Zufahrt: Von Norden kommend (Cortina d’Ampezzo, oder Falzaregopass) auf der Fernstraße Nr. 48 bei Andraz südwärts auf die Provinzialstraße Nr. 203 abbiegen Richtung Selva di Cadore. Von dort südostwärts auf der SP 251 bis Dont. Ab hier westwärts auf schmaler SP 347 nach Chiesa. Von Süden (Belluno) fährt man nordwärts auf der SP 203 bis Agordo. Dort biegt man rechts ab auf die SP 347 über den Passo Duran (1605) bis zur Ortschaft Chiesa. Dort zweigt am westlichen Ortsende Le Vare (1242 m) von der Via Le Vare eine sehr schmale, 4 km lange Teerstraße (Wanderweg Nr. 557) ab (braunes Hinweisschild „b+b moiazza“), welche rechts oberhalb der Schlucht des Baches Ru della Grava (nur an wenigen Stellen geschottert), zur Alm Casera de la Grava (1627 m) führt, die nur zeitweise bewirtschaftet ist. Nach 2/3 des Wegs wird Solàndre (1525 m) erreicht, wo sich rechts eine kleine Parkbucht und Ausweichstelle befindet neben einer zerfallenden Holzbank. Hier zweigt links in die Bachschlucht der Pfad Nr. 578 nach C.ra Moiazza (ruderi), bzw. zum Bivacco Grisetti ab. Vor der Alm sucht man sich auf der Anhöhe oder auf welligen Rasenflächen entlang der Straße Abstellmöglichkeiten für das Auto. Zustieg: Während rechts (ostwärts) der Wanderweg zur Forc. Del Tolp (Nr. 584) abzweigt, läuft man auf leicht begraster Schotterpiste (Weg Nr. 557) anfangs ein ausgetrocknetes Bachbett überquerend nordwestwärts in 5 Serpentinen (2 blau-weiß-grüne Markierungen) im Wald hinauf zur Forcella de la Grava (1784 m) in 25 min., wo sich 2 zerfallende Sitzbänke befinden und Weg Nr. 586 abzweigt. Weiter in 10 min. auf rot-weiß markiertem Sentiero Anello Zoldano (Güterweg Nr. 557) nach Partenza Teleferica (1808 m), wo der Holzschuppen der Talstation der Materialseilbahn zur Rifugio M.V. Torrani steht. Dort zweigt links der Steig Nr. 558 zur Forc. De le Sasse, bzw. weiter zum Rifugio Vazzoler ab, auf welchem man zurückkommt, steigt man vom Gipfel über den Klettersteig Attilio Tissi ab. Weiter jedoch nordwärts durch Latschenkiefern auf dem Steig Nr. 557 zur Cima Civetta, bzw. zu den Hütten Coldai, oder Torrani. Bei der Weggabelung von Col Grant, hält man sich links und bleibt auf dem Sentiero Anello Zoldano, und biegt nicht recht auf den Abstiegsweg Nr. 587 nach Pècol Vechio ab. 80 min. nach Tourenbeginn wird der Sass del Nin (2181 m) erreicht, wo ein zweites Mal der Weg Nr. 558 links abzweigt, jedoch am Van de le Sasse vorbei. Nordwestwärts hält man nun auf Weg Nr. 557 verbleibend zum Attaco ferr. Alleghesi, bzw. den Hütten zu. Nach 30 min. zweigt bei Livinàl Grant /2217 m) links der Normalweg (Tivanweg) zur Cima Civetta, bzw. zur Rif. M.V. Torrani ab. Geradeaus geht es durch den Felskessel von Busa del Zuiton zum Klettersteig, zu dessen Einstieg man nach weiteren 30 min. gelangt, erst im rechten Bogen zu einem Bergsattel von Porta del Masare hin, dann links einen kleinen Felsaufschwung hinauf (2360 m).
Routenbeschreibung: Schwierigkeit: KS 4- (C/D): Der Steig beginnt gleich senkrecht auf einer Eisenbügelreihe zu einer Leiter hin. Er setzt sich fort abwechselnd über Bänder und durch Felsrinnen abwechselnd. Nach einem kurzen Zwischengrat erreicht über ersten Felsrücken eine weitere Leiter. Anschließend auf einer Reihe von Bügeln an rechter Seite einen 50 m hohen Felskamin hinauf. Danach nimmt die Steilheit ab und man gelangt zur ersten Felsscharte unterhalb der Punta Civetta (2920 m). Dort wechselt man auf Bändern zur rechten Seite des Grats, um an dessen Ende durch zweite Scharte wieder nach links (Ostseite) zu wechseln. Nun über schräges Felsgelände zu den Terrassen oberhalb des Ostpfeilers Punta Tissi (2992 m), über welche man ein Stück unsteil hinauf gehen kann. Nach einer Felsstufe mit Riß und plattigem Gelände nimmt die Steilheit ab und befindet sich nun auf dem Nordgrat. Auf diesem etwas luftig zum schiefen Gipfelkreuz, welches aus 2 rostigen Eisenträgern und 2 rautenförmigen Eisenpatten montiert wurde (2,5 Std. ab Einstieg). Abstieg: Südostwärts im rutschigen Schotter und Geröll hinab (wenig rote Markierungspunkte übrig geblieben), aber deutlichen Trittspuren folgend, an abgestürzter Blechsäule „1935“ vorbei, zur Rifugio Maria Vittoria Torrani der CAI-Sektion Conegliano (2984 m) in 35 min., die an den Fels gebaut ist. In diesem Bereich gibt ein Stahlseil zusätzlich Halt. Auf dem Normalweg (Tivanweg) ostwärts durch schottergefülltes Hochkar von Pian della Tenda über Felsstufen zu einem Felskamin hinab zum Passo del Tenente (2366 m). Weiter abschüssig herunter bis man auf den Steig Anello Zoldana (Nr. 557) trifft. Auf diesem weiter wie Aufstieg (3 Std.). Alternativ: Südwärts über den Klettersteig Attilio Tissi ins Hochtal Van delle Sasse (90 min.) und dort links haltend hinab bis man auf den Verbindungsweg zum Rifugio Vazzoler (Nr. 558) trifft und auf diesem ostwärts hinauf zur Felsscharte Forc. delle Sasse (2476 m). Oder die Schuttkegel und Geröllpassagen links haltend oberhalb des Hochtalgrunds traversieren direkt zur breiten Scharte hin (25 min.). Dem Steig Nr. 558 folgend anfangs steil und splittig auf der Ostseite hinab erst links (Anfangs hilft ein Seil links am Fels), dann rechts haltend von beginnender Bachschuttrinne (im Sommer trocken), wo sich die roten Markierungsstriche verlieren. Einige Steinmännchen weisen durchs Geröll, welches Trittsicherheit abverlangt. Nach dem Rechtsabzweig zum Bivacco Grisetti (Sentiero Angelini), überquert man nach links ausgetrocknete Schmelzbachschlucht zur linken Seite (in Abstiegsrichtung gesehen). Am Rand von dieser nun bis zu deren Ende, wo ein Latschenkiefernwald beginnt. Durch diesen auf breitem verwachsenden Forstweg hinab, wo man bei der Talstation der Materialseilbahn für das Rifugio Torrani auf den Weg Nr. 557 (Anello Zoldana) trifft (50 min.). Weiter wie Aufstieg (45 min.).
- AndréTT reviewed vor 9 Jahren
- last edited vor 2 Monaten
- murks reviewed vor 1 Stunde
Mein Review bezieht sich auf die Runde Parkplatz Palafavera – Rif. Coldai – V.F. Alleghesi – Gipfel – Abstieg über den Normalweg.
Wir entschieden uns, die Runde ab dem Parkplatz Palafavera über das Rif. Coldai zu gehen und vorsichtshalber auch das Rif. Torrani zu buchen, da ich in den vergangenen Jahren mehrere wetter- bzw. konditionsbedingte Tourenabbrüche erlebt habe.
Die V.F. Alleghesi ist sehr schön angelegt – obwohl sie optisch wie eine “alpine Aufstiegshilfe” wirken mag, bietet sie anregende, stets etwas fordernde Kraxelei – die Schwierigkeiten sind selten unter A/B, so dass man immer am “Arbeiten” ist; Eisenelemente wurden eher spärlich verbaut, die Sicherungen waren in gutem bis teilweise neuwertig wirkenden Zustand. Ob man aber die kurze Klammernpassage in der Hälfte des Steigs nun mit C/D oder leichter bewertet und das auf die Gesamtbewertung durchschlagen sollte, ist – angesichts der Gesamtlänge des Steigs – wohl eher eine akademische Frage. Aus meiner Sicht ruft der Steig insgesamt eher Kondition als klettersteigtechnische Finessen ab, so dass ich ihn für anfängertauglich halte. Die Wegfindung war trotz des fast unvermeidlichen Nebels auch in den Gehpassagen durch recht enge Markierungen (Farbe und Steinmänner) problemlos. Die Aussichten sind zwischendurch, vor allem wenn es der Nebel gut meint, immer wieder grandios.Für den gesamten Durchstieg haben wir, inkl. Pausen von in Summe von ca. 15 Minuten, vom Anseilplatz bis zum Gipfel exakt 3:00 Stunden benötigt.
Neu: Auf 3.000 Metern (blauer Farbklecks, siehe Topo; kurz vor dem Schotterfeld) gibt es inzwischen einen “Notausstieg”: eine versicherte und beschilderte Ausquermöglichkeit (Bänderklettersteig) hinüber zum Rif. Torrani, die rund 30 Minuten dauert und ca. 50 hm oberhalb des Rif. Torrani auf den Abstiegsweg vom Gipfel trifft. Nach Auskunft des Hüttenwirtes besteht die Ausquermöglichkeit “schon immer”, wurde aber erst vor ca. 3 Jahren versichert.
Trotz Ferienzeit und stabilen Wetters trafen wir im Steig nur auf vier weitere Ferratisten, ein paar weitere folgten bis frühen Nachmittag, danach war “tote Hose” am Gipfel bzw. auf der Hütte.
Der Abstieg vom Rif. Torrani ist anfangs noch interessant, beginnt dann aber an den Kräften zu zehren. Die Nutzung des Klettersteigsets sollte erwogen werden, vor allem auch im unteren Teil (markierter Seilabschnitt bei ca. Nr. 7), da dort recht speckige Platten zu queren sind und man hier auch bei Trockenheit und gutem Schuhwerk leicht ausrutschen kann.
Die Küche auf dem Rif. Coldai ist sehr gut und bietet ein reichhaltiges Frühstück; das Rif. Torrani bietet eine sehr kleine Speisekarte, und das Frühstück ist mit Weißbrot und Aufstrich ziemlich “basic”. Die Übernachtung auf dem Rif. Torrani war sehr urig (wir waren die einzigen zwei Gäste!), auch weil sie nur einen kombinierten Ess- und Schlafraum bietet, mit Holz beheizt wird und man Tür an Tür mit dem Wirt schläft.
Nach unserer Einschätzung ist die Tour bei stabilem Weitter und mit guter Kondition gänzlich ohne Übernachtung möglich, für “normal Konditionierte” sollte eine Übernachtung auf einer der beiden Hütten (wohl Rif. Coldai) genügen. Eine Übernachtung auf beiden Hütten ist Luxus und eher Vorsichtigen bzw. Genießern, die fast einen ganzen Tag auf dem Rif. Torrani zubringen können, zu empfehlen.
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Unsere Zeitbedarfe:
Palafavera – Rif. Coldai: 01:30h
Rif. Coldai – Anseilplatz: 01:15h
Anseilplatz – Ausquermöglichkeit Rif. Torrani (3.000 MMün): 02:00h
3.000 MMüN – Gipfel: 01:00h
Gipfel – Rif. Torrani – Palafavera: 04:15h
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Mein Fazit: Grandiose Tour mit anregender Kletterei und tollen Ausblicken für Konditionsstarke, die durch die verschiedenen Anfahrts- und Übernachtungsmöglichkeiten aber für jeden Anspruch und Geschmack wohl dosiert werden kann! Eine klare Empfehlung und Wiederholer!
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- AndréTT reviewed vor 9 Jahren
Um 10:30 Super-Panorama und Weitsicht über die Felszacken der Dolomiten und 2 km Tiefblick zum Lago di Alleghe und auf das Rifugio Vazzoler unterhalb der 1200 m hohen Nordwestabstürze des Bergs.
Am Einstieg Stau von ca. 20 Leuten, die erst nach 2. Band überholt werden konnten. Anschließend noch ca. 40 weitere angetroffen, die fast alle von der Rif. Coldai (2135 m) der CAI-Sektion Venezia kamen. Am Gipfel kamen noch einige über den Normalweg an und einige über den Klettersteig A. Tissi.
Nach 24 Jahren (September 1991 mit der DAV-Sektion Kassel) nun wieder diesen aussichtsreichen Gipfel besucht, mit dem landschaftlich wohl schönsten und abwechslungsreichsten, nur mäßig schwierigen Klettersteig in den Dolomiten, dessen unverwüstliches Gipfelkreuz immer noch so schief steht wie damals. Gelungener Urlaubsabschluß nach 17 Klettertagen in den Dolomiten. Fotos s.u.:
http://www.gipfelbuch.ch/gipfelbuch/detail/id/75347/Klettersteig/Monte_Civetta
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