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  • Col di Lana – Kriegshistorische Jubiläums-Gedenktouren

    aktualisiert 10 Jahre, 1 Monat aktiv. 3 Mitglieder · 5 Beiträge
  • blaufuchs

    Mitglied
    18. April 2016 at 08:54

    Servus zusammen,

    nach den beiden letztjährigen Touren (24.Mai, 4 Uhr: erster italienischer Schuss des Krieges auf Fort Verle / 4.Juli, 8 Uhr: Paternkofel; Tod von Sepp Innerkofler), hatte ich mich gestern zur nächsten Gedenktour aufgemacht.

    Nach der kurzen Anfahrt und Übernachtung auf dem Falzarego-Pass am Forte Tre Sassi, ging es frühmorgens zum Colo di Lana. Nicht zu unrecht von den Italienern “Col di Sanguine” (Blutberg) genannt. Hier wurde am 17. April 1916 jene Mine gezündet, die das Aussehen des Berges für immer verändern sollte und weit über 100 Österreicher in den Tod riß. In den Wochen davor versuchten die Italiener immer wieder in Sturmangriffen den Gipfel zu nehmen. Wer heute auf diesen Angriffsrouten nach oben steigt, kann nur den Kopf schütteln: Ohne Deckung geht es steil ein paar 100 Höhenmeter die Wiesenhänge nach oben. Strategischer Größenwahn!

    Oben war ich von 9-10 Uhr alleine auf dem Gipfel. Der Zustieg war meist schneefrei (trotz der Höhe), nur leider zog es sich nach einem recht schönen Morgen schnell zu. So war der Blick auf die Marmolata, den Cristallo, die Tofane usw. etwas eingeschränkt. Anbei ein paar Impressionen.

    Nach einem abschließenden Gebet ging es wieder nach unten (mit knapp 18 Grad durchaus warm im Tal) und am frühen Nachmittag war ich wieder zu Hause. Nachdem ich bei den letzten Ereignissen auch wirklich die korrekte Uhrzeit geschafft habe (der Donnerschlag um 4 Uhr über den Hochebene bei Fort Verle war schon beeindruckend), konnte ich leider gestern nicht bis 23:30 warten. Da wurde vor 100 Jahren die Mine gezündet…

    Bis Kriegsende (1918-2018) habe ich mir noch ein paar andere Highlights vorgenommen….

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    Blick auf die noch winterliche Marmolata

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    Die Gedächtniskapelle mit dem Bivacco am Col di Lana

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    Blick vom jetzigen Gipfel in den damals entstandenen Krater

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    Im Hintergrund Hexenstein[/url:2x43kuey] und Lagazuoi / Tofane

  • ralf

    Administrator
    20. April 2016 at 10:34

    vielen Dank für deinen schönen Tourenbericht, Sascha!

    Mir ist es auch eiskalt den Rücken hinuntergelaufen als ich letztes Jahr am monte Piano unterwegs war und dort die Reste des Dolomitenkriegs gesehen habe. Einfach unvorstellbar unter welchen Umständen dort gekämpft wurde.

    Welche weiteren “Highlights” stehen denn bei dir noch auf der Agenda?

  • blaufuchs

    Mitglied
    20. April 2016 at 19:38
    Ralf wrote:
    vielen Dank für deinen schönen Tourenbericht, Sascha!

    Mir ist es auch eiskalt den Rücken hinuntergelaufen als ich letztes Jahr am monte Piano unterwegs war und dort die Reste des Dolomitenkriegs gesehen habe. Einfach unvorstellbar unter welchen Umständen dort gekämpft wurde.

    Welche weiteren “Highlights” stehen denn bei dir noch auf der Agenda?

    – 20.Juni 2017: Sprengung der Vorkuppe des Lagazuoi (exemplarisch für alle dortigen Sprengungen)

    – 24.Oktober 2017: 12. Isonzoschlacht (Besteigung des Monte Matajur)

    – 13.März 2018: Sprengung des Pasubio (größte und zugleich letzte Mine im Gebirgskrieg)

    – 3.November 2018: Kriegsende Österreich (mal sehen, was ich da mache)

    – 11.November 2018: Kriegsende D

  • blaufuchs

    Mitglied
    20. April 2016 at 19:41
    Ralf wrote:
    vielen Dank für deinen schönen Tourenbericht, Sascha!

    Mir ist es auch eiskalt den Rücken hinuntergelaufen als ich letztes Jahr am monte Piano unterwegs war und dort die Reste des Dolomitenkriegs gesehen habe.

    Persönlich finde ich den Renato de Pol am beeindruckendsten. Oder die Sextener Rotwand (wenn man das Buch “Kampf um die Sextener Rotwand” gelesen hat.

  • Julian

    Mitglied
    22. April 2016 at 12:32

    Ich bin jedes Mal total froh, dass ich da klettern und wandern darf und GANZ OHNE BESCHOSSEN ZU WERDEN ODER SELBER SCHIEßEN ZU MÜSSEN!!!

    Mich macht das fertig, wie sich Europa nicht mal 100 bzw. 70 Jahre nach zwei großen Kriegen gegenüber Kriegsopfern aus Syrien oder Afghanistan benimmt. Kostets halt 20 Milliarden, die Leute aufzunehmen und zu integrieren! Schei… drauf! Überlegt mal, wie schnell wesentlich mehr Geld locker gemacht wurde, um irgendwelche Banken, die irgendwelche größenwahnsinnige Manager aus GIER in den Ruin getrieben haben, zu retten! GAAAANZ SCHNELL und OHNE GESCHREI wurde da das Geld locker gemacht!

    Wenn die bei uns aufgenommenen Flüchtlinge irgendwann in ihre Heimat zurückkehren (und ein großer Teil will das sicher), sind sie uns auf Generationen wohlgesonnen, wenn wir ihnen helfen! Eine bessere Anti-Terror-MAßnahme kann es nicht geben!!!

    ALSO SCHLUSS MIT DIESEN SINNLOSEN DISKUSSIONEN!!! EUROPA BLAMIERT SICH GERADE DAMIT, WIE MIT DEN FLÜCHTLINGEN UMGEGANGEN WIRD!!!

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