Klettersteige ↔ Klettersteig Touren mit Karte und Topo | via-ferrata.de › Forums › Ausrüstung › Seil für den Klettersteig
-
Seil für den Klettersteig
-
Julian wrote:Aber aus meiner eigenen Erfahrung ist die kurze Schlinge die beste mentale Stütze, weil die am schnellsten Vertrauen ins Material vermittelt…
Da stimme ich Julian 100-prozentig zu. Meines Erachtens ist eine Rastschlinge (in meiner fränkischen Heimat auch gern als “Veschperbändla” bekannt) ein absolutes MUSS am Steig.
Ich gehe nie ohne, finde das gehört zur Ausrüstung dazu wie ein Helm.
Aber ich glaube wir haben das Thema so langsam totdiskutiert, oder?
” title=”Laughing” />
-
aye,
die “Schlummerschlinge” ist bei mir immer ein Muss in der pers. Ausrüstung und ein fester Bestandteil beim Klettern besonders an schwirigeren Stellen.
Habe immer eine lange, und zwei verschieden lange Exen dabei. So kann man sich in Ruhe mit passender Länge umhängen.
Das KS ist natürlich immer!!! eingehängt.
[mention]Julian[/mention] :
Oh ja, Abseilen macht Laune, auch wenn ich bisher nur auf 15m Höhe am Rofan gespielt hab.
Dazu noch ein wenig an der Bergwand herumhoppsen
Ihr macht mich schon wieder alle ganz kribbelig … *in die Berge klettern will*
-
Patruckel wrote:Meines Erachtens ist eine Rastschlinge (in meiner fränkischen Heimat auch gern als “Veschperbändla” bekannt) ein absolutes MUSS am Steig.
Ein Franke! Sehr gut! Die mögen wir hier!
Ich mag auch alle anderen, keine Sorge!
-
Ich belebe das Thema Via Ferrata Belay Kit mal wieder.
Ich habe es letztes Wochenende vor mir im Einsatz gesehen und die Leute hatten das wohl auch zum ersten mal verwendet, weil da doch recht viel Verwirrung herrschte: Neben den bereits bekannten, komischen Erklärungen einen Arm des Klettersteigssets in das Seilende zu hängen sind ja bereits bekannt und hier diskutiert worden, allerdings kams hierbei zu nem ganz anderen Problem. Hier mal die offizielle Beschreinung:
ANWENDUNG DES VIA FERRATA BELAY KIT
1. Vorbereitung:
Am Beginn der Steilstufe klippt sich der Nachsteiger mit einem Karabiner seines Klettersteigsets in die vernähte Schlaufe des Seiles ein. Die Seilenden sind zur besseren Übersichtlichkeit farblich gekennzeichnet. Der andere Karabiner bleibt im Drahtseil. Nun hängt sich der Vorsteiger die Bremsplatte mit der grünen Schlaufe (Nachsteiger befindet sich am grünen Seilende) bzw. der blauen Schlaufe (Nachsteiger befindet sich am blauen Seilende) an seinen Klettergurt und beginnt mit dem Aufstieg. Das Seil läuft dabei aus dem Transportbeutel, den der Vorsteiger mit einem Materialkarabiner an seinem Gurt befestigt hat.
** you do not have permission to see this link **
Wenn jetzt der Vorsteiger in Blau hängt und der Nachsteiger auch, dann kommt der Vorsteiger doch keinen Meter mehr weiter rauf, weil dann doch die Blockierfunktion einsetzt (und der Nachsteiger im GAU-Fall eines eigenen Sturzen sogar den Vorsteiger noch runterreißen könnte)
Daher müsste es meiner Meinung nach heißen, dass der Vorsteiger beim Aufstieg sich immer die andere Farbe in den Gurt hängt wie der Nachsteiger, um als Vorsteiger überhaupt aufsteigen zu können. Oben angekommen muss natürlich am Anker dann schon wieder die Farbe zum Nachsteiger identisch und eingehängt werden.
Oder hab ich da jetzt einen Denkfehler?
-
ich hatte das Via Ferrata belay set mal vor ein paar Jahren testweise in Gebrauch.eigentlich ist die Handhabung dabei selbsterklärend
Der Vorsteiger ist bereits oben an einem Fixpunkt:
Wenn der Nachsteigende am blauen Ende hängt, muss die blaue Schlaufe oben eingehängt werden; wenn das grüne Ende unten ist, wird die grüne Schlaufe eingehängt. Sollte man dann (unbeabsichtigt) loslassen, tritt die Bremswirkung ein.
Der Vorsteiger steigt vom Kind(standort) alleine hoch weiter zum nächsten Fixpunkt:
Das Kind wird am blauen Ende eingehängt und der Vorsteiger hängt die grüne Schlaufe in den eigenen Gurt ein. Die Bremse ist dann offen und man kann selbst weitersteigen, das Seil zieht sich dann automatisch (aus dem “Korb”) nach. Also genau so wie du es eigentlich gemeint hast, oder?
-
Ganz genau, wenn man oben ist, ist das klar. Blau auf blau bzw grün auf grün.
Ralf wrote:Der Vorsteiger steigt vom Kind (standort) alleine hoch weiter zum nächsten Fixpunkt:
Das Kind wird am blauen Ende eingehängt und der Vorsteiger hängt die grüne Schlaufe in den eigenen Gurt ein. Die Bremse ist dann offen und man kann selbst weitersteigen, das Seil zieht sich dann automatisch (aus dem “Korb”) nach. Also genau so wie du es eigentlich gemeint hast, oder?
Ganz genau das meinte ich und genau das wird auf der Edelrid-Seite anders – falsch – erklärt. Eben, dass man auch beim Hochklettern auch blau auf blau bzw. grün auf grün hängen soll. Wodurch ja kein Seil mehr ausgegeben werden kann.
-
Also ich halte von diesem Schnick Schnack Seil von Edelrid nix! Warum nicht einfach mit nem normalen Seil + HMS oder Tube nachsichern?
Letzt endlich kann man das Edelrid Belay Kit ja nur in Klettersteigen zum nachsichern einsetzen, ein normales Seil ist da felxiebler von den Anwendungsbereichen und günstiger
-
Da stimme ich dir voll zu @timmy – ist halt ein “Verkaufsschachzug” vom Hersteller um noch mehr Seil möglichst teuer zu verkaufen, da viele Klettersteigler sich mit der Materie “Seilklettern” nicht wirklich auskennen und somit vielleicht “blind” das kaufen was Ihnen die Industrie hier suggeriert.
Ich würde mir hier auch eher ein 20m Seil (8mm) kaufen und dann mit HMS nachsichern.
Preis: 20m Seil + HMS Karabiner = 35 Euro (Seil) + 10 Euro (HMS)
Preis Edelrid Via Ferrata Belay II = 85 Euro
-
Da gebe ich euch beiden natürlich Recht, das man damit im Anwendungsbereich sehr eingeschränkt ist und preislich teurer ist.
Der einzige Vorteil wäre wohl darin zu sehen, dass es – wenn man sich damit auskennt – relativ zügig geht und man so keinen längeren Stau verursacht.
Ich bin auch nur auf dieses Teil aufmerksam geworden, weil jemand es vor mir verwendet hat. Kannte es bist dato noch nicht.
-
Ralf wrote:Da stimme ich dir voll zu @timmy – ist halt ein “Verkaufsschachzug” vom Hersteller um noch mehr Seil möglichst teuer zu verkaufen, da viele Klettersteigler sich mit der Materie “Seilklettern” nicht wirklich auskennen und somit vielleicht “blind” das kaufen was Ihnen die Industrie hier suggeriert.
Ich würde mir hier auch eher ein 20m Seil (8mm) kaufen und dann mit HMS nachsichern.
Preis: 20m Seil + HMS Karabiner = 35 Euro (Seil) + 10 Euro (HMS)
Preis Edelrid Via Ferrata Bel cay II = 85 Euro
Genauso denke ich auch, nur dass ich den ATC verwende.
So kann ich jemand in eine schwere Schlüsselstelle schnuppern lassen (Überhang Lehner Wasserfall, Crasy Eddy usw.), wenn es nicht klappt kann der Kamerad die leichte Variante gehen
Kinder im Auf- und Abstieg zusätzlich sichern
Hilfebedürftige kurz sichern/retten – wie z.B. am Hundskopf geschehen – @Ralf war live dabei
Wobei in allen drei Fällen der Gesicherte sich nach wie vor mit dem eigenen KS-Set sichert. Ansonsten verläuft alles wie beim alpinen Klettern ab.
-
Stef-089 wrote:Da gebe ich euch beiden natürlich Recht, das man damit im Anwendungsbereich sehr eingeschränkt ist und preislich teurer ist.
Der einzige Vorteil wäre wohl darin zu sehen, dass es – wenn man sich damit auskennt – relativ zügig geht und man so keinen längeren Stau verursacht.
Ich bin auch nur auf dieses Teil aufmerksam geworden, weil jemand es vor mir verwendet hat. Kannte es bist dato noch nicht.
Ja Stef ich denke nur weil da ein praktischer Seilsack dabei ist bedeutet das noch lange nicht das sich das Seil schneller verstauen lässt. Seilhandling ist dort mindestens genauso gefragt meiner Meinung nach. Sonst hast da ganz schnell nen Kneul im Steig baumeln
Also ich glaube auch nicht das es einen Geschwindigkeitsvorteil bringt
-
Also wenn ihr es richtig gut und einfach machen wollt dann nehmt eine Mirco bzw Mini TRaktion. Die per Karabiner oberhalb vom Steilstück rein und einfach das Seil nachziehen. Die Rücklaufsperre funktioniert einfach und sauber.
Kostet zwar vllt 40€ aber selbst mit Seil und Karabiner immernoch günstiger und Handlungssicherer als das Edelrid.
-
Das ganze macht nur wirklich halbwegs Sinn wenn ein halbwegs erfahrener Kletterer sichert. Und der benötigt ganz betimmt dafür kein Set von Edelrid sondern wird entsprechendes Equipment selbst dabei haben.
Danz ganze sollte meiner Meinung nach auch nur verwendet werden um einen schwächeren Kleterer mal ausnamsweise über eine schwere Stelle zu bekommen und nicht um Einsteiger durch einen Klettersteig zu “ziehen” für den sie nicht geeignet sind z.B. bei einer langen Tagestour mit mehreren Leuten.
Nur propagiert wird das ganze natürlich anderes.
Ich stell mit grad eine 6 Leute -Pölonaise in einem eigendlich recht schnell zu durchteigenden C Steig vor, wo minimum 2 Erwachsenen oder auch 2 Kinder über zusätzliche Seilsicherung nach oben befördert werden sollen…viel Spaß dabei den Nachfolgenden.
Sorry aber so eine Konstelation hat für mich nichts im Berg verloren und die Bereitstellung und Vermarktung solcher Sythem impliziert eben genau soche Scenarien.
Grundsätzlich sollten Klettersteige so gewählt werden das man die Schwierigkeiten auch Bewältigen kann, dass ist meiner Meinung nach die beste Vorraussezung das man auch Spaß hat.
Denn bei dem was man manchmal so im Steig sieht beweifle ich doch das da wirklich alle Beteiligten vergnügen empfinden und das ist eigendlich Schade, besondern wenn Kinder völlig überfordert da im Fels hängen.
-
Timmy wrote:
Ja Stef ich denke nur weil da ein praktischer Seilsack dabei ist bedeutet das noch lange nicht das sich das Seil schneller verstauen lässt. Seilhandling ist dort mindestens genauso gefragt meiner Meinung nach. Sonst hast da ganz schnell nen Kneul im Steig baumeln
Also ich glaube auch nicht das es einen Geschwindigkeitsvorteil bringt
Mit dem Geschwindigkeitsvorteil meinte ich eher, dass man keine zurückgesteckte Acht knoten muss bzw, nen HMS.
Aber selbst das dauert natürlich auch keine Ewigkeit.
Und natürlich eignet sich weder das System noch ein normales Seil dafür über den kompletten KS nach zu sicher, keine Frage.
In dem von mir geschilderten Fall, benutzten es die Personen am Attersee KS (“nur”) beim sog. “Schokoladenüberhang”
-
Stef-089 wrote:Timmy wrote:
Ja Stef ich denke nur weil da ein praktischer Seilsack dabei ist bedeutet das noch lange nicht das sich das Seil schneller verstauen lässt. Seilhandling ist dort mindestens genauso gefragt meiner Meinung nach. Sonst hast da ganz schnell nen Kneul im Steig baumeln
Also ich glaube auch nicht das es einen Geschwindigkeitsvorteil bringt
Mit dem Geschwindigkeitsvorteil meinte ich eher, dass man keine zurückgesteckte Acht knoten muss bzw, nen HMS.
Aber selbst das dauert natürlich auch keine Ewigkeit.
Und natürlich eignet sich weder das System noch ein normales Seil dafür über den kompletten KS nach zu sicher, keine Frage.
In dem von mir geschilderten Fall, benutzten es die Personen am Attersee KS (“nur”) beim sog. “Schokoladenüberhang”
Ich bevorzuge Techniken beim Klettern (Alpin, Klettergarten, Klettersteig), die sich in allen Disziplinen gleichen und die man in den einschlägigen Kursen auch gelehrt bekommt.
Dazu hehört u.a. der Achterknoten, normales seilausgeben und -einholen (alpin muss es ja schließlich mit zwei 60 m Halbseilen reibungslos funktionieren). Wir sichern auch immer mit dem ATC – so sind Elke und ich ein eingespieltes Team.
Die längste Strecke, die ich jemand durchgehend gesichert habe, das waren 150 Hm am Kufsteiner Klettersteig. Die betroffene Person kann zwar die Schwierigkeit klettern, hatte aber eine psychische Blockade.
Also Bergrettung, Heli oder ans Seil (20 m Halbseil) nehmen und zum Gipfel bringen. Am Seil ist sie toll gegangen. In der 10 m hohen Ausstiegswand habe ich noch zwei entkräftete Frauen mit Hilfe von Elke und dem Eheman der einen Frau geborgen.
Für solche Aktionen sollte der Umgang/Handhabung mit/vom Seil und Zubehör bombrnfest sitzen.

