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  • Egoismus am Berg…

    aktualisiert 14 Jahre, 8 Monat aktiv. 12 Mitglieder · 27 Beiträge
  • guw

    Mitglied
    29. September 2011 at 07:32

    Das ist meiner Meinung nach der Grund für solche Vorkommnisse. DerMensch ist von Natur aus schlimmer als er es gerne wahrhaben möchte, und unter Stress und Sauerstoffmangel tritt das einfach mehr zutage.

  • blaufuchs

    Mitglied
    29. September 2011 at 14:58

    Servus,

    hm, muss gerade mal überlegen, ob ich schon mal jemanden vorbeilassen musste –><img class= –>

    Solange ich selber für meine persönliche Sicherheit garantieren kann, ist natürlich die Hilfe einem anderen gegenüber wichtiger als mein Gipfelerfolg. Sicherlich hat es in den letzten 20 Jahren meines [link removed]s in dieser Hinsicht die ein oder andere Situation gegeben. Der Berg läuft mir ja nicht weg.

    Auf der anderen Seite gebe ich Wolf komplett Recht: Auch ich bin meistens “gezwungen” zu fragen ob ich vorbei kann. Von sich selber machen die wenigsten Platz. Wobei ich bemerkt habe, dass dies mit der Schwierigkeit der Route zunimmt. D.h. bei leichteren Touren wird schon mal schneller Platz gemacht, wenn ich anbrause, als z.B. beim Mori. Ok, bei dem räche ich mich dann, indem ich 30 Min. später noch einmal überhole ich denke daher, dass schon viele ein Problem damit haben, das jemand besser/schneller/stärker sein könnte. Ganz besonders liebe ich dann Gruppen, die nicht gesammelt an einem Punkt mal warten, sondern konsequent immer einen Teil der Tour zustellen. Insofern kann ich da auch den Bergmeister etwas verstehen. Zuletzt musste ich beim Col di Bos nach 30 Min. auf den ersten 50 m die Lichthupe rausholen und habe mich (zugegeben, nicht die feine Art) regelrecht vorbeivorbeigepresst! Leider ging der Gruppenführer ganz vorne und bekam als letzter sein Fett weg.

    Ob ich jetzt unbedingt “vorbei will” und dies auch was bringt, hängt aber auch davon ab, wieviele generell unterwegs sind. Ich habe auch schon mal einem das Überholen nicht gestattet, weil ich selber in einer Schlange gestanden bin. Womit wir wieder beim Autofahren wären. Da gibt es ja auch die Intelligenten, die mit Lichthupe an ein Stauende heranfahren und sauer sind, dass man nicht gleich von der Straße hüpft.

    Allerdings würde ich mir nicht anmaßen über jemanden zu urteilen, der über 8.000 m etc. keine Hilfe leistet. Ich glaube da oben herrschen andere Prioritäten, von rationaler Denkweise ganz abgesehen. Außerdem war ich noch nie da oben… daher dürfte dies meiner Ansicht nach auch nur jemand kritisieren, der da schon mal war. Das soll jetzt nicht den Artikel ganz am Anfang kritisieren/bagatellisieren, sondern nur ein letztes Statement sein –><img class= –>

  • wolf

    Mitglied
    29. September 2011 at 20:43
    blaufuchs wrote:

    Allerdings würde ich mir nicht anmaßen über jemanden zu urteilen, der über 8.000 m etc. keine Hilfe leistet. Ich glaube da oben herrschen andere Prioritäten, von rationaler Denkweise ganz abgesehen. Außerdem war ich noch nie da oben… daher dürfte dies meiner Ansicht nach auch nur jemand kritisieren, der da schon mal war. Das soll jetzt nicht den Artikel ganz am Anfang kritisieren/bagatellisieren, sondern nur ein letztes Statement sein –><img class= –>

    sorry lieber bergfreund,

    aber das kann ich nicht unkommentiert stehen lassen. eventuell hast du auch den artikel nicht richtig gelesen.

    es gab auch moegliche helfer weit unter 8000 m die nicht helfen wollten oder durften.

    was oben geschieht sei dem mangelnden sauerstoff zu einem teil zuzuschreiben, der rest weiter unten ist nicht zu entschuldigen.

  • Sandra

    Mitglied
    29. September 2011 at 20:56
    wolf wrote:

    es gab auch moegliche helfer weit unter 8000 m die nicht helfen wollten oder durften.

    was oben geschieht sei dem mangelnden sauerstoff zu einem teil zuzuschreiben, der rest weiter unten ist nicht zu entschuldigen.

    So, jetzt geb ich auch noch meinen Senf dazu!

    Es gibt Berge die sollten einfach nicht bestiegen werden, vorallem wenn aus “heiligen Bergen” Totenwächter werden!!!!

  • blaufuchs

    Mitglied
    30. September 2011 at 08:08

    hej ulv,

    doch habe ich schon gelesen und ich wollte ja diesen Teil der Antwort auch explizit NICHT auf diesen Artikel bezogen haben. Bei dem vorliegenden Fall gebe ich Dir ja vollkommen Recht!

  • Julian

    Mitglied
    30. September 2011 at 11:11
    blaufuchs wrote:

    Auf der anderen Seite gebe ich Wolf komplett Recht: Auch ich bin meistens “gezwungen” zu fragen ob ich vorbei kann. Von sich selber machen die wenigsten Platz. Wobei ich bemerkt habe, dass dies mit der Schwierigkeit der Route zunimmt.

    Ich will jetzt mal der Anwalt der Schwachen sein: Je schwieriger die Route, desto mehr ist man wahrscheinlich doch auch mit sich selbst beschäftigt? Sollte nicht vielleicht hier (ähnlich wie auf der Strasse) der Starke Rücksicht auf den Schwachen nehmen? Wenn dann die Möglichkeit kommt jemanden vorbei zu lassen (und mancher kann das mühelos in einer D- Stelle, andere brauchen dafür das Brotzeit-Band in der Wandmitte), werden die meisten den Drängler ( –><img class= –> ) vorbeilassen. Wenn nicht, bricht einem auch kein Zacken aus der Krone, wenn man freundlich fragt (was Sascha und Wolf sicher tun).

    Natürlich sollte gleichzeitig der Langsamere ab und zu “in den Rückspiegel” schauen (schließlich wäre auch das auf der Autobahn nett, bevor man mit 110 auf die linke Spur wechselt…).

    Gegenseitige Rücksichtnahme, das wärs doch. Womit wir wieder beim Himmelreich auf Erden wären…

  • harwin

    Mitglied
    30. September 2011 at 12:14
    Kletterkiki wrote:
    Julian wrote:
    Gegenseitige Rücksichtnahme, das wärs doch. Womit wir wieder beim Himmelreich auf Erden wären…

    Auf den Punkt gebracht:

    “Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt.” (aus der Bergpredigt)

    Da ich jeden Tag auf der A8 unterwegs bin

    Mir tut es leid um die Menschheit …

  • harwin

    Mitglied
    30. September 2011 at 16:00
    Dan wrote:
    Kletterkiki wrote:
    Keine schöne Zukunftsvision .Nö. Zumal deren Belange in jeder Hinsicht von Werbung/Tourismus unterstützt und gefördert werden. Und um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen: die “guten alten Tugenden” verkümmern dabei. Wobei das durch den Ausdruck allein schon antiquiert klingt, denn “gute alte Tugenden” sind oder sollten zumindest höchst aktuell sein.

    Aber ich glaube genau damit hast Du das problem angesprochen. Ich will jetzt nicht sagen, dass früher alles besser war, bestimmt nicht. Aber dieser starke Leistungsdruck scheint ein Problem der modernen Gesellschaft zu sein. Das fängt schon in der Schule an, die heutigen Anforderungen sind viel höher als damals, und geht im Beruf weiter, Anforderungen, definierte Ziele, Gewinnplanungen werden immer höher, größer und demzufolge auch der Druck auf den Menschen höher. Der Egoismus ist stärker ausgeprägt.

    Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, scheint er diese Einstellung auch stellenweise mit in die Berge zu nehmen. Viel lieber sollte er die Gelegenheit nutzen um dort davon weg zu kommen und Ruhe, Gelassenheit und ein wenig Frieden zu finden.

    Ich hab in 2 Jahren vorne ne 5 stehen, ja ich weiß, bin ein alter Sack . Ich habe irgendwie eine andere Erziehung (Hilfsbereitschaft, Höflichkeit, etc.) genossen und denke in solchen Fällen tatsächlich manchmal an die gute alte Zeit zurück. So traurig es ist, scheinen Deine “guten alten Tugenden” oft wirklich antiquiert.

  • ralf

    Administrator
    2. Oktober 2011 at 09:45
    Kletterkiki wrote:
    Ich bin auch noch nicht ganz so alt, aber ich kann sagen, dass mir meine Eltern sowas wie Werte bei der Erziehung vermittelt haben. Davon profitiere ich heute noch und bin echt froh drum. Mal ein Beispiel: Die Nachbarn freundlich grüßen. Da gabs keine Diskussion, das war ein Muss. Das war Anstand. Ansonsten gabs hinter die Löffel .

    so bin ich – sind wir – auch erzogen worden.. das hat sich einfach gehört und hat so auch zu einem sehr guten miteinander in der nachbarschaft geführt.

    schade, dass das nach und nach wohl bei der erziehung verloren geht / gegangen ist!

  • harwin

    Mitglied
    2. Oktober 2011 at 10:31
    Ralf wrote:
    Kletterkiki wrote:
    Ich bin auch noch nicht ganz so alt, aber ich kann sagen, dass mir meine Eltern sowas wie Werte bei der Erziehung vermittelt haben. Davon profitiere ich heute noch und bin echt froh drum. Mal ein Beispiel: Die Nachbarn freundlich grüßen. Da gabs keine Diskussion, das war ein Muss. Das war Anstand. Ansonsten gabs hinter die Löffel .

    so bin ich – sind wir – auch erzogen worden.. das hat sich einfach gehört und hat so auch zu einem sehr guten miteinander in der nachbarschaft geführt.

    schade, dass das nach und nach wohl bei der erziehung verloren geht / gegangen ist!

    Wir versuchen diese Werte auch unserer Tochter zu vermitteln. Das gelingt uns mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg, da in ihrem Freundeskreis diese Werte selten oder gar nicht zu finden sind. Aber wir machen weiter.

  • wolf

    Mitglied
    2. Oktober 2011 at 21:31

    moin.

    passt ja wie die faust aufs auge:

    heute einem familienverband der uns auf dem steig entgegenkam platz gemacht und uns an den rand des steiges gestellt.

    der erste war ein bub welcher uns mit einem freundlichen 'dankeschoen' passierte. ich sage: gern geschehen!

    der kleine dreht sich zu seiner schwester um die ihm den 'daumen hoch' zeigt.

    beide anscheinend auch 'steigtechnisch' gut erzogen bzw. eingewiesen.

    schoenes erlebnis welches einem ein schmunzeln auf die lippen zaubert.

    es gibt also noch hoffnung fuer diesen planeten und die ruepelrepublik. –><img class= –>

  • Steve-Tester

    Mitglied
    3. Oktober 2011 at 09:54
    wolf wrote:
    moin.

    passt ja wie die faust aufs auge:

    heute einem familienverband der uns auf dem steig entgegenkam platz gemacht und uns an den rand des steiges gestellt.

    der erste war ein bub welcher uns mit einem freundlichen 'dankeschoen' passierte. ich sage: gern geschehen!

    der kleine dreht sich zu seiner schwester um die ihm den 'daumen hoch' zeigt.

    beide anscheinend auch 'steigtechnisch' gut erzogen bzw. eingewiesen.

    schoenes erlebnis welches einem ein schmunzeln auf die lippen zaubert.

    es gibt also noch hoffnung fuer diesen planeten und die ruepelrepublik. –><img class= –>

    Das erinnert mich daran, wie ich damals von meinem Vater immer tierischen Ärger bekommen habe, wenn ich Wanderer am Berg nicht gegrüßt habe. Manchmal bin ich vornweg gelaufen, so dass er nicht gehört hat ob ich “Grüß Gott” sage oder nicht…nur dumm, dass er ab und an die Wanderer gefragt hat, ob ich sie gegrüßt hätte

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