Der Tiroler Weg Klettersteig auf die Plamorder Spitze oberhalb von Nauders ist ein in sich sehr harmonischer und schöner Klettersteig in der Schwierigkeit bis maximal C/D (in anderen Quellen wird der Steig oft mit D oder sogar D/E angegeben was nicht stimmt!). Während der gesamten Tour hat man einen sehr schönen Blick in die Ötztaler Gletscherberge und auf den Reschensee.
Von der Bergstation der Bergkastelbahn (erste Bergfahrt um 9 Uhr) bzw. besser gesagt von der Bergstation Zirmbahn aus führt rechts vom Skilift der Weg durch den Wiesenhang. An der oberen Station beginnt der Trampelpfad hinab in das riesige Schotter und Blockwerk – hier geht es nun sehr mühsam und teils gefährlich von Stein zu Stein bzw. von Markierung zu Markierung mehr oder weniger weglos hinüber zum Felsfuss der Plamorder Spitze. Im Schotterfeld schon leicht oben ansteigend zweigt ein Pfad links ab und führt an den Wandfuß eines Grates ( s.Foto). Zustiegszeit ca. 1 Stunde!
Der Einstieg vom Tiroler Weg mit der Schwierigkeit C und C/D bildet die Schlüsselstelle. Danach geht es sehr abwechslungsreich von A bis C/D immer auf dem Grat Richtung Gipfel. Auf halber Stecke gibt es den markanten und äußerst fotogenen Turm, der über eine sportliche Variante mit der Schwierigkeit D ( s.Foto) alternativ bestiegen (und auch wieder abgeklettert) werden kann.
Im Gegensatz zu vielen anderen Klettersteigen ist der Tirolerweg noch ein Klettersteig der “alten Garde” – d.h. der gesamte Steig verfügt nur über ein Drahtseil zum sichern und man muss weitestgehend immer im Fels klettern und sich dort auch Griffe und Tritte suchen (künstliche Steighilfen gibt es in diesem klettersteig nicht)!
Kurz vor der markanten Stange am Vorgipfel der Plamorder Spitze heißt es bei einer Verschneidung mit C/D nochmals ordentlich zuzupacken. Über den Grat bzw. eine kleine Senke geht es dann zum bereits sichtbaren Gipfelkreuz der Plamorder Spitze! (Steigdauer ~ 2 Stunden)
Die Aussicht vom Gipfel der Plamorder Spitze 2985m – einem Fast-Dreitausdender – ist gigantisch und ein Erlebnis für sich.
Nach der Gipfelrast auf der Plamorderspitze ist die Tour bei weitem noch nicht zu Ende und ab hier heißt es nochmals vollste Konzentration für den Abstieg! Der Abstieg vom Gipfel ist zunächst geht zunächst gut gesichert über eine Steilstufe (B/C) hinab zu einem markanten Band. Dieses nun in westlicher Richtung mit der Schwierigkeit A und A/B folgen. Danach geht es kurz auf die Südseite um einen Felszacken herum. Es folgt noch ein kurzer Gegenanstieg und dann geht es in ein sehr unangenehmes Schotterfeld hinab – hier sollte jeder Schritt und Tritt wohl bedacht sein!
Dieses Schotterfeld ist sehr steil und geröllig mit großen Steinn und somit zum abfahren absolut ungeeignet und man ist heilfroh, wenn man die Abzweigung zum Klettersteig erreicht hat!
Ab der Abzweigung ist der Abstieg gleich dem Aufstieg und man sollte versuchen die letzte Talfahrt von der Zirmbahn um 16 Uhr noch zu erreichen – ansonsten wartet ein ewiger Talhatscher auf einen. (Abstiegszeit vom Gipfel bis zur Bergstation Zirmbahn 1,5 Stunden)
- ralf reviewed vor 8 Monaten
- last edited vor 2 Monaten
Maximale Höhe: 2922 m
Minimale Höhe: 2458 m
Gesamtanstieg: 525 m
Gesamtabstieg: -525 m
- ralf reviewed vor 8 Monaten
40 Jahre ist der Tiroler Weg inzwischen alt. Der Klettersteig wurde damals noch nach anderen Maßstäben wie heutzutage gebaut. So gibt es keine künstlichen Tritthilfen oder irgendwelche Gimmicks wie Seilbrücken oder Tyroliennes. Einzig der optionale Abstecher auf den markanten PFeilerturm würzt den Tiroler Weg zusätzlich.
In diesem Jahr wurden die Sicherungen teilweise erneuert. Nach unserer Info sollen jetzt im September auch noch weitere Instandsetzungsmaßnahmen stattfinden.
Der Klettersteig ist lange und alpin. Wer aber einen Klettersteig sucht in dem man viel Hand am Fels anlegen kann, ist hier genau richtig.
Nicht unterschätzen sollte man aber den beschwerlichen Zustieg durch das großsteinige Geröllfeld sowie den anspruchsvollen Abstieg!
TIP! Wir haben den Tiroler Weg an einem Tag in Verbindung mit dem benachbarten Goldgrat Klettersteig gemacht – wie man dies am besten bewerkstelligt, ist bei der Goldgrat Klettersteig Beschreibung genau erläutert! Viel Spaß beim “Nachgehen”.
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- Valentina reviewed vor 7 Jahren
Mein absoluter Lieblingsklettersteig! Aber Vorsicht im Schotterfeld, selbstausgelöster Steinschlag lässt sich so gut wie gar nicht verhindern!
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