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  • Purcell-Prusik

    aktualisiert 15 Jahre, 6 Monat aktiv. 5 Mitglieder · 26 Beiträge
  • Egbert

    Mitglied
    6. Januar 2011 at 10:19
    Franz wrote:
    wolf wrote:
    hallo franz.

    vielen dank fuer die nachhilfe. wenn auch der knoten sehr kompliziert erscheint.

    muss ich mal an einem ruhigen abend versuchen “nachzuknoten”. –><img class= –>

    So sollte sie am Ende deiner Versuche aussehen:

    [/url:2821n164]

    Sieht aber auf dem Bild wie 'ne einfache Prusik mit 'ner Pseudo-Doppelung aus – komisch .

  • Kaiser

    Mitglied
    6. Januar 2011 at 15:34

    Hallo zusammen,

    @ Egbert:

    Das ist ein ganz normaler Prusik, er hat auf dem Bild halt nur drei Umwicklungen statt normalerweise zwei. Die dritte Umwicklung ist schon mal hilfreich, wenn der Prusik auf sehr glattem Seilmaterial angewendet wird oder der Unterschied der Durchmesser von Prusikschnur und Trägerseil nicht sehr groß ist.

    Im vorliegenden Fall sollten auch zwei Umwicklungen reichen, sofern die Reepschnur nicht gerade teflonbeschichtet ist. <img class=

    Es handelt sich um einen ganz gewöhnlichen Feld-, Wald- und Wiesenprusik, der erst durch den Umstand, dass er auf der Reepschnur selbst geknüpft wird, so dass sich eine längenverstellbare Selbstsicherungsschlinge ergibt, zum Purcellprusik wird.

    @ Dan:

    Die Schlinge ersetzt eine Bandschlinge zur Selbstsicherung beim Rasten, Fotografieren etc., d.h. Du nimmst nicht mehr mit, sondern was anderes.

    Die Nummer mit dem Glas machst Du vor der Tour. Du hast ja bisher auch kein Nähzeug mitgenommen, um Dir bei Bedarf eine Bandschlinge zusammenzunähen (ähm, also zumindest hoffe ich das ).

    Ob das Ding am Klettersteig der Knaller ist, bezweifele ich aber. Ein eventueller leichter Vorteil beim Sturz nützt nicht viel, da ich an der Rastschlinge ohnehin nicht über die Sicherungsverankerung hinaussteige – denn dann ist der Rasteffekt ja dahin. Außerdem ist auch beim Rasten ja nie allein die Bandschlinge, sondern immer auch das KS-Set eingehängt. Der Sicherheitsaspekt zieht also für mich nicht (außerdem würde ich, auch wenn der Knoten durch Zusammenziehen etwas Sturzenergie aufnimmt, nicht riskieren wollen, in den Purcellprusik zu stürzen).

    Bleibt gegenüber der Bandschlinge der Vorteil der Längenverstellbarkeit. Ob das den Aufwand lohnt, muss jeder selbst entscheiden.

  • Egbert

    Mitglied
    6. Januar 2011 at 15:55
    Kaiser wrote:
    Hallo zusammen,

    @ Egbert:

    Das ist ein ganz normaler Prusik, er hat auf dem Bild halt nur drei Umwicklungen statt normalerweise zwei. Die dritte Umwicklung ist schon mal hilfreich, wenn der Prusik auf sehr glattem Seilmaterial angewendet wird oder der Unterschied der Durchmesser von Prusikschnur und Trägerseil nicht sehr groß ist.

    Im vorliegenden Fall sollten auch zwei Umwicklungen reichen, sofern die Reepschnur nicht gerade teflonbeschichtet ist. –><img class= –>

    Es handelt sich um einen ganz gewöhnlichen Feld-, Wald- und Wiesenprusik, der erst durch den Umstand, dass er auf der Reepschnur selbst geknüpft wird, so dass sich eine längenverstellbare Selbstsicherungsschlinge ergibt, zum Purcellprusik wird.

    Hab' ich schon verstanden, auch mit der dritten Umwicklung. Aber schau Dir doch mal das Bild an – die “zusätzliche” Umwicklung löst sich da gleich von selbst. –><img class= –>

  • Kaiser

    Mitglied
    6. Januar 2011 at 20:04
    Egbert wrote:
    Hab' ich schon verstanden, auch mit der dritten Umwicklung. Aber schau Dir doch mal das Bild an – die “zusätzliche” Umwicklung löst sich da gleich von selbst. –><img class= –>

    Ah, jetzt versteh' ich, was Du meinst.

    Ich glaub' aber, das wirkt nur so, weil das Muster der Schnur ineinander übergeht, so als wären die beiden Stränge als zweite und dritte Umschlingung von links nach vorne über den Doppelstrang gelegt. Dann haut aber der ganze Rest des Gebildes nicht mehr hin. Ich denke das sieht nur so aus und der Prusik ist korrekt geknüpft.

  • Kaiser

    Mitglied
    6. Januar 2011 at 20:06
    Dan wrote:
    Ja jut Kaiser, sollte auch nen Scherz sein ne? Aber das mit dem Nähzeug ist eigentlich ne Super Idee ! Nach Sturz Bandfalldämpfer einfach wieder zusammen nähen

    Siehste, hier kannze noch wat lernen. <img class=” title=”Laughing” />

  • Franz

    Mitglied
    6. Januar 2011 at 21:08
    Kaiser wrote:
    Egbert wrote:
    Hab' ich schon verstanden, auch mit der dritten Umwicklung. Aber schau Dir doch mal das Bild an – die “zusätzliche” Umwicklung löst sich da gleich von selbst. –><img class= –>

    Ah, jetzt versteh' ich, was Du meinst.

    Ich glaub' aber, das wirkt nur so, weil das Muster der Schnur ineinander übergeht, so als wären die beiden Stränge als zweite und dritte Umschlingung von links nach vorne über den Doppelstrang gelegt. Dann haut aber der ganze Rest des Gebildes nicht mehr hin. Ich denke das sieht nur so aus und der Prusik ist korrekt geknüpft.

    [/url:1p8f8vf5]

    Hier eine Vergrösserung:

    @ Danke, Kaiser! => Weitere Stellungnahmen später.

  • Franz

    Mitglied
    6. Januar 2011 at 22:58
    Kaiser wrote:
    Hallo zusammen,

    @ Egbert:

    Das ist ein ganz normaler Prusik, er hat auf dem Bild halt nur drei Umwicklungen statt normalerweise zwei. Die dritte Umwicklung ist schon mal hilfreich, wenn der Prusik auf sehr glattem Seilmaterial angewendet wird oder der Unterschied der Durchmesser von Prusikschnur und Trägerseil nicht sehr groß ist.

    Es handelt sich um einen ganz gewöhnlichen Feld-, Wald- und Wiesenprusik, der erst durch den Umstand, dass er auf der Reepschnur selbst geknüpft wird, so dass sich eine längenverstellbare Selbstsicherungsschlinge ergibt, zum Purcellprusik wird.

    @ Dan:

    Die Schlinge ersetzt eine Bandschlinge zur Selbstsicherung beim Rasten, Fotografieren etc., d.h. Du nimmst nicht mehr mit, sondern was anderes.

    Die Nummer mit dem Glas machst Du vor der Tour.

    quote] Ob das Ding am Klettersteig der Knaller ist, bezweifele ich aber.

    Sicher kein Knaller,vielleicht aber bedenkenwert. Wenn man zum Schluss kommt : – “nein” – dann ist nichts verloren.

    Ein eventueller leichter Vorteil beim Sturz nützt nicht viel, da ich an der Rastschlinge ohnehin nicht über die Sicherungsverankerung hinaussteige – denn dann ist der Rasteffekt ja dahin. Außerdem ist auch beim Rasten ja nie allein die Bandschlinge, sondern immer auch das KS-Set eingehängt.

    Der Purcell Prusik gibt mehr Bewegungsfreiheit im Bereich der Stahlseiverankerung ober der er eingehängt wurde.

    Es kann ja hier ertwas zu tun geben, z.B. jemanden helfen, oder, oder, oder…

    Dabei kann man (wenn nötig) das KS-Set auch aushängen um das mehr an Bewegungsfreiheit auszunützen.

    Der Purcell Prusik hält einen Sturz bis Sturzfaktor 1,4 gemäss Versuchsergebnissen aus. Man kann also die Verankerung sogar leicht übersteigen. – Was man nicht ohne Not tun wird, In der Waagrechten geniesst man aber viel Freiheit. Stellt euch vor, es gibt eine Hubschrauberbergung ab dem Platz…

    Der Sicherheitsaspekt zieht also für mich nicht (außerdem würde ich, auch wenn der Knoten durch Zusammenziehen etwas Sturzenergie aufnimmt, nicht riskieren wollen, in den Purcellprusik zu stürzen).

    – Sicher nicht wenn man es vermeiden kann, aber es geschieht auch unfreiwilliges, z.B. wenn man einen Steinschlag bekommt oder, oder, oder…

    Bleibt gegenüber der Bandschlinge der Vorteil der Längenverstellbarkeit. Ob das den Aufwand lohnt, muss jeder selbst entscheiden.

    – Genau so ist es !

    Um nachzuvollziehen was hier gesagt wird sollte man sich unbedingt die Versuchsergebnisse hier zu Gemüte führen:

    ** you do not have permission to see this link **

    => Siehe die Tabellen auf den letzten Seiten.

    – Mühsam, – zugegeben – aber unerlässlich, vor allem wenn man kompetent mitreden will…

    Hier eine kleine Hilfestellung dazu;

    > Einige Hinweise zu den Ausdrücken in den Tabellen: (nach

    > Bedeutung, – nicht streng wörtlich)

    > Initial Unit Lenght (cm) => Ursprüngliche Länge

    > Mass (Kg) => Gewicht des Probekörpers

    > Drop Height (cm) => Fallhöhe

    > Fall Factor => Sturzfaktor ( Drop Hight / Initial Lenght )

    > Slide Distance => Rutschlänge

    > Finit Unit Lenght => länge nach dem Versuch

    > NA => Not Applicable => sinngemäss – nicht feststellbar

    > Maximum Arrest Force => Maximale Fangkraft

    > Glaze => Scheuerspuen

    > Glaze => Glänzende Stellen

    Ich komme später noch darauf zurück.

    ********************************************

  • Franz

    Mitglied
    7. Januar 2011 at 00:40

    @Egbert :

    Die Stahlseil-halterung oben ist simuliert.

    Der Prusik ist nur zweifach gewickelt ( “Two Wrap Prusik” bei den Versuchsergebnissen)

    Diese Zeigen dass die Unterschiede zwischen 2-3-fach gewickeltem Prusik sehr Gering sind, => @ servus Kaiser!

    Die Schlinge ist seitlich und nicht mittig mit einem Spierenstich geschlossen. – Das ist die bessere Variante.

    Da man die Schlinge nur einmal in den Gurt hängt, kann man dazu einen Oval-Quick Link verwenden der leichter und schlanker als ein Karabiner ist. (gibt es in UUIA-geprüfter Version)

    – Damit ist die Purcell Schlinge nicht viel sperriger als eine Bandschlinge Bei den genannten Versuchen ist bis zu Faktor-2 Stürzen keine einzige Purcell schlinge gerissen, hingegen 8 (Acht !) Bandschlingen.

    - So bemerkenswert wie unerwartet !

  • Franz

    Mitglied
    7. Januar 2011 at 17:37
    Franz wrote:

    Hier eine kleine Hilfestellung dazu;

    > Einige Hinweise zu den Ausdrücken in den Tabellen: (nach

    > Bedeutung, – nicht streng wörtlich)

    > Initial Unit Lenght (cm) => Ursprüngliche Länge

    > Mass (Kg) => Gewicht des Probekörpers

    > Drop Height (cm) => Fallhöhe

    > Fall Factor => Sturzfaktor ( Drop Hight / Initial Lenght )

    > Slide Distance => Rutschlänge

    > Finit Unit Lenght => länge nach dem Versuch

    > NA => Not Applicable => sinngemäss – nicht feststellbar

    > Maximum Arrest Force => Maximale Fangkraft

    > Glaze => Scheuerspuen

    > Glaze => Glänzende Stellen

    Ich komme später noch darauf zurück.

    ********************************************

    => Was in den Tabellen fehlt ist die Angabe der Längenänderung, was dem Bremsweg entsprechen Würde. Man muss ihn selbst errechnen, aus der Differenz von > Final Unith lenght minus Initial Unit Lenght, < was dem Bremsweg entspricht. Diese Bremswege betragen bis zu 42 cm mit einem 2-fach gewickelten Prusik ( 2-wrap Prusik ) Der wäre dabei noch etwas leichter zu knüpfen. Allgemein schneidet der Purcell Prusik besser ab als die Bandschlingen. [Kein Bruch(Failed) gegenüber 8 bei den Bandschlingen!]

    =>Etwas bedenklich erscheint eine Tatsache die nicht einmal erwähnt wird : Die getesteten Bandschlingen weisen eine grosse bleibende Dehnung auf ! – Das weist auf eine Schädigung der Struktur durch eine einmalige Belastung hin, – was bedeuten würde, dass Bandschlingen durch einmalige Belastung schon so geschädigt werden, dass man sie danach nicht mehr verwenden sollte !!

    Nicht ganz klar ist ob die Amis unter einer “Daisy Chain” dasselbe verstehen wie wir. An anderer Stelle ist von eiem PAS= Personal Anchor System die Rede, was auf ein käufliches Produkt hin deutet.

    Interessant sind auch die am Ende Publizierten Diagramme, obwohl Kraft-Weg Diagramme fehlen, die eine Ermittlung des Arbeitsvermögens ermöglichen würden.

    ***

  • wolf

    Mitglied
    7. Januar 2011 at 19:48

    so. tante edith hat wunschgemaess den fred wieder in ordnung gebracht.

  • Franz

    Mitglied
    30. Mai 2011 at 08:59

    Dieser Tried ging plötzlich abrupt zu ende.

    Wer sich noch für das Thema interessiert, kann hier lesen wie in einem anderen Forum das Thema sich weiter entwickelte :

    ** you do not have permission to see this link **

    (Beste Übersicht wenn man unter “Ansicht” auf “Linear Darstellung” klickt.)

    Der Tried wurde einer der meist angeklickten, – bisher über 6000 mal.

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