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  • Klettersteig Schützensteig – Kleiner Jenner

    aktualisiert 10 Jahre, 11 Monat aktiv. 4 Mitglieder · 14 Beiträge
  • aktuell

    Mitglied
    7. Juni 2015 at 11:44

    Im Berchtesgadener Land gibt es einen neuen kleinen Klettersteig- von der Jenner Bergstation erreicht man den familienklettersteig Schützensteig am kleinen Jenner sehr schnell. Es gibt dort auch wieder ein paar fun-elemente wie Flying Fox und Hängebrücke.

  • blaufuchs

    Mitglied
    8. Juni 2015 at 08:46
    aktuell wrote:
    Im Berchtesgadener Land gibt es einen neuen kleinen Klettersteig- von der Jenner Bergstation erreicht man den familienklettersteig Schützensteig am kleinen Jenner sehr schnell. Es gibt dort auch wieder ein paar fun-elemente wie Flying Fox und Hängebrücke.

    Uiuiui…

    Wir haben den Steig mit der ganzen Familie am Donnerstag machen wollen und ein Teil hat es auch gemacht, daher vielleicht mal ein kurzer “live”-Bericht.

    Zustieg: Laut Homepage Jenner sind zwei Zustiege möglich. Wobei die Wegnummern gar nicht gestimmt haben und es den beschriebenen Zustieg ab Kaser-Lift durch den Wald auch nach intensiver Suche wohl nicht gibt. Daher steigt man ebenfalls bis zum Startplatz der Paraglider (Gipfel Kleiner Jenner) und von dort anfangs steil und immer sehr erdig zum Einstieg ab. Zustiegszeit dadurch 1,5-2 Stunden.

    Der Steig selbst ist leider so wie anfangs der Grünsteinsteig: Sehr viel erdige Passagen! Auch viele Querungen laufen nur über Erde. Dann natürlich wieder das übliche Klammernzeugs, ein guter Notausstieg nach der Hängebrücke (sehr solide) und die Flying-Fox, die so kurz ist, dass man da fast drüberspringen kann. Aber, und das hatte mich wirklich (teils auch negativ) überrascht: Man steigt am Einstieg ein paar Meter ab und hat sofort 50-60 m Luft unter den Füßen! der Steig ist gerade anfangs sehr ausgesetzt. Kein Rantasten etc. Beim Thema “Familiensteig” stimmt dies dahingehend, dass der Steig komplett gesichert ist und nichts passieren kann. Allerdings müssen aller absolut Schwindelfrei sein (und das sollte man vorher wissen!). 1. Teil (bis Notausstieg nach Hängebrücke: Sehr luftig und leichter; 2. Teil: Bis auf den Schlussgrat (endlich mal richtiges Klettern möglich!) weniger luftig, aber etwas schwerer.

    Zum Thema Schwierigkeit: Ich muss dazu sagen, dass ich das vom Kollegen gepostete Topo nicht gekannt habe. Begangen habe ich den Steig mit meinem Sohn (11 J; ca. 1,50 m; ca. 70 KS-Erfahrung auch bis C/D). Im 1. Teil gab es eine Stelle, wo er überhängend Umhaken musste und auch bei mir war da erhöhter Kraftaufwand nötig. Leicht ein B/C Stück. Auch im 2. Teil, gab es so 2-3 Stellen, wo er schon etwas Rückenlage hatte und auch ein Erwachsener etwas zupacken muss. Zwar sind die Stellen nur kurz und kann davor und danach wieder rasten und es reicht nicht für einen C-Steig, aber wenn das Ding unter Familien-Klettersteig läuft, muss man auch für diese Zielgruppe bewerten. der Colodri ist da ein Witz gegen. Daher sollte eine Einstufung auf B/C, sowie der deutliche Hinweis auf die anfängliche Ausgesetztheit und die langen erdigen Passagen unbedingt erwähnt werden! Bei Regen, oder auch nach Regen ein absolutes No-Go! Aber das schmiert man schon im Zustieg ab.

    Fazit: ich bin mal vorsichtig (ist ja schließlich meine Heimat) und versuche es objektiv zu bewerten (mit der Akzeptanz, dass es heute Usus ist, dass ein Steig keiner natürlichen Linie folgt und meist aus Bügeln besteht). Man erkennt ganz deutlich die Handschrift der Grünsteinsteig-Erbauer (auch mit Sponsorentafeln, Spendenbox usw.). Leider viele sehr erdige Passagen und für den unbeschwerten Familiensteig hätte ich mir weniger Ausgesetztheit gewünscht. Aber vielleicht wäre er dann den meisten “Fun-Begeisterten” zu langweilig (die meisten, auch an dem Donnerstag, fahren eh mit der Bahn rauf, stolpern dann zum Steig runter und … wollen Spaß, aber keinen Berg haben). Die Flying-Fox (Rolle mit Rückholfeder vorhanden) ist kurz und ganz nett (aber sehr luftig), die Hängebrücke solide. Bewertung mit B/C, Dauer des Steigs max 1. Stunde (mit Kindern). Solide Sicherungen, viele Bügel. Ideale Ergänzung für die Bergbahn.

    Das Beste am ganzen Steig: Die Aussicht vom Jenner auf Königssee und Watzmann!

  • blaufuchs

    Mitglied
    8. Juni 2015 at 09:08
    aktuell wrote:
    Im Berchtesgadener Land gibt es einen neuen kleinen Klettersteig- von der Jenner Bergstation erreicht man den familienklettersteig Schützensteig am kleinen Jenner sehr schnell. Es gibt dort auch wieder ein paar fun-elemente wie Flying Fox und Hängebrücke.

    Habe mir gerade noch mal das Topo in Ruhe angeschaut und muss wirklich mit dem Kopf schütteln über die vielen A-Passagen und die generelle Bewertung des 2. Teils. Werde meinem Sohn mitteilen, dass er sich nächstes Mal nicht so anstellen soll

    Die Flying-Fox ist außerdem viel zu lang im Gegensatz zur Hängebrücke (5m zu 10m)

  • wolf

    Mitglied
    8. Juni 2015 at 10:38

    danke Sascha fuer deine einschaetzung….oder besser gesagt korrektere bewertung. –><img class= –>

    BTW: ich habe mittlerweile auch ein tourenbuch so wie viele andere berggeher. nur schreibe ich in das buechlein touren rein die ich nicht machen will oder werde.

    der hier steht nun auch drin.

  • ralf

    Administrator
    8. Juni 2015 at 10:58
    blaufuchs wrote:
    Werde meinem Sohn mitteilen, dass er sich nächstes Mal nicht so anstellen soll

    Servus Sascha, du hast die wichtigste Info übersehen ähh überlesen…

    Überhängende Ecke – D, evtl. auch D/E wenn man die falsche Klettertechnik anwendet!

    ahhh mist… das war ja beim Topo von der Peterlewand…. gilt aber denke ich genauso für den Schützensteig bzw. jeden anderen Klettersteig…

    also konkret angewandt für den Schützensteig: leicht bauchige Passage – A/B – evtl. auch B/C wenn man die falsche Klettertechnik anwendet… –><img class=” title=”Laughing” /> –>

    du solltest also mit deinem Sohnemann mal an der richtigen Klettertechnik feilen –><img class=” title=”Laughing” /> –>

  • blaufuchs

    Mitglied
    8. Juni 2015 at 11:36
    Ralf wrote:
    du solltest also mit deinem Sohnemann mal an der richtigen Klettertechnik feilen –><img class=” title=”Laughing” /> –>

    Ok, mache ich… aber auch eine “leicht bauchige Passage” mit Umhaken, Luft unterm Hintern usw. ist für mich “alten Hasen” definitiv keine B-Stelle mehr. Selbst wenn diese nur ganz kurz ist.

    Mich stört hier eher die Relation zu anderen, länger vorhandenen Steigen. Denn wenn das jetzt per neuer Definition ein B-Steig sein soll, müssen eine ganze Reihe von Touren deutlich abgewertet werden. Ein Colodri würde damit gerade mal in der letzten Verschneidung ein müdes A/B erreichen.

  • ralf

    Administrator
    8. Juni 2015 at 12:35

    Ganz offiziell seitens des Tourismusverbandes ist es sogar nur ein A/B-Steig!!!

    Der neue Klettersteig am Jenner mit der Schwierigkeit A – B ist bestens geeignet für Einsteiger und Familien

    Quelle: ** you do not have permission to see this link **

  • blaufuchs

    Mitglied
    8. Juni 2015 at 14:38
    Ralf wrote:
    Ganz offiziell seitens des Tourismusverbandes ist es sogar nur ein A/B-Steig!!!

    Der neue Klettersteig am Jenner mit der Schwierigkeit A – B ist bestens geeignet für Einsteiger und Familien

    Quelle: ** you do not have permission to see this link **

    Ja, mit den Infos sind wir auch losmarschiert…

  • ralf

    Administrator
    8. Juni 2015 at 17:08
    blaufuchs wrote:
    Ralf wrote:
    Ganz offiziell seitens des Tourismusverbandes ist es sogar nur ein A/B-Steig!!!

    Der neue Klettersteig am Jenner mit der Schwierigkeit A – B ist bestens geeignet für Einsteiger und Familien

    Quelle: ** you do not have permission to see this link **

    Ja, mit den Infos sind wir auch losmarschiert…

    tja – so lockt man die Touristen auf den Berg –><img class= –>

    (aber ihr habt da sowieso schon wieder alles falsch gemacht! Ihr hättet die Seilbahn nehmen müssen – und zwar Berg UND Talfahrt!!! –><img class=” title=”Laughing” /> –> )

  • blaufuchs

    Mitglied
    8. Juni 2015 at 17:32
    Ralf wrote:
    (aber ihr habt da sowieso schon wieder alles falsch gemacht! Ihr hättet die Seilbahn nehmen müssen – und zwar Berg UND Talfahrt!!! –><img class=” title=”Laughing” /> –> )

    Ui, sag das mal nicht der Familie. Die sind alle um 5:45 aufgestanden, um 7 Uhr am Parkplatz Hinterbrand losmarschiert, waren um 9 Uhr am Einstieg, sind um kurz nach 10 auf dem Jenner gestanden (neben den ganzen Flip-Flop Trägern), haben sich einen vollkommen überteuerten Kaiserschmarrn reingezogen (Bergstation) und sind treu und brav bei knapp 30 Grad wieder bis 14 Uhr zum Parkplatz marschiert!

    Kommentar meiner Kinder: Lifte werden vollkommen überbewertet!

  • ralf

    Administrator
    8. Juni 2015 at 17:41
    blaufuchs wrote:

    Kommentar meiner Kinder: Lifte werden vollkommen überbewertet!

    –><img class=” title=”Laughing” /> –>

  • Kraxel-Tobi

    Mitglied
    8. Juni 2015 at 18:21

    Mmh, da steckt natürlich auch ein gewisses Gefahrenpotential drin, wenn der Klettersteig offiziell offenbar eher unterbewertet ist…

    Sollten da die Verantwortlichen, welche den Klettersteig gebaut und mit A/B bewertet haben, nicht besser darüber informiert werden?

    Oder ggf. bereits geschehen?

  • blaufuchs

    Mitglied
    15. Juni 2015 at 09:12

    Servus zusammen,

    war wieder ein langer Samstag-Vormittag: 4 Uhr aufstehen, im Alpeltal 400 Hm die Sicherungen ablaufen, zurück zum Auto und Ausrüstung für den Schützensteig aufnehmen, 7:45 Einstieg in Schützensteig, 8:02 Ausstieg und weiterer Aufstieg zum Hohen Brett… 12:30 Anpfiff für meinen Sohn zum Handballturnier in Übersee, den ich dann auch nicht verpasst habe … dafür gestern wieder ruhiges Auslaufen auf die Kampenwand…

    Aber back to Topic:

    Meiner Ansicht nach hat der Steig 4 B/C Stellen: 1 zwischen den beiden Brücken, 2 im Bereich vor der langen Holztreppe und 1 beim letzten steilen Anstieg kurz vor der Rastbank. Hatte mich mit einigen unterhalten, die sogar von C gesprochen haben. Dafür sind mir die Stellen aber zu kurz. Eine B/C Stelle (die 3.) kann leicht zur C/D werden (ähnlich Sallagoni), wenn man nicht beim Umhaken auf den übernächsten Bügel achtet (und damit das Umhaken etwas später ansetzt).

    Einstieg: Entweder von oben (Jenner Bergstation), oder wirklich in gut 1,5 Std. von Hinterbrand über Mitterkaseralm zum Startplatz der Drachenflieger und dann in wenigen Minuten steil durch den erdigen Wald abwärts zum Einstieg. In diesem Fall stehen Länge des Steiges (20-30 Min.) in keiner Relation zum Zu- und Abstieg (knapp 2,5 Std.).

    Positiv: Steig ist top gesichert!

  • ralf

    Administrator
    15. Juni 2015 at 09:25

    Moin Sascha!

    vielen Dank für dein ausführliches Feedback zum neuen Schützensteig!

    Kannst du evtl. in diese Übersicht mal deine Schwierigkeitsbewertungen eintragen und hier wieder hochladen?

    [/url:1q688z8o]

    Danke dir und einen schönen Tag!!

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