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Engadin Ferrata
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Neunerspitze-Klettersteig

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4.00 (1 review)
PW4W+V7 Enneberg, Autonome Provinz Bozen - Südtirol, Italien
16 Rifugio Pederù - Rifugio Lavarella Trentino-Alto Adige 39030 IT
B/C
8 h

Der recht kurze Neunerspitzen-Klettersteig ist Teil des sehr abwechslungsreichen Normalweges auf die 2.968 m hoch gelegene Neunerspitze (Ladinisch: Piza dales Nü), von der aus man einen grandiosen Rundumblick auf die Berge in der näheren und weiteren Umgebung hat.

Es handelt sich insgesamt um eine lange und konditionsträchtige Unternehmung, da vom Tal aus rund 1.500 Meter bis zum Gipfel zu bewältigen sind. Entschärfen lässt sich dies in Kombination mit einem Bike bzw. einer Übernachtung auf einer der vier Rifugi / Almen auf dem Fanes-Plateau auf ca. 2.000 m.

Der Anstieg ist sehr abwechslungsreich – zunächst sehr einfach auf das Fanesplateau, vom dortigen Rif. Lavarella auf einem Wiesen- und lang gezogenen Schuttsteig hoch zum Antoniusjoch (2.466 m). Am Joch zweigt bei einem kleinen Unterstand ein zunächst nicht sichtbarer Weg nach Westen ab (nach rot-weißen Stangen und roten Punkten Ausschau halten); dieser steile Weg ist auf manchen Karten nicht eindeutig eingezeichnet! Es geht dann rund 20 Minuten mitunter sehr steil aber stets markiert nach oben, ab und zu sind steilere Stufen mit Handeinsatz zu bewältigen – nach der Steilpassage geht es entspannter über Wiesen und Schrofen mit etwas uneindeutigen Wegen weiter, es finden sich aber stets Steinmänner und Markierungen. Man geht immer weiter nach oben, bis man in der Ferne schon die Seilversicherungen der Gratschneide blitzen sieht – bei einem Köpfl angekommen geht es einige Meter nach rechts unten, wo unvermittelt Seilversicherungen sichtbar werden; dies ist der eigentliche Einstieg des Klettersteigs, und hier kann die Klettersteigausrüstung angelegt werden (siehe Topo). Über den recht einfachen Klettersteig (max. B/C im Bereich der plattigen aber stets gut zu tretenden Passage – Eisenelemente und gehauene Tritte!) erreicht man dann in rund 30 Minuten den Gipfel. Abstieg wie Aufstieg.

Der Klettersteig als solches ist problemlos für Anfänger machbar, da man immer gut stehen kann, auch im Bereich der Platte. Der Klettersteig ist Stand 08/2025 in einem hervorragenden Zustand. Herausfordernd und mitunter gefährlich ist die steile unversicherte Passage zwischen Antoniusjoch und dem grasigen Plateau; Trittsicherheit ist hier vonnöten, der Einsatz von Wanderstöcken im Abstieg von Vorteil!

Geneigte Berggeher können sich über einen alternativen Auf- bzw. Abstieg informieren: Es gibt offenbar die Option, das grasige Plateau, an dessen Ende der Klettersteig beginnt, von Richtung Südwest kommend zu erklimmen; der Wegverlauf ist dabei Rif. Lavarella, kurz Weg Nr. 13 und Nr. 7, dann Weg Nr. 7 verlassen und westlich am Col Toronn vorbei und wieder in Richtung Nordost auf das Plateau zu und hoch; das Antoniusjoch wird dabei ausgelassen (siehe Tour N3 auf der Webseite des Rif. Fanes und ggfs. sich vor Ort erkundigen).

Außerdem bestehen weitere Variationsmöglichkeiten, es kann beispielsweise noch die Antoniusspitze (2.655 m) vom Joch aus als Zugabe bestiegen werden, daneben ist ein alternativer Zustieg vom Wengental aus möglich (Parkplatz Spescia dessura). Wer mehrere Tage in der Gegend ist, hat auf dem Fanesplateau weitere Gipfelziele (bspw. den Col Bechei mit 2.794 m) und Klettersteigoptionen (bspw. den Heiligkreuzkofelsteig mit der anschließenden Zehner-Ferrata).

 

Die Gehzeiten betragen im Einzelnen etwa:

Rif. Pederü – Rif. Lavarella: 2:00 Stunden.

Rif. Lavarella – Antoniusjoch: 1:10 Stunden

Antoniusjoch – Einstieg Klettersteig: 0:40 Stunden

Einstieg Klettersteig – Gipfel: 0:30 Stunden

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GPS Koordinaten Startpunkt
46.638496, 12.041942 (Routenplaner)

Klettersteige entlang der Route

GPS Koordinaten Klettersteig Einstieg
46.62976,11.98926
Dauer der gesamten Tour (in Std.)
8
Schwierigkeit
B/C
Gipfelhöhe
2.968m
Höhenunterschied der Tour (gesamt)
1500m
Für Anfänger geeignet?
Ja
Zustieg mit (e)Mountainbike gut möglich
Autor:
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Abwechslungsreiche Tour für Alpinisten!
4.0

Recht lange, aber sehr abwechslungsreiche und schöne Tour! Der Klettersteig ist dabei eher als Aufstiegshilfe und kurze Abwechslung zu sehen, er alleine lohnt eine Anreise nicht.

An Wochenenden mit Kaiserwetter kommt man besser sehr früh – am Antoniusjoch traf ich bereits gegen 08:00 Uhr zwei weitere Alpinistinnen, die ich überholen und so noch als erster und alleine um 09:00 Uhr am Gipfel sein konnte – beim Abstieg gegen 09:30 Uhr sind mir bereits einige Leute entgegengekommen, es war allerdings auch keine “Völkerwanderung”. Das Plateau selbst wirkt wegen seiner guten Erreichbarkeit und der Lage (Teil des Dolomiten-Höhenwegs 1) gut besucht.

Der Parkplatz am Rif. Pederü kostet Stand 08/2025 5 Euro am Tag; alternativ kann man mit einem Shuttlebus von St. Vigil aus dorthin fahren.

Übernachten kann man nicht nur auf den beiden sehr gut besuchten Rifugi Lavarella und Fanes, sondern auch auf den beiden Almen Ücia dles Muntagnoles und Pices Fanes (am besten dort anrufen! – teils bewerben sie nur für größere Gruppen Übernachtungen, was bei uns aber kein Problem war.). Die Rifugi und Almen sind privat bewirtschaftet und dementsprechend höherpreisig (für Halbpension zahlt man ca. 100 EUR p.P. / Nacht, Stand 08/2025), die Küche ist exzellent – das Rif. Lavarella beherbergt gar die höchstgelegene Brauerei Europas. Die Rifugi und Almen befinden sich in je max. 15 Fußminuten zueinander, so dass alle gleichwertige Ausgangspunkte für alpine Touren auf dem Fanesplateau sind.

 

Tour gemacht am
9. August 2025
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Blick zurück auf den letzten Metern zum Gipfel vor 9 Monaten by sepp77
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Platte im Rückblick vor 9 Monaten by sepp77
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Gipfelpanorama nach Süden vor 9 Monaten by sepp77
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801dd4e734ef5ca8fc3e6a372e519f7c.jpg vor 9 Monaten
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