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Unfall am Echernwand Klettesteig
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Liebe Forumsgemeinde,
leider gab´s am Wochenende wieder einen Einsatz am Echernwand Klettersteig bei Hallstatt.
Hier der Bericht:
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Wie es genau zu der Öffnung des Gurtes kam, kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, vielleicht wird ja der Unfall vom DAV Sicherheitskreis genauer untersucht, vermute aber, dass da die eine oder andere Schlaufe nicht zu war (bitte nicht als Anschuldigung verstehen, sondern eher als Aufforderung den Partnercheck vorm Einsteigen durchzuführen).
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, die Schlüsselstelle ist nicht ohne und nur für Geübte geeignet. Es sind anhaltend “D”-Stellen! Habe bei meiner Begehung selbst miterlebt, wie einer in der Wand hing und nur mit großer Mühe weiterkam.
In diesem Sinne eine weiterhin gut Saison
Lg
bergbiker Alexander aus Salzbug
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Servus Alex!
Puhhh, hoffentlich sind die Verletzungen nicht allzu schwer!
Partnercheck ist extrem wichtig, wird aber nicht immer durchgeführt. Könnte vielleicht auch Materialermüdung gewesen sein. Daher, immer die Gurte, Sets und Helme nach ca. 5 Jahren austauschen und nieeeee gebrauchtes Zeug kaufen!
PS: Päckchen noch angekommen?
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Hm! Glück im Unglück würde ich sagen, hätte durchaus schlimmer ausgehen können. Man liest ja zur Zeit fast jede Woche etwas über Unfälle an Klettersteigen.
Auch dem DAV sind die gestiegenen Unfallzahlen schon aufgefallen:
Immer wieder traurig wenn man so etwas erfährt, vor allem da fast alle Unfälle vermeidbar gewesen wären.
MFG
Ich
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Kann man nur sagen – Glück gehabt und gottseidank nicht nur mit Hüftgurt geklettert, wie es in letzter Zeit üblich ist.
Wir haben schon immer Kombigurt oder Hüft- und Brustgurt in Kombination genutzt, daran wird sich gerade aus Sicherheitsgründen nichts ändern.
Aber der o.g. Unfall, egal aus was für Gründen, wäre für mich der absolute Horror. Mein Gurt löst sich und ich kann nichts dagegen machen, nur noch kurze Zeit bis zum Absturz…. besser nicht an so eine Situation denken!
Viele Grüße
Lars
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felix wrote:Kann man nur sagen – Glück gehabt und gottseidank nicht nur mit Hüftgurt geklettert, wie es in letzter Zeit üblich ist.
Wir haben schon immer Kombigurt oder Hüft- und Brustgurt in Kombination genutzt, daran wird sich gerade aus Sicherheitsgründen nichts ändern.
Aber der o.g. Unfall, egal aus was für Gründen, wäre für mich der absolute Horror. Mein Gurt löst sich und ich kann nichts dagegen machen, nur noch kurze Zeit bis zum Absturz…. besser nicht an so eine Situation denken!
Viele Grüße
Lars
Hi Lars,
ich stimme Dir voll zu, ich klettere auch immer mit Hüft und Brustgurt, ich fühle mich dadurch sicherer, und wenn ich eh einen Rucksack auf dem Buckel habe versteht sich die Anwendung beider Gurte von selbst.
Auch ich hätte da dann den vollen Horror, weil wie will das gehen nur ein Hüftgurt und der rutscht ab, das sind dann unendlich lange Minuten, in denen man sich verzweifelt ans Leben klammert und dann verlassen einen die Kräfte, und aus ist's…….
Frage mal so in die Runde, wie kann man jemanden in dem Fall noch Helfen
Ich habe immer noch Bandschlingen und Zusatzkarabiner mit, würde das reichen um mich (wenns noch geht) selbst zu sichern oder um zu helfen? Was aber machen dann die Gewichts-Junkies die nur das Allernotwendigste mitnehmen, denen fehlen so zusätzliche Dinge….
Gruß
Nobby
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Frage mal so in die Runde, wie kann man jemanden in dem Fall noch Helfen
Ich habe immer noch Bandschlingen und Zusatzkarabiner mit, würde das reichen um mich (wenns noch geht) selbst zu sichern oder um zu helfen?
Meiner Meinung nach ist es schwierig, in so einem Fall zu helfen. Wenn sich jemand in die Rastschlinge setzt (außer zum Fotografieren oder zum Warten in der Schlange) ist derjenige vermutlich in dem Moment schon ziemlich ausgepowert. Und meist ist es dann senkrechtes bis überhängendes Gelände. Das heißt vermutlich, sehr schwierig in äußerst kurzer Zeit (die der Betroffene ja dann nur noch hat, weil er sich nicht länger Festhalten kann) zu demjenigen hoch- oder runterzusteigen und zu positionierenund ihm evtl. mittels Bandschlinge oder Reepschnürchen den Gurt an den ausgefädelten/gerissenen/falsch eingebundenen Teilen wieder zusammenzubinden,.
Wenn derjenige die Kraft hat, sich während dieses Prozesses noch festzuhalten, Platz zu machen, etc., ist er vermutlich besser dran mit “Augen zu und durch” zu versuchen, über sich hinauszuwachsen und die schwierige Stelle irgendwie zu meistern bis wieder einfacheres Gelände kommt.
Aber ist vermutlich schwierig zu beurteilen, wenn man selbst (gottseidank!) nie in der Situation war oder in die Situation kommt.
Heidi

