Einer der neuesten und zurzeit besten Klettersteige in Kroatien, ist der Klettersteig auf den Mali Šibenik im Biokovo Gebirge.
Ursprünglich wollte ich vergangenes Jahr als Abschluss meiner Tourenwochen in Kroatien einen anderen finalen Berg gehen. Doch eine Woche vor dem Start meiner Touren bin ich im Netz auf diesen Steig gestossen. Für diesen Steig wurden alle meine geplanten Touren über den Haufen geworfen. Bei den gezeigten Bildern war mir sofort klar, dieser Steig ist ein absolutes “Muss” für jeden Ferratisti.
Für all jene, die gerne von Meereshöhe starten wollen, gibt es folgende Ausgangspunkte: die Ortschaften Baska voda oder Promajna. Von dort kann man auf gut ausgebauten Wanderwegen durch Olivenhaine Richtung Zustieg wandern. Zeitaufwand ca. 2-3 Stunden.
Wer sich das sparen möchte, kann den Zustieg auf ca. 40 Minuten verkürzen. Es ist möglich, mit dem Auto in das Dorf Bast zu fahren. Dort gibt es mehrere Parkmöglichkeiten.
Der Start von Bast aus, geht in Richtung der Ortschaft Veliki Brdo. Auf dem Weg 60 und dann 61. Der Weg 61 verläuft auf einer Feuerwehrstraße (Schotterstraße) parallel zum Bergmassiv. Diesen Weg läuft man bis zu einem Wendeplatz. Dahinter steht ein markanter Felsbrocken mit der Aufschrift „Bast – V.Brdo“. Hier gilt es nach Pfadspuren und Steinmandeln Ausschau zu halten. Der Weg verläuft ab hier unmarkiert über eine Wiese und durch ein Wäldchen. Orientierung geben nur die Steinmandeln. Ab dem Kar geht es nur noch nach rechts hoch. Hin und wieder tauchen ab hier rote Farbmarkierungen auf. Ab hier kann immer wieder frei gekraxelt werden oder man steigt weiter durch das Geröllfeld aufwärts. Dieses ist aber sehr steil und unangenehm. Am Ende des Zustiegs steht man rechts vor einer glatten 200 Meter hohen Wand. Dort gegenüber ist der Einstieg markiert durch einen Tierschädel zu finden.
Der Einsteig hat zwei Varianten: eine direkte im Schwierigkeitsgrad C und die zweite mit B. Der Steig folgt generell der Bergkante. Hin und wieder quert man die Wand, um dann doch wieder an der Kante zu klettern. Der Steig ist fast durchgängig C und an einigen kniffligen Stellen D. Was den Klettergenuss abrundet, ist der ständige Wechsel beim Klettern. Reibung, Risse, Bänder, Leisten. Der Steig bietet wirklich alles, was beim Klettern Spaß macht. Deshalb meine Empfehlung: Zieht euch nicht am Seil hoch, sondern klettert am Fels. Einige Konstruktionen mit dem Stahlseil wirken ohnehin nicht gerade vertrauenserweckend. Da denkt man sich einige Male, „nur nicht ins Seil fallen“
Der Klettergenuss wird abgerundet durch eine grandiose Aussicht auf das Meer und die kroatischen Inseln. Da lohnt es sich hin und wieder innezuhalten, um die Aussicht zu genießen. Am besten macht man das unter den zwei, drei Bäumen, die in der Wand wachsen und etwas Schatten spenden. Rein generell ist man die ganze Zeit in der Sonne, was im Hochsommer wirklich kein Spaß ist. Deshalb genug Wasser mitnehmen!
Am Ende des Klettersteigs steht man auf einem Vorgipfel. Der restliche Weg geht ungesichert über eine ausgesetzte Querung und dann am Grat entlang zum eigentlichen Gipfel. Die Gratkletterei rundet die Tour zum Schluss ganz gut ab.
Der Abstieg erfolgt über ein sehenswertes Karstplateau und eine ziemlich steile Rinne auf den Wegen 12/10 und 8 nach Bast.
Eckdaten zum Steig:
Zustieg: 1-3 Std.
Klettersteig mit Grat: 1,5 Std. ca. 450 hm
Abstieg: 2-3 Std
Höhenmeter gesamt: 1365
Smand Wanderkarte 32 (Steig ist nicht eingezeichnet.)
Falsch geparkt…
Man beachte die Markierung. Selten..aber vorhanden
Am Einstieg
Oha…Stahlseil an 1mm Stahlblech befestigt…aber es wird noch besser…
Was für eine Konstruktion…wer da fällt, wird samt dem Stahlseil einen Purzelbaum schlagen ” title=”Laughing” />
Was für Tiefblicke! Unten sieht man das Goldene Horn / Zlatni rat
Solche Klammern Marke Eigenbau…habe ich auch noch nicht gesehen
Für Menschen unter 1,75m könnte es hier etwas tricki werden…
Das letzte Stück
Ende des KS. Ab hier geht es Richtung Grat und es darf immer wieder frei gekraxelt werden.
Richtung Gipfel
Ab hier sollte man auf Schlangen aufpassen…sie sonnen sich auch mal gern auf dem Weg
Riesige Dolinen. Man sollte sich diesen Gebilden mit Respekt nähern. Die Bergwacht in Kroatien rettet pro Jahr im Schnitt 100 Menschen aus Schachthöhlen und Dolinen. In Manchen findet man auch noch im August Schnee
Naja …es klingt jetzt vielleicht etwas komisch. Aber da bin ich aus Osteuropa ganz andere Sachen gewöhnt. Es gibt einen Zweiten “Steig” im Biokovo. Der ist fast komplett frei zum Klettern und die Stahlseile sind dort wirklich gefährlich. (Das ist auch der Grund, warum ich euch diesen nicht beschreibe, dass kann ich nicht verantworten.) Deshalb bin ich an dem Punkt etwas abgestumpft und blende es aus und vertrau meinen Können. Was mir hilft in kritischen Situationen, ist ein zwei Minuten Luftholen Durchatmen und sich selbst vertrauen. Diese Stellen sind am Šibenik in der Mitte vom Steig und was soll man da dann machen? Abklettern war zum Beispiel hier keine Option. Wei der Steig gar nicht mal so kompliziert ist.
Danke Wolf! Aber den Steig brauche ich mit meiner Frau auch nicht gehen
Nee von HASA hab ich noch nichts gefhört. –>” title=”Laughing” /> –> Aber ich glaube auch , dass das rote Zeug kein Rost ist. Sondern es handelt sich um eine Spezial-Legierung
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