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Klettersteige ↔ Klettersteig Touren mit Karte und Topo | via-ferrata.de Forums Klettersteige Anfänger – wie geht es weiter – evtl. Gardasee

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  • Anfänger – wie geht es weiter – evtl. Gardasee

    aktualisiert 12 Jahre aktiv. 5 Mitglieder · 10 Beiträge
  • et87

    Mitglied
    16. Juni 2014 at 23:38

    Hallo zusammen,

    wie ich bereits im Begrüßungsthread geschrieben habe, bin ich noch recht unerfahren in Klettersteigen. War bisher erst zusammen mit einem Freund auf folgenden drei Klettersteigen unterwegs:

    1. Friedberger (von Nesselwängle zur Rothen Flüh und dann weiter zum Schartschrofen)

    2. Riffelscharte (von Bahnstation Riffelriss kommend über die Riffelscharte und hinab ins Höllental)

    3. Mittenwalder (Aufstieg von Scharnitz. Über den Steig weiter zur Seilbahnstation und von dort zur Dammkarhütte)

    Beim Mittenwalder Klettersteig bin ich konditionell etwas an meine Grenzen geraten, aber von der Technik her hatte ich bei keinem in irgendeiner Weise Probleme. Die grundsätzliche Frage die ich mir nun stelle, ist wie es weiter gehen soll?

    Da es sehr günstige Bahntickets bis an den Gardasee bzw. Trient gibt, überlege ich Anfang September mit dem Zug dort für ein paar Tage hin zu fahren. Meint ihr ich kann mir da ein paar schöne Touren raussuchen als Anfänger? Evtl. auch alleine? (** you do not have permission to see this link ** Habe da so an die mit Schwierigkeitsgrad B bis C gedacht).

    Gruß et87

  • Erik

    Mitglied
    17. Juni 2014 at 06:31

    Gardasee geht eigentlich immer, da hast bei guten sowie bei schlechtem Wetter genügend Möglichkeiten dich auszutoben.

    Generell sollte mal als Anfänger nicht unbedingt allein unterwegs sein(Psyche ich Steig, wenn was passiert, usw.) Am Gardasee kann man aber sagen das mal an guten Tagen in den Talnahen einfachen Steigen nie allein ist. Wenn du dir das also zutraust kannst auch allein gehen.

    Eine spezielle Empfehlung können dir hier andere Cracks geben

    Lg Erik

  • Julian

    Mitglied
    17. Juni 2014 at 09:11

    Zu den Gardaseesteigen können andere was schreiben. Ich schließe mich aber Erik an: Alleine als Anfänger ist ungut. Ich habe auch nicht massenhaft Erfahrung, zumindest was Klettersteige angeht, aber auch bei allen anderen Unternehmungen im Gebirge ist ein Partner immer von Vorteil. Da geht es nicht nur um Hilfe holen etc, sondern auch ums Entscheidungen treffen (Wetter noch stabil genug, Route zu schwer, gegenseitiges Einschätzen der Leistungsfähigkeit etc.).

    Alleine ist aus meiner Sicht immer mit mehr Risiko verbunden (auch wenn der Blaue Fuchs und andere da sicher andere Meinungen vertreten werden…?).

  • Kraxel-Tobi

    Mitglied
    17. Juni 2014 at 18:08

    Ich kann mich nur anschließen: Klettersteig allein zu machen ist keine so gute Idee, eben aus den bereits erwähnten Dingen.

    Außerdem macht es doch zu zweit oder mehr sowieso mehr Spaß, den Steig zu genießen.

    Bzgl. Gardasee:

    Da kann ich Dir als Anfänger den Colodri und den Sallagoni empfehlen. Ob die CimaSAT schon etwas für Dich ist,

    kann ich nicht genau beurteilen. Dort geht es teilweise über luftige Leitern hinauf, außerdem sind ca. 1200 Hm zu überwinden

    (600 Hm normaler etwas steiler Wanderpfad und 600 Hm klettersteig).

    Als Anfängersteig eignet sich z.B auch wunderbar die Alpspitz-Ferrata in GAP, falls diese Gegend eine Option für Dich wäre.

  • et87

    Mitglied
    20. Juni 2014 at 21:40

    Danke an euch drei für die Rückmeldungen!

    Das man normalerweise nicht allein unterwegs sein sollte, ist natürlich richtig. Leider kann ich meinen Kumpel mit dem ich die ersten Klettersteige gemacht habe nicht für die Gardaseetour überzeugen – daher halt die Überlegung das alleine zu machen bevor ich gar nichts mache. Habe auch eher nur an die einfacheren Klettersteige gedacht. Zum einen die von Kraxel-Tobi genannten und Sentiero Scaloni + Sentiero Anglone, Fausto Susatti, Amicizia und evtl noch den ArtPinistico delle Niere.

    Kraxel-Tobi, die Alpspitze wollten wir Anfang letzter Woche eigentlich auch machen. War allerdings leider noch gesperrt der Klettersteig. Werde ich aber nächstes Jahr vielleicht nachholen. Auf Höhenrausch hatte ich folgendes zur Alpspitze gelesen:

    “Für blutige Anfänger ist dieser Klettersteig nicht vorbehaltlos empfehlenswert, da sich der Abstieg als Knackpunkt herausstellen könnte. Sowohl der Weg durch das Oberkar und den Nordwandsteig, als auch der Abstieg ins Mathaisenkar sind allesamt etwas anspruchsvoller als der Aufstieg”

    Könntest du einen der drei Alternativen Abstiege empfehlen von der Schwierigkeit her?

  • et87

    Mitglied
    29. September 2014 at 22:17

    Da ich hier im Juni nachgefragt hatte, möchte ich natürlich im nachhinein nochmal eine kurze Rückmeldung geben.

    Habe mich letztendlich entschieden alleine an den Gardasee zu fahren und habe folgende Touren (trotz geringer Erfahrung) ohne Probleme hinbekommen:

    1) Sentiero Scaloni + Anglone

    2) Colodri

    3) Amicizia

    4) Fausta Susatti

    5) Rio Sallagoni

    Der erstgenannte Klettersteig war ziemlich langweilig, aber alle anderen haben Spaß gemacht. Jeden Tag super Wetter gehabt: tagsüber immer Sonne und geregnet hat es immer erst abends Glücklicherweise musste ich auch nicht alle Klettersteige alleine machen, da ich unterwegs noch ein paar nette Leute getroffen habe mit denen ich drei Klettersteige zusammen machen konnte. Hatte auch den Vorteil, dass ich im Auto mitgenommen wurde und nicht überall mit dem Bus hinfahren musste

  • verticalo

    Mitglied
    30. September 2014 at 09:52

    Super! Gratulation zu den schönen Touren, die du machen konntest.

  • Julian

    Mitglied
    30. September 2014 at 11:49
    et87 wrote:
    Auf Höhenrausch hatte ich folgendes zur Alpspitze gelesen:

    “Für blutige Anfänger ist dieser Klettersteig nicht vorbehaltlos empfehlenswert, da sich der Abstieg als Knackpunkt herausstellen könnte. Sowohl der Weg durch das Oberkar und den Nordwandsteig, als auch der Abstieg ins Mathaisenkar sind allesamt etwas anspruchsvoller als der Aufstieg”

    Könntest du einen der drei Alternativen Abstiege empfehlen von der Schwierigkeit her?

    Also technisch am leichtesten ist es sicher, über die Ostflanke abzusteigen. Ist aber konditionell anspruchsvoller womöglich als die Kombi mit dem Nordwandsteig. Dafür kommt man nach der Ostflanke auch noch in den Genuß der Schöngänge, die haben mir sogar bei strömendem Regen Spaß gemacht. Allerdings kommt nach den Schöngängen noch ein kleiner Gegenanstieg zum Osterfelderkopf (Bergstation Gondel), ich schätze mal, 100 – 150 Höhenmeter, über einen breiten Fahrweg.

    Hier gibt es einige Fotos zu der Route: Alpspitze über Schöngänge[/url:26fh0i4z]

    In der Nähe der Schöngänge geht auch der Mauerläufer los – nicht verwechseln… aber von oben passiert das eh nicht, und ausgeschildert ist auch alles.

    Das Mathaisenkar ist technisch eigentlich nicht schwer, aber sehr, sehr weit, vor allem ohne Einkehrmöglichkeit in der Höllentalangerhütte, die ja gerade neu gebaut wird. Bei schlechten Sichtverhältnissen (Nebel, Regen, Dunkelheit) ist es auch gar nicht so einfach, was die Wegfindung nach dem Klettersteig bis zum Höllentalanger betrifft.

  • Kraxel-Tobi

    Mitglied
    30. September 2014 at 18:30

    Also wir sind im Juli an der Alpspitze über den Ostgrat abgestiegen und ich fand es jetzt gar nicht sooo schlimm.

    Klar geht es ordentlich runter und trotz Stöcke auch gut in die Beine, aber das ist alles machbar für jemanden,

    der sich im Gebirge auskennt und weiß, wie man in teils schrofigem oder felsigem Gelände gehen muss.

    Gut, es gibt so drei vier Stellen, da muss man schon mal mit den Händen hinlangen und an den Stellen stören

    dann leider auch die Stöcke. Ich habe dann beide Stöcke auf einer Hand mit den Schlaufen fixiert und so geht

    es schon – oder man lässt die Stöcke gleich ganz weg, obwohl sie weiter oben in der steilen Flanke schon

    nützlich sind. An eine Stelle erinnere ich mich, da wäre allerdings schon eine Seilsicherung sinnvoll. Es ist eine

    waagerechte Querung über eine Felsplatte mit schmalem Felsband. Die Stelle ist ca. 3 lang und dort ist

    keine Sicherung. Nach unten geht es auch gut abwärts. Dort muss man ein wenig mehr aufpassen (aber dann

    stellt das auch kein Problem dar). Nach den 3 Metern kommt dann wieder eine Sicherung. Dieses Jahr hat dort

    sogar ein Bergführer temporär ein Seil angebracht, welches seine geführte Gruppe nutzen konnte.

    Der Nordwandsteig ist dann kein Problem mehr, dort ist alles gut gesichert. Evtl. solltest Du eine Stirnlampe oder

    Taschenlampe mitnehmen, denn Du musst dort noch durch ein paar Tunnel hindurch und die sind schon recht

    finster. Man tappst da eher durch als dass man was sieht.

  • Julian

    Mitglied
    1. Oktober 2014 at 09:07

    Tobis Erinnerung deckt sich in etwa mit meiner, das war alles nicht so wild, wir sind damals aber in dichtem Nebel aufgestiegen, da kommt einem sowieso alles anders vor.

    Die drei Meter habe ich nicht als heikel in Erinnerung – solange man sich konzentriert und nicht rumalbert.

    Den Nordwandsteig bin ich bisher nicht gegangen.

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