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  • Unfälle am Berg

     Julian aktualisiert 3 Jahre, 5 Monat aktiv. 50 Mitglieder · 1,024 Beitrag
  • Apicius

    Mitglied
    12. August 2015 at 11:44

    leider auch wieder ein Unfall[/url:3rl23h1h]

    mein Beileid den Angehörigen

  • waeller

    Mitglied
    14. August 2015 at 06:36
  • bolero934

    Mitglied
    14. August 2015 at 10:37

    ** you do not have permission to see this link **

    Selbst vor ein paar Tagen über den Normalweg auf der Parseier gewesen. 1.Drittel steil, glatter Fels und sehr bröselig(hohe Ausrutsch.-Absturzgefahr)…2.Drittel weniger Gebrösel und tolle Kletterei im zumeist griffigen und sicheren Fels.(sollte aber ständig kontrolliert werden)..3.Drittel flacher und keine nennenswerten Schwierigkeiten mehr!

    Also lieber 2 Stunden kraxeln als 10 Minuten steile Bröselrutsche!

    Gruß Andy

  • waeller

    Mitglied
    24. August 2015 at 11:53

    Münchner stürzt am Höllentalferner in Gletscherspalte[/url:17nwrgue]

    Dieser erklärte, ein Bekannter von ihm befinde sich einige hundert Meter entfernt in einer offensichtlich hilflosen Lage. Der Mann sei ohne eine ordentliche Bergausrüstung, habe keine alpine Erfahrung und sich in dem Felsgelände verstiegen.

    150 Meter über Eis geschlittert

    Daraufhin fassten der junge Münchner und sein 47-jähriger Begleiter einen Entschluss: Sie wollten den Mann unbedingt retten. Aber: Bei dem Aufstieg rutschte der 24-Jährige ab. Das Gelände war eisig und 40 Grad steil.

    Das war zu viel für den Retter. Er schlitterte etwa 150 Meter über das Eis des Höllentalferner und stürzte acht Meter tief in eine Gletscherspalte.

  • ralf

    Administrator
    24. August 2015 at 14:12

    Der Mann sei ohne eine ordentliche Bergausrüstung, habe keine alpine Erfahrung und sich in dem Felsgelände verstiegen.

    Das sind natürlich immer die besten Voraussetzungen für einen Bergwachteinsatz!

    (ich hoffe nur, dass solche Leute von der Bergwacht im nachhinein immer ordentlich zur Kasse gebeten werden! – anders scheint da wohl kein Lerneffekt zu sein)

  • Kraxel-Tobi

    Mitglied
    24. August 2015 at 18:06

    Ich frage mich auch, warum der 24-jährige mit seinem Begleiter diese Rettungsaktion starten musste, um sich letztendlich dabei selbst in Gefahr zu bringen…?!

    Wie es geendet ist, wissen wir ja nun alle. Da hätte er mal lieber gleich die Bergwacht rufen sollen… Wenn er 150 m über den Höllentalferner gerutscht ist, frage ich mich

    außerdem, ob er eigentlich so etwas wie Steigeisen oder zumindest Grödel dabei hatte…? Offenbar nicht.

  • harwin

    Mitglied
    24. August 2015 at 18:23
    Kraxel-Tobi wrote:
    Ich frage mich auch, warum der 24-jährige mit seinem Begleiter diese Rettungsaktion starten musste, um sich letztendlich dabei selbst in Gefahr zu bringen…?!

    Wie es geendet ist, wissen wir ja nun alle. Da hätte er mal lieber gleich die Bergwacht rufen sollen… Wenn er 150 m über den Höllentalferner gerutscht ist, frage ich mich

    außerdem, ob er eigentlich so etwas wie Steigeisen oder zumindest Grödel dabei hatte…? Offenbar nicht.

    Darüber lassen sich generell nur Vermutungen anstellen. Sicher hat er es gut gemeint, also schon mal keine unterlassene Hilfeleistung (klar, mit einem Anruf bei der Bergwacht wäre der Tatbestand auch nicht gegeben gewesen). Aber möglicherweise hat ihm ein wenig Erfahrung gefehlt.

    Falls er keine Grödel oder Steigeisen an hatte und er sich durch die Hilfe in Gefahr begeben hätte->Anruf Bergwacht und warten.

    Falls er welche an hatte, fehlte ihm evtl. die Erfahrung um sich damit bei Eis in 40° Gelände sicher zu bewegen oder im Sturzfall den Rutsch zu bremsen.->abgerutscht.

    Und das Ganze nur weil jemand ohne Ausrüstung und alpine Erfahrung in eine Notlage geraten ist. –><img class=” title=”Crying or Very sad” /> –>

  • Kraxel-Tobi

    Mitglied
    24. August 2015 at 18:28

    Jepp, so kann man das natürlich auch sehen. Ich habe mir halt nur diese Fragen gestellt. Allerdings war ich nicht dabei und kann es daher nicht zu 100 % werten. Und aus der Ferne und als Unbeteiligter kann man immer gut reden. Hätte hätte Fahrradkette…

  • DannyBoy

    Mitglied
    25. August 2015 at 11:00
    Ralf wrote:

    Der Mann sei ohne eine ordentliche Bergausrüstung, habe keine alpine Erfahrung und sich in dem Felsgelände verstiegen.

    (ich hoffe nur, dass solche Leute von der Bergwacht im nachhinein immer ordentlich zur Kasse gebeten werden! – anders scheint da wohl kein Lerneffekt zu sein)

    Sofern er nicht Alpenvereinsmitglied ist oder andersweitig gegen alpine Bergungskosten versichert ist, ist das sehr wahrscheinlich, dass er ordentlich zur Kasse gebeten wird. Ich sehe aber dabei noch ein größeres Problem. Zumindest so Tourismuszentren wie die Zugspitze scheinen wie ein Magnet auf Unerfahrene zu wirken. Da ändern auch die vielen Unfälle/Notlagen nichts. Vielleicht könnten deutliche Warnschilder an den Orten, mit Hinweisen zur notwendigen Ausrüstung etwas ändern. Zusammen mit ner Veränderung der Alpenverein Unfallversicherung. Also dass selbstverschuldete Unfälle/Notlagen (Stichwort:Sneaker-Alpinismu s) nicht mehr abgedeckt sind Denn ein Problem ist auch, dass einige, nach dem Motto: im Zweifelsfall gibt's nen kostenfreien Heliflug obendrauf, in zu schwere Routen einsteigen Ohne Verständnis dafür, welche Ausrüstung etc. notwendig ist.

  • harwin

    Mitglied
    25. August 2015 at 11:10
    DannyBoy wrote:
    Vielleicht könnten deutliche Warnschilder an den Orten, mit Hinweisen zur notwendigen Ausrüstung etwas ändern.

    Du meinst so wie die Warnschilder oben am Zugspitzplatt vor dem Zustieg zum Gipfel? Die dann geflissentlich von allen Flip-Flop-Wanderern ignoriert werden?

    DannyBoy wrote:
    Zusammen mit ner Veränderung der Alpenverein Unfallversicherung. Also dass selbstverschuldete Unfälle/Notlagen (Stichwort:Sneaker-Alpinismu s) nicht mehr abgedeckt sind Denn ein Problem ist auch, dass einige, nach dem Motto: im Zweifelsfall gibt's nen kostenfreien Heliflug obendrauf, in zu schwere Routen einsteigen Ohne Verständnis dafür, welche Ausrüstung etc. notwendig ist.

    Das ist sicher nicht so einfach. Wo fängt denn ein Selbstverschulden dann, wo hört es auf? Selbst wenn ich eine passende Ausrüstung habe, ich ähnliche Touren schon gegangen bin, aber an dem Tag konditionell nicht auf der Höhe bin, habe ich dann die Notlage selbst verschuldet?

  • DannyBoy

    Mitglied
    25. August 2015 at 12:23

    Ich weiß, auf dem Zugspitzgipfel sind so Schilder im Stil: “Alpine Gefahren! Nur für Bergsteiger!” Ob die Schilder am Platt detaillierter sind, weiß ich nicht. Ich denke an so Schilder, wie vor einigen Klettersteigen, wo auch Hinweise zur notwendigen Ausrüstung drauf stehen. Stichwort: feste Bergstiefel, etc.. An so Punkten wie dem Zustieg zum Jubiläumsgrat könnte ich mir auch Tafeln vorstellen, mit: “Zustieg ab x Uhr gesperrt”, oder Schilder, die tagesaktuell aufgehängt werden wie: “Gesperrt wegen Gewitterneigung”. Zumindest am Gipfel der Zugspitze denke ich könnte sowas möglich sein.

    Und zu der Frage nach Selbstverschuldung: Ich meine tatsächlich bloß so offensichtliche Sachen, wie wenn Leute mit Sneakers aus dem Jubigrat geflückt werden. Wenn man konditionell gerade nicht auf der Höhe ist, ist es sicherlich unvernünftig, in eine schwierige Tour einzusteigen, aber das selbstverschulden ist da wohl schwer nachzuweisen. Selbstüberschätzung generell schwebt mir in dem Punkt nicht im Kopf. Das ist zu abstrakt und öffnet Willkür der Versicherung Tür und Tor.

  • Stroty

    Mitglied
    25. August 2015 at 12:28

    naja, es gibt auch leute, die klettersteige barfuss gehen…..

  • DannyBoy

    Mitglied
    25. August 2015 at 12:36

    Es gibt sicher auch Leute, die um 16:00 in den Jubigrat einsteigen können und rechtzeitig vor Sonnenuntergang durch sind. Im Endeffekt muss eh jeder selbst wissen, was er tut. Was unerfahrene angeht, muss man sie aber vielleicht auch durch Verbote vor sich selbst schützen. Dass das dann einige trotzdem nicht beachten ist ne andere Sache und wenn dann was passiert ihr Problem.

  • harwin

    Mitglied
    25. August 2015 at 13:19
    DannyBoy wrote:
    Was unerfahrene angeht, muss man sie aber vielleicht auch durch Verbote vor sich selbst schützen. Dass das dann einige trotzdem nicht beachten ist ne andere Sache und wenn dann was passiert ihr Problem.

    das sehe ich etwas anders. Man sollte an den gesunden Menschenverstand appellieren und Aufklärungsarbeit leisten. Bei einem Fenster im 13. Stock steht auch nicht hinausspringen verboten, Vorsicht Lebensgefahr. Wir haben schon genügend Verbote.

    Unfälle wird es immer geben, die wirst du dadurch nicht verhindern können. Und im Verhältnis zu der Anzahl Menschen die in die Berge gehen sind die Unfälle nicht mehr geworden.

  • DannyBoy

    Mitglied
    25. August 2015 at 14:27

    Verbot ist wohl auch nicht das richtige Wort gewesen. Wenn eine Route bspw. ab ner gewissen Uhrzeit oder wegen Gewitterneigung gesperrt wird, ist das ja mehr als Gebot zu verstehen, da nicht einzusteigen. Aufhalten wird und kann einen da ja niemand. Es ist ja eigentlich nichts weiter als ein klarer und deutlicher Appell an den gesunden Menschenverstand.

    harwin wrote:

    Unfälle wird es immer geben, die wirst du dadurch nicht verhindern können. Und im Verhältnis zu der Anzahl Menschen die in die Berge gehen sind die Unfälle nicht mehr geworden.

    Das ist wohl auch wahr. Aber gerade am Jubigrat passieren schon Dinge, die gibt's garnicht. Und da denke ich, könnten klare Gebotsschilder auch ein Verständnis für die Gefahren schaffen. Dass dennoch scheiße passieren kann (und zwar jedem, noch so Erfahrenen Alpinisten) ist klar. Schließlich bewegt man sich im Hochgebirge in einem Gefahrenraum.

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