Zufahrt zum Klettersteig Riesenboulder: Entweder aus dem Südosten (Zittau in Sachsen) auf der B96 Richtung Ebersbach, oder auf dieser Straße aus dem Nordwesten (Bautzen) Richtung Ebersbach. Oder aus dem Westen (Bischofswerda) auf der B 98 bis Neusalza-Spremberg zur B 96. Aus dem Norden (Löbau) Richtung Ebersbach, bzw. Neugersdorf. Aus dem Süden (Nový Bor) auf tschechischer Staatsstraße 9 nach Varnsdorf. 2 km östlich von Ebersbach (Habrachcicy) liegt Ober-Oderwitz im Oberlausitzer Bergland. Nahe des Bahnhofs in der Ortsmitte des Ortsteils zweigt von der Hauptstraße (B 96) beim großen Schild „Sommerrodelbahn“ am Straßenrand südwestwärts die Spitzbergstraße ab. Ca. 200 m ihr folgend aus der Siedlung hinaus bis zum Gasthof an rechter Straßenseite mit großem Parkplatz für die Besucher der Rodelbahn, oder Gastwirtschaft. Der Gastwirt hat bestimmt nichts dagegen, wenn man dort parkt (am hintersten Ende, zustiegsnäher) und nach der Tour dort einkehrt.
Ansonsten fährt man ca. 400 m weiter die Straße nach Neuspitz-Kunnersdorf hangaufwärts bis zu kleinem Parkplatz auf der Kuppe an rechter Seite, wo eine Gasleitung unterirdisch kreuzt (gelbe KKS-Pfosten) und nach Westen unbefestigter, markierter Weg zur Spitzbergbaude auf dem Gipfel des Spitzbergs neben dem Felsklotz hinauf führt. Von dort läuft man nordwärts zu einem mit Geländer gesicherter Weg um den Südpfeiler herum nach unten zum Einstieg unterhalb eines Schutzdaches für Kletterfreunde.
Zustieg: Vom Parkplatz am Ende der Sommerrodelbahn schnurgerade auf breitem Feldweg links von einem Entwässerungsgraben leicht hang- u. feldaufwärts in südwestliche Richtung an einem Bopp & Reuter-Wasserschacht vorbei zu einem Hochbehälter des Trinkwasserversorgers. An diesem links vorbei zu sichtbaren Hügel mit der Felszinne und dem Wäldchen darunter. Durch dieses unsteil zu unverfehlbarer Nordost-Felsrippe. Dort befindet sich der Einstige und Anfang des Stahlseils.
Routenbeschreibung (Schwierigkeit KS 4- / C+): Der 2011 angelegte Steig beginnt gleich in hoher Schwierigkeit, um anfangs schon die „Spreu vom Weizen zu trennen“. Die Tour kann man anfangs abbrechen, da er anfangs nur wenig über Boden quert. Dort bekommt man keine Höhenangst. Der 100 m lange durchgängig mit Stahlseil gesicherte Steig zeichnet sich aus, ohne künstliche Tritthilfen im Phonolith-Gestein auszukommen. Nach erster Querung mit kleinen Tritten trifft man auf einen Felsabsatz vor nächster Querung. Auf danach folgendem größeren Absatz gibt es noch mal einen Notausstieg: „Kneiferausstieg“ über 2 Steigbügel. Nun fast senkrecht durch östliche Felswand, wo man jedoch immer wieder größere Trittfläche findet. Nach kleinem Überhang flacht die Route zum Ausstieg ab. Auf kleinem Plateau des Vorgipfels endet die Route (15 min.). Der Weiterbau zum Hauptfelsen auf dem Gemeindegelände wurde vorerst untersagt.
Abstieg: auf erkennbarem Felspfad links um den Hauptfels herum zum kleinen See mit Goldfischen (!) und Spitzbergbaude mit Sonnenterrasse an ehemaliger Schanze. Alternativ: Über den Klettersteig Apollofalter (KS 2) vom gleichen Felsplateau in nördliche Richtung abwärts. Oder: Abseilen ins benachbarte Freiklettergebiet (60 m Seil erforderlich).
- AndréTT reviewed vor 9 Jahren
- last edited vor 7 Monaten
- Bea reviewed vor 2 Stunden
Wir haben bei schönstem Herbstwetter den Riesenboulder gemacht. Unser “Seilschaft” bestand aus zwei erfahrenen erwachsenen Klettersteig-Gehern und zwei Kindern (9 und 10), beide mit Klettersteigerfahrung. Die Tour war für uns sehr herausfordernd. Wir brauchten all unsere Kraft, Erfahrung und Geschick. Der Klettersteig ist in drei Abschnitte unterteilt, die unabhängig von einander geklettert werden können. Der Einstieg hat es mit einer glatten Querung in Boulderhöhe schon sehr “in sich”. Man braucht viel Armkraft und viel Vertrauen in seine Reibungsgeeigneten Klettersteigschuhsohlen. Beide Kinder (Größe 140m) haben das, dank Klettererfahrung) gut gemacht. Allerdings auch erst im zweiten Anlauf (Versuch Nr 1 war vor 6 Monaten).
Die zweite Passage geht steil in die Höhe und auch hier muss man sich erstmal kräftig nach oben ziehen. Danach geht es anspruchsvoll aber machbar weiter.
Für die Schlüsselstelle sollten Kinder über eine Nachstiegssicherung zusätzlich abgesichert werden. Die Schlüsselstelle ist steil und schwierig.
Der Fels war Stellenweise bemoost und durch die Herbstblätter rutschig. Der Ausstieg ist nur mäßig gesichert.
Der dritte Abschnitt ist eine lockere A und nur wenige Meter bis zum Gipfel. Man kann auch erst hier quer einsteigen, wenn man es ganz easy angehen möchte.
Am Wochenende kann man in der Bergbaude gut zu Mittag essen.
Der Steig ist so gut wie nie überlaufen.
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- uthred von hohenwaldeck reviewed vor 2 Jahren
Viel Zeit hatte ich nicht mitgebracht, da nur kurz MittagsPause, sollte aber klappen. Geparkt hatte ich an der Sommerrodelbahn. Zustieg waren 10 Minuten. Den Riesenboulder findet man recht leicht. Den Apollofalter, den ich auch noch im Anschluss machen wollte, hab ich dann leider den Einstieg nicht gefunden, da wie immer keine Wegweiser zu finden waren. Der Riesenboulder war recht schön, und für so eine kurze Tour kann man das mal zum Feierabend oder wie ich in der Mittagspause gut machen. Auch der Abstieg war gut zu finden, und dauerte ca. 10 Minuten, bzw. bis zum Parkplatz an der Sommerrodelbahn ca. 15 Minuten.
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- parzymsk reviewed vor 7 Jahren
Zwei schone Klettersteige in Zittauer Gebirge Oderwitz am Spitzberg. Riesenboulder und Apollofalter, einzigartige Aufnahmen von Drohne, gefilmt mit DJI Mavic Drohne, Eingang und Panorama des Zittauer Gebirges. Unterwegs kann man noch Alpiner Grat in Oybin klettern, Nonnenfelsen in Jonsdorf oder in Tschechen Vodni Brana und Decin. Alles ganz nah.
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- AndréTT reviewed vor 9 Jahren
In dem Privat-Gebiet des Sportgeschäfts Heinrich (www.heinrich-sport.de) befindet sich ein frei zugänglicher Sportklettergarten mit 60 Routen und vielen Sicherungshaken geeignet für Einsteiger bis Profis. Da dieses erheblich von der Meinung der konservativen Riege sächsischer Sandsteinkletterer abweicht, findet man diese Routen in keinem sächsischen Klettersteigführer.
Fotos: s.u.: http://www.gipfelbuch.ch/gipfelbuch/detail/id/72966/Klettersteig/Spitzberg_
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