Klettersteig Tegelberg wird neu konzeptioniert

Geht es nach dem Wunsch von Bergbahnbetreiber Franz Bucher und Thomas Hafenmair, stellvertretender Bergwacht-Bereitschaftsleiter, sollen schon nächstes Jahr neue Attraktionen mehr Gäste an den Tegelberg locken: Geplant sind der Ausbau der Gelben Wand zum Familiensteig, die Errichtung eines zweiten Klettersteigs (Tegelbergsteig / Klettersteig Fingersteig) und ein Kletterfelsen am Spielplatz im Tal. Am Montag wird der Schwangauer Gemeinderat über das Projekt beraten.
Klettergärten gibt es viele
«Klettergärten gibt es schon viele. Wir wollen etwas anderes machen und haben uns für eine Kletterwand entschieden», erklärt Bucher. Um den bestehenden Klettersteig attraktiver für Familien zu gestalten, sollen Elemente – etwa Seilbrücken, «Spinnennetze» aus Stahl und Leitern – angebracht werden. Zudem wird der alte Steig saniert.
Zusätzlich entsteht ein weiterer Klettersteig Fingersteig. Um hierfür eine geeignete Trasse zu finden, waren laut Thomas Hafenmair mehrere Geländeerkundungen notwendig. «Uns war wichtig, die Steinschlaggefahr auf bereits bestehenden Wegen auf ein Mindestmaß zu reduzieren», so der staatlich geprüfte Bergführer.
Dabei habe sich herauskristallisiert, dass der Bereich «Gelbe Wand-Schrofen» einschließlich «Finger» und «Täfelewand» eine gute Linienführung ergeben. Zudem soll ein Anschlussstück den ausgebauten Familiensteig mit dem neuen Klettersteig Tegelbergsteig verbinden.
Ab Herbst 2010 feiert das neue Allgäuer Bergsportzentrum Tegelberg in Schwangau mit Klettersteig-Lehrpfad und aufbauenden Klettersteigen seine Eröffnung. Es gilt in seinem Aufbau und in seiner Konzeption als einzigartig und richtungweisend für die Allgäuer Bergregion, die Ammergauer Berge und das benachbarte Tirol. Mit seinem hochwertigen sportlichen Angebot richtet sich das Zentrum gleichermaßen an geübte Bergsportler auf der Suche nach einer Herausforderung wie an Einsteiger, die professionelle Anleitung und Hilfestellung benötigen. Mit dem Bergsportzentrum sollen neue sportliche, pädagogische und therapeutische Möglichkeiten sowie Erfolge im Bereich Teambuilding, Management-Training oder bei der Behindertenbetreuung geschaffen werden.
Gesamtkonzept: Die erste Ausbildungsstufe im Tal sieht einen Anlaufpunkt als Einstieg vor: Schulungs- und Informationsgebäude sowie Basiselemente zum Erlernen der Sicherungstechniken entstehen neben der Sommerrodelbahn. Als zweite Ausbildungsstufe ist der Klettersteig „Gelbe Wand“ – (Schwierigkeitsgrad: leicht) geplant.
Hier werden die bereits vorhandenen Einrichtungen auf den modernsten Sicherheitsstand gebracht. Eingriffe in die Natur werden nicht notwendig. Mit der dritten Stufe geht es über den Klettersteig Tegelbergsteig „Gelbewandschrofen“ – (mittelschwer).
Es soll die vierte Ausbildungsstufe, der Klettersteig „Fingersteig“ – sehr schwer (D) – folgen.
Die Angebote sollen vom Bergsportler selbst oder mit professioneller Anleitung zu nutzen sein. Somit entsteht – was besonders begrüßt wird – auch ein für pädagogische und therapeutische Programme anwendbares Mehr-Stufenmodell.
Quelle: all-in.de, schwangau.de


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