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  • Unglaublicher Leichtsinn

    aktualisiert 15 Jahre, 9 Monat aktiv. 27 Mitglieder · 84 Beiträge
  • ed83483

    Mitglied
    23. August 2010 at 23:32

    Es ist schon unglaublich was man auf den Kletterstigen immer so alles zu sehen bekommt. Am Sonntag war ich am Dachstein im Johann Klettersteig unterwegs. So in etwa nach 2/3 des Steiges wurde ich von einem älteren Herren (ca. 60 Jahre) überholt. Dieser hatte keinen Rucksack dabei und somit auch nichts zu trinken, obwohl es an diesem Tag bdoch sehr heiß war. Das ist noch nicht weiter tragisch. Aber dieser Herr hatte weder einen Helm auf, noch trug er ein Klettersteigset (der Klettersteig ist mit E bewertet). Ich war momentan so sprachlos, das ich gar nichts sagen konnte. Und schon war er wortlos an mir vorbei. Ich hatte dann echt schieß. Ich hab mich erst mal zur Seite gesetzt und abgewartet bis er außer Reichweite war. Ich wollte einfach nicht das mich der Spinner trifft wenn er fliegt. Es ist schon verantwortungslos was manche in den Bergen so aufführen. Vor allem wenn dadurch auch andere, unbeteiligte gefährdet werden.

  • da_niel

    Mitglied
    24. August 2010 at 00:00
    ed83483 wrote:
    Es ist schon unglaublich was man auf den Kletterstigen immer so alles zu sehen bekommt. Am Sonntag war ich am Dachstein im Johann Klettersteig unterwegs. So in etwa nach 2/3 des Steiges wurde ich von einem älteren Herren (ca. 60 Jahre) überholt. Dieser hatte keinen Rucksack dabei und somit auch nichts zu trinken, obwohl es an diesem Tag bdoch sehr heiß war. Das ist noch nicht weiter tragisch. Aber dieser Herr hatte weder einen Helm auf, noch trug er ein Klettersteigset (der Klettersteig ist mit E bewertet). Ich war momentan so sprachlos, das ich gar nichts sagen konnte. Und schon war er wortlos an mir vorbei. Ich hatte dann echt schieß. Ich hab mich erst mal zur Seite gesetzt und abgewartet bis er außer Reichweite war. Ich wollte einfach nicht das mich der Spinner trifft wenn er fliegt. Es ist schon verantwortungslos was manche in den Bergen so aufführen. Vor allem wenn dadurch auch andere, unbeteiligte gefährdet werden.

    Gleiches ist mir im Oskar-Schuster-Steig (B/C) begegnet Der Herr war 10 Jährchen älter(70!). Habe Ihn gefragt wieso er ungesichert geht, sagte er mir er geht den Steig nun weit über 50 mal. Nur ein Helm benötigt er. Als ich am Gipfel ankam, saß er dort und ich fragte ihn nochmal ein wenig aus. Stellte sich dabei heraus das er ein einheimischer pansionierter Bergführer ist.

  • felix

    Mitglied
    24. August 2010 at 14:55

    Hallo,

    anscheinend ist man ab einem bestimmten Alter unverwundbar, kann fliegen oder ähnliches…

    Vielleicht ist es aber einfach nur die Vorstufe von “Alzheimer” oder einem anderen Altersschwachsinn, hoffentlich ist der eine oder andere dagegen resistent!

    Es ist schon verwunderlich, wie gerade “erfahrene” Alpinisten jegliche Vernunft ablegen, obwohl sie genauso wie jeder Andere den physikalischen Gesetzen unterliegen.

    Aber als jüngerer und vor allem Tourist wird man nicht nur belächelt, wenn man vielleicht Bedenken äußert.

    Viele Grüße

    Lars

  • Die Schatzjäger

    Mitglied
    24. August 2010 at 15:36

    Ich denke wir sollten nicht vergessen, das (meiner Meinung nach) die Freiheit in den Bergen unter anderem daher kommt, dass man frei ist zu tun was man will.

    Ich will das Verhalten der 'sicherungslosen' absolut nicht gut halten – aber es gehört nunmal dazu.

    Wenn an jedem Klettersteig die Bergwacht stehen würde und erstmal meine Ausrüstung sehen will, sowie meinen Kletterschein und den Nachweis über die halbjährliche Auffrischungsprüfung, dann sieht mich keiner mehr in den Bergen !

    Letzendlich muss jeder wissen was er tut, und da ist mir doch jemand der 'bewusst' ohne Sicherung geht lieber, als einer der 'unbewusst' alles falsch macht.

    Man darf den Kopf schütteln und sich wundern, aber die Berge sind nunmal frei … zum Glück !

    Thomas

    PS: Der einzige Aspekt der mir dabei sauer aufstößt sind die trauernden Angehörigen, sowie die Bergwacht die den zerfetzten Körper bergen muss !

  • wolf

    Mitglied
    24. August 2010 at 15:43
    Die Schatzjäger wrote:

    Letzendlich muss jeder wissen was er tut, und da ist mir doch jemand der 'bewusst' ohne Sicherung geht lieber, als einer der 'unbewusst' alles falsch macht.

    grosses ZUSTIMM! zu diesem satz.

    manche “gesicherten” koennten aufgrund der falschen handhabung der ausruestung naemlich genausogut auch ungesichert gehen.

    im falle eines sturzes machen die naemlich dasselbe wie der ungesicherte….den abflug.

  • Norbi

    Mitglied
    24. August 2010 at 16:36
    wolf wrote:

    manche “gesicherten” koennten aufgrund der falschen handhabung der ausruestung naemlich genausogut auch ungesichert gehen.

    im falle eines sturzes machen die naemlich dasselbe wie der ungesicherte….den abflug.

    hallo,

    dieser bergsteiger war vermutlich ungesichert im ks. unterwegs

    ** you do not have permission to see this link **

  • UD

    Mitglied
    24. August 2010 at 18:58
    wolf wrote:

    manche “gesicherten” koennten aufgrund der falschen handhabung der ausruestung naemlich genausogut auch ungesichert gehen.

    im falle eines sturzes machen die naemlich dasselbe wie der ungesicherte….den abflug.

    Jau, am Woe wieder am Stuibenfall erlebt – ist zwar “nur” B/C und C, aber im oberen Teil immer Absturzgelände:

    der Gute hatte sich das Bremsseil seines Salewa-KS-Set (o.ä.) wie weiland Nretni zweimal um die Einbindeschlaufe des Komplettgurtes gezogen, und dann (!) die Einbindeschlaufe des KS-Set am Ende des Bremsseils, da wo dieses eine kleine Öse bildet, das mit mit dem Klett irg.wo befestigen kann, eingebunden …

    Sein Kommentar zu meinem “Anpfiff”: 'da hat mir wohl einer was falsch erklärt' ….

    Das soll er mal bei Petrus als Argument vorbringen ….

    Uli

  • wolf

    Mitglied
    24. August 2010 at 19:20

    moin uli.

    ich hab schon fast erbarmen mit den deppen. mein reden.

    ich laechle nur noch ueber die dummheit…….man kriegt ja eh nur 'besserwisserei' vorgeworfen.

  • Coralein

    Mitglied
    24. August 2010 at 19:21

    Grundsätzlich sag ich ja immer, jeder ist selbst für sich verantwortlich und muss wissen was er macht. Aber wenn man auch noch zu schauen muss, wie die Eltern mit ihren Kindern in den KS ungesichert einsteigen und die Kids ca. 8 und 11 Jahre mit Brustgurt und Seil im Schlepptau mit sich nehmen ….. da fehlen mir dann doch die Worte. Gesehen dieses WE im Henne-KS. Sicher muss man hier erwähnen, dass der Einstieg über die B-Variante erfolgte…… für mich trotz allem…. ohne Kommentar… sprachlos

  • wolf

    Mitglied
    24. August 2010 at 19:51

    oh lord, throw brain from heaven!

  • FritzBrause

    Mitglied
    24. August 2010 at 20:00

    oh man Sachen gibts die gibts gar nicht!

  • Sunny

    Mitglied
    26. August 2010 at 14:37
    Dan wrote:
    Kurios was sich alles so “Bergsteiger” nennt…

    ** you do not have permission to see this link **

    Das empfinde ich als bodenlose Frechheit, wie die mit der Bergwacht umgehen!

    Schließlich sind wir ja froh, dass es die Bergwacht für Notfälle gibt und dass sie immer zu Hilfe eilt! Aber wenn die dann mit solchen “Wanderern” zu tun hat dann gut Nacht…

  • Steeler

    Mitglied
    26. August 2010 at 16:01

    ….und das Wimbachtal gehört doch zum Nationalpark und dort ist biwakieren eigentlich verboten, oder?

  • SimonS

    Mitglied
    26. August 2010 at 17:04

    Hallo zusammen

    ungeplantes Bivwakieren ist auch in Nationaparks nicht verboten. Es gibt keine Plicht sich retten zu lassen wen die Bergwacht schon einmal da ist.

    Wo ist das Problem? Die Gruppe hate anscheinend eine ihrer Meinung nach angemessene Lösung gefunden und fühlte sich nicht rettungsplichtig.

    Jeder darf doch selbst entscheiden, ob er von jemand anders Hilfe annehmen will, oder nicht. Also darf man auch sagen “Danke für deine Hilfe, nicht nötig.”.

    Ich wüsste auch nicht, was Bergwachtmitarbeiter berechtigt, in solchen Situationen Personalien zu erfassen, bzw worin das begründet ist. Bei meiner Bergrettungsausbildung spielte das keine Rolle.

    Es ist schön, das es Menschen gibt, die anderen helfen wollen. Es ist aber auch ein gutes Erlebnis, sich seber zu helfen und durch ein Problem durchzuschlagen und nicht gleich jede Hilfe zu benutzen.

    Lieber mal ein überflüssiger Fehleinsatz. Damit kann jeder professionelle Helfer leben. Wahrscheinlich ging es auch mehr um die Sorge um die Rettungskosten die die Atmosphäre vergiftet hat.

    Auch ich finde übrigens, das sich hier im Forum immer wieder ein Klima der Intoleranz und Besserwisserei gegenüber anderen Einstellungen bezüglich des Sicherungsverhaltens breit macht. Tenor muss sein ” Handle verantwortlich!”. Wer sich in Gefahr begibt, weil er nicht weiß was er tut, ist dumm; Wer aber Gefahren in den Bergen in Kauf nimmt, weil dies seiner Enstellung zu den Bergen entspricht, darf das tun ohne ständig dumm angequatscht zu werden.

    Also immer erst lernen wie es am sichersten geht, dann aber selber entscheiden, was man davon braucht.

    Gruss Simon

  • Nobby

    Mitglied
    27. August 2010 at 08:01

    Hi zusammen,

    das passt in diesem traurigen Fall leider wieder einmal gut zu diesem Thema,

    Zitat aus Presse:

    18-Jährige am Watzmann tödlich verunglückt

    Am Watzmann ist ein 18-jähriges Mädchen vor den Augen ihrer Begleiter in den Tod gestürzt. Das Mädchen stürzte hinter der Mittelspitze ab und verfehlte das Sicherungsseil, woraufhin sie 100 Meter in die Tiefe stürzte.

    Sie sei am Mittwoch kurz hinter der 2.713 Meter hohen Mittelspitze ausgerutscht und habe sich nicht mehr an einem Sicherungsseil festhalten können, erklärte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Die junge Frau aus Freising bei München, die mit ihrer Mutter und einem Begleiter unterwegs war, blieb erst etwa 100 Meter tiefer in der Ostwand liegen.

    Mit einem Hubschrauber eingeflogene Rettungskräfte stiegen zur der 18-jährigen ab, konnten ihr aber nicht mehr helfen. Nach ärztlichen Angaben sei sie sofort tot gewesen, erklärte die Polizei. Die geschockten Begleiter wurden mit dem Hubschrauber ins Tal gebracht.

    Die Dreiergruppe hatte sich die sogenannte Watzmannüberschreitung vorgenommen, eine anspruchsvolle, hochalpine Tour. Dort oben könne bereits ein Stolpern fatal sein, sagte ein Sprecher.

    Wäre das Mädel gesichert gewesen, hätte sie vielleicht ein paar blaue Flecken und Kratzer abbekommen, aber so……

    Mein Beileid an die Angehörigen, und ich möchte das Entsetzten eines Elternteils nicht nachempfinden müssen wenn man zusehen muss wie das eigene Kind vor den Augen abstürzt.

    Gruß

    Nobby

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