Mit dem Heini Holzer Klettersteig in den Sarntaler Alpen hat die bisher Klettersteigarme Region Meran und Umgebung eine sehr lohnende neue Route hinzugewonnen.
Zustieg Heini Holzer Klettersteig
Der Zustieg erfolgt am besten von Meran aus mit der Seilbahn Meran 2000. Von der Bergstation der Seilbahn wandert man zunächst auf einer breiten “Touri-Autobahn” bis man zum Abzweig “Via Ferrata” kommt. Von dort steigt man dann auf schmalem Weg Nr 18 zunächst etwas ab und wandert auf die mächtige Wand des Großen Ifinger zu. Bereits von einiger Entfernung kann man nun die neu errichtete Einstiegsplattform erkennen, die den großzügigen Beginn vom Heini Holzer Klettersteig markiert.
Steigbeschreibung Heini Holzer Klettersteig – Großer Ifinger
Mit über 600 Klettermetern bietet der Heini Holzer Klettersteig ein langanhaltendes Klettersteig Vergnügen im unteren Schwierigkeitsgrad, so dass die Tour auch für konditionsstarke Anfänger geeignet ist. Die einzelnen steilpassagen sind immer wieder großzügig mit Klammern gesichert.
Im Heini Holzer Klettersteig selbst kann man auf den “wiesigen Abschnitten” mit scharfem Blick auch immer mal wieder ein Edelweiss entdecken 🙂
Der Heini Holzer Klettersteig endet dann auf einem breiten Grasgrat. Man kann dann die Tour noch bis auf den Gipfel des Großen Ifinger (2580m) fortsetzen. Hierfür heißt es nochmals zupacken und man sollte die Klettersteigausrüstung anbehalten. Über den Südwestgrat führt ein schwierigerer alpiner Anstieg hoch, der nur teilweise versichert ist.
Abstieg
Vom Gipfel des Großen Ifinger steigt man wieder über den Südwestgrat ab und wandert dann auf dem Normalweg über die Kühleitenhütte zurück zur Bergstation der Seilbahn Meran 2000.
- ralf reviewed vor 10 Jahren
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- murks reviewed vor 1 Stunde
Wer etwas mehr Zeit übrig hat und über Falzeben absteigen möchte (siehe Tipp 1 unten) kann sich mit einer Bergfahrt begnügen. Der Zustieg ist ab der Seilbahn durchgehend beschildert und nicht zu verfehlen, Dauer des Zustiegs ca. 45 Minuten.
Der Steig selbst ist sehr elegant angelegt, künstliche Tritthilfen finden sich nur an den nötigen Stellen. Bei unserer Begehung waren die Seilsicherungen in sehr gutem Zustand, außerdem sind die Seilabschnitte nummeriert. Je nach Webseite ist der Steig nur mit B/C bewertet – aus unserer Sicht waren einzelne kurze steile und hier und da abdrängende Meter deutlich mit C (und einem eher anspruchsvollen C) zu bewerten; es gibt jedoch sehr viele Möglichkeiten zu rasten. Der Steig hat mit rund 3 Stunden Durchstiegszeit (in eher gemütlichem Tempo) eine angenehme Länge und hat in unserer gemischten Gruppe niemanden unter- oder überfordert – ein wahrer Genuss! Teilweise hängen die Seilsicherungen aber recht hoch, so dass der Steig eher nicht kindertauglich ist, es sei denn mit Begleitung, Geduld und ggfs. zusätzlicher Seilsicherung.
Oben angekommen sollte man dem Kleinen und Großen Ifinger einen Besuch, für den verdienten doppelten “Gipfelsieg”, abstatten. Von oben gelangt man in rund 20 Minuten auf die Kuhleitenhütte, von dort Abstieg zur Seilbahn.
Tipp 1: Im Abstieg nicht mit der Seilbahn abfahren, sondern z.B. über die Meraner Hütte (und ggfs. über den “Spieler”) nach Falzeben absteigen (je nach Variante ca. 1 – 2,5 Stunden Mehrbedarf). Von dort kann man, bis in den Abend hinein, im ca. 45-Minuten-Takt mit dem Bus zurück zur Talstation der Seilbahn Meran 2000 fahren (Haltestelle “Meran – Naif”, von dort 5 Min. zu Fuß zur Talstation). So wird aus der Tour eine tagesfüllende Unternehmung und man kann noch die ein oder andere Impression mehr mitnehmen und ist einmal im berühmten “Hafling” gewesen. 🙂
Tipp 2: Zu spät haben wir gemerkt, dass man von der Kuhleitenhütte aus auch auf die Verdinser Plattenspitze (B, Stellen I) steigen kann – was von weitem unmöglich scheint! Hierfür gibt es eine eigene Topo; wer viel Zeit (in Summe ca. 2,5 Std. mehr) und noch Ausdauerreserven hat, kann diese im Anschluss an den Heini-Holzer-Klettersteig also noch mitnehmen.
Mein Fazit: Ein klarer Wiederholer, der angesichts seiner Länge niemanden unterfordern dürfte – bietet mit der Verdinser Plattenspitze und mehreren Abstiegsmöglichkeiten einige Varianten, um daraus eine ausgedehnte Tagestour zu machen!
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- Hektor reviewed vor 5 Jahren
Eine wunderschöne Kulisse. Der Steig ist schön gestaltet und macht einfach Spass. Für den erfahrenen Anfänger ein super Kompromiss zwischen Tritten/Griffen und Fels.
Ich denke technisch nicht so sehr anspruchsvoll. Die schwersten Stellen des Steigs, kann man mit Kraft auch schaffen. Ein, zwei Mal muss man halt einen großen Schritt machen.
Obwohl Ausdauer vorhanden sein sollte gibt’s auch mehr als genug schöne Stellen zum rasten. Ich finde ja gerade Klettersteige, die eine gewisse Länge haben erst schön. Ich denke auch für “Unterforderte” sehr lobenswert.
Danke für die Betreiber für diesen wunderschönen Steig. Danke, danke, danke 🙂
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- Almuth reviewed vor 6 Jahren
Nicht schwierig (B, maximal kurz B/C), perfekt versichert und eine schöne Linienführung. Die Zeitangaben sind großzügig, ich bin den Steig bei sehr guten Bedingungen heute zügig, aber ohne zu hetzen in 1h geklettert, Dauer der gesamten Tour von / bis Bergstation 2:30. Wer sich mehr Zeit lässt, hat natürlich mehr von der grandiosen Aussicht, was auch was für sich hat. Bei Nässe sicher deutlich schwieriger und unangenehm durch die vielen erdigen Abschnitte. Bei klarem Wetter ein echter Genuss und eine absolut lohnende Halbtagestour. Dass der Steig hier in der Gegend (zu recht!) intensiv beworben wird, sorgt natürlich für viele Anfänger, die mal eben einen „leichten“ KS ausprobieren wollen und teilweise dann überfordert sind. Absolut anfängertauglich ist er mMn nicht, da zu lang und ausgesetzt. Für sportliche Einsteiger und fitte, bergerfahrene Kinder aber kein Problem.
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- jseibert reviewed vor 7 Jahren
Bin den Steig heute bei gutem Herbstwetter gegangen. Allerdings hatte es in der Nacht doch ausgiebig geregnet und oben lagen sogar ein paar Zentimeter Schnee. Und das hatte zur Folge, dass der komplette Hang ziemlich durchfeuchtet war. Und da sich hier erdige mit felsigen Passagen dauernd abwechseln, bekommt man den Matsch nicht von den Schuhen los! Das war ziemlich nervtötend und sogar schmerzhaft. Für mich waren dadurch einige Stellen um mindestens einen Schwierigkeitsgrad schwerer und ich habe mir beim Wegrutschen zweimal heftig die Knie angeschlagen.
Anfängern würde ich die Begehung bei einer solchen Witterung definitiv nicht raten! Generell tue ich mich schwer damit, ihn als Anfängergeeignet zu klassifizieren – dafür finde ich den Steig einfach zu lang.
Ich hatte jedenfalls nach der „Ausstiegsmeile“ die Nase ziemlich voll und hab mir dann den Ergänzungssteig zum Großen Ifinger gespart.
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- UD reviewed vor 7 Jahren
im mittleren Bereich B/C gleichmäßig andauernd, der sich zum Ende gefühlt doch ziemlich in die Länge zieht. Die letzte Sektion heißt sinnigerweise “Ausstiegsmeile”, und so fühlt es sich auch an. Mit Seilbahnauffahrt (anders kaum sinnvoll) halte ich die angegebenen 6 Std. Gesamtdauer für zu hoch angesetzt, selbst wenn man den Großen Ifinger noch dranhängt.
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- AndréTT reviewed vor 9 Jahren
- last edited vor 9 Jahren
Mehr Fotos, Webcam, Wetterprognose s.u.:
http://www.gipfelbuch.ch/gipfelbuch/detail/id/89624/Klettersteig/Gro_er_Ifinger_
Das Steigbuch mit Holzeinband vom 21.7.2016 ist überwältigend groß. Bewertung der Schwierigkeit B/C passt. C wäre m.E. etwas übertrieben im Vergleich zu anderen C-Steigen.
Betriebszeiten der Seilbahn Meran 2000: vom 29.4. – 30.6. und 11.9. – 5.11.2017 täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr, im Sommer bis 18:00 Uhr. Freitags fährt die Bahn jedoch von 07:00 bis 21:00 Uhr. Berg- u. Talfahrt kostet € 18,50, einfache Fahrt: € 13,50 (Stand 2017).
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Wirklich ein sehr schöner Klettersteig mit einem tollen Blick auf Meran2000 und das gesamte Tal um Meran. Oben wird angeben, dass der Klettersteig für Anfänger geeignet ist, das würde ich allerdings nur sehr beschränkt bestätigen wollen. Gerade im unteren Drittel sind einzelne Stücke durchaus Kategorie C. Für Kinder auch schwierig weil Stufen und Felstritte teilweise doch weit auseinander sind.
Im Endeffekt aber ein toller Steig mit einer schönen Wanderung zum Einstieg bzw. zur Plattform.
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