ANZEIGE
Schladming-Dachstein
neutraler Hintergrund zum klicken
< Forums

Klettersteige ↔ Klettersteig Touren mit Karte und Topo | via-ferrata.de Forums Ausrüstung Neuling: Wo KS-Set am Gurt (Petzl Calidris) einbinden?

Gezeigt werden 1 - 15 von 18 Antworten
  • Neuling: Wo KS-Set am Gurt (Petzl Calidris) einbinden?

    aktualisiert 8 Jahre, 11 Monat aktiv. 6 Mitglieder · 18 Beiträge
  • tocheos

    Mitglied
    18. Juni 2017 at 15:44

    Grüß Gott miteinander!

    Ich bin vor Kurzem in den Alpenraum gezogen und will mich nun endlich einmal dem Thema Klettersteige widmen das mich schon länger reizt. Eine Grundausrüstung (Hüftgurt, KS-Set, Bandschlingen, Helm) habe ich bereits.

    Ich habe mir auf Empfehlung den Gurt Petzl Calidris gekauft. Beim Auspacken und erneuten Anprobieren ist mir die gründe Schlinge erst so richtig aufgefallen. (Hier ein Foto: https://www.bfgcdn.com/1500_1500_90/303-0001/petzl-calidris-klettergurt.jpg) Gemäß Bedienungsanleitung ist diese zum Sichern gedacht, der Anseilachter soll durch die beiden schwarzen Schlaufen gebunden werden, die durch die grüne Schlinge verbunden werden. Dies ist auch kein Problem, da ich die Schlingengröße beim Einbinden anpassen kann.

    Ich habe jedoch große Probleme mein KS-Set durch diese beiden Schlingen am Gurt zu befestigen, da ich den Bandfalldämpfer schlichtweg nicht mehr durch die Schlaufe gesteckt bekomme aufgrund dessen Größe.

    Kann/Darf man nun die grüne Schlinge (funktioniert einwandfrei) verwenden um sich mit dem KS-Set zu verbinden? Auf der grünen Schlinge ist zwar stark schemenhaft etwas aufgedruckt das man als KS-Set interpretieren könnte, sicher bin ich mir jedoch nicht. Die Bedienungsanleitung gibt leider auch keine genaue Auskunft.

    Wäre super, wenn mir einer von Euch helfen könnte!

    Vielen Dank & einen schönen, sonnigen Sonntag noch!

    Tobias

  • Julian

    Mitglied
    18. Juni 2017 at 16:00

    Ich glaube, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage: Klar an der grünen Schlaufe, wo sonst? –><img class= –>

    Ernsthaft: Wenn Du einen starken Kollegen hast, kann der Dich an der Einbindeschlaufe herumtragen. Das nennt man dann Partnercheck nach dem Gurtanlegen…eigentlich immer unerlässlich. Denn wenn man mal vergisst, den Gurt zu zu machen, kann das böse Folgen haben.

    Natürlich spricht beim Einbinden eines Seiles nichts dagegen, dies an der grünen Schlinge entlang einzubinden. Theoretisch kannst Du auch dafür die grüne Schlinge nehmen.

    Ansonsten: Hast Du unseren Begrüßungsthread gesehen? –><img class= –>

  • ziller

    Mitglied
    19. Juni 2017 at 08:56

    Nimm doch mal mit Petzl Kontakt auf.

    Da dies eine sicherheitsrelevante Fragestellung ist, werden die dir sicher gern weiterhelfen.

    Mich interessiert es auch, vorallem weil Petzl auf allen mir bekannten Gurten eben auf dem Anseilring (der grüne) aufdruckt, ihn nur zum Sichern zu verwenden und sich ansonsten parallel dazu einzubinden.

    Die werden sich was gedacht haben dabei, aber wir entzünden daran auch immer wieder mal erbitterte Diskussionen.

    Gibt zwar immer mal wieder Argumente, das liege an der Zahl der Nähte, mit denen der Ring zusammengeflickt ist, aber sowohl der Ring als auch die beiden Ösen des Gurtes, durch die sie damit verbunden ist, müssen ja die nötige Festigkeit und Haltbarkeit aufweisen, einen Sturz sowohl beim Sichernden als auch beim Kletterer zu halten. Kollegen von mir haben sich schon andere Gurte gekauft, weilse sich zum Klettern unbedingt am Ring einbinden wollen nachdem sie befürchten, sonst mal mitm Kopf nach unten im Gurt zu hängen nach nem Sturz.

    Ich machs konkret so, dass ichs KS-Set am Einbindering per Ankerstich befestige und die Faulenzerschlinge parallel dazu durch die beiden Ösen (ebenfalls mit nem Ankerstich).

    Also frag doch bitte mal bei Petzl nach, was das fürn Hintergrund hat mit der unterschiedlichen Einbinderei, ansonsten tu ichs, weil allmählich macht mich die Verwirrung mit denen ihren Gurten wuschig.

  • wolf

    Mitglied
    19. Juni 2017 at 11:23

    moin tobias.

    ich sehe an deiner Fragestellung dass du noch nicht wirklich viel Ahnung vom [link removed] und der zugehörigen Ausrüstung hast.

    setz dich bitte mit jeglichen Aspekten des klettersteigens auseinander bevor du irgendwo raufsteigst.

    also: die grüne Schlaufe ist deine einbindeschlaufe. hier wird prinzipiell alles eingebunden.

    der gesteckte achter beim klettern,

    der ABSEILachter beim abseilen

    das klettersteigset und evtl die rastschlinge beim klettersteigen.

    dass du die schwarzen schlaufen noch mit einbinden sollst gilt nur fürs anseilen per achterknoten, also nicht zum einbinden des ks-sets, denn wie du schon gemerkt hast geht das gar nicht.

    beim anseilen KANN das seil mittels achterknoten in die einbindeschlaufe UND einer oder beiden schwarzen Schlaufen geknotet werden.

    bedeutet dass du bei einem unwahrscheinlichen riss der einbindeschlaufe immer noch als “hintersicherung” die beiden anderen Schlaufen hast und nicht abstürzt. Das nennt man dann Redundanz.

  • harwin

    Mitglied
    19. Juni 2017 at 11:39

    die beiden Anseilschlaufen sollten wegen der von wolf schon angesprochenen Redundanz zum Einbinden des Kletterseils mittels Achter und für den HMS zum Abseilen mittels 8er oder Tube verwenden werden. Warum letzteres? Weil Du dann den Vorteil eines besseren Seilhandlings beim Abseilen hast, da die Seile dann nach rechts bzw. links rausgehen. Aber selbstverständlich geht auch der (grüne) Anseilring

    Das Klettersteigset wird meistens in den (grünen) Anseilring per Ankerstich eingebunden, da die Hersteller da oft bei der Länge der Einbindeschlaufe sparen. Ich bekomme mein Edelrid Cable Kit 3.0 nur mit Mühe und Not durch den Anseilring.

  • wolf

    Mitglied
    19. Juni 2017 at 11:52
    harwin wrote:
    Weil Du dann den Vorteil eines besseren Seilhandlings beim Abseilen hast, da die Seile dann nach rechts bzw. links rausgehen.

    ohne jetzt Verwirrung stiften zu wollen, aber das versteh ich nicht bzw. kanns nicht nachvollziehen.

    das seil läuft doch durchn achter der mittels schrauber am gurt befestigt ist.

    oder meinst du weil der schrauber sich dann quasi vertikal vor dir befindet während der achter sich dann horizontal vor dir befindet?

    das würde einleuchten.

    so etwa: http://www.klettern.de/service/sicherheit/die-gaengigen-sicherungsmethoden-im-ueberblick.221724.5.htm

  • harwin

    Mitglied
    19. Juni 2017 at 11:57
    wolf wrote:

    oder meinst du weil der schrauber sich dann quasi vertikal vor dir befindet während der achter sich dann horizontal vor dir befindet?

    das würde einleuchten.

    Genau das ist der Grund

    Dadurch läuft dann das Halteseil für Tube und Achter seitlich sauber raus.

  • wolf

    Mitglied
    19. Juni 2017 at 12:03
    harwin wrote:

    Genau das ist der Grund

    Dadurch läuft dann das Halteseil für Tube und Achter seitlich sauber raus.

    hamma scho immer so gemacht aber nie drüber nachgedacht. –><img class=” title=”Laughing” /> –>

  • ziller

    Mitglied
    19. Juni 2017 at 16:29
    wolf wrote:

    also: die grüne Schlaufe ist deine einbindeschlaufe. hier wird prinzipiell alles eingebunden.

    Naja, bei Petzl eben nicht.

    Bei deren Einbindering ist immer draufgepinselt, dass nur das Sicherungsgerät beim Sichern dort mit Karabiner eingehängt werden soll, eingebunden beim Kletterer wird das Seil lt. Vorgabe von Petzl parallel zum Einbindering durch die Schlaufen am Hüftgurt sowie der zwischen den Beinen (durch die der grüne Ring verläuft).

    Daher stammt ja die ganze Verwirrung und deshalb find ichs etwas ungerechtfertigt, den tocheos gleich abzuwatschen wenn er deshalb fragt.

    Wie ich oben in meinem Beitrag schon erwähnte, geraten auch wir immer wieder wegen der Einbinderei bei Petzlgurten in Streit, daher find ichs nachvollziehbar, wenn jemand, der unsicher ist, nachfragt.

    Daneben find ichs unpassend, sicherheitstechnische Fragen mit 'das haben wir schon immer so gemacht' zu beantworten.

    Die Lehrmeinung des DAV ändert sich hie und da doch, wenn neue Aspekte dies nahelegen und aus gutem Grund mag der ein oder andere, der es gar nicht anders kennt, noch und schon seit Jahrzehnten mit HMS oder Abseilachter sichern, aber ich finde es nach diversen Erlebnissen in der Halle und anderswo zu begrüssen, dass ich eine Hinwendung zu Halbautomaten feststellen kann.

    Allerdings geb ich euch insofern recht, dass es immer einfacher ist, eine passende Antwort zu schreiben, wenn sich der Fragende zuvor vorgestellt hat und man dadurch weiss, mit wem man es zu tun hat und was der- oder diejenige schon weiss und kann oder eben auch nicht.

    Keiner von uns ist mit umfassendem Berg-, Kletter- oder Klettersteigwissen auf die Welt gekommen, wir alle haben unsere Lektionen dazu gelernt, nur das Medium, über welches sie vermittelt werden, ändert sich. Für viele von uns war das aktive Learning By Doing am Fels noch unumgänglich mangels Internet und man hat es eben so gemacht, wie man es gezeigt bekam, heute liest man (dadurch) so viele (auch längst überholte) Meinungen zu irgendwelchen Themen im www, dass ein Laie unmöglich unterscheiden kann, was richtig und falsch ist.

    Da sollte man niemandem das Nachfragen verübeln.

    Just my 2cents.

  • ziller

    Mitglied
    19. Juni 2017 at 16:39
    ziller wrote:

    Naja, bei Petzl eben nicht.

    Bei deren Einbindering ist immer draufgepinselt,

    Na siehste, und schon darf ich mich gleich selbst korrigieren.

    Kurze Nachschau bei Petzl.com ergibt, dass eigentlich nur noch der Sitzgurt um den es hier geht, diese Art des Einbinderings hat:

    Man sieht oben das Einbinden am Seil als Kletterer parallel zum Einbindering, unten das Anhängen des Sicherungsgeräts mittels Karabiner in den Einbindering.

    So wie es hier dargestellt ist, also Einbinden parallel zum Ring, ist es auch auf den Sicherheitsplakaten zum Hallenklettern des DAVs dargestellt.

  • wolf

    Mitglied
    20. Juni 2017 at 07:33
    ziller wrote:

    Daneben find ichs unpassend, sicherheitstechnische Fragen mit 'das haben wir schon immer so gemacht' zu beantworten.

    da musst du was missverstanden haben.

    ich wollte damit ausdrücken dass wir schon immer den schrauber und den achter so wie von harwin erklärt gehandhabt haben, jedoch noch nie so richtig drüber nachgedacht haben weswegen wir es eben genauso machen.

    zum rest lesen wir hier nochmal nach: http://bergsteiger.de/sicherheit/kletterwissen/einbinden-am-klettergurt

  • Anonymous

    Deleted User
    20. Juni 2017 at 07:37

    Wenn man dem Einbindering nicht vertraut, hindert einem ja niemand daran einen Schrauber durch Hüft- und Beinschlaufe zu fädeln und sich daran einzubinden. Ich habe auch einen Petzl Gurt, beim Klettern ganz klar einbinden parallel zum Einbindering, aber das Klettersteigset kommt in den Ring.

  • wolf

    Mitglied
    20. Juni 2017 at 07:43
    Oldie wrote:
    Wenn man dem Einbindering nicht vertraut, hindert einem ja niemand daran einen Schrauber durch Hüft- und Beinschlaufe zu fädeln und sich daran einzubinden.

    wenn überhaupt dann 2 schrauber gegenläufig.

    am sichersten ist in der tat das direkte einbinden durch alle 3 Schlaufen. fertsch!

  • harwin

    Mitglied
    20. Juni 2017 at 09:44

    jetzt wird's offTopic

    wolf wrote:

    wenn überhaupt dann 2 schrauber gegenläufig.

    oder einen Belay Master oder BallLock verwenden. –><img class= –>

    Am Besten ist das direkte Einbinden mit dem Seil (natürlich nur der erste und letzte bei einer Kletterroute, ist einer in der Mitte benötigt der natürlich nen Karabiner)

  • Julian

    Mitglied
    20. Juni 2017 at 11:47

    Ach, warum, Harald? Zu faul, einen Achter zu stecken? Ist halt etwas aufwendiger…das halbe Seil da hinterher zu fädeln!!!

Gezeigt werden 1 - 15 von 18 Antworten