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Grünstein Umrundung (Mieminger Kette)
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Seit frühester Kindheit fahre ich schon im Sommer wie im Winter zur Region, auf der Tiroler Seite der Zugspitze. So war ich dort auch wieder dieses Jahr in der letzten Juliwoche. Eine Bergtour dieser Woche möchte ich mit euch teilen: die Grünsteinumrundung in der Mieminger Kette, über vier Scharten. Von der Bergstation der Biberwierer Marienbergbahn über das Marienbergjoch zum Hölltörl und Höllkopf. Weiter über die Höllreisse zur Grünsteinscharte und hinab zur Coburger Hütte. Dann nach einem letzten kurzen Aufstieg zur Biberwierer Scharte weit hinab zurück nach Biberwier.
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1. Teil: Marienbergjoch – Hölltörl – Höllkopf
Zunächst fuhr ich mit den Biberwierer Marienbergbahnen aufwärts und wanderte ohne großen Aufwand in kurzer Zeit auf einem Fahrweg bis zum Marienbergjoch. Dort geht ein Steig vom Fahrweg ab, den ich durch die Latschenzone und leichte Geröllhänge querend bis zum Hölltörl folgte. Dort angekommen nahm ich einen kleinen Umweg auf den Höllkopf (2194m), mit Gipfelkreuz und Gipfelbuch. Hier eröffnete sich eine wunderbare Aussicht auf die Wankspitze, die Ötztaler Alpen und Zwischentoren. Nach kurzer Rast stieg ich zurück zum Hölltörl.
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2. Teil: Hölltörl – Höllreisse – Grünsteinscharte
Nun wurde es ein bisschen alpiner. Über einen Geröllhang ging es hinab in die “Hölle”, oberhalb von Obsteig. Auf meiner Karte ist ein Steig, direkt am Fuße der Grünsteinwand, der hinüber zur Höllreisse führt, eingezeichnet. So folgte ich auch schon ziemlich weit ober Steigspuren und Markierungen in Richtung Höllreisse. Zunächst verloren sich die Steigspuren im Geröll und später fanden sich auch keine Markierungen mehr. Wahrscheinlich wurden sie von Steinschlag verschüttet. Da ich aus der Grünsteinwand ständig Steinschlag hörte und deshalb der Wand nicht zu nahe kommen wollte entschied ich mich, einen Weg zu suchen, aus dem Geröllhang herausquerend in einen Latschenbestand, um mich durch die Kiefern zu schlagen, bis ich auf Markierungen in der Höllreisse stoße. Da die Latschen aber sehr dicht gewachsen sind hieß dies, jede Kiefer mit großem Kraftaufwand runter drücken, drauf treten und überklettern. Als ich die Höllreisse erreichte brauchte ich erstmal 20min Pause, bevor ich weitergehen konnte. Dann ging es wieder gut markiert über Geröll, vorbei an teilweise riesigen, abgebrochenen Felsbrocken hinauf zur Grünsteinscharte, mit tollem Ausblick in Richtung Inntal und dem Tajakopf auf der anderen Seite.
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3. Teil: Grünsteinscharte – Coburger Hütte
Nun folgte der anspruchsvollste Teil der Tour. Zunächst noch schön stufig, in felsigem Terrain, ging es bald stufenlos steil einen Hang mit feiner, sehr lockerer Geröllauflage hinab. Der Weg ist schon gut markiert, dennoch musste jeder Schritt genau bedacht werden, um nicht ins Rutschen zu kommen. Manchmal ließ sich das aber auch nicht verhindern und dann hieß es ausbalancieren. Am Fuß des Geröllhangs (oberhalb eines Felsabbruchs) wurde dann ein Stück gequert und der Steig stieß auf den Abstiegsweg vom Tajatörl / Hinterer Tajakopf. Nun ging es wieder deutlich einfacher und ohne große Schwierigkeiten gelangte ich zur Coburger Hütte, wo ich meine ersten Erfahrungen mit alkoholfreiem Weizenbier sammeln konnte. Die Aussicht von der Coburger Hütte auf Drachensee, Seebensee und Wettersteinmassiv war grandios. Vor allem der Drachensee war sehr fotogen, da sich gerade einige Felsen im Wasser spiegelten.
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4. Teil: Coburger Hütte – Biberwierer Scharte – Langlehn – Biberwier
Eigentlich hatte ich noch vorgehabt, im Rahmen dieser Tour den vorderen Drachenkopf zu besteigen. Aber große Vorhaben sind dafür da an die Realität angepasst zu werden. Die Tour war schon lange genug und so machte ich mich an den letzten kurzen Anstieg zur Biberwierer Scharte. Der letzte Abstieg des Tages zog sich dann nochmal über mehr als 1000HM. In vielen Serpentinen ging es die Rinne von der Biberwierer Scharte hinab. Auch ziemlich steinig, aber gut zu begehen. Der Steig trifft dann auf den Montan-Wanderweg, einen schönen Rundweg, der zu einigen historischen Stätten des Bergbaus in den Miemingern führt. Vor allem auch für Familien ist er sehr zu empfehlen. Den Montansteig folgte ich dann durch den Wald hinab bis zum Ausgangspunkt, an der Talstation der Marienbergbahnen in Biberwier. Ein schöner Wandertag ging zuende.
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Die Grünsteinumrundung lohnt sich für trittsichere Bergwanderer durchaus nachzumachen. Sie ist sicherlich eine der eindrucksvollsten Bergwanderungen in der Mieminger Kette, wenn auch sehr geröllhaltig. Zu kraxeln gibt es bei der Tour aber nichts. Absturzgefahr beschränkt sich auf den Weg von der Grünsteinscharte Richtung Coburger Hütte und vielleicht auf ein paar Stellen, im oberen Bereich des Abstiegs von der Biberwierer Scharte. Ein größeres Problem ist das viele Geröll, wodurch man auch schonmal umknicken kann, was aber die richtigen Bergschuhe kompensieren sollten. Die Tour hat eine Länge von knapp 13km, auf der im Aufstieg insgesamt etwas mehr als 1300HM und im Abstieg insgesamt fast 2000HM überwunden werden, wenn man wie ich die Marienbergbahnen als Aufstiegshilfe benutzt. Als reine Gehzeit sollte man bei der Tour etwa 7Std. einplanen.
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Schöner Tourenbericht und tolle Fotos
War ja schon recht anspruchsvoll ^^
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Dankeschön!
Timmy wrote:War ja schon recht anspruchsvoll ^^
Ja, an manchen Stellen wäre eine Kletterpassage sicher leichter gewesen, als das lockere Geröll. Aber wunderschön ist's gewesen.
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…über Latschen klettern…
Also waren doch Kletterpassagen dabei!!!
Kann mir vorstellen, dass die aber wenig Freude bereitet haben! Vermutlich hast Du am Ende gut nach Latschenkieferharz gerochen, warst dafür aber ordentlich zerschunden…
Schöne Bilder, schöne Tour! (und ganz ohne Product placement… )
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Im Latschenfeld hatte ich damit gerechnet, dass ich mir die Jacke an den Kiefern aufreiße. Hat aber doch noch gut gegangen. War aber schon ne ziemliche Plackerei.
Julian wrote:(und ganz ohne Product placement… )Wenn man vom alkoholfreien Weizen in der Coburger Hütte absieht.
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DannyBoy wrote:Julian wrote:(und ganz ohne Product placement… )
Wenn man vom alkoholfreien Weizen in der Coburger Hütte absieht.
Zählt nicht, da keine Marke erkennbar ist!!!
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schöner Bericht, tolle Tour sehr schöne Bilder
Seit meinem letzen Dolomitenaufenthalt hab ich ein ganz neus Verhältniss zu Latschenkiefern, in meinem Hotel gabs Latschenkiefern-Bandnudeln und als Nachtisch Latschenkiefernmouse…beides extrem lecker
@ Julian
…man wird ja wohl mal sein Reisebudget ein wenig aufstocken dürfen, bin schließlich notleidender Zwillingsvater
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Apicius wrote:Julian
…man wird ja wohl mal sein Reisebudget ein wenig aufstocken dürfen, bin schließlich notleidender Zwillingsvater
…”nur” Zwillinge? Das kann ich toppen, zumindest zahlenmäßig! Mit dem notleidenden Zwillingsvater möchte ich mal auf Tour gehen, der lebt so schlecht (Cabrio fahren, gutes Essen, lecker Weine… ) !!!
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wird alles vom Produktplacement bezahlt
Edit sagt:
Mit dem notleidenden Zwillingsvater möchte ich mal auf Tour gehen
Der UD sagt er würde gerne mal den Latermar überschreiten, währe ja ein Ziel das man ins Auge fassen kann
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Apicius wrote:wird alles vom Produktplacement bezahlt
Edit sagt:
Mit dem notleidenden Zwillingsvater möchte ich mal auf Tour gehen
Der UD sagt er würde gerne mal den Latermar überschreiten, währe ja ein Ziel das man ins Auge fassen kann
Ja lass uns mal fassen!!! Vermutlich seid ihr dann aber schon dreimal übers Latemar, bis ich mal Zeit hab… –>
” title=”Embarassed” /> –> -
Julian wrote:Apicius wrote:wird alles vom Produktplacement bezahlt
Edit sagt:
Mit dem notleidenden Zwillingsvater möchte ich mal auf Tour gehen
Der UD sagt er würde gerne mal den Latermar überschreiten, währe ja ein Ziel das man ins Auge fassen kann
Ja lass uns mal fassen!!! Vermutlich seid ihr dann aber schon dreimal übers Latemar, bis ich mal Zeit hab… –>
” title=”Embarassed” /> –>Der Latemar wäre jetzt aber auch nicht soo weit von unserem Basislager in Trento entfernt, @Julian[/url:38ijmr36] –>
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Apicius wrote:
Seit meinem letzen Dolomitenaufenthalt hab ich ein ganz neus Verhältniss zu Latschenkiefern, in meinem Hotel gabs Latschenkiefern-Bandnudeln und als Nachtisch Latschenkiefernmouse…beides extrem lecker
Latschenkiefernudeln kann ich mir ja vorstellen, aber Mousse? Klingt interessant!
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Ralf wrote:Der Latemar wäre jetzt aber auch nicht soo weit von unserem Basislager in Trento entfernt, @Julian[/url:3t1xguaa] –>
–>Du meinst, wenn ich das mit den beiden nicht hinkriege, machen wir das von Trento aus? Mit besagtem Dauerläufer?
Bei 2800 Hm bekommt man auch nicht so schnell Kopfweh.
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Zu den Dolos hat's letzte/diese Woche nicht gereicht (evtl. nochmal im Sept, aber da will der Uwe woanders hin –>
” title=”Embarassed” /> –> ), dafür hatt ich ein schönes langes Woe im Ötztal mit M&M … Unter drei KS pro Tag ging gar nix, und die 60. Lehner-Begehung ist auch perfekt . Ansonsten Zirbenwald; ich war mal im Pitztal (Murmeltier und Erlebnis-) – dafür dann mal kein Schwärzenkamm, und heute haben wir (wegen fiesmiser dunkler Wolken am Morgen über dem Burgstein) den Schiestl Schiestl sein lassen und uns am Crazy Eddie ausgetobt (nachdem ich zuvor zwischen 8:15 und 9:15 noch durch den Lehner gesprintet bin ).@Apicius und @Julian Latemar steht aufm Plan – wir finden mal einen Termin
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UD wrote:Zu den Dolos hat's letzte/diese Woche nicht gereicht (evtl. nochmal im Sept, aber da will der Uwe woanders hin –>
” title=”Embarassed” /> –> ), dafür hatt ich ein schönes langes Woe im Ötztal mit M&M … Unter drei KS pro Tag ging gar nix, und die 60. Lehner-Begehung ist auch perfekt . Ansonsten Zirbenwald; ich war mal im Pitztal (Murmeltier und Erlebnis-) – dafür dann mal kein Schwärzenkamm, und heute haben wir (wegen fiesmiser dunkler Wolken am Morgen über dem Burgstein) den Schiestl Schiestl sein lassen und uns am Crazy Eddie ausgetobt (nachdem ich zuvor zwischen 8:15 und 9:15 noch durch den Lehner gesprintet bin ).
@Apicius und @Julian Latemar steht aufm Plan – wir finden mal einen Termin
Einspruch Euer Gestrengen!!!!
Ich bin immer flexibel und nicht fixiert. –>
–>Ich geh mit dir fast überall hin, sogar auf den Schiestl
Aber wenn es wieder die Dolos werden im September bin ich natürlich auch nicht traurig


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