Mit 3360m Höhe ist die Hochalmspitze (auch Hochalpenspitze, jedoch veraltet und nicht ortsüblich) der höchste Gipfel der Ankogelgruppe in den Hohen Tauern. Sie wird als Pendant zum Glockner auch „Tauernkönigin“ oder „Tauernfürstin“ bezeichnet. Im Volksmund wird sie „Der Hochalmer“ genannt. Sie befindet sich östlich von Mallnitz in Kärnten.
Der Normalweg beginnt an der Gießener Hütte, führt zunächst über einen markierten Steig, dann über das Trippkees und schließlich über den Südostgrat zu den Steinernen Mandl („Rudolstädter Weg“) (UIAA I, teilweise gesichert). Frido Kordon und seine Begleiter durchschritten diesen Weg im Jahr 1892 zum ersten Mal. Diese Route ist infolge des fortschreitenden Gletscherrückgangs und des auftauenden Permafrostes zunehmend steinschlaggefährdet. Der Übergang vom steilen Gletscher zum Felsaufbau gestaltet sich schwieriger, und beim Abstieg kann ein Abseilen über die steile Gletscherstufe notwendig werden. Gletscherausrüstung wie Steigeisen ist erforderlich.
Der bekannte, lange und schwierigere (UIAA II trotz Versicherungen) „Detmolder Grat“ führt über den Südwestgrat, dessen erste Besteigung 1877 von Ottokar Chiari und Karl Dürr gelang. Wegen des Gletscherrückgangs wurde diese Route größtenteils in die Felsen verlegt, wodurch sie weniger steinschlaggefährdet ist. Daher eignet sie sich für den Auf- und Abstieg, auch wenn die Begehung aufgrund der Länge und der technischen Anforderungen zeitaufwendig ist.
Weitere Aufstiegsmöglichkeiten bestehen von der Osnabrücker Hütte durch das Großelendtal und weiter über das Großelendekees (Gletscherausrüstung notwendig) zur Preimlscharte und dem Hochalmkees (Gletscherausrüstung notwendig) sowie von der Villacher Hütte ebenfalls über das Hochalmkees (Gletscherausrüstung notwendig) und weiter über die Normalroute (Südostgrat).
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