ich weiß, das Thema wird gerne belächelt und diverse “effektive” Methoden der Bekämpfung dieser kleinen Biester geistern ja immer wieder zur allgemeinen Erheiterung durch das Forum …
Mir ist auch klar, dass nicht jede Zecke automatisch den Erreger überträgt, nicht jede Zecke gleich den Notarzt erfordert und auch nicht jeder Zeckenbiss unweigerlich zum Tod führt usw. Ich möchte auch nicht wieder die Diskussion lostreten, ob sich die Impfung lohnt, ob sie überhaupt sinnvoll ist (da ja nur Teilschutz) usw. (Anmerkung: Ich bin geimpft).
In allen Fällen waren die Zecken während der Tour im Beinbereich und auf den Armen zu finden (bei einer Tour hatten wir nach 1 Std. schon über 10 Viecher in den Socken gefunden). Trotz eingehendem Partnercheck (klingt zwar blöd und albern, aber in diesen Gebieten verfahren wir schon seit einigen Jahren so, dass wir uns nach der Tour beim Umziehen gegenseitig in Augenschein nehmen) und Duschen gab es auch seit langer Zeit wieder einmal ein paar Bisse ab (hatten sich in den Schlafsack geschmuggelt und wurden erst am nächsten Morgen bemerkt).
Wie gesagt, ich möchte nicht dramatisieren, aber es macht schon Sinn,
a) sich der potentiellen Gefahr bewusst zu sein
b) zu wissen, wie man sich richtig verhält (und eine richtige Zeckenzange kann enorm helfen)
c) vorbeugende Maßnahmen zu überlegen (lange, helle Strümpfe, Mütze und warum nicht doch eine Impfung?)
… und es warem eben in diesem Jahr schon außergewöhnlich viele Viecher
auch wir bzw. meine Frau hat schon einschlägige Erfahrung mit den “Viechern” gemacht . Meine Frau hat sich letztes Jahr impfen lassen, ich hingegen nicht, da ich bisher “toi, toi, toi” noch keine einzige hatte. Ich werde mich wahrscheinlich aber dieses Jahr trotzdem impfen lassen. Leider ist die Impfung nur für FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) …für die Borreliose gibt es keine Impfung und die ist sicherlich auch nicht lustig …da wir gerade Nachwuchs bekommen haben und diesen selbstverständlich in allen Aktivitäten einbinden, bin ich daher sehr an dem “Rezept” vom Schatzjäger interessiert. In der Apotheke haben wir ein Zeckenschutztuch bekommen, das auch für Babys ab 3 Monaten geeignet ist (basierend auf natürlichen Ölen). Das werden wir am Wochenende im Odenwald ausprobieren, dort hatte meine Frau letztes Jahr 2 innerhalb nur weniger Stunden gesammelt . Ansonsten kann ich nur bestätigen, was wir als sinnvoll und notwendig halten:
– lange Hosen (Socken notfalls diese über Hosenbein ziehen)
Vorteil: Im Gegensatz zu den meisten neuen Stoffen wirkt es
Nachteil: Das Zeug muss direkt auf die Haut aufgetragen werden und hohe Deet-Konzentrationen erzeugen bei mir rote Haut. Ich vertrag es also ned sooo toll. Außerdem greift es Plastik an und löst dieses teilweise auf
Wirkdauer: Je nach DEET-Anteil und Schweißfluss 2 bis 8 Stunden
Nachteil: Laut Wikipedia und aktuellen Studien soll das Teil für Säugetiere sehr gut verträglich sein. Für Fische, Gewässer und Insekten ist es aber absolutes Gift.
Wenn die Zecke nicht über das Zeug drüber läuft (zum Beispiel weil nur die Hosenbeine imprägniert sind, die Zecke aber über die Hand kommt) passiert ihr nix.
Wirkdauer: 4 Wochen bei Insekten, 2 Wochen bei Zecken – nach dem Waschen ist der Schutz aber weg.
Da im Südosten der Republik zu Hause und gerne mal abseits vom Weg unterwegs natürlich geimpft (Was spricht eigentlich gegen eine Impfung?)!
Vor drei/vier Wochen mal wild bei der Kampenwand unterwegs wohl ein Nest erwischt, denn bei 30 Zecken habe ich das Zählen aufgehört. Leider welche von der winzigen Sorte, so dass nicht jeden auf Anhieb entdeckt habe. Am Auto etwa nochmal 10 bereits festgebissene entfernt. Laut Statistik wäre die Wahrscheinlichkeit auf FSME da schon extrem hoch gewesen.
Wegen Borreliose weiß ich jetzt auch nicht, denn nach dem ich mich informiert habe und wie es sich in den ersten Tagen/Wochen auswirkt, neige ich dann doch dazu Symptome zu erkennen. Hilft leider nichts und noch 5 Wochen warten, denn nach 8 Wochen kann man es wohl durch einen Bluttest feststellen.
ich kann deine Beobachtungen absolut teilen… auch hier bei uns in Franken gibt es dieses Jahr deutlich mehr Zecken als in den letzten Jahren. Wahrscheinlich liegt das an dem doch sehr milden verlauf der zweiten Winterhälfte… als schutz gegen die lästigen blutsauger empiehlt sich lange helle kleidung und am besten auch helle socken, die dann über die hosen gezogen werden (schaut zwar nicht sonderlich schick aus – ist aber wirksam – so dass die zecken zumindest nicht von unten an die haut kommen können). die meisten zecken landen bei uns ja immer noch durch das abstreifen von (knie)hohen gräsern durch die wir laufen…
ein weiterer guter schutztip ist sicherlich auf stark begangenen wegen (an denen die zecken schon “abgeerntet” wurden) bleiben und abstecher “ins unterholz oder die wiese” vermeiden…
oder – wie uli schon richtig angemerkt hat – ab ins “ewige eis” und auf gletschertouren
[Ich überleg immer noch, ob ich mich impfen lasse… Hab das bisher immer vor mir hergeschoben… Hatte bisher auch nur einmal eine Zecke…
Meine Empfehlung –> –> : Ab ins Hochgebirge. Ab 1800 m ist man doch auf der sicheren Seite, oder?
Uli
aha, und die 1800 m erreichst Du per Heli –> –> Zudem hängt es ja nicht unbedingt von der Höhe, sondern eher von der Vegetation ab.
Wir können den Faden übrigens gleich mal weiterspinnen: Auch die Anzahl der in diesem Jahr gesichteten Schlangen ist momentan so hoch wie in den letzten 3 Jahren zusammen (Region Aosta, Comer See und Gardasee). Gerade in den Hütten um den Comer See fiel auf, dass fast alle plakatgroße Hinweisposter haben, wie man sich zu verhalten damit nix passiert und wenn was passiert ist. Auch die Kinder wurden dieses Jahr erstmals etwas mehr für dieses Thema sensibilisiert. Übrigens können wir unter den gesichteten Schlangen Blindschleichen ausschließen –>” title=”Laughing” /> –>
Wenns jemand genauer wissen will dann packe ich gerne eine detailreiche Erklärung und Anpreisung meines Lieblingsproduktes aus …
sorry aber von dem chemiezeug halt ich garnix. wenn die zecke das zeug nur berührt und sofort tot umfällt dann kann das ja nicht gesund sein weder für die zecke noch für alle anderen lebewesen incl. mensch,
allen studien zum trotz.
und langzeitstudien von dem zeug gibts bestimmt nicht.
ich bin geimpft und gut is…. mein motto:ein gewisses restrisiko besteht immer,damit muss mann einfach leben wie beim [link removed],autofahren usw. eben auch.
einige ätherische öle halten auch zecken ab,stinkt zwar etwas und kann auch die haut reizen aber is auf jedenfall nicht so aggressiv bzw. gefährlich wie die chemische keule….
Da muss ich mich meinem Vorredner mal anschließen, immerhin sind einige dieser chemischen Stoffe sogar für größerer Säugetiere wie Katzen gefährlich wenn nicht gar tötlich. Auf der anderen Seite muss das jeder für sich entschieden, und wenn jemand Zecken anzieht und nach jedem Aufenthalt im Freien 5 Stück hat, dann ist es vllt. trotzdem ratsamer sich chemisch zu Wehr zu setzen…
auch auf der outdoor-messe war das thema zecken präsent.
der hersteller careplus bietet hier z.B. spezielle hosen an, die im unteren bereich mit einem Beinsaum (weiches, dünnes, Stretchfleece-ähnliches Material) versehen sind, an denen spinnen (und in dem fall zecken) nicht so leicht hochklettern können und der in die socken gesteckt werden kann…
ansonsten hilft nur helle lange kleidung oder die chemische keule
naja zumindest sieht man die viecher da eher als wenn man dunkle jeans trägt…
ein freund von mir war gestern beim geocachen und konnte dabei die zecken quasi regelrecht von der hose schaben – in so ein nest scheint er da geraten zu sein
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