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  • Jubigrat

    aktualisiert 14 Jahre aktiv. 6 Mitglieder · 13 Beiträge
  • msOXYD

    Mitglied
    7. Juni 2012 at 15:49

    Nachdem hier im Forum immer wieder mal darüber gesprochen wird, möchte ich auch noch mal gezielt nachfragen.

    Gerne würde ich bei günstigem Wetter Höllental aufsteigen- Übernachtung im Münchner Haus und am nächsten Tag Jubigrat – und etwa bei der Hälfte Abstieg zur Knorrhütte machen. Bin aber aufgrund vieler unterschiedlicher Berichte verunsichert.

    Klettersteige habe ich bereits sehr viele gemacht und auch viele in den oberen Schwierigkeitsgraden. Klettern in der Halle klappt in den unteren Schwierigkeitsgraden bis 5 eigentlich ganz gut.

    Konditionsmäßig sehe ich eigentlich keine Probleme.

    Trotzdem habe ich außer der Watzmannüberschreitung noch keine große Gratwanderung gemacht. <img class=” title=”Embarassed” />

    Laut den Bildern, die ich gesehen habe scheint es so, als wenn der erste Teil- zumindest bis etwa die Stelle an der im Topo von [link removed].at der Hinweis 3- steht der Grat nicht sonderlich ausgesetzt ist. Danach wird es anders.

    Laut Topo vemute ich, das etwa ab der Inneren Höllentalspitzen schwierige Kletterstellen mit Seil gesichert sind.

    Somit schätze ich den Abschnitt dazwischen für Gratturnerei im 1- 2 Klettergrad an sehr ausgesetzten Stellen- ohne Seilsicherung.

    Am Aufstiegstag zur Zugspitze – so denke ich beim frühem Start von der Höllental Hütte- könnte man testweise noch in den Grat einsteigen und evtl. bis zur Stelle 3- vordringen und testen, wie man sich dort oben fühlt und dann entscheiden ob man am nächsten Tag bis zur Knorrhütte gehen wird.

    Wie denkt ihr darüber? Welchen Weg- oder Grat könnte ich noch vorher zum Test laufen?

  • Bergmeister

    Mitglied
    7. Juni 2012 at 19:00

    Servus,

    vielleicht hilft dir diese Beschreibung etwas weiter: ** you do not have permission to see this link **

    Zum Testen? Ich habe mal gelesen Kammerlinghorn Hocheisspitze soll in etwa genau so schwer sein, nur deutlich kürzer. Von diesem Grat würde ich dir allerdings bei deinen Erfahrungen deutlich abraten!!!

    Hallenklettern- und Klettersteigeerfahrung wird dir da oben nicht wirklich helfen. Du darfst einfach kein Problem damit haben ausgesetzte “Kletter”stellen ungesichert zu meistern. War mal Halle bei 7 und kann trozdem noch immer nicht jedes ausgesetze (ein Fehler und das war es dann) IIer-Gelände seilfrei klettern.

    Denke dein Plan ist nicht so verkehrt. Sehe dir die III- an (müsste ziemleich schnell kommen) und entscheide dann. Alternativ kannst du dann immer noch über Normalweg zur Knorrhütte nehmen.

    Gruß,

    Hans

  • thomas224

    Mitglied
    8. Juni 2012 at 21:20

    Servus, ich habe zwar leider weder Kammerling-Hocheis noch den Jubigrat gemacht. Von einer Testtour Kammerling-Hocheis würde ich dir aber auch abraten.

    Aber wenn wir schon in den Berchtesgadenern sind wäre vielleicht folgendes als Testtour interessant:

    Hochkranz Ostgrat: ** you do not have permission to see this link **

    oder

    Stadelhorn – Mühlsturzhorn ** you do not have permission to see this link **

    ich kenne beide Touren – der Hochkranz Ostgrat ist über eine einfache Almwanderung zu erreichen und nicht besonders lang aber sehr schön zu klettern. Der II. Schwierigkeitsgrat muss auf dem ausgesetzten Grat ungesichert geklettert werden – natürlich nicht mit dem Jubi-Grat zu vergleichen aber sicher gut geeignet sich mal an eine ungesicherte Gratkraxelei zu gewöhnen – wenn einem der Grat Spass gemacht hat und man keine Probleme hatte kann man ihn dann natürlich im Abstieg machen ansonsten ist der Abstieg auf den Normalweg KS A/B möglich.

    Der Grat zwischen Stadelhorn und Mühlsturzhorn ist ein waschechter ausgesetzter hochalpiner Grat zwar beschränkt sich die eigentliche Kletterpassage auf vielleicht 20m die muss aber zunächst abgeklettert werden. Die Tour über die Mayrbergscharte KS-B und auf den Gipfel des Stadelhorns (Stellen I) ist für sich schon eine lohnende Tour

    lg. thomas 224

  • msOXYD

    Mitglied
    9. Juni 2012 at 18:48

    Hallo thomas224,

    die Touren, die Du vorgeschlagen hast hören sich gut an. Also das traue ich mir definitiv sicher zu.

    Ich kann es ja mal angehen. Sind ja nicht weit von einander entfernt, sodass man an einem WE sicher beide machen kann.

    Kann dann immer noch Jubigrat angehen- oder auch nicht- wobei mich die Wegführung schon sehr reizt.

    Vor Kletterstellen im I. oder II. habe ich keine bedenken – solange an dem Tag Wetter und körperliche Verfassung passt.

    Einige Klettersteige haben ja auch immer mal wieder einfachste -ungesicherte – Kletterpassagen (evtl. Santnerpass, Oskar Schuster).

    Klar diese “Kletterstellen” sind im vergleich zum Jubigrat äußerst kurz.

    Man muss halt sehen, was geht….

  • thomas224

    Mitglied
    9. Juni 2012 at 20:53

    Servus,

    den Hochkranz könntest du übrigens auch sehr gut mit den Sportklettersteigen im Talort Weissbach bei Lofer kombinieren:

    Weisse Gams D

    Wilde Gams E/F

    Zahme Gams B/C

    auch wäre danach die Auffahrt auf die Kalbbrunn Alm mit dem Bike möglich…

    Das wäre ja dann mal eine ordentliche Kombitour: Zuerst Weisse Gams D oder bzw. und! Wilde Gams E/F dann Auffahrt 800HM mit dem Bike danach Almwanderung + ausgesetzer ungesicherter Grat im II Grad und als Abschluss noch die Abfahrt mit dem MTB

    Natürlich sind in der Gegend im Umkreis von 50km noch zig andere Möglichkeiten denkbar.

    Stadelhorn – Mühlsturzhorn wird halt sehr selten begangen – da kann dir passieren, dass du auch an einen schönen Wochenendtag keinen Menschen am Grat triffst…

    Finde ich aber sehr lohnend und man kann sich die Tour auch sehr gut aufteilen: bis zum Gipfel des Stadelhorns ist eine sehr schöne anspruchsvolle Bergtour mit Ier Stellen am Gipfelanstieg – in der Klettersteigpassage zur Mayrbergscharte (ca. 50hm max. vielleicht B/C) habe ich eigentlich noch niemanden mit KS Set gesehen. Direkt nach dem Kreuz folgt man dann absteigend den Grat zum Mühlsturzhorn – zunächst ist es nicht schwer zu klettern aber durchgehend ausgesetzt – die Schlüsselstelle kommt erst kurz vor dem Mühlsturzhorn und wird wohl wie in dem Link beschrieben ein IIIer sein muss abgeklettert werden – was auch den Vorteil hat, dass man am Rückweg die Stelle nur mehr im Aufstieg vor sich hat.

    Ungesicherte Gratkletterei auch wenn sie nicht schwierig ist halt doch ein wenig speziell (zumindest mir geht es so) von daher ist es sicher nicht schlecht wenn du dich da wenig herantastet, denn simulieren kann man das Gefühl auf einen ausgesetzten hochalpinen Grat glaube ich ziemlich schwer

    lg. thomas224

  • Stroty

    Mitglied
    24. Juli 2012 at 11:49

    Mal ne Frage zum Jubigrat. Irgendwann möchte ich das Unternehmen ja vielleicht auch mal starten. Aber ist das wirklich so brutal ausgesetzt und ungesichert wie in diesem Video:

    ** you do not have permission to see this link **

    Das grenzt ja wirklich an Selbstmord, oder verzehrt die Perspektive so?

  • Julian

    Mitglied
    24. Juli 2012 at 13:47
    Stroty wrote:
    Mal ne Frage zum Jubigrat. Irgendwann möchte ich das Unternehmen ja vielleicht auch mal starten. Aber ist das wirklich so brutal ausgesetzt und ungesichert wie in diesem Video:

    ** you do not have permission to see this link **

    Das grenzt ja wirklich an Selbstmord, oder verzehrt die Perspektive so?

    Ich glaub da ist schon Verzerrung drin, bei so einer Helmkamera – gut sichtbar bei schnellen Blickrichtungswechseln, schau mal auf den Horizont!

    Die Bedingungen bei diesem Video sind aber schon nicht ohne, so gefrorene Schneefelder – die Steigeisen sind da sicher hilfreich gewesen.

    Ich wäre bei solchen Bedingungen da nicht gegangen, dazu bin ich ein zu großer Schisser, glaub ich… –><img class=” title=”Embarassed” /> –>

  • Stroty

    Mitglied
    24. Juli 2012 at 14:11

    Hi Julian,

    ja, wollte ich sagen. Die schmale Schneespur am Abgrund. Nein danke.

  • verticalo

    Mitglied
    24. Juli 2012 at 17:12

    Nein. Hier verzerrt die kamera schon ordentlich. Habe den jubelgrat schon gemacht und wenn mantrittsicher ist und den III.grad frei beherrscht, sollte dir tour ohne todesaengste meistern koennen

  • Julian

    Mitglied
    25. Juli 2012 at 14:53
    verticalo wrote:
    Nein. Hier verzerrt die kamera schon ordentlich. Habe den jubelgrat schon gemacht und wenn mantrittsicher ist und den III.grad frei beherrscht, sollte dir tour ohne todesaengste meistern koennen

    Hattet ihr auch so schöne Schneefelder zu queren? Das finde ich ja immer spannend, gerade wenn es keine richtigen Fixpunkte gibt… Auf der anderen Seite läßt sich aus dem Video nicht der Vereisungsgrad entnehmen.

  • verticalo

    Mitglied
    25. Juli 2012 at 16:19

    Hallo Julian,

    wir haben den Jubiläumsgrat damals bei besten bedingungen (ok es war fast ein wenig zu heiß) im august gemacht… da war auf dem gesamten grat und auch in den scharten keinerlei schnee zu finden… d.h. alles trocken und bestens begehbar… wie gesagt, schwindelfrei und trittsicher sowie etwas kletterfertigkeit sollte man für den jubelgrat schon mitbringen… aber das video bzw. die kamera schaut fast nach einer art “fischauge” aus!

    Gruss

  • msOXYD

    Mitglied
    26. Juli 2012 at 08:14

    Hallo Verticalo,

    vielen Dank für Deine Einschätzung. Ich werde mir den JubiGrat dann ansehen und vor Ort entscheiden, ob er für mich persönlich zu dem Zeitpunkt bei der körperlichen Verfassung, der Wetterlage und allen anderen Umständen ein angenehmes und kalkulierbares Abenteuer ist- oder ob ich in ein (paar) Jahren einen weiteren Anlauf probieren möchte…

    Es gibt ja auch noch soooo viielle andere schöne Touren!

  • Stroty

    Mitglied
    26. Juli 2012 at 08:20

    @msOXYD: Du sagst es mit den vielen schönen Touren. Wann weiß gar nicht, wo man anfangen soll (wenn man die Zeit hätte )

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