Der Gamsängersteig ist eine mittelschwierige Klettersteigtour (B) mit ungesicherten Kletterstellen (I) auf die Ellmauer Halt (2344m), den höchsten Gipfel des Kaisergebirges. Das Paradestück der Tour ist die fotogene Leiterntreppe, die aus Steinschlagschutz direkt an die Felswand gebaut wurde.
Seiteninhalte
Zustieg
Anfahrt von Ellmau über die Mautstraße (4 Euro) zur Wochenbrunner Alm. Vom dortigen Wanderstartplatz in ca.1,5 Stunden Aufstieg zur Gruttenhütte. Von dort in ca. 1 Stunde zum Einstieg zum Gamsängersteig
Steigbeschreibung Gamsängersteig
Der Gamsänger Steig wartet zwar nur mit Schwierigkeiten im leichten bis mittleren Bereich auf, die abgespeckten Felsen, das bröslige Gestein und viele ungesicherte Passagen im I.Grad erleichtern den Aufstieg nicht gerade. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind auf jeden Fall angebracht! Nach der Querung der Gamsänger direkt unterhalb der Ellmauer Halt mit nur vereinzelten Drahtseilsicherungen geht es kurz vor der Rote-Rinn-Scharte rechts um die Ecke und auf die dort spektakulär direkt an den Felsen gebaute Leiterntreppe (als Schutz vor Steinschlag).
Im weiteren Verlauf kommen dann mehr und mehr Drahtseilsicherungen und der schönste Teil des Klettersteiges – die Verzweigung – ist dann bald erreicht. Hier hat man nun die Wahl ganz rechts schön luftig im Fels zu klettern oder geradeaus durch die Rinne und mit einer Leiter Richtung Gipfel der Ellmauer Halt und an dem Babenstuber Hütte (Biwak) vorbei weiter in leichter Kletterei aufzusteigen. Wir empfehlen hier den Aufstieg links und den Abstieg durch die Rinne.
Am Gipfel der Ellmauer Halt (2344m) – dem höchsten Kaisergipfel und somit dem Top of Wilder Kaiser – wird man von scheinbar unendlichen Fernblicken in die Chiemgauer Alpen, hinüber zu den Bergen des Zahmen Kaiser, der Kitzbüheler Alpen oder auch zu den Gletschergipfeln der Hohen Tauern (Großglockner und Großvenediger) belohnt!
Abstieg
wie Aufstieg!
- gast reviewed vor 17 Jahren
- last edited vor 2 Monaten
- murks reviewed vor 2 Stunden
Zugegeben starteten wir die Tour vergleichsweise unvorbereitet, da es sich vermeintlich nur um einen Klettersteig mit Schwierigkeiten B/C handelt. Umso positiver überrascht waren wir ab dem Einstieg zum Gamsängersteig, da bereits hier der Charakter der Tour vorgezeichnet wird: Seilversicherte Passagen wechseln sich mit Gekraxel und Bänderquerungen ab. Dabei ist der Steig nie richtig schwer, vereinzelte (kurze) Kraxelpassagen könnte man – wie der Vorredner schon geschrieben hat – mit I+ bewerten. Da auch im Abstieg Vorsicht gefragt ist bzw. Passagen wieder abgeklettert werden müssen, dauert dieser ähnlich lang wie der Aufstieg.
Als vergleichsweise erfahrene Klettersteiggeher verzichteten wir an einigen Passagen nicht auf das Klettersteigset, da uns bspw. das Überholen auf den Bänderpassagen ungesichert gefährlich erschien; auch an der relativ langen Jägerwand-Treppe möchte man nicht stürzen, einige Eisenbügel waren bereits stark verbogen bzw. locker. Unverzichtbar ist aus unserer Sicht ein Steinschlaghelm, da es immer wieder Bröselpassagen bzw. kurze Rinnen gibt, in denen man leicht getroffen werden kann.
Bei Wochenende und Kaiserwetter war der Steig schon etwas frequentiert, das Warten bzw. Überholen hielt sich jedoch in Grenzen, und auch am Gipfel war genügend Platz.
Die Zeitangaben sind nachvollziehbar. Unsere Zeitbedarfe waren: Parkplatz Wochenbrunner Alm – Gruttenhütte 1:00 Std., Gruttenhütte – Gipfel 2:15 Std., Gipfel – Gruttenhütte: 2:00 Std., Gruttenhütte – Parkplatz Wochenbrunner Alm: 00:45 Std.
Mein Fazit: ein abwechslungsreiches Erlebnis, das weniger Klettersteigtechnik als Trittsicherheit abruft. Etwas Spaß an Kraxelei bis in den oberen I. Grad sollte man schon mitbringen, um die Tour genießen zu können.
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- AlpenNeo reviewed vor 4 Jahren
Ein sehr anregender und gut zu gehender Klettersteig auf den Klassiker des Kaisergebirges. Der Steig ist nicht durchgehend versichert, viele Stellen sind frei im I. bis oberen I. Grad zu klettern. Für Anfänger KS-Set denoch zu empfehlen. Die Aufstiegsvariante vor dem Gipfel über die Wand (anstelle der Leiter) fand ich deutlich ansprechender, war aber auch nicht besonders schwierig, Eisenstifte sind hier strategisch sehr gut platziert worden. Definitive Empfehlung!
Video-Doku dazu auf meinem Kanal zu finden, Zustieg über Wochenbrunner Alm und Gruttenhütte.
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- Stefan Lambach reviewed vor 7 Jahren
Gemütliche Kletterei und super Ausblick. Eines meiner persönlichen Highlights in 2017. Steinschlaggefahr auf der Querung zur Jägerwand.
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