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  • Unfälle am Berg

     Julian aktualisiert 3 Jahre, 5 Monat aktiv. 50 Mitglieder · 1,024 Beitrag
  • Julian

    Mitglied
    9. August 2016 at 13:51

    Es ist einfach ein unfallträchtiger Sommer. Viele Wetterumschwünge, und im Hochgebirge wird es halt doch ganz schnell auch ganz gefährlich, aus einem Wanderweg eine Absturzfalle. Leute, seid weiter vorsichtig, übt notfalls Verzicht (wie zum Beispiel Stef089 und sein Kumpel, die haben sich den Gipfel nach dem Adlersteig geschenkt, weil man eh nichts gesehen hätte und ihnen ein Abstieg ohne Regen wichtiger war)!

    Defensive hat sich schon oft bewährt, siehe auch den Beitrag von lisa neulich am Säntis!

    Es muss nicht immer der Königsjodler sein! Oder sonstige Maximalziele! Wenn das Wetter unsicher ist, lieber neues Ziel suchen, das weniger “anfällig” ist…

    Oder eben den Umweg in Kauf nehmen – hätte im Falle des Hochkönig-Unfalls auch geholfen (vermutlich). Zugegebenermaßen ist das natürlich schon ein riesiger Umweg, aber die Diretissima ist immer der schlechteste Weg.

    Mein Beileid allen Angehörigen!

  • waeller

    Mitglied
    10. August 2016 at 06:24
    Julian wrote:
    Es ist einfach ein unfallträchtiger Sommer. Viele Wetterumschwünge, und im Hochgebirge wird es halt doch ganz schnell auch ganz gefährlich, aus einem Wanderweg eine Absturzfalle.

    WETTERUMSCHWÜNGE, so wie dieser Artikel wieder aufzeigt, obwohl das ja am Matterhorn immer ein Risiko ist und öfter vorkommt!

    http://www.oe24.at/welt/Zwei-Bergsteiger-am-Matterhorn-erfroren/246529334

  • Julian

    Mitglied
    10. August 2016 at 08:38
    waeller wrote:
    WETTERUMSCHWÜNGE, so wie dieser Artikel wieder aufzeigt, obwohl das ja am Matterhorn immer ein Risiko ist und öfter vorkommt!

    http://www.oe24.at/welt/Zwei-Bergsteiger-am-Matterhorn-erfroren/246529334

    Hmm…warum der eine wohl nur “leicht bekleidet” war? Hat er sich im Wahn beim Erfrieren ausgezogen, oder hatten die beiden einfach keine Biwak-Ausrüstung dabei? Auf jeden Fall tragisch und womöglich auch überflüssig…

  • UD

    Mitglied
    10. August 2016 at 09:39

    Hi Julian,

    ganz in deinem Sinne defensiv: bis heut morgen so viel Neuschnee bis auf ca. 2000 m, dass ich heut schon den Piazetta für morgen geplant kn icken kann. Ich könnt zwar k.tzen, aber was willste machen? Mit Sommerreifen zur Sella rauffahren, mach grad auch keinen Sinn … Vielleicht geht heut nachmittag der Col Rodella – da habt ihr ja “Winter”-Erfahrung im Sept ….

    Julian wrote:
    Es ist einfach ein unfallträchtiger Sommer. Viele Wetterumschwünge, und im Hochgebirge wird es halt doch ganz schnell auch ganz gefährlich, aus einem Wanderweg eine Absturzfalle. Leute, seid weiter vorsichtig, übt notfalls Verzicht (wie zum Beispiel Stef089 und sein Kumpel, die haben sich den Gipfel nach dem Adlersteig geschenkt, weil man eh nichts gesehen hätte und ihnen ein Abstieg ohne Regen wichtiger war)!

    Defensive hat sich schon oft bewährt, siehe auch den Beitrag von lisa neulich am Säntis!

    Es muss nicht immer der Königsjodler sein! Oder sonstige Maximalziele! Wenn das Wetter unsicher ist, lieber neues Ziel suchen, das weniger “anfällig” ist…

    Oder eben den Umweg in Kauf nehmen – hätte im Falle des Hochkönig-Unfalls auch geholfen (vermutlich). Zugegebenermaßen ist das natürlich schon ein riesiger Umweg, aber die Diretissima ist immer der schlechteste Weg.

    Mein Beileid allen Angehörigen!

  • Julian

    Mitglied
    10. August 2016 at 12:15
    UD wrote:
    Hi Julian,

    ganz in deinem Sinne defensiv: bis heut morgen so viel Neuschnee bis auf ca. 2000 m, dass ich heut schon den Piazetta für morgen geplant kn icken kann. Ich könnt zwar k.tzen, aber was willste machen? Mit Sommerreifen zur Sella rauffahren, mach grad auch keinen Sinn … Vielleicht geht heut nachmittag der Col Rodella – da habt ihr ja “Winter”-Erfahrung im Sept ….

    Neee…am Col Rodella (ist ja Südseite) lag eigentlich nur im Zustieg etwas Schnee, und natürlich oben (gab ne klasse Schneeballschlacht!!!).

    Die “Winterbesteigung” (und es war schon Oktober, glaub ich…verlängertes Wochenende über den 3.10. oder so) war am Col dei Bos die Ferrata della Piramide!

  • Apicius

    Mitglied
    10. August 2016 at 18:01

    Na da bin ich mal gespannt, wollen morgen Kaiserjäger machen, laut Wettervorhersage knappe plusgrade und Sonne. Aber besser heute Abend noch mal schauen und gegebenenfalls auf Freitag verschieben.

    Pinzette ist halt noch 500 HM mehr . Wetterlage soll die nächsten Tage stabil sein und jeden Tag etwas wärmer werden.

    Fahr aber Samstag weiter an den Walchsee, somit für mich xFreitag letzte Möglichkeit.

  • Apicius

    Mitglied
    11. August 2016 at 21:22

    …..und UD wo bist du geklettert ? Wir haben den Kaiserjäger auf Morgen verschoben und sind Heute den Haoachwool geklettert.

  • UD

    Mitglied
    13. August 2016 at 10:26
    Apicius wrote:
    …..und UD wo bist du geklettert ? Wir haben den Kaiserjäger auf Morgen verschoben und sind Heute den Haoachwool geklettert.

    Siehe Fotos im Foto-Thread. Wir waren am Donnerstag im Oscar-Schuster-Steig und auf dem Plattkofel. Das war die richtige Entscheidung. Der Gipfelaufbau des Piz Boe war komplett weiß. Ab ca. 2700 m war mit Schnee- und Eisresten zu rechnen. Da ist auch über Tag nicht arg viel von weggetaut.

    Piazetta dann nächstes Jahr. Ist ja nicht so, dass wir ihn zum ersten Mal verschoben hätten (müssen)

  • Julian

    Mitglied
    13. August 2016 at 17:30

    Wieder zurück zum Thema…

    Der auf der Startseite von Ralf gepostete Unfall mit Steinschlag lässt aufhorchen. Anscheinend wurde das Opfer (gleichzeitig mein Beileid der Familie und den Angehörigen) im Gesicht getroffen. Warum schreibe ich dazu mehr als meine Beileidsbekundigung?

    Das Problem mit Steinschlag kennen die meisten, deswegen tragen wir alle (hoffentlich) beim Klettern eine Plastikhartschale mit uns herum – idealerweise oben auf der Platte. Solange man klettert, hebt man den Kopf zwar auch, aber man legt ihn meist nicht ins Genick.Nun schreit irgendeiner im Steig “STEIN!” als gut gemeinte Warnung an die Nachfolger, wenn denn tatsächlich mal was losgetreten werden sollte, oder sonstwie runterfällt.

    Was macht nun der Mensch? Er legt den Kopf in den Nacken und schaut nach oben, von wo denn die Gefahr drohen möge!

    Dagegen kann man fast nichts machen, das ist ein Reflex, wir sind so programmiert, wir wollen die Gefahr sehen, um sie einschätzen und darauf reagieren zu können! Im Klettersteig dürfen wir das aber leider nicht, da heißt es RAN AN DEN FELS MIT DER NASE!!! Das sollte man tatsächlich mal üben, der erste oben ruft “Steinschlag-Übung!” und alle drunter müssen sich klein machen!

    BITTE BITTE SCHAUT NICHT HOCH!!!!

    Der gepostete Unfall ist eine Warnung für uns alle! Auch wenn da vielleicht gar keiner “Stein” gerufen hat und es einfach Pech war, ich wollte nur mal wieder dran erinnern.

  • UD

    Mitglied
    14. August 2016 at 12:26
    Julian wrote:
    Wieder zurück zum Thema…

    Dagegen kann man fast nichts machen, das ist ein Reflex, wir sind so programmiert, wir wollen die Gefahr sehen, um sie einschätzen und darauf reagieren zu können! Im Klettersteig dürfen wir das aber leider nicht, da heißt es RAN AN DEN FELS MIT DER NASE!!! Das sollte man tatsächlich mal üben, der erste oben ruft “Steinschlag-Übung!” und alle drunter müssen sich klein machen!

    .

    Ich glaub / hoffe, diesen Reflex kann man umtrainieren. War bei mir jedenfalls so, hab es seit ich klettere nie anders gelernt von Anfang an. (Warn)Ruf von oben, egal ob “Stein” oder “Rocca” oder was auch immer reflext bei mir ran an den Fels und Kopf gerade und klein machen oder unter/ran an ein Stück überhängenden Fels. Hab ich auch so versucht meinem Sohn beizubringen.

    Nutzt halt alles nix, wenn ein fußballgroßer Stein ohne Warnung von oben kommt (und 20 m entfernt aufschlägt), oder wenn ein Steinchen aus 5 m Höhe beim Suchen nach dem nächsten Griff das Jochbein trifft. Alles schon erlebt.

  • Julian

    Mitglied
    14. August 2016 at 20:25
    UD wrote:
    Ich glaub / hoffe, diesen Reflex kann man umtrainieren. War bei mir jedenfalls so, hab es seit ich klettere nie anders gelernt von Anfang an. (Warn)Ruf von oben, egal ob “Stein” oder “Rocca” oder was auch immer reflext bei mir ran an den Fels und Kopf gerade und klein machen oder unter/ran an ein Stück überhängenden Fels. Hab ich auch so versucht meinem Sohn beizubringen.

    Nutzt halt alles nix, wenn ein fußballgroßer Stein ohne Warnung von oben kommt (und 20 m entfernt aufschlägt), oder wenn ein Steinchen aus 5 m Höhe beim Suchen nach dem nächsten Griff das Jochbein trifft. Alles schon erlebt.

    Hört, hört, ihr Brüder und Schwestern im Geiste! Hört den Propheten und handelt in seinem Sinne! Amen, Bruder!

    Ernsthafter (aber grad läuft das Leben des Brian, da geht es mit mir durch) gibt es natürlich auch Situationen, da passierts einfach…freu mich, dass es keine bleibenden Schäden gab, Uli…oder? –><img class= –>

    Du hast natürlich völlig recht, Uli, und ich bin sicher, Du hast das drauf. Und schön, dass Du es von Anfang an wußtest! Ich denke aber, viele hier nicht…beim ersten Mal sichern an der Wand draußen in der Fränkischen wußte ich es nicht; hatte aber (Asche auf mein Haupt, ist mir auch lieber als ein Stein, verletzungstechnisch) keinen Helm auf der Murmel. Abhängig von der Wand kann man den in Franken ab und zu auch mal weglassen, bei Wänden über 10 Metern oder welchen mit Wanderweg oben drüber passiert mir das sicher nicht mehr (obwohl ich auch schon ewig nicht mehr klettern war…)!

    Im Steig eh immer mit Helm…

  • Kraxel-Tobi

    Mitglied
    15. August 2016 at 10:55

    Das mit dem Unfall an der Cima SAT ist sehr tragisch. –><img class=” title=”Crying or Very sad” /> –>

    Mein Beileid den Angehörigen!

    Ich bin die Leitern selbst schon hochgeklettert…

  • Julian

    Mitglied
    15. August 2016 at 13:27
  • Kraxel-Tobi

    Mitglied
    15. August 2016 at 14:21

    Oh je, wieder jemand in der Watzmann Ostwand abgestürzt. Echt tragisch!

    Auch von mir mein Beileid den Angehörigen.

    Ich weiß schon, warum ich solche Projekte nie in Angriff nehmen würde,

    das ist dann doch klar über meinen Fähigkeiten. Und mein Leben ist mir

    dann doch was wert.

  • ralf

    Administrator
    15. August 2016 at 14:33

    Das Problem war hier mal wieder die Wegfindung… vom leichten Weg kommt man schnell ab und man ist dann schnell statt im II-IIIer in IV-Ver Gelände unterwegs und das macht beim alpinen Klettern schon einen großen unterschied aus

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