schottrig, so dass man hier schon aufpassen sollte; ab der Forcia Neigra läuft es dann aber wie von selbst.
Bei unserer Begehung sind wir trotz Ferienzeit und besten Wetters nur zwei Personen ganz am Anfang des Steiges begegnet; ein Bergsteiger kam uns noch im Abstieg entgegen – sonst waren wir alleine!
Mein Fazit: eine tolle, leicht zugängliche Halbtagestour mit grandioser Rundumsicht, die man super in einen Anreisetag anbauen kann!
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Unsere Zeitbedarfe:
Seilbahn – Einstieg Klettersteig: 00:30h
Durchstieg: 01:30h
Abstieg: 01:15h.
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