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Seefeld in Tirol
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  • Unglaublicher Leichtsinn

    aktualisiert 15 Jahre, 9 Monat aktiv. 27 Mitglieder · 84 Beiträge
  • blaufuchs

    Mitglied
    27. August 2010 at 08:24
    SimonS wrote:
    Hallo zusammen

    ungeplantes Bivwakieren ist auch in Nationaparks nicht verboten. Es gibt keine Plicht sich retten zu lassen wen die Bergwacht schon einmal da ist.

    Wo ist das Problem? Die Gruppe hate anscheinend eine ihrer Meinung nach angemessene Lösung gefunden und fühlte sich nicht rettungsplichtig.

    Jeder darf doch selbst entscheiden, ob er von jemand anders Hilfe annehmen will, oder nicht. Also darf man auch sagen “Danke für deine Hilfe, nicht nötig.”.

    Ich wüsste auch nicht, was Bergwachtmitarbeiter berechtigt, in solchen Situationen Personalien zu erfassen, bzw worin das begründet ist. Bei meiner Bergrettungsausbildung spielte das keine Rolle.

    Es ist schön, das es Menschen gibt, die anderen helfen wollen. Es ist aber auch ein gutes Erlebnis, sich seber zu helfen und durch ein Problem durchzuschlagen und nicht gleich jede Hilfe zu benutzen.

    Lieber mal ein überflüssiger Fehleinsatz. Damit kann jeder professionelle Helfer leben. Wahrscheinlich ging es auch mehr um die Sorge um die Rettungskosten die die Atmosphäre vergiftet hat.

    Auch ich finde übrigens, das sich hier im Forum immer wieder ein Klima der Intoleranz und Besserwisserei gegenüber anderen Einstellungen bezüglich des Sicherungsverhaltens breit macht. Tenor muss sein ” Handle verantwortlich!”. Wer sich in Gefahr begibt, weil er nicht weiß was er tut, ist dumm; Wer aber Gefahren in den Bergen in Kauf nimmt, weil dies seiner Enstellung zu den Bergen entspricht, darf das tun ohne ständig dumm angequatscht zu werden.

    Also immer erst lernen wie es am sichersten geht, dann aber selber entscheiden, was man davon braucht.

    Gruss Simon

    Servus,

    im Prinzip stimme ich Dir zu! Die Krux ist nur … man weiß ja nie, wenn man jemanden trifft und der sich, sagen wir mal, nicht “normgerecht” sichert, ob der das aus Unkenntnis, oder eben Absicht macht.

    Wie im gesamten Leben sollte man die Leute eher nach den Taten und nicht nach dem Aussehen beurteilen. Sprich, ich lasse mich ja normalerweise auch nicht von Schlips und Anzug blenden –><img class= –>

    Vorausgesetzt: Derjenige bringt nur sich und keine anderen, vor allem Kinder etc., in Gefahr. Ich denke mal, wenn ich durch den Mori sprinte (wobei ich stets gesichert bin) ernte ich auch nur Kopfschütteln.

    Beim Oskar-Schuster-Steig würde ich übrigens kein großes Aufhebens machen, wenn da jemand ohne Set unterwegs ist. Man sollte auch irgendwie die Kirche im Dorf lassen und der Oskar-Schuster hat genügend ungesicherte Passagen im I. und II. Grad … die wenigen KS-Stellen fallen da nicht so ins Gewicht. Das soll jetzt wiederum kein Freibrief für ungesichertes Gehen sein, ich halte den Steig nur für etwas verfehlt, wenn man dieses Thema diskutieren möchte.

  • ed83483

    Mitglied
    27. August 2010 at 19:54

    Hallo, jetzt muß ich doch auch noch mal meinen Senf dazu abgeben.

    Klar darf jeder selbst entscheiden ob er sich helfen lassen will oder alleine klar kommt, wenn die Bergwacht ZUFÄLLIG dazu kommt und Hilfe anbietet. Wenn jedoch eine Gruppe gemeinsam zu einer Tour aufbricht und dann Probleme auftreten, die ein Mitglied der Gruppe dazu veranlassen die Bergwacht zu alamieren, dann ist die Frage zu den Personalien sehr wohl berechtigt. Denn wenn die Hilfe der Bergwacht angefordert und dann nicht in Anspruch genommen wird, dann sollten die Kosten nicht von der Allgemeinheit sondern von den Einzelnen bzw. der Gruppe getragen werden. Mit überflüssiger Fehleinsatz hat dies nichts zu tun! Es entstehen ja nicht nur Kosten, die Mitglieder der Bergwacht bringen sich ja zum Teil selbst in Gefahr bei solchen Rettungsaktionen.

    Zudem ist zu beobachten, das immer wieder Touren unternehmen werden und wenn ein weiterkommen dann schwierig wird, dann wird die Bergwacht gerufen. Oft auch als Ersatz für die fehlende Seilbahn zum Abstieg.

    Auch ich finde übrigens, das sich hier im Forum immer wieder ein Klima der Intoleranz und Besserwisserei gegenüber anderen Einstellungen bezüglich des Sicherungsverhaltens breit macht. Tenor muss sein ” Handle verantwortlich!”. Wer sich in Gefahr begibt, weil er nicht weiß was er tut, ist dumm; Wer aber Gefahren in den Bergen in Kauf nimmt, weil dies seiner Enstellung zu den Bergen entspricht, darf das tun ohne ständig dumm angequatscht zu werden.

    Also immer erst lernen wie es am sichersten geht, dann aber selber entscheiden, was man davon braucht.

    Wenn jemand glaubt ohne Sicherungs gehen zu können, dann kann er das natürlich gerne tun. Egal ob er dumm ist oder ob es an der Einstellung liegt. Aber nur solange wie es nur um ihn selbst geht. Wer in einem vielbegangenem Klettersteig in einer senkrechten Wand ohne Sicherung vorausgeht, gefährdet in erster Linie andere, und das kann nicht sein. Er muß es sich dann gefallen lassen, dumm angequatscht zu werden!

    Gruß

    Ed

  • Bergmeister

    Mitglied
    27. August 2010 at 20:06

    Servus beinander,

    auch auf die Gefahr hin mit meiner (unbeliebten) Meinung eher allein zu stehen, muss ich doch auch mal meinen Senf dazu abgeben.

    Letztendlich sollte es jedem selbst überlassen sein, welchen Sicherungsaufwand er für nötig hält, solange er dadurch keine Dritten grob gefährdet. Jeder schätzt halt die Gefahr etwas anders ein und kann mit gefährlichen Gelände anders umgehen. Bei vielen ist es Routine (ohne den Respekt zu verlieren) und Nervenstärke, die ihnen ungesichertes gehen ermöglichen, bei machen leider Übermut, Überheblichkeit oder Unterschätzung, die sie das machen lassen. Prozentual denke ich mal, dass es deutlich häufiger die zweite Gruppe bei Unfällen erwischt. Natürlich geht auch die erste Gruppe oft ein unnötiges Risiko ein, das aus meiner Sicht aber kalkulierbar und vertretbar ist.

    Aktuell zum Beispiel Watzmann kann ich nur sagen, dass ich die Überschreitung ungesichert gemacht habe und zu keiner Zeit das Gefühl hatte ein unnötiges Risiko einzugehen. Das Drahtseil zum “Hinglangen” war für mich als Sicherung ausreichend. Würde daher die Überschreitung jederzeit wieder ungesichert machen. Ist da oben einfach Gelände, in dem ich regelmäßig auch ohne Sicherung (weil oft auch nicht vorhanden) unterwegs bin und dadurch wohl die nötige Routine (weil der Kopf mit dem Gelände kein Problem hat) vorhanden ist. Natürlich ist weiterhin der Respekt vorhanden, der einem jeden Tritt, Schritt und Griff genau überlegen lässt, wenn ein Fehler gravierende Folgen haben kann.

    Habe auch einem Bekannten (hat dieses Jahr erst mit [link removed] und Klettern begonnen), mit dem ich im Sommer 2 Touren (Persailhorn, Mitterhorn, Breithorn und Hoher Göll) gemacht habe, gesagt, dass er sich wohl in den Arsch beißt, wenn er Set (schließt Helm natürlich nicht ein) bei der Überschreitung dabei hat. Seine Antwort heute war “hast recht, set ist da oben für den …”.

    Das Ganze bezieht sich natürlich aus sein Niveau, von dem ich mir selbst ein Bild machen konnte!

    Hde,

    Hans

  • wolf

    Mitglied
    5. September 2010 at 00:11

    man kann einem newbie in sachen [link removed] auch viele dumme sachen beibringen und vor allen dingen vormachen.

    der newbie weiss es ja nicht besser und schaut auf 'zum meister'.

  • da_niel

    Mitglied
    5. September 2010 at 21:55
    blaufuchs wrote:
    Beim Oskar-Schuster-Steig würde ich übrigens kein großes Aufhebens machen, wenn da jemand ohne Set unterwegs ist. Man sollte auch irgendwie die Kirche im Dorf lassen und der Oskar-Schuster hat genügend ungesicherte Passagen im I. und II. Grad … die wenigen KS-Stellen fallen da nicht so ins Gewicht. Das soll jetzt wiederum kein Freibrief für ungesichertes Gehen sein, ich halte den Steig nur für etwas verfehlt, wenn man dieses Thema diskutieren möchte.

    Hey hey

    habe ja noch nicht soviele Steige gemacht, das ich da anderweitig vergleiche ziehen kann =) War halt nur, weil ich ein paar Tage zuvor verblüfft drein geschaut habe das wir von jemandem OHNE Set überholt wurden

    Grüße

  • mohrchen857

    Moderator
    5. September 2010 at 23:29
    Bergmeister wrote:

    Habe auch einem Bekannten (hat dieses Jahr erst mit [link removed] und Klettern begonnen), mit dem ich im Sommer 2 Touren (Persailhorn, Mitterhorn, Breithorn und Hoher Göll) gemacht habe, gesagt, dass er sich wohl in den Arsch beißt, wenn er Set (schließt Helm natürlich nicht ein) bei der Überschreitung dabei hat. Seine Antwort heute war “hast recht, set ist da oben für den …”.

    Das Ganze bezieht sich natürlich aus sein Niveau, von dem ich mir selbst ein Bild machen konnte!

    Hde,

    Hans

    Uli (UD) und ich sind auch schon den Mandlgrat auf den Göll gegangen. Dabei ist Uli (über mir) ein Tritt (kleiner Fels) ausgebrochen – wir/ich war(en) in dem Augenblick um unsere KS-Sets und Helme froh.

    Ich habe schon einiges an Steinschlag erlebt, zuletzt erst in den Dolos auf dem Pisciadu – Volltreffer auf dem Helm.

    Ich möchte auch auf einem “leichten” Steig nicht von einem Stein ungesichert aus der Wand gewischt werden – der Stein kennt keine Vorurteile, ihm ist es egal, ob ich gut klettern kann oder nicht!

  • wolf

    Mitglied
    6. September 2010 at 11:38
    möhrchen857 wrote:

    Ich möchte auch auf einem “leichten” Steig nicht von einem Stein ungesichert aus der Wand gewischt werden – der Stein kennt keine Vorurteile, ihm ist es egal, ob ich gut klettern kann oder nicht!

    moin walter.

    das heisst also du sicherst dich auch immer und durchgehend an A/B und B steigen?

  • UD

    Mitglied
    6. September 2010 at 13:26
    wolf wrote:

    moin walter.

    das heisst also du sicherst dich auch immer und durchgehend an A/B und B steigen?

    Ich antworte auch mal:

    das kommt drauf an, v.a. ob Absturzgelände vorliegt. Auf dem Trincee hast du ein breites (ca. 1,20 m) Band, der Steig verläuft horizontal (A – A/B), aber du hast 300 m Luft dahinter; da sichere ich mich natürlcih!

    Dagegen der Lichtenfelser Steig, kein KS im engeren Sinne, sondern nur ein gesicherter Weg, 2mal ein paar lose, im Prinzip völlig nutzlose Sicherungen, die allenfalls als Handlauf dienen können, kein Absturzgelände (gut, ok, man kann 5-6 m abrutschen im Schotter), A – A/B, da sichere ich mich schlicht nicht.

    Uli

  • mohrchen857

    Moderator
    6. September 2010 at 17:34
    wolf wrote:
    möhrchen857 wrote:

    Ich möchte auch auf einem “leichten” Steig nicht von einem Stein ungesichert aus der Wand gewischt werden – der Stein kennt keine Vorurteile, ihm ist es egal, ob ich gut klettern kann oder nicht!

    moin walter.

    das heisst also du sicherst dich auch immer und durchgehend an A/B und B steigen?

    Im Absturz-Gelände beim steinerieseln von oben – JA

  • wolf

    Mitglied
    6. September 2010 at 19:49

    aha, verstanden.

  • wolf

    Mitglied
    7. September 2010 at 20:46

    nicht grad unglaublicher leichtsinn, aber trotzdem……mal wieder was selbergebasteltes gesichtet (masare).

    heimlicher schnappschuss:

    [/url:1migskb3]

  • Steeler

    Mitglied
    7. September 2010 at 22:09
    wolf wrote:
    nicht grad unglaublicher leichtsinn, aber trotzdem……mal wieder was selbergebasteltes gesichtet (masare).

    heimlicher schnappschuss:

    [/url:1yjhthpr]

    Solche Konstruktionen hab ich neulich auf der Alpspitz-Ferrata auch einige gesehen, aber immerhin, besser als gor nüscht

  • nove

    Mitglied
    8. September 2010 at 08:34

    naja sowas sieht man leider immer öfter!

    aber wenigstens hat sie ein entsprechend dimensioniertes seil verwendet…es soll ja leute geben die bauen sich sets mit 6`er reepschnüre

  • KarlM

    Mitglied
    8. September 2010 at 17:45

    Hallo

    ich war jetzt auf dem Latemar, Masare und Rotwand,

    ich gebe zu, auf dem Rotwandklettersteig braucht man nicht unbedingt eine Sicherung,

    ich mache viele Touren bis zu Schwierigkeit II, die sind wesentlich gefährlicher und es

    ist kein Seil da. Also jeder wie er will.

    Wenn ich mit meiner Tochter (11) unterwegs bin, verhalte ich mich immer vorbildlich.

    Was mich dann doch sehr erstaunt, wie andere unterwegs sind.

    da werden doch tatsächlich Kinder durch den Masare geschleußt, die noch keine 6 sind.

    Am unteren Ende des Abstieg zum Blötzerjoch kommt ein Vater mit seiner etwa 8-9-jähriger

    Tochter komplett ohne Set entgegen. Die fragt dann ihren Vater, wieso das andere Mädchen

    voll ausgerüstet und mit Helm unterwegs ist und bekommt dann zur Antwort, das ist doch

    nicht nötig.

    Karl

  • Sandra

    Mitglied
    8. September 2010 at 19:21

    Ich habs (auch an der Rotwand) mit “Kletter-Nanny” versucht, aber das einzige was man erntet, sind böse Blicke die am liebsten Töten würden, wenn sie könnten. Aber wenn nur einer drüber nachdenkt, hat es sich gelohnt. Jeder soll so machen wie er will, solange er keinen anderen damit gefährdet! Aber bei Kindern hört der Spass auf, da müssen die Leute einfach mit einem blöden Spruch rechnen und am besten noch mit mehreren!!!

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