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Mehrtägige KS-Hüttentour in den Dolomiten gesucht!
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Anonymous
Deleted User4. Juli 2009 at 22:05Da ich mir nicht so sicher bin, ob der Bocchette Weg (aufgrund mangelnder Hochtourenausrüstung) wirklich das Richtige für uns ist, starte ich jetzt einfach nochmal einen neuen Thread für Alternativen:
Wir suchen eine mehrtägige (5-7 Tage) Hüttentour mit mittelschweren Klettersteigen in den Dolomiten. Vielleicht auch nicht ganz so hoch und ausgesetzt wie der Bocchette Weg. Es muss auch nicht jeden Tag ne andere Hütte sein aber man sollte die Tour doch schon ohne Auto bewältigen können.
Aber das wichtigste: Die Tour sollte Ende Juli ohne Hochtourenausrüstung (Pickel, Steigeisen…) begehbar sein.
Interessieren würde mich z.B. Rosengarten (Masare, Rotwand, Santnerpass…), oder Sella (Pisciadu, Boesekofel…). Kann man die nicht irgendwie als Hüttentour verbinden?
Ich denke da an eine Rosengarten Durchquerung oder sowas ähnliches. Es mus auch nicht jeden Tag ein KS dabei sein…
Auch die Sextener Dolos fänd ich ganz interessant, kenn mich da aber überhaupt nicht aus.
Also, ich wäre euch wirklich sehr dankbar für ein paar Vorschläge und Anregungen. Vielleicht kennt ihr ja auch eine Seite im Netz, wo solche Hüttentouren beschrieben sind.
Grüße
Alex
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Anonymous
Deleted User5. Juli 2009 at 17:00Ich habe mich jetzt selbst ein bischen schlau gemacht und dabei rausgekommen ist eine Rosengarten Durchquerung:
1. Tag: Anreise – Aufstieg zur Rotwandhütte
2. Tag: Masare KS – Rotwand KS – Rosengartenhütte
3. Tag: Santnerpass – Vajolethütte
4. Tag: Kesselkogelüberschreitung – Antemojahütte
5. Tag: Laurenzi KS – Tierser Alp Hütte
6. Tag: Abstieg nach Tiers
Habe aber wie immer ein paar Fragen dazu:
1. Was ist von der Eisrinne am Santnerpass zu halten? Das Fixseil liegt ja angeblich noch tief vergraben im Schnee. Geht das auch ohne?
2. Wie schätzt ihr die Schneelage Ende Juli auf der Tour ein? Wo könnte es problematisch werden? Sollten wir auch hier Grödel/Steigeisen dabei haben?
3. Wo liegt die Schwierigkeit beim Laurenzi KS? Können wir den wagen, wenn wir Masare und Rotwand problemlos geschafft haben?
Und last but not least:
Das ist das erste mal, dass wir uns auf eine Hüttentour in teilweise hochalpinem Gelände begeben. Wir sind ausgestattet mit normaler Wanderbekleidung, sowie Klettersteigausrüstung. Kondition für mehrstündige Touren und Erfahrung mit mittelschweren Klettersteigen ist vorhanden. Nur Hochtourenerfahrung/ausrüstung haben wir keine.
Wozu würdet ihr uns unter diesen Umständen eher raten: Diese Tour oder doch der Bocchette Weg? Ich weiß, das klingt blöd, aber welche Tour ist eurer Meinung nach harmloser, bzw. birgt weniger alpine Gefahren und warum? Wo wird es kälter, wo müssen wir eher mit Schnee und Eis rechnen? Oder haltet ihr beide Touren für machbar?
Für einen Rat bzw. die Einschätzung eines erfahrenen Klettersteiglers wäre ich wirklich sehr dankbar. Wir möchten einfach keine bößen Überraschungen erleben…
P.S. Für Alternativen bin ich natürlich weiterhin offen!
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Hallo
zur Eisrinne kann dir siche Manni mehr sagen.
zu deiner Tour, ich finde, der 3. Tag ist zu kurz, Rosengartenhütte bis Vajolrtzhütte geht nur 3-3,5 h.
Es istt besser, gleich weiter zur Grasleitenpasshütte zu gehen.
Diese ist vor 3 jahren neu gebaut worden (in genau gleicher Größe)
sehr gemütlich, sehr nett, aber privat und keine DAV-Vergünstigung.
Ich bin mit meiner Tochter (9 Jahre) letztes Jahr genau diese strecke gegangen
Start Rosengartenhütte 8 uhr, Ankunft Grasleitenpass 15.30.
Dann 4. Tag zuerst Kesselkogel und dann Laurenzi bis Tierser Alp.
(ich finde, Laurenzi ist in diese richtung nicht schwerer, obwohl es so in den Führern steht, habe schon beide Richtungen gemacht)
5. Tag wäre dann Tierser Alpl über Maximiliansteig auf den Schlern.
weitere Alternative zu 5. Tag. Maximiliansteig und dann gleich zurück zur Tierser Alpl und weiter zur Langkofelhütte (ist gut zu schaffen)
6. Tag Oskar-Schuster-Steig zum Plattkofel und dann ab Plattkofelhütte Abstieg nach Campitello und Bus zum Ausgangspunkt
Grüße
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Anonymous
Deleted User5. Juli 2009 at 18:12Hey, vielen Dank für deine Tips!
Vor allem der Oskar Schuster Steig gefällt mir.
Zu Tag 4: Du meinst Kesselkogel und Laurenzi an einem Tag? Wird das nicht zu viel? Wie schwer schätzt du den Laurenzi denn in dieser Richtung ein und wie lange braucht man für die Etappe mit beiden Steigen?
Meinst du wir packen den Laurenzi, wenn wir beim Masare keine Probleme hatten?
Wie schätzt du Schneelage auf den Steigen Ende Juli ein? Vor allem der Kesselkogel würde mich diesbezüglich interessieren, da der ja Mitte Juni noch nicht begehbar war.
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Hallo
zur Schneelage kann ich nichts sagen, da ic dieses Jahr noch nicht in den Dolos war.
Habe den Kesselkogel schon Ende September mit neuschnee gemacht, aber das ist natürlich etwas anderes als harter Altschnee.
zum Laurenzi:
der ist an den schwierigen Stellen (ca. 3-4) etwas schwerer als der Masare, und etwas ausgesetzter mit viel Tiefblick, aber auch eine absolute Traumtour. Ich schätze beide Richtungen gleich schwer ein, sofern Du relativ immun gegen Tiefblicke bist. Richtung Tierser Alpl ist der Abstieg auf den Grat etwas heikel, dafür sind die 2 senkrechten Stellen (Ausstieg und die enge Scharte etwa mittig des grates) im Aufstieg zu gehen.
Kesselkogel und Laurenzi ist ein tagesfüllendes Unternehmen mit 7-8 h, ich kenne eure Kondition nicht(?).
Falls der Laurenzi wegfällt, würde ich für den 4. tag vorschlagen:
ohne großgepäck morgens Kesselkogel-Überschreitung, Rückweg wieder zum Grasleitenpass mit bBsteigung der Cima Scarlieret ab Antermoyapass mit Wegspuren, aber unmarkiert. (Bei Rückfragen gebe ich gerne Auskunft, aber mit Karte und etwas Orientierung nicht zu verfehlen) Super Blick zu den 6 Vajolettürmen zur Rosengartenspitze und in die einsame Larsecgruppe.
Dann spätnachmittag nach dem Kaffeee auf der Grasleitenhütte mit Gepäck zum Tierser Alpl über Grasleitenkessel. Dort etwa 200 hm gegenanstieg, schweißtreibend, aber trotzdem viel besser als über Antermoyahütte, da dort gegensteigung über 500 hm auf dem langweiligem und eintönigen Fahrweg.
oder falls ihr nach dem Kesselkogel gleich weiter wollt, nur Kesselkogelüberschreitung und dann über Antermojahütte zur Langkofelhütte.
Mit meiner Tochter habe ich nochmals auf der grasleitenhütte übernachtet, wir haben Kesselkogel-Lausakofel-Larsecspitze-Scarlieretspitze als viergipfelige überschreitung gemacht. Lohnt sich auch, sehr einsam ab lausakofel, allerdings ab lausakofel alles weglos, nur teilweise leicht übersehbare Steigspuren da.
viel Spaß wünsche ich Euch, bei Fragen einfach nochmals schreiben
Grüße Karl
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Hallo Kletterbeze
mir ist gerade noch was aufgefallen:
Ich schreibe immer grasleitenhütte, gemeint ist dabei natürlich die Grasleitenpasshütte (Rifugio Passo Principe), nicht die Grasleitenhütte, die ist 500 hm tiefer im Grasleitental. Entschuldigung für den Fehler.
übrigens: af der Grasleitenpasshütte ca. 2 tage vorher reservieren, nur 23 Lager.
Karl
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Anonymous
Deleted User5. Juli 2009 at 20:16Hallo Karl,
nochmals vielen Dank für deine Tips! Das hört sich alles sehr gut an und ich bin drauf und dran den Bocchette Weg sausen zu lassen und dafür die Rosengartenrunde zu machen. Die klingt nämlich irgendwie anfängerfreundlicher und harmloser. Was mir vor allem sehr gut gefällt sind die vielen Ausweichmöglichkeiten im Rosengartengebiet.
Ich werde das jetzt alles mal mit meinem Kletterpartner durchgehen und falls ich noch fragen zur Route habe wende ich mich an dich.
Nur zwei Dinge möchte schon noch gerne wissen:
1. Muss ich Ende Juli noch mit Schnee- und Eisfeldern auf den Steigen rechnen?
2. Und wie sieht das aus mit der permanenten Eisrinne am Santnerpass? Kommt man da mit Grödeln einfach rüber?
Wenn dazu jemand noch eine Einschätzung abgeben könnte wär ich wirklich sehr dankbar.
Auch weitere Anregungen zur Route oder zum Bocchette Weg sind willkommen
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Kletterbezze wrote:Hallo Karl,
nochmals vielen Dank für deine Tips! Das hört sich alles sehr gut an und ich bin drauf und dran den Bocchette Weg sausen zu lassen und dafür die Rosengartenrunde zu machen. Die klingt nämlich irgendwie anfängerfreundlicher und harmloser.
Also ich kenne in der Rosengartengruppe bis jetzt nur den Laurenzisteig. Den würde ich aber nicht in die Kategorie anfängerfreundlich und harmlos stufen.
Meiner Meinung nach gibt es in der Brentagruppe keinen Steig mit den Schwierigkeiten wie man sie am Laurenzi antrifft. Wie KarlM auch schon anmerkt sind
am Laurenzisteig ungesicherte und noch dazu luftige Passagen zu meistern. In der Richtung wie du den Steig machen möchtest hast du aber die senkrechten Passagen
im Aufstieg zu bewältigen. Notfalls könnt ihr das Schutzhaus am Tierser Alpl natürlich auch von der Grasleitenpasshütte über den Molignonpass auf dem Wanderweg erreichen.
Wie ich schon in einem anderen Thread geschrieben habe ist heuer die Eisrinne zum Santnerpass noch sehr stark verschneit. Die Drahtseile sind unter meterhohem Schnee begraben.
Ich kann dir aber nicht sagen ob dies bis Ende Juli besser sein wird. Es kann aber auch sein, daß bis dahin doch noch eine Alpenvereinsgruppe ein Sicherungsseil anbringt.
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Anonymous
Deleted User5. Juli 2009 at 21:39Hallo Manni,
hältst du denn den Bochette Weg mit unserer Ausrüstung und unserer Erfahrung für machbar oder sollte man den wirklich nur mit Hochtourenausrüstung und -erfahrung gehen?
Welches Gebiet, wäre denn aus deiner Sicht besser für uns geeignet und warum?
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Kletterbezze wrote:Hallo Manni,
hältst du denn den Bochette Weg mit unserer Ausrüstung und unserer Erfahrung für machbar oder sollte man den wirklich nur mit Hochtourenausrüstung und -erfahrung gehen?
Welches Gebiet, wäre denn aus deiner Sicht besser für uns geeignet und warum?
Also wie gesagt…in der Rosengartengruppe habe ich bnisher (leider) nur den Laurenzisteig gemacht. Mir gefällt aber diese Gebirgsgruppe sehr gut und ich versuche auch in diesem Sommer
noch dorthin zu kommen. “Verliebt” habe ich mich aber in die Brentagruppe und da natürlich an alle Steige des Bocchetteweges. Wenn die Verhältnisse stimmen ist für mich der Bocchetteweg
leichter als der Laurenzisteig. Den Bocchette Alte hast du ja schon ausgeschlossen. Ein großer Unterschied zwischen diesen zwei Gebirgsruppen ist das Wetter. In der Brenta wird man an vielen Tagen
gegen die Mittagstunden vom Nebel eingehüllt. Da kann dir passieren, daß im ganzen Alpenraum wolkenloses Wetter herrscht und du in der Brenta im Nebel herum spazierst. Solltest du dich für die
Rosengartengruppe entscheiden dann musst du halt abwiegen ob ihr den Schwierigkeiten am Laurenzisteig geawchsen seit…schön ist dieser Klettersteig auf alle Fälle.
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Anonymous
Deleted User5. Juli 2009 at 22:42Ok, vielen Dank für deine Einschätzung.
Ich glaube fast wir werden das vom Wetter abhängig machen und uns dann ganz spontan entscheiden.
Kann mir jemand vielleicht noch eine Wetter-Seite im Netz empfehlen, auf der wir dann zuverlässige Wetterberichte für beide Regionen (Brenta und Rosengarten) bekommen?
Grüße
Alex
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Kletterbezze wrote:Ok, vielen Dank für deine Einschätzung.
Ich glaube fast wir werden das vom Wetter abhängig machen und uns dann ganz spontan entscheiden.
Kann mir jemand vielleicht noch eine Wetter-Seite im Netz empfehlen, auf der wir dann zuverlässige Wetterberichte für beide Regionen (Brenta und Rosengarten) bekommen?
Grüße
Alex
Hier eine Seite für Südtirol:
http://www.provinz.bz.it/wetter/
und hier für das Trentino:
http://www.meteotrentino.it/bollettini/today/generale_de.aspx?id=64
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Also fast die gleiche Tour, allerdings “nur” 5 Tage, letztes Jahr in der ersten Septemberwoche gegangen. Hatten keinerlei Probleme mit Eis oder ähnlichem. Nur war es die meiste Zeit neblig, sodass man den “Tiefblick” nicht so genießen konnte. Die Kletterei selbst empfand ich als nicht besonders schwierig es ist wohl eher die exponierte Lage der Wege selbst die den Bocchette Weg so interessant machen. Steigeisen oder ähnliches waren absolut nicht erforderlich.
Sollte also keine Probleme geben denke ich. Schlafplätze würde ich frühzeitig reservieren, bei uns waren die Hütten fast immer randvoll!
Viel Spass!
