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Hier nun mal etwas Knotenkunde…
Der Mann links ist gesichert mit einer verstellbaren Selbstsicherung Schlinge, – Purcell Prusik genannt.
Wenn gewünscht mehr Infos, genauere Beschreibung, wie man den Purcell Prusik macht …
Gruss, Franz
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Hier der ursprüngliche Prusikknoten[/url:2hbfliyu] und Weiteres, – Wissen auf vorrat, – kann nicht schaden…
Original Prusikknoten – zwei Umwindungen.
Drei Umwindungen – auf glatten Seilen:
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Franz wrote:Der Mann links ist gesichert mit einer verstellbaren Schlinge, – Purcell-Prusik genannt.
Wenn gewünscht mehr Infos,genauere Beschreibung, wie macht manihn…
Gruss, Franz
Hallo Franz,
wenn ich es richtig verstanden hab', gewinnt man im Falle eines Sturzes den halben Umfang der Schlinge (die es ja dann durch die Prusik zieht). Erscheint mir aber nicht sonderlich viel “Bremsweg”.
Wo setzt man die denn ein?
Gruß, Egbert
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Egbert wrote:Hallo Franz,
wenn ich es richtig verstanden hab', gewinnt man im Falle eines Sturzes den halben Umfang der Schlinge (die es ja dann durch die Prusik zieht). Erscheint mir aber nicht sonderlich viel “Bremsweg”.
Wo setzt man die denn ein?
Richtig, – der Bremsweg ist nicht sehr gross aber grösser als bei einer Bandschlinge, bei der der Bremsweg minimal ist, – so dass ein Sturz in eine Bandschlinge unbedingt vermieden werden sollte.
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Franz wrote:Richtig, – der Bremsweg ist nicht sehr gross aber grösser als bei einer Bandschlinge, bei der der Bremsweg minimal ist, – so dass ein Sturz in eine Bandschlinge unbedingt vermieden werden sollte.
Hallo Franz,
wenn ich das richtig sehe, wird in diesem Fall der Prusik einfach um die Sicherungsschlinge selbst geknüpft. Da der Prusik ein Klemmknoten ist und sich als solcher dadurch auszeichnet, dass er im Falle einer Zugbelastung auf dem Seil (bzw. hier auf der Sicherungsschlinge) klemmt, gewinnt man gegenüber der Bandschlinge gar nichts, weil der Prusik auf der Sicherungsschlinge blockiert.
Insofern ist das Ding als bequem längenverstellbare Standsicherung zu gebrauchen oder kann bei bestimmten Bergrettungsmethoden Anwendung finden.
Aber um Missverständnissen vorzubeugen: Auch wenn die Sicherungsschlige im Bild auf einem Fixseil fixiert ist, taugt die Konstruktion auf keinen Fall als Klettersteigsicherung, da das Material den möglichen Sturzfaktoren nicht gewachsen wäre. Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass sich das Ding im Falle eines Sturzes am Klettersteig zum Purcell-Prusik entwickelt.
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Kaiser wrote:Franz wrote:Richtig, – der Bremsweg ist nicht sehr gross aber grösser als bei einer Bandschlinge, bei der der Bremsweg minimal ist, – so dass ein Sturz in eine Bandschlinge unbedingt vermieden werden sollte.
Hallo Franz,
gewinnt man gegenüber der Bandschlinge gar nichts, weil der Prusik auf der Sicherungsschlinge blockiert.
“Gar nichts” stimmt nicht ! Anstatt dem fast nicht dehnbaren Bandmaterial ist das Arbeitsvermögen grösser. Allein das Zusammenziehen der Knoten bringt Arbeitsvermögen (Energiespeicherung). Ein Faktor 1 – bis Faktor 1.5 – Sturz ist sicher beherrschbar. Das heisst dass man sich waagrecht und schräg aufwärts ein Stück von einer Verankerung relativ gesichert wegbewegen Kann. Die Beurteilung ist allerdings eine Frage des technischen Verständnisses des Anwenders. Der “Purcell”ist aber schon in der Ausführung nichts für Leute mit “2 linken Händen”.
Insofern ist das Ding als bequem längenverstellbare Standsicherung zu gebrauchen
– Das ist tatsächlich die Hauptanwendung ! – Und dafür hat sich “das Ding” auch in den USA etabliert.
Aber um Missverständnissen vorzubeugen: Auch wenn die Sicherungsschlige im Bild auf einem Fixseil fixiert ist, taugt die Konstruktion auf keinen Fall als Klettersteigsicherung .
Das ist richtig ! – und so wollte ich es auch verstanden wissen.
Hier eine zeichnerische Darstellung :
Gruss, Franz
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Franz wrote:Der “Purcell-Prusik”ist aber schon in der Ausführung nichts für Leute mit “2 linken Händen”.
Das ist in diesem Video zu erkennen :
[youtube][Permission to view this media is denied]
[/youtube]Die Schlinge wird nicht an Ort und Stelle bei Bedarf geknüpft, sondern wie im Video zu sehen vorbereitet und auf die Tour mitgenommen. Manche Yosemite – Kletterer hängen sich die Schlinge an den Gurt und gebrauchen sie nach Bedarf als Selbstsicherung oder verstellbare Steigschlinge.
Wie das Bergrätsel ist dieser Beitrag als “Füller” für die Zeit zwischen den Saisonen zu verstehen.
Allerdings wurde das Thema “Selbstsicherung” auch in diesem Forum schon besprochen. Als Selbstsicherung ist der Purcell Prusik in Punkto Sicherheit gegenüber der Bandschlinge überlegen, wie umfangreiche Tests in den USA gezeigt haben.
Gruss, Franz
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Ich bin mir nicht sicher ob das aus den Posts hervorgeht, dass man diese Schlinge nicht auf Klettersteigen als Klettersicherung verwenden sollte?
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Walter Siebert wrote:Ich bin mir nicht sicher ob das aus den Posts hervorgeht, dass man diese Schlinge nicht auf Klettersteigen als Klettersicherung verwenden sollte?
Kaiser hat es einige Posts weiter oben geschrieben und ich habe es bestätigt.
Die entsprechenden Zitate:
Aber um Missverständnissen vorzubeugen: Auch wenn die Sicherungsschlige im Bild auf einem Fixseil fixiert ist, taugt die Konstruktion auf keinen Fall als Klettersteigsicherung .
Das ist richtig ! – und so wollte ich es auch verstanden wissen.
Aber besser man hebt es besonder heraus :
Der Purcell Prusik kann jedoch das Klettersteigset nicht ersetzen !!!
Jetzt sollte es OK sein, – und Danke an @ Walter Sieber !
Gruss,Franz
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Kletterkiki wrote:Aber ist es nicht viel zum umständlich diese Konstruktion auf KS mitzunehmen?
Sehe ich auch so. Der Purcell Prusik ist mehr für die Sicherung auf mehrseillängentouren geeignet.
=> Morgen mehr zum Thema <=
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Franz wrote:
Kaiser hat es einige Posts weiter oben geschrieben und ich habe es bestätigt.
Sorry, überlesen! Danke fürs hervorheben.
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Franz wrote:Kletterkiki wrote:Aber ist es nicht viel zum umständlich diese Konstruktion auf KS mitzunehmen?
Sehe ich auch so. Der Purcell Prusik ist mehr für die Sicherung auf mehrseillängentouren geeignet.
=> Morgen mehr zum Thema <= Verwendet man auf Klettersteigen eine Bandschlinnge,z.B zum ausruhen oder zur stationären Sicherung an einer Verankerung, sollte man sich bewusst sein, dass eine Bandschlinge nur eine sehr geringe Dehnung unter Schockbelastung aufweist. Man ist also nur gesichert so lange man sich unterhalb,waagrecht neben oder nur ganz wenig oberhalb der verankerung befindet. @ Werner Siebert :
Die umfangreichen Versuche mit dem Purcell Prusik und diversen Bandschlingen haben die Problematik der Schockbelastung bei Bandschlingen erneut bestätigt :
** you do not have permission to see this link **
( FF=>Fall Factor = Sturzfaktor. MAF=>Maximum Arrest Force = Fangkraft )
Für den Purcell Prusik ergab es bessere Resultate.
Hier Eine Kurze Zusammenfassung und persönliche Erfahrungen eines Praktikers :
>> I have two prucell prusic attached to my harness. one is short
and one is long.I using them primary for anchoring and also ascending
rope. also in SOL situation, I could have 30 feet of 6 mm cord available to
me if I undo both prussic and most importantly, the PR has been tested to
withstand fall factor above 1.4 while all other PAS daisy failed around FF 1.25 <<
Der Text stammt von Maijd Sabet, einem in Kalifornien lebenden Yosemite-Kletterer und Rettungsmann mit Kasachischen Wurzeln. Ich habe schon öfter mit ihm korrespondiert und meine dass seine Aussagen beachtenswert sind.
Alerdings ist anzumerken, dass in den USA offenbar höhere Fangkräfte in Kauf genommen werden als bei uns in Europa. (~Fangkräfte um 8 – 9 KN gegenüber 6 KN bei uns.)
Zu beachten ist auch dass die Versuche mit starren Fallgewichten von 80 und 100 KG durchgeführt wurden.
Quellennachweis : Die Abbildungen stammen von Maijd Sabet.
Das Bild ** you do not have permission to see this link ** zeigt die Anwendung des Purcell Prusik an einem Geländerseil bei einer Rettungsübung. In diesem Fall steht vor allem die Längsverstellbarkeit im Vordergrund. (Reichweite der Arme) Eine Schockbelastung tritt nicht auf.
Gruss, Franz
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hallo franz.
vielen dank fuer die nachhilfe. wenn auch der knoten sehr kompliziert erscheint.
muss ich mal an einem ruhigen abend versuchen “nachzuknoten”. –>
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Ein Trick für den Purcell Prusik:
1. Man macht den Prusikknoten um ein Glas gewickelt…
2. Das Glas in Pfeilrichtung aus dem Knoten ziehen…
3. Weiter wie im Video gezeigt…
==> So geht es viel leichter !
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wolf wrote:hallo franz.
vielen dank fuer die nachhilfe. wenn auch der knoten sehr kompliziert erscheint.
muss ich mal an einem ruhigen abend versuchen “nachzuknoten”. –>
–>So sollte sie am Ende deiner Versuche aussehen:


[/url:qpfee23f]
[/url:2hbfliyu]
[/url:2hbfliyu]
[/url:36iyqneb]
[/url:2ipxevga]
[/url:2x7vhloe]