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Anna und Adrenalin – zwei neue Klettersteige
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Der Klettersteigneubau in den Alpen scheint sich ungebremst fortzusetzen. Es gibt mal wieder zwei neue:
1. Klettersteig „Anna“ am Dachstein
Der Klettersteig wird offiziell im Juli eröffnet und führt vom Pernerweg unter der Dachstein-Südwand im Bereich des Mittersteins auf den Sockel der Südwand. Er bietet sich daher als Zustieg zum „Johann“ an, mit dem er kombiniert werden kann. Der Einstieg soll in ca. einer halben Stunde von der Südwandhütte zu erreichen sein, der KS überwindet einen Höhenunterschied von ca. 300 m und die Gehzeit für den KS wird mit ca. 2:30 Stunden angegeben. Schwierigkeit soll C/D sein. Damit lässt sich der Dachstein nun auf der Kombination „Anna“ – „Johann“ – Schulteranstieg ab Südwandhütte fast durchgehend auf KS erreichen, wobei ein Höhenunterschied von fast 1200 m zu überwinden ist.
2. Klettersteig „Adrenalin“ in den Lienzer Dolomiten
Der Name lässt ja schon recht unverhohlen durchblicken, in welche Richtung es geht: immer steiler, immer schwieriger, immer spektakulärer! Die Intention war offenbar, den schwierigsten KS der Lienzer Dolomiten zu schaffen und das scheint gelungen. Ob’s aber das ist, was die Welt braucht?
Der neue KS ist sozusagen die Fortsetzung des beliebten KS durch die Galitzenklamm mit anderen Mitteln. Er beginnt unmittelbar am Ende des alten Steiges, also bei der oberen Aussichtsplattform der Klamm, zieht zunächst auf der orografisch linken Schluchtseite nach oben, wechselt über eine Seilbrücke auf die rechte Seite und überwindet zwei Felspeiler und die „Gipfel“-Wand zum Ausstieg unterhalb des Goggsteiges. Die Schwierigkeit wird mit D/E angegeben, längere D-Passagen sind vorhanden und es gibt eine schärfere Variante mit E. Rückzugswege gibt es nach der Plattenwand am Anfang und vor dem ersten Pfeiler. Der Steig überwindet ca. 250 Höhenmeter und die Gehzeit wird mit ca. 2:45 Stunden angegeben. Landschaftlich mag’s ganz hübsch sein. Theoretisch könnte der Steig nun als Zustieg zur Kerschbaumer Alm dienen, von wo sich weitere Möglichkeiten eröffnen (Spitzkofel, Madonnensteig, Weittalspitze), aber natürlich nur für den, der mit Übernachtungsgepäck beladen beim Hochwuchten an diversen D/E-Passagen noch einen Lustgewinn erzielen kann. Angesichts des Umstandes, dass nicht wenige froh sein dürften, das Ganze unbeschadet überstanden zu haben, könnte man überlegen, ob eine Umbenennung in „Serotonin“ nicht der Sache angemessener wäre.
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Nicht mal 1 Jahr besteht der Klettersteig “Adrenalin” und schon der erste Tote!
Anscheind handelte es sich um einen Marthonläufer, der versuchte den Klettersteig so schnell wie möglich zu absolvieren und sich daher teilweise nicht sicherte!
Siehe hier:
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Kletterkiki wrote:
Alles ist auf “Schneller, Höher, Weiter” angelegt. Ein Trend, der mir nicht gefällt.
Da bin ich ganz deiner Meinung.
