Kaiserwinkl Alpin Ballooning – meine erste Fahrt mit dem Heißluftballon

Im Zuge des Kaiserwinkl Alpin Ballooning hatte ich die Möglichkeit meine erste Ballonfahrt zu machen. Das wichtigste vorab – es heißt Ballon fahren und nicht Ballon fliegen. Darauf hat mich mein Ballonpilot Jens gleich zu Anfang aufmerksam gemacht, nachdem ich ihn gefragt hatte wie lange wir denn mit dem Ballon fliegen würden.

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Bevor es in die Luft ging, sind wir von unserem Treffpunkt in Kössen erstmal zum Startpunkt auf der großen Wiese westlich des Walchsees gefahren. Dort waren schon zig andere Ballon Teams damit beschäftigt ihren Ballon startklar zu machen.

Wie man hier auf dem Foto schön sehen kann, ist so ein Ballon samt Korb relativ kompakt in einem nicht allzugroßen Anhänger untergebracht.

Heißluftballon Anhänger

Heißluftballon Anhänger

Nachdem wir den Korb ausgeladen hatten mussten wir den Ballon erstmal richtig „auslegen“ und dann entsprechend mit dem Korb „verbinden“. Danach wurde mit einem Ventilator die Luft in den Ballon reingeblasen. Das dauert erstaunerlicherweise nur 5-10 Minuten. Dann gilt es den Ballon mit heißer Luft zu füllen. Hierfür wird Propangas verwendet – also genau das gleiche Gas das auch für Gasgrills verwendet wird. Autogas kann dagegen nicht verwendet werden!

Aufblasen des Ballons

Aufblasen des Ballons

Nachdem der Ballon aufgeblasen war sind wir in den Korb geklettert. Es gibt dabei immer ein Team im Korb und einen (oder mehrere) „Verfolger“ unten am Boden. Dieser hat mittels Funk Kontakt zum Pilot und auch über GPS bei sich auf dem Schirm wo sich der Ballon gerade befindet.

Der Start erfolgte dann ganz gemütlich und langsam. Jens betätigte den Brenner so dass wir langsam vom Boden abhoben und die anderen Teams, die noch mit dem Aufbau Ihrer Ballons beschäftigt waren, immer kleiner und kleiner wurden.

Startwiese am Walchsee

Startwiese am Walchsee

Beim Ballonfahren bestimmt der Wind wo die Reise hingeht. Am Vortag war der Wind sehr gut, so dass für die Ballonteams die Reise weit Nordöstlich bis über den Chiemsee ging. Bei unserer Ballonfahrt war kaum Wind, so dass wir zu Anfang fast exakt über unserer Startwiese gestanden sind und erst gegen Ende etwas nach Westen getrieben wurden. Nach ca. 1:15 h Fahrtzeit sind wir dann bei Sebi etwas holprig auf einem Acker gelandet. Etwas holprig heißt, dass unser Korb aufgrund des dort etwas stärkeren Windes doch eine ordentliche Strecke über den Acker geschleift wurde bevor unser Korb dann in der waagrechten zum Liegen kam und wir rausklettern mussten.

Hoppellandung bei Sebi

Hoppellandung bei Sebi

Alle Ballonteams haben sich danach noch in einem Gasthaus getroffen wo dann die „Neulinge“ in Sachen Ballonfahrt (zu denen ich auch gehörte) in den Aeronautischen Hochadel aufgenommen und getauft werden. Diese Taufe für „Erstfahrer“ sieht vor, dass eine Locke angezündet und dann mit Champagner „gelöscht“ wird.

Aufnahme in den Aeronautischen Hochadel

Bevor mein Pilot mich in den Aeronautischen Hochadel erhoben hat, belehrte er mich über meine Aeronautischen Adelspflichten, die wie folgt sind:

  1. Anderen Ballonfahrern helfen.
    Bei Start und Landung brauchen wir helfende Hände – die wichtigste Pflicht des Ballonadeligen.
  2. Das Wort „fliegen“ ist verboten, der Ballon fährt! (Das war ja das erste was ich gleich gelernt hatte)
    Wie das Schiff vom Wasser getragen über die Ozeane fährt, so wird der Ballon von der Luft getragen und fährt durch das unendliche Luftmeer. Der Adelige wird stets sagen, dass der Ballon gefahren ist.
  3. Der Adelige kennt seinen Adelsnamen.
    Jeder Ballonadelige darf den anderen nach seinem Adelstitel fragen. Wer ihn nicht mehr weiß, muss eine Runde ausgeben – Ballonfahrer sind trinkfest.
  4. Gehorsam gegenüber dem Kapitän ist unabdingbar.
    Auch sehr harten Anordnungen ist ohne Murren Folge zu leisten.

Nachdem ich mich diesen Grundsätzen verpflichtet hatte und auch mein Haar dafür gelassen hatte, erhielt ich meinen Adelstitel:

Fröhlicher Graf Ralf vom Kaiserwinkl, talvermessender Luftrecke mit Hoppellandung bei Sebi

Alles in allem ein unvergessliches Erlebnis mit einem neuen Namen der mich mein ganzes Leben begleiten wird. Wer von euch also mal die Möglichkeit hat eine  Ballonfahrt zu machen, macht es!! Spätestens nächstes Jahr im Januar beim Alpin Ballooning im Kaiserwinkl 😉 (ich werde auch wieder dabei sein!)


Historischer Hintergrund zur ersten Ballonfahrt 😉

1783 – die Brüder Joseph Michel und Jacques Etienne Montgolfier gelten als die Erfinder der Ballonfahrt


Weitere Bilder vom Alpin Ballooning im Kaiserwinkl

Die Bilder sind online! 😊📸Album Kaiserwinkl Alpin Ballooning

Posted by Kaiserwinkl – Tirol on Dienstag, 30. Januar 2018

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