Via Ferrata Preore – Kunst am Klettersteig – so könnte man die relativ unbekannte Via Ferrata Giro ArtPinistico delle Niere kurz charakterisieren.
Von Sarche aus fährt man in westlicher Richtung nach Tione die Trento. Kurz nach der Ortschaft Saone folgt man rechts dem Wegweiser nach Preore. Im Ort dann in einer sehr scharfen Linkskehre hoch Richtung Montagne fahren und in der ersten Serpentine links parken. Danach rechtsseitig auf kleinem Pfad am Klettergarten vorbei und in 5 Minuten zum Einstieg vom Künstlersteig (keine Wegweiser!)
Zunächst geht es relativ einfach ein Linksquerung entlang (B). Danach leichter Aufschwung nach rechts bevor man die eigentliche Schlüsselstelle der Via Ferrata ArtPinistico delle Niere erreicht. ca. 10m gilt es hier senkrecht zu überwinden (C) – diese Steilpassage bietet allerdings sehr gute Tritt- und Griffmöglichkeiten im Fels. Danach ist bereits das erste Kunstobjekt erreicht und es folgen noch viele weitere. Kurze Gehpassage nun im Wald, bevor es durch eine kleine “Schlucht” durch Stufen weiter aufwärts geht. Danach entweder über eine lange Seilbrücke die Schlucht nach links überqueren oder in einem Bogen unschwierig “umwandern”. Nach einer schöner gesicherten Querung und einem weiteren Aufschwung steht man dann allzu bald am höchsten Punkt (Steigbuch!) und genießt den schönen Blick Richtung Süden. Gesichert steigt man dann in eine nette Niesche ab, in der man einen hölzernen Liegestuhl samt Uhr darüber zum Ausruhen vorfindet “c’e tempo”.
Danach steil im Wald abwärts und dann links um einen Felsvorsprung an Drahtseilen neu versichert abklettern und unter einem großen Klemmblock durchschlupfen.
Im weiteren Verlauf durch den Wald und an weiteren Kunstobjekten zurück zum Ausgangspunkt!
- gast reviewed vor 14 Jahren
- last edited vor 3 Jahren
Maximale Höhe: 811 m
Minimale Höhe: 592 m
Gesamtanstieg: 611 m
Gesamtabstieg: -611 m
- murks reviewed vor 1 Stunde
Parken: Auf einem der Parkplätze im Bereich des Klettergartens. Ist dort voll, kann man problemlos die Straße weiter hoch in den Wald fahren und nach einem Spot, teils ausgewiesen, Ausschau halten. Der Abstiegsweg der Ferrata führt diese Straße entlang, so dass man effektiv keinen Meter mehr gehen muss, wenn man oben parkt.
Zustieg: Sich im Bereich des Klettergartens nicht von einem Ferrata-Seil irritieren lassen, das um einen Felsen herumführt (ist offenbar nur eine Selbstsicherung / Standplatz), sondern die Stufen nehmen, wie in Topo beschrieben.
Steig: Der Steig selbst ist eine schöne verschärfte Wanderung mit Klettersteigpassagen, wobei die C-Stelle im ersten Abschnitt die schwierigste Einzelstelle darstellt; diese war auch für Neulinge in der Gruppe kein Problem. Ein kleines Highlight ist noch die Seilbrücke mit einigem Tiefblick; das Trittseil ist mit den Handläufen verwoben, so dass die Brücke nicht zu sehr wackelt. Dadurch dass der Steig immer wieder im Schatten des Waldes liegt, ist er auch bei Sonnenschein angenehm zu gehen. Am Ostermontag bei bestem Wetter waren wir gegen Mittag die einzigen Leute im Steig, nachdem wir noch beim Einstieg eine Familie überholt hatten.
Mein Fazit: Ein kleiner Geheimtipp, der etwas zu Unrecht im Schatten der Gardasee-Ferratas steht – aber auch im Schatten des Waldes, was ihn zu einer ernsthaften Alternativen bei knallender Sonne macht. Als kleine Tour für einen aktiven Pausentag und für Komplettisten sehr zu empfehlen – wer Action sucht, muss leider woanders hin.
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- dream-follower reviewed vor 2 Jahren
Heute (11.04.24) gegangen, absolut zu empfehlen und fast wie ein kleiner Geheimtipp.
Der Steig ist in perfektem Zustand.
Teils leichte Passagen, teils etwas anspruchsvoller, aber nie „sehr schwierig“. Manche stellen ohne Eisen, aber fast immer am Drahtseil.
Highlight: tibetanische Hängebrücke über der Schlucht.
NICHT für Kinder oder Personen unter geschätzt 160 cm(?). Grund: Tritt- und Griffmöglichkeiten manchmal etwas weiter oder höher. Gerade bei der überkopf Sicherung an der Brücke müsste man ständig umhängen oder das Klettersteigset würde schlichtweg nicht lang genug sein.
Für Anfänger machbar, aber ein bisschen Überwindung, Denken und auch Ausdauer sollten vorhanden sein.
Zustieg ab Parkplatz: 3 Minuten
Steig entspannt inkl. Abstieg mit 2x ca. 10 min. Pause: 3 Stunden.
Es war sonst niemand auf dem Steig, also absolute Ruhe und keinen Stress.
Absolut zu empfehlen.
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- Thomas reviewed vor 4 Jahren
Generalüberholt und durchgehend mit neuen Klammern und Sicherungsseilen versehen. Ein schöner Wechsel aus Klettersteig und Bergpfand, nicht zu schwer, eher zum Genießen. Selbst der Abstieg ist fast durchgehend gesichert und lässt sich problemlos gehen. Wir waren auch trotz Superwetter die Einzigen auf der Strecke. Die Kunstobjekte entlang der Route bieten auch immer etwas zu schauen. Sehr zu empfehlen, kann man auch gut mit Kindern machen.
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- Jochen Vieregge reviewed vor 5 Jahren
Wenige Tritthilfen, teils etwas “rustikale” Sicherung, schöne Schlüsselstelle und mit den Kunstobjekten gibt es immer was zu schauen, hören und entdecken.
Netter Steig für eine kleine Tour zwischendurch.
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