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Klettersteig – Cesare Piazzetta
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Hallo Klettersteiggemeinde!
In gut drei Wochen ist es auch für mich wieder soweit, die Bergwelt ruft. Dieses Jahr haben wir mehrere Steige ins Auge gefasst, unteranderem auch den Cesare Piazzetta hinauf zum Piz Boe. Doch bevor wir den Steig in angriff nehmen möchte ich mich vorab einmal nach eurer Meinung erkundigen. Ich habe nun schon mehrfach gelesen das der Steig nur auf den ersten 80 Metern als schwer zu bezeichnen ist?
Die ersten 80 Höhenmeter geht es nun für Klettersteig-Verhältnisse äußerst schwierig bis zu einer Hängebrücke, die einen Einschnitt in den Wänden überbrückt
Quelle: Hoehenrausch.de
Wie seht Ihr das? Mit welchen Steigen ist er zu vergleichen von der Schwierigkeit her, Sandro-Pertini, Pössnecker, Oskar-Schuster Steig oder Pisciadu?
Ich habe wie vor jedem Steig auch hier den nötigen Respekt, es stellt sich mir nun die Frage ob wir uns diesen zutrauen können oder nicht? Schließlich wollen wir ja nicht im Berg hängen bleiben.
Ich freue mich über jeden Beitrag und sage schonmal im vorraus Danke für die Infos.
Gruß Daniel
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hallo daniel.
vergleiche doch mal die topos (z.b. poessnecker und piazetta) bei [link removed].at.
ich kenne beide steige noch nicht (aendert sich diesen bergsommer aber auch noch ), jedoch scheint mir der poessnecker a weng leichter zu sein. pisciadu kenne ich, stufe ich auch wie in den gaengigen fuehrern beschrieben, ne stufe unter dem piazetta ein.
ich merke aber auch an dass man sich auf topos, egal welchen verlags nicht immer verlassen sollte.
hab vor kurzem mit blaufuchs den 2-laender steig an der kanzelwand gemacht. die topos zweier verlage gaben die hoechstschwierigkeiten mit C/D an. sind die topos in der wand stelle fuer stelle durchgegangen und haben abgewogen.
entweder waren wir beide an dem tag schlecht drauf…jedoch haben wir die schweren stellen eher D zugeordnet als C/D.
insofern muss man schon ganz genau wissen was man sich und anderen zutrauen kann, oder lieber verzichten.
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Hallo Daniel,
zu vergleichen ist der Steig mit allen von Dir genannten Steigen und das Ergebnis des Vergleichs lautet in allen vier Fällen: klettersteigtechnisch ist die Piazzetta schwieriger.
Die Hauptschwierigkeiten beschränken sich zwar überwiegend auf die ersten 80-100 Höhenmeter, hier bewegen sie sich jedoch (fast) durchgehend im Bereich C/D bis gehobenes D. Es ist also deutlich mehr Kraftausdauer in den Armen notwendig als am Pössnecker oder an der Stevia (mehr als an Pisciadu oder am Plattkofel sowieso). Auch die Ausgesetztheit ist im ersten Abschnitt erheblich. Weiter oben gibt’s dann noch eine schwierige, aber sehr kurze Steilstufe.
Nimm jedenfalls keinen großen Rucksack mit, sonst kommt im Kamin keine Freude auf.
Hier noch zwei Bilder der Einstiegswand:
von unten:
und von oben:
Wenn Du erst mal ein „D“ ausprobieren willst, empfehle ich auf der anderen Seite der Pordoistraße im Padonkamm die VF delle Trincee. Am Einstieg auch D, aber nicht so lang; hilft vielleicht bei der Einschätzung der Piazzetta. Außerdem ist der Steig landschaftlich ausgesprochen chic.
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Hallo,
schonmal vielen Dank für die bisherigen Beiträge, helfen mir sehr gut weiter bis jetzt .
Den VF Trincee habe ich auch schonmal ins Auge gefasst, nehme ich mal mit auf die “Ausweichliste”, man weiß ja nie was kommt.
Nun stellt sich mir aber noch eine Frage. Ich weiß das man sich langsam steigern sollte und man nicht gleich aufs Ganze geht. Ich habe nun vier/fünf KS der Schwierigkeit C gemacht(was ja nicht sonderlich viel ist) und empfand diese nicht als extrem bzw. schwer. Kann man nun den Schritt Richtung D schon machen oder ist der Sprung von C auf D zu groß? Mich reizt das schon
Grüße
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Hallo Daniel
ich kann mich Kaiser anschließen,
die Piazetta ist schwieriger wie alle genannten.
Es sind vor allem die Einstiegsstelle und der kamin,
der mit Rucksack fast nicht zu schaffen ist (für mich jedenfalls)
Zwischen den von dir genannten steigen und dem piazetta gibt es meiner Meinung nach noch eine Zwischenstufe,
die ich vorher machen würde, so wie Du schon geschrieben hast, eher “einfachere2 der D-Sorte und nicht gleich die
ganz schweren wie Piazetta, Pößnecker oder Constantini, dies wären für mich
Tomaselli, Punta Anna bzw. Fortsetzung auf Tofana di mezzo und im Rosengarten Laurenzi,
Laurenzi hat nur 3-4 schwierigere Stellen, ist aber landschaftlich sehr zu empfehlen)
Karl
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Kletterkiki wrote:
Hi Wolf,
mit meinem Gefühl ist doch alles i. O. Der Jentzsch-Rabl bewertet m. E. generell mindestens eine halbe Note zuviel. Siehe meine Beträge zum Rosskopf-KS.
Anja
hallo anja,
in dem falle hat er aber m.e. eine halbe stufe UNTERtrieben. –>
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wolf wrote:Kletterkiki wrote:
Hi Wolf,
mit meinem Gefühl ist doch alles i. O. Der Jentzsch-Rabl bewertet m. E. generell mindestens eine halbe Note zuviel. Siehe meine Beträge zum Rosskopf-KS.
Anja
hallo anja,
in dem falle hat er aber m.e. eine halbe stufe UNTERtrieben. –>
–>Das seh ich ähnlich – Jentzsch-Rabl & Co. bleiben normalerweise eine halbe Stufe unter Standard, also C/D statt D usw. Im Vergleich zwischen denen und Kurt Schall lässt sich das an vielen Steigen nachweisen. An einigen Steigen haben sie auch schon nachbessern müssen (z.B. Burgstall Arzl – urprünglich C/D ausgewiesen, inzwischen nach D+ hochgestuft, zumindest an der Tafel am Einstieg)
Uli
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UD wrote:(z.B. Burgstall Arzl – urprünglich C/D ausgewiesen, inzwischen nach D+ hochgestuft, zumindest an der Tafel am Einstieg)
Uli
werd ich alsbald mal testen und melden.
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… hm, warum verweisen eigentlich alle auf [link removed].xy und nicht auf unseren “Klettersteigatlas – Italien: Band 2 – Dolomiten”? Da wären alle mit den entsprechenden Topos drin! –>
–> [link removed].xy ist meist eine halbe Stufe unter uns. Liegt aber auch daran, dass hier meist von Kletterern die KS beurteilt werden, die doch viele Sachen etwas anders betrachten. Im Prinzip liegen wir aber nicht weit auseinander. Dennoch ist der Piazetta sicherlich in den Dolomiten-Steigen einer der schwersten (was die erstem 100 Hm betrifft). Ähnlich wäre noch der Kaiserjägersteig auf den Col Ombert. Übrigens sollte man in den engen Kamin vorwärts ein- und rückwärst austeigen (sich also nicht drehen), dann geht es auch mit dem Rucksack … Dennoch weisen wir nicht umsonst darauf hin, dass dieser Steig einer der schwersten im Buch ist. Übrigens wären Kletterschuhe recht brauchbar …
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blaufuchs wrote:… hm, warum verweisen eigentlich alle auf [link removed].xy und nicht auf unseren “Klettersteigatlas – Italien: Band 2 – Dolomiten”? Da wären alle mit den entsprechenden Topos drin! –>
–> moin sascha.
kurze antwort darauf: weil bergziegen.at –>
–> die topos auch online stellen und so jederzeit abgegriffen werden koennen.ich hab meist beides dabei… atlas vom schall und ausdrucke von den ziegen….so laesst sich auch gut vergleichen und erfahrungen sammeln. –>
–> apropos…welcome back von den 'vorunshergschobenen'.
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hi,
ich hatte nur einen 30l deuter transalpine dabei, aber irgendwie hing ich etwas im kamin fest … plan B war dann irgendwann den rucksack an ein stück reepschnur zu binden und nachzuziehen … vllt. war ich da aber auch noch zu müde von dem frühen aufstehen, wer weiss.
wie auch immer, ist ein toller steig, gerade nach der saison sehr lohnend. würde ihn aber auch etwas schwerer als den pössnecker einstufen für die ersten gut 100 hm, weiter oben wird's dann wieder etwas leichter.
falls du ne grössere rundtour gehen mgast, schau dir mal das höhenprofil zu meiner tour an:
** you do not have permission to see this link **
–> #51 [link removed] in den dolomiten
dazu natürlich auch viele bilder
viel spass,
elmar
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Elmar wrote:
** you do not have permission to see this link **
Hallo Elmar,
habe mal auf deine Homepage geguckt. Suuuuper Bilder und Touren , ich glaube ich werde da mal einige Zeit zum stöbern und lesen brauchen. –>
–> Gruß
Nobby
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Vielen Dank für die Infos!
Wir haben uns nun nochmal zusammen gesetzt und sind zu dem Entschluss gekommen das wir den Steig erstmal nicht gehen. Dafür fehlt uns zum einen die Erfahrug und zum anderen wollen wir es nicht riskieren in der Einstiegswand wieder umkehren zu müssen Man soll sich ja langsam steigern und nicht gleich aufs Ganze gehen, schließlich läuft uns der Steig ja nicht weg. Wir sammeln lieber noch ein wenig Erfahrung und heben uns den “schwierigen” Steig für die Zukunft auf. Trotzdem vielen Dank für die Infos!
Alternativ haben wir als Einstiegs D Steig den VF delle Trincee ins Auge gefasst.
Grüße Daniel
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Nobby wrote:
Hallo Elmar,
habe mal auf deine Homepage geguckt. Suuuuper Bilder und Touren , ich glaube ich werde da mal einige Zeit zum stöbern und lesen brauchen. –>
–> Gruß
Nobby
wenn du nur die klettersteige durchforsten willst, geht's auch direkt hierüber:
** you do not have permission to see this link **
viel spass beim stöbern auf jeden fall, vllt. kriegst du ja die eine oder andere inspiration für eine eigene tour
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da_niel wrote:
Alternativ haben wir als Einstiegs D Steig den VF delle Trincee ins Auge gefasst.
Grüße Daniel
den hab ich recht kurz, nachdem ich klettersteige für mich entdeckt habe, gemacht: ich fand primär die einstiegswand etwas fordernd, aber so schlimm ist die eigentlich auch nicht (manch andere leute damals vor ort haben ziemlich geflucht und hingen ein paar minuten in der mitte fest, während ich noch unten stand und mir das entspannt angeschaut habe …). ansonsten ist der ausblick natürlich genial und die stollen, die man immer mal wieder durchquert, peppen die sache noch ein wenig auf.
ist aus meiner sicht auf jeden fall leichter als der am piz boe, vor allem, weil es nicht so viele steilaufschwünge gibt und man mit weniger kraft “auskommt”.
viel spass,
EL

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