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Unglaublicher Leichtsinn
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Bergmeister wrote:Servus beinander,
auch auf die Gefahr hin mit meiner (unbeliebten) Meinung eher allein zu stehen, muss ich doch auch mal meinen Senf dazu abgeben.
Letztendlich sollte es jedem selbst überlassen sein, welchen Sicherungsaufwand er für nötig hält, solange er dadurch keine Dritten grob gefährdet. Jeder schätzt halt die Gefahr etwas anders ein und kann mit gefährlichen Gelände anders umgehen. Bei vielen ist es Routine (ohne den Respekt zu verlieren) und Nervenstärke, die ihnen ungesichertes gehen ermöglichen, bei machen leider Übermut, Überheblichkeit oder Unterschätzung, die sie das machen lassen. Prozentual denke ich mal, dass es deutlich häufiger die zweite Gruppe bei Unfällen erwischt. Natürlich geht auch die erste Gruppe oft ein unnötiges Risiko ein, das aus meiner Sicht aber kalkulierbar und vertretbar ist.
Aktuell zum Beispiel Watzmann kann ich nur sagen, dass ich die Überschreitung ungesichert gemacht habe und zu keiner Zeit das Gefühl hatte ein unnötiges Risiko einzugehen. Das Drahtseil zum “Hinglangen” war für mich als Sicherung ausreichend. Würde daher die Überschreitung jederzeit wieder ungesichert machen. Ist da oben einfach Gelände, in dem ich regelmäßig auch ohne Sicherung (weil oft auch nicht vorhanden) unterwegs bin und dadurch wohl die nötige Routine (weil der Kopf mit dem Gelände kein Problem hat) vorhanden ist. Natürlich ist weiterhin der Respekt vorhanden, der einem jeden Tritt, Schritt und Griff genau überlegen lässt, wenn ein Fehler gravierende Folgen haben kann.
Habe auch einem Bekannten (hat dieses Jahr erst mit [link removed] und Klettern begonnen), mit dem ich im Sommer 2 Touren (Persailhorn, Mitterhorn, Breithorn und Hoher Göll) gemacht habe, gesagt, dass er sich wohl in den Arsch beißt, wenn er Set (schließt Helm natürlich nicht ein) bei der Überschreitung dabei hat. Seine Antwort heute war “hast recht, set ist da oben für den …”.
Das Ganze bezieht sich natürlich aus sein Niveau, von dem ich mir selbst ein Bild machen konnte!
Hde,
Hans
Die Breithorn, Mitterhorn, Persailhorn Wanderung (Saalfeldener Höhenweg) sind wir letztes Jahr ungesichert vom Riemannhaus her angegangen.
Selbst ein Klettersteig set bringt einem dort nicht wirklich viel, weil auf allen 3 Gipfeln kaum Sicherungen vorhanden sind.
Erst am Abstieg zur Wiechenthaler Hütter wird man mit Seilen überhäuft.
Für meine Frau war die Tour mit sehr vielen Ängsten begleitet. Jedoch wurde sie von meinem Dad und mir sicher nach unten gebracht.
Ich halte mich seit einigen Jahren als sehr Bergerfahren. Beziehe dieses aber strikt aufs [link removed], da ich mit Klettersteigen erst heuer begonnen habe.
Zum Saalfeldener Höhenweg, kann ich eigtl nur sagen, das es eine unglaublich schöne Wanderung ist, allerdings wird deren Schwierigkeit ohne Versicherung in den meissten Tourenführern falsch angegeben.
Laut den Büchern habe ich dieses Weg leichter eingeschätzt.
Bei einer Planung für eine Tour mit 7 Leuten müsste ich mich eigtl dadrauf verlassen können.
Naja, wir habens geschafft, letztendlich hat es allen gefallen, zumal das Wetter ein Traum war, und wir über die Wolken gehen konnten
Zum eigtl Thema, bleibt zu sagen, das freilich jeder für sich selbst verantwortlich ist. Nur der, der andere mitschleift, sollte sich gut überlegen welche Verantwortung er trägt.
Ebenso gibt es Steige und Wege, die ich nur mit bestimmten Leuten machen würde … Landtalsteig …genau darunter führt der Röthsteig[/url:3sd09kug] … Steinschlag ohne Ende.
Wenn du hier mit einem Bewegungsgünter unterwegs bist, hat der darunter womöglich ein Problem.
Wir unterhalten uns hier über andere, weil ich denke jeder, der is bis hier hin ins Forum geschafft hat, kann mit Sicherheit von sich sagen, Bergerfahren zu sein.
Seid gegrüsst.
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inxession wrote:Zum Saalfeldener Höhenweg, kann ich eigtl nur sagen, das es eine unglaublich schöne Wanderung ist, allerdings wird deren Schwierigkeit ohne Versicherung in den meissten Tourenführern falsch angegeben.
Laut den Büchern habe ich dieses Weg leichter eingeschätzt.
Was in den Büchern darüber steht kann ich nicht sagen, da wir uns mehr oder weniger spontan am Persailhorn entschieden haben die große Runde zu drehen. Subjektiv würde ich aber auf alle Fälle sagen, das es schwieriger als Watzmannüberschreitung ist. Einige Kletterstellen die ich schwieriger als I einschätzen würde und zwischen Mitterhorn und Breithorn eine sehr ausgesetzte und ungesichert Querung.
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inxession wrote:
Für meine Frau war die Tour mit sehr vielen Ängsten begleitet. Jedoch wurde sie von meinem Dad und mir sicher nach unten gebracht.
Ich halte mich seit einigen Jahren als sehr Bergerfahren.
toll wenn man seiner eigenen frau ein wenig bergfeeling verschaffen will, sie aber wegen unkenntniss der schwierigkeit des weges in gefahr bringt und sie des genusses beraubt…ihr stattdessen wohl die lust an kuenftigen bergtouren so…. 'schon mal sauber austreibt!'
so jemand wie du sollte extrem kleinere broetchen backen und sich nicht bergerfahren nennen…denn das ist man als 'fuehrer' nur wenn man auch die physische und psychische fitness der anvertrauten in anbetracht der geplanten tour bewerten kann.
das ging ja hier eindeutig in die hose!
p.s. ich kenne die route.
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Ich war am Samstag im Laserer alpin Klettersteig unterwegs. Beim Ausstieg habe ich gesehen wie ein Vater mit seinem ca. 10jährigem Sohn eingestiegen ist. Beide ohne Helm und Klettersteigset. Als der Vater zu mir heraufgesehen hat habe ich ihn gefragt ob sein Sohn denn wenigsten schwimmen könne (der Steig verläuft am Anfang ein paar Meter über der Wasseroberfläche). Daraufhin meinte er das der Steig ja nicht besonders schwierig ist. Hier kann ich nur den Kopf schütteln. Wenn er selbst so geht ist es seine Sache, aber den Kindern das so zu lernen….
Viele Grüße
Ed
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Und was sagt man zu zwei Radfahrer, die durch Schlauchkar ihr Rad tragen, um dann zum Hallerangerhaus abzufahren? Beide hatten, so weit ich das von oben noch sehen konnte, ganz normales Radoutfit an.
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Hier noch ein Film von mir.
An dem einer der aufwärts geht, kann man in etwa erkennen, wie steil es da ist. Der zweite unter links schien etwas fitter, denn der ist bis zu seiner Position gefahren, wo eine gesicherte Passage losgehen müsste. Nur noch 1500 Höhenmeter für die Burschen und schon sind sie wieder auf einer Straße.
[youtube][Permission to view this media is denied]
[/youtube] -
Guten Morgen ,
ich bin damals auf dem Dachstein Gipfel gewesen und traute auch meinen Augen nicht . Das Gipfelkreutz war in dem 30Grad-Sommer noch gut vereist und der Fels teilweise eisbedeckt. Es kahmen eine kl. Gruppe junger Leute mit Pulli Shorts und Turnschuhen entgegen.
Ich sage meinen Kindernimmer. “Jungs in den Bergen kann mann sich sehr sehr wohl fühlen, doch bezahlt mann leichtsinn offt mit dem Leben”.
FAZIT: Wenn die Todesrate dramatisch steigt, besteht die gefahr doch für ein (ich sage mal ) Dresscode in den Bergen!! Das darf nicht geschehen.
Mann kann es nur hinnehmen und (ich tu es immer) die Passanten höflich darauf aufmerksam machen!!!!!!!! Das gehört zu meiner Pflicht als Sportler, schon auch aus Gewissensgründen.
Gruss
Karsten
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wolf wrote:inxession wrote:
Für meine Frau war die Tour mit sehr vielen Ängsten begleitet. Jedoch wurde sie von meinem Dad und mir sicher nach unten gebracht.
Ich halte mich seit einigen Jahren als sehr Bergerfahren.
toll wenn man seiner eigenen frau ein wenig bergfeeling verschaffen will, sie aber wegen unkenntniss der schwierigkeit des weges in gefahr bringt und sie des genusses beraubt…ihr stattdessen wohl die lust an kuenftigen bergtouren so…. 'schon mal sauber austreibt!'
so jemand wie du sollte extrem kleinere broetchen backen und sich nicht bergerfahren nennen…denn das ist man als 'fuehrer' nur wenn man auch die physische und psychische fitness der anvertrauten in anbetracht der geplanten tour bewerten kann.
das ging ja hier eindeutig in die hose!
p.s. ich kenne die route.
ok, dann erzähl mir als bergdeppen mal woher ich die info´s hätte nehmen sollen, das der weg nicht durchgehend gesichert ist?
In der Karte sind selbst Wege wie der Röthsteig gepunktet … in den Führern wie oben beschrieben steht nix über die eigentliche Schwierigkeit.
Fakt ist, das meine Frau auch jetzt noch Bergbegeistert ist, und immer mehr wird …
viel mehr ist sie daran interessiert ihre Ängste zu verlieren, und dies geschieht ja bekanntlich am besten im Praxis nahen Bereichen .
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Bergmeister wrote:
Was in den Büchern darüber steht kann ich nicht sagen, da wir uns mehr oder weniger spontan am Persailhorn entschieden haben die große Runde zu drehen. Subjektiv würde ich aber auf alle Fälle sagen, das es schwieriger als Watzmannüberschreitung ist. Einige Kletterstellen die ich schwieriger als I einschätzen würde und zwischen Mitterhorn und Breithorn eine sehr ausgesetzte und ungesichert Querung.
denke bergmeisters posting bringt es sehr gut auf den punkt weshalb die tour fuer einen newbie angsteinfloessend und ueberfordernd sein kann.
fuer einen versierten berggeher wohl eher ein genuss.
googelst du auch mal mit “saalfeldener hoehenweg” und checkst foreneintraege und tourenbeschreibungen.
waere ich an deiner statt gewesen haette ich aufgrund meiner eigenen unkenntniss der schwierigkeiten plus der gewonnene info's im www wohl keinen absoluten neuling mit auf den steig genommen. das muss aber jeder selbst wissen.
und…..natuerlich kann man angstueberwindung gut in der praxis lernen (aber nicht ausschliesslich), nichtschwimmer wirft man in der ersten schwimmstunde ja auch nicht gleich ins 3 meter tiefe schwimmer becken, oder?
klettersteige die z.b. die erfahrung/das koennen meiner tourenbegleiter um eine halbe stufe bis ganze stufe der schwierigkeitsskala ueberschreiten, bewerte ich anhand versch. fuehrer und webseiten/foren und gehe sie vorher selbst/alleine um einen eindruck von den tatsaechlichen schwierigkeiten zu bekommen und um einschaetzen zu koennen ob meine begleiter diese steigerung meistern koennen. dabei ist dann aber trotzdem immer das kurzseil und zubehoer fuer den fall der faelle.
zugegeben das kann man in vorbereitung auf eine hoehenweg-tour meist nicht leisten, aollte auch nur den prozess vom leichten-zum-schweren” verdeutlichen.
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wolf wrote:Bergmeister wrote:
Was in den Büchern darüber steht kann ich nicht sagen, da wir uns mehr oder weniger spontan am Persailhorn entschieden haben die große Runde zu drehen. Subjektiv würde ich aber auf alle Fälle sagen, das es schwieriger als Watzmannüberschreitung ist. Einige Kletterstellen die ich schwieriger als I einschätzen würde und zwischen Mitterhorn und Breithorn eine sehr ausgesetzte und ungesichert Querung.
denke bergmeisters posting bringt es sehr gut auf den punkt weshalb die tour fuer einen newbie angsteinfloessend und ueberfordernd sein kann.
fuer einen versierten berggeher wohl eher ein genuss.
googelst du auch mal mit “saalfeldener hoehenweg” und checkst foreneintraege und tourenbeschreibungen.
waere ich an deiner statt gewesen haette ich aufgrund meiner eigenen unkenntniss der schwierigkeiten plus der gewonnene info's im www wohl keinen absoluten neuling mit auf den steig genommen. das muss aber jeder selbst wissen.
und…..natuerlich kann man angstueberwindung gut in der praxis lernen (aber nicht ausschliesslich), nichtschwimmer wirft man in der ersten schwimmstunde ja auch nicht gleich ins 3 meter tiefe schwimmer becken, oder?
klettersteige die z.b. die erfahrung/das koennen meiner tourenbegleiter um eine halbe stufe bis ganze stufe der schwierigkeitsskala ueberschreiten, bewerte ich anhand versch. fuehrer und webseiten/foren und gehe sie vorher selbst/alleine um einen eindruck von den tatsaechlichen schwierigkeiten zu bekommen und um einschaetzen zu koennen ob meine begleiter diese steigerung meistern koennen. dabei ist dann aber trotzdem immer das kurzseil und zubehoer fuer den fall der faelle.
zugegeben das kann man in vorbereitung auf eine hoehenweg-tour meist nicht leisten, aollte auch nur den prozess vom leichten-zum-schweren” verdeutlichen.
hmm das ding is ja, das keiner von uns “ein absoluter neuling” is bzw war.
Und hier trennt sich der Begriff Klettersteig in 2 Varianten … das sind diese, die auf jeder Karte gepunktet sind, teil eines Normalweges oder Zustieges sind … und die anderen, die man im Bereich Klettersport ansiedelt.
Für letztere gilt, da bin ich Neuling, keine Frage, meine Frau auch ….
jedoch nicht bei Variante 1 … bin schon zig “Klettersteige” oder nennen wir Sie “Wege – die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordern” begangen …
Auch meine Frau war beim Großteil dieser Touren dabei.
Lediglich die Schwierigkeit, eine Gratwanderung fast ohne Seilsicherung zu begehen, war der Angstfaktor bei ihr.
Und dieses, kann ich in keinem mir bekannten Führer erlesen.
Ich geb dir Recht, in der Sache, das ich nicht gegoogelt habe … nein, ich hab mich strikt auf die Angaben der Karte und meinen Bergführer verlassen.
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inxession wrote:
Lediglich die Schwierigkeit, eine Gratwanderung fast ohne Seilsicherung zu begehen, war der Angstfaktor bei ihr.
ok, moeglicherweise war es also gar nicht so dramatisch wie du es im ersten posting geschrieben hast, bzw. ich es herausgelesen habe.
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…sagen wir mal so… es war zumindest nie irgendwas “unverantwortlich” …
vllt hab ich die ein oder andere möglichkeit nicht genutzt um mich zu informieren, aber mit meinem dad und mir kann man schon “sehr sicher” berge begehen, bekraxeln o.ä.
Aber nochmal für alle die den Saalfeldner Höhenweg kennen, und auch die Watzmannüberschreitung schonmal gemacht haben.
Kann man sagen welches davon “leichter” ist?
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Bisher ging es hier vor allem um den unglaublichen Leichtsinn anderer. Man könnte meinen dass die Anwesenden besonders gefeit gegen eigenes leichtsinniges Verhalten sind. Leider ist das bei mir nicht immer der Fall und ich war, nicht nur in den Bergen, ab und zu schon in Situationen wo ich mich unnötigerweise in Gefahr begeben habe. Ich bin begeisterter Bergwanderer, aber vom Klettern habe ich Abstand genommen seit ich mich einmal unerfahren und Solo in eine Steilwand begeben habe und gemerkt habe dass ich in eine Art Rausch geraten kann immer weiter zu klettern. Das Ganze endete damit dass ich mich in ca. 200 m Höhe in einem engen Kamin hochgearbeitet habe und über mir dann ein Überhang auftauchte den ich meistern musste. Das ist viele Jahre her. Danach bin ich wie gesagt nur noch gewandert.
Neulich, es war während meines Urlaubs und ein letzter schöner Tag war angesagt. Deshalb habe ich mich spontan zu einer Tour entschlossen. Ich war noch nie auf der Zugspitze, also bin ich morgens nach Hammersbach gefahren, ausgerüstet mit 2L Wasser, 2 Vesperbroten und einer Regenjacke. Kurz vor 8 bin ich gestartet, eine herrliche Wanderung durchs Höllental hoch. Ich habe einige Menschen überholt und kam auch mit dem einen oder anderen ins Gespräch. An der Höllentalhütte und auch sonst war überall die Warnung zu lesen dass ohne Steigeisen kein Durchkommen ist. Na gut, dachte ich mir, dann gehst du jetzt so weit wies geht und kommst das nächste Mal mit Ausrüstung wieder.
Der erste Klettersteig war dann schon eine kleine Aufmunterung, insbesondere der Gang über die Eisenstangen fand ich etwas mulmig. Aber technisch kein Problem, wenn man konzentriert geht und die Nerven behält ist es ja kein Thema. Also Blick fokussiert auf die Trittpunkte und den Abgrund ausblenden. Am Gletscher hab ich dann kurz getestet, und beschlossen dass mir das Risiko zu hoch ist. Wenn man wegrutscht hat es doch recht viele Spalten und unangenehme Felsbrocken zum Aufschlagen. Als ich gedreht habe kam mir einer entgegen der mir dann anbot einen seiner Grödel zu nehmen. Wir sind dann beide mit je einem Stock und einem Grödel über den Gletscher. Was an dem Tag kein Problem war, der Firn war ziemlich weich und gut begehbar.
Oben am Übergang vom Gletscher standen zwei die gar nicht mehr weiter wollten, auf Nachfrage stellte sich heraus dass der Eine gestürzt war, 15 m in eine Gletscherspalte gerutscht war und sich den Oberschenkel aufgerissen hatte. Die Zwei haben auf den Hubschrauber gewartet. Wir haben es später von etwas weiter oben beobachtet, da kein Landeplatz vorhanden ist wurde er via Seilwinde rausgeflogen. Ich hab mir überlegt was das wohl für ein mulmiges Gefühl sein muss an einem schwankenden Drahtseil aus den Bergen geflogen zu werden.
Der weitere Aufstieg war wunderbar, allerdings gab es schon die eine oder andere Stelle wo ich gerne eingehängt hätte. Und dass ohne Helm nicht wirklich toll ist wurde mir angesichts des doch ab und zu vorhandenen Steinschlags auch bewusst. Nach fünf Stunden (kurz vor eins) war ich am Gipfel. Herrliche Aussicht, blöde Bahnfahrer…
Da ich für diesen Tag genug unvernüftiges gemacht hatte beschloss ich mich für den Abstieg an Menschen anzuschließen die den Weg kennen um nicht noch beim Runterwandern mich zu verlaufen oder so was blödes. Dummerweise ist uns dann genau das passiert. Und derjenige der sich auskannte meinte dann dass wir gleich wieder auf dem Weg wären wenn wir hier kurz dieses Gelände queren. Mit dem Ergebnis dass wir eine der steilen Schotterflächen hochgekraxelt sind wo man kaum festen Fels findet, alles bröselt, und gelöste Steine nicht mehr zum Halten kommen. Bis hoch auf den Pass, und da war weit und breit kein Weg. Aber ein guter Handyempfang. Jetzt weiß ich was für ein Gefühl es ist sich am dünnen Kabel aus den Bergen retten zu lassen.
Übrigens kommt keine Versicherung dafür auf, zumindest nicht wenn man nicht im DAV ist. Keine Krankenkasse, kein ADACPlus. Wir waren zu viert und die Bergung war schnell und unproblematisch. Der Anteil für jedden Einzelnen beläuft sich auf 760 € Lehrgeld.
Ich habe mir inzwischen übrigens ein vollständiges Set zugelegt, Helm Gurt Klettersteigset, Grödel. Damit ich nicht mehr in Versuchung gerate ohne zu gehen. Und mit den anderen ausgemacht die Tour zu viert zu wiederholen, bloß ohne den Abschluss.
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guw wrote:Bisher ging es hier vor allem um den unglaublichen Leichtsinn anderer. Man könnte meinen dass die Anwesenden besonders gefeit gegen eigenes leichtsinniges Verhalten sind. Leider ist das bei mir nicht immer der Fall und ich war, nicht nur in den Bergen, ab und zu schon in Situationen wo ich mich unnötigerweise in Gefahr begeben habe.
Hallo,
ich glaube nicht, dass Du der einzige bist, der sich schon einmal in eine gefährliche Situation gebracht hat, ob durch Leichtsinn, Unerfahrenheit oder vielleicht auch ohne eigene Schuld. Ich denke, da kann jeder etwas berichten. Wichtig ist, das man aus solchen Erfahrungen lernt und das nächste mal Fehler vermeidet. Und dazu trägt auch die Beteiligung im Forum bei, vor allem, wenn sich keiner zu feige ist, auch von “Fehlern” zu berichten.
War auf jeden Fall ein interessanter Beitrag, der Wolf hat ja auch schön genötigt…. –>
” title=”Laughing” /> –>Viele Grüße
Lars
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Was mich interessieren würde wie und wo ihr euch verlaufen habt. Nix für ungut, aber sich auf dem Abstiegsweg zu verlaufen ist schon eine Meisterleistung. Ich war auch schon einige mal dort oben, aber bei guten Wetterbedingungen kannst du dort eigentlich nicht viel falsch machen.
Wolltet ihr über die Wiener-Neustädter-Hütte runter zum Eibsee, oder über die Knorrhütte ins Reintal? Lt. deiner Beschreibung tippe ich auf die erste Variante.
Gruß Uwe


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