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Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.
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Anonymous
Deleted User25. Juli 2019 at 09:55Daria wrote:Das gehört zwar hier nicht zum Thema, aber wo ich schon am Schreiben bin… Ich bin ein wenig ratlos, wie man das Training planen soll. In meinem alten Sport ging alles sehr genau nach Gewichten in kg, % von Max.-Leistung, Gesamtvolumen, Wh.-Zahl usw. Alles sehr übersichtlich. Hier versinke ich irgendwie in vielen “Baustellen”: ich muss normale Grundlagenkondition verbessern, ich muss mir die Höhenangst abtrainieren, ich muss was für Koordination und Gleichgewicht tun, ich kann das Krafttraining nicht komplett aufschmeißen… So viel Gesamttrainingszeit hatte ich als Gewichtheberin eigentlich nie. Die Vielfalt der Anforderungen macht mich narrisch. Ich brauche ein wenig Struktur und Planung…
Tja, das ist eben ein sehr komplexes Zusammenspiel, du hast das schon richtig erkannt. Für die Ausdauer kann man joggen oder Fahrrad fahren, aber das machst du ja sowieso schon. Ganz wichtig bei deiner Vorgeschichte ist glaube ich auch ein bisschen Gymnastik/Dehnen, einfach damit die Gelenke/Sehnen geschmeidiger werden und sich den neuen Belastungen besser anpassen können. Als Kraftsportler hast du ja einen hohen Grundtonus in der Muskulatur, der stört eher als dass er positiv ist. Und du solltest den Berg nicht als Mittel zum Zweck missbrauchen. Beim [link removed] steht der Berg im Mittelpunkt und nicht der Bergsteiger. Wie sieht es denn mit Klettern aus? Wärst du dazu bereit? Also nicht gleich am großen Berg im Absturzgelände, sondern ganz zahm in der Halle. Da kann man sich wunderbar an kleine Tritte gewöhnen. Ich weiß ja nicht, ob du so etwas un(leistungs)sportliches wie Spazierengehen machst, aber das kann man wunderbar nutzen, um wie die Kinder auf liegenden Baumstämmen zu balancieren, eine tolle Gleichgewichts- und Trittschule.
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Oldie wrote:
Tja, das ist eben ein sehr komplexes Zusammenspiel, du hast das schon richtig erkannt. Für die Ausdauer kann man joggen oder Fahrrad fahren, aber das machst du ja sowieso schon. Ganz wichtig bei deiner Vorgeschichte ist glaube ich auch ein bisschen Gymnastik/Dehnen, einfach damit die Gelenke/Sehnen geschmeidiger werden und sich den neuen Belastungen besser anpassen können. Als Kraftsportler hast du ja einen hohen Grundtonus in der Muskulatur, der stört eher als dass er positiv ist. Und du solltest den Berg nicht als Mittel zum Zweck missbrauchen. Beim [link removed] steht der Berg im Mittelpunkt und nicht der Bergsteiger. Wie sieht es denn mit Klettern aus? Wärst du dazu bereit? Also nicht gleich am großen Berg im Absturzgelände, sondern ganz zahm in der Halle. Da kann man sich wunderbar an kleine Tritte gewöhnen. Ich weiß ja nicht, ob du so etwas un(leistungs)sportliches wie Spazierengehen machst, aber das kann man wunderbar nutzen, um wie die Kinder auf liegenden Baumstämmen zu balancieren, eine tolle Gleichgewichts- und Trittschule.
Mit der Beweglichkeit ist es bei mir so, dass die Hüfte und Beinmuskulatur sehr gut gedehnt sind (wir brauchen es für ein schnelles “Reinfallen” in eine sehr tiefe Kniebeuge), die Schulter auch noch halbwegs beweglich, aber der Rücken ziemlich steif, – da muss ich bestimmt mehr dehnen. Beim Klettern habe ich mir eigentlich vorgenommen, dass ich den Sommer noch nutze um einfach die Grundkondition zu verbessern und die erste Bekanntschaft mit dem Berg zu machen und ab Herbst dann einen Kletterkurs mache. Oder soll ich lieber gleich hin? Spazieren gehen tue ich ehrlich gesagt nicht, aber wir haben einen Spielplatz nicht weit vom Haus, da liegen so Baumstämme rum, wo die Kinder rauf und runter laufen. Und der Anfang von meinem kleinen “Trainingsberg” ist ein Waldweg, da gibt es sicher auch genug liegende Baumstämme, – der Wald ist leider nicht gesund.
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Deleted User25. Juli 2019 at 10:24Bei uns liegen immer genug Stämme herum, die gezielt entnommen und dann an den Wegen für den späteren Abtransport bereit gelegt wurden. Da du ja auch die Kraftkammer nochmal angesprochen hast, du solltest dich von dem Maximalkraft Training verabschieden und eher so Dinge wie Kraftausdauer und Schnellkraft trainieren. Ich selbst mag zum Beispiel diese Maschinen nicht, in denen man mehr oder weniger isolierte Muskeln trainiert, ich fnde diese Schlingentrainer gut, weil da ganze Bewegungsgruppen angesprochen werden. Ist für dich aber vermutlich ein Kulturschock.
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ziller wrote:[…] Muskeln und Herz (letztlich auch ein Muskel) adaptieren sich ja fix […]
Genau. Und was für einer. DER Muskel unseres Körpers überhaupt! Einen leistungsstärkeren haben wir nicht. Maximale Ruhepause bei austrainierten Ausdauersportlern eine knappe Sekunde. Bei uns Ottonormalverbrauchern eher eine Drittelsekunde (in Ruhe). Und dann auch noch selbstmotiviert! Wir müssen nicht dauernd denken “Vorhofkontraktion, Kammerkontraktion, Vorhofkontraktion, Kammerkontraktion…”
Ein wahnsinns Muskel.
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Anonymous
Deleted User25. Juli 2019 at 11:08Oh, Mann, Julian, gut, dass du das schreibst. Das muss man wirklich nicht dauernd denken? Da bin ich aber erleichtert. Ich habe immer Vorhofkontraktion, Kammerkontraktion mit Einatmen, Ausatmen verheddert und hatte dann atemlose Herzrhythmusstörungen. In Zukunft werde ich mich also auf Einatmen, Ausatmen konzentieren. Danke.
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Oldie wrote:Bei uns liegen immer genug Stämme herum, die gezielt entnommen und dann an den Wegen für den späteren Abtransport bereit gelegt wurden. Da du ja auch die Kraftkammer nochmal angesprochen hast, du solltest dich von dem Maximalkraft Training verabschieden und eher so Dinge wie Kraftausdauer und Schnellkraft trainieren. Ich selbst mag zum Beispiel diese Maschinen nicht, in denen man mehr oder weniger isolierte Muskeln trainiert, ich fnde diese Schlingentrainer gut, weil da ganze Bewegungsgruppen angesprochen werden. Ist für dich aber vermutlich ein KULTURSCHOCK. Jawohl! Ein Kulturschock ist es für mich. Die Geräte brauche ich nicht unbedingt, aber die Hantel ist ein Kultgegenstand nach 35 “Dienstjahren” an ihr. Da muss ich mich davon erst lösen. Gar nicht so leicht. Aber ich hab nunmal ein neues Ziel.
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Deleted User25. Juli 2019 at 11:47Na ja, ich komme eben aus der ganz anderen Ecke, wo Maximalkraft gar nichts bringt. Seit 40 Jahren Taekwondo, früher auch noch Squash gespielt, seit sieben Jahren jetzt auch noch Klettern. Und Joggen auch seit ich-weiß-nicht-mehr wann. Gezieltes Krafttraining, also in dem Sinn, dass ich ausschließlich Kraft gemacht habe, eher selten. Ich finde das ehrlich gesagt sehr langweilig. Vor zwei Jahren hatte ich dann eine Quadrizepssehnenteilruptur – ich liebe dieses Wort – und habe danach zur Stabilisierung auch mit dem TRX trainiert. Nachdem ich es vorher in diesen komischen Maschinen probiert habe und das nur ätzend fand. Das wird zwar nie mein ausschließliches Training werden, aber ich streue das immer mal wieder ein bisschen ein. Und man kann wirklich eine Menge damit machen. Lustig finde ich es immer, wenn die Leute, die bei uns im Kraftbereich trainieren erstmals an den TRX kommen. Die sind ganz schnell am Anschlag, weil sie so komplexe Kraftleistungen gar nicht gewöhnt sind.
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Oldie wrote:Lustig finde ich es immer, wenn die Leute, die bei uns im Kraftbereich trainieren erstmals an den TRX kommen. Die sind ganz schnell am Anschlag, weil sie so komplexe Kraftleistungen gar nicht gewöhnt sind.
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An den TRX-Bändern habe ich bis jetzt nur Liegestütze, den “Klappmesser” für den Bauch und den “Jesus” für die Schulterstabilität gemacht. – Es kam bei uns erst vor wneigen Jahren der Trend. Als ich jung war, gab es das noch gar nicht. Schnellkraft machen wir auch viel: Sprung auf einen hohen Kasten und so Sachen. Explosiv muss man schon sein, sonst geht die Hantel nicht hoch. Schau: ** you do not have permission to see this link **
Wie geht es Dir mit der Sehne? Meldet sie sich immer wieder? Ich hab die Supraspinatus und Bizepssehne “subtotal” abgerissen. – Sie melden sich beim Wetterumbruch, aber ich habe noch vollwertig gehoben danach. – Bin schon gespannt, wie ich mich beim Klettern anstelle. – Klimmzüge kann ich viele, aber einarmig gehen nur 2 und die sind nicht wirklich schön. Ich muss sicher abnehmen, wenn ich ordentlich klettern will.
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Deleted User25. Juli 2019 at 13:14Die Sehne hält, da merke ich nichts mehr. Ich habe aber nach der Verletzung auch ganz langsam wieder aufgebaut und die Belastung gut dosiert. Klimmzüge kann ich gar nicht, sind fürs Klettern aber auch gar nicht notwendig. Die Arbeit beim Klettern sollten nämlich hauptsächlich die Beine verrichten, die Hände verhindern nur, dass du aus der Wand fällst. Ist natürlich jetzt sehr plakativ ausgedrückt, aber die Beinmuskulatur ist nun einmal größer und ermüdet nicht so schnell wie die Arme.
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Oldie wrote:Die Arbeit beim Klettern sollten nämlich hauptsächlich die Beine verrichten, die Hände verhindern nur, dass du aus der Wand fällst. Ist natürlich jetzt sehr plakativ ausgedrückt, aber die Beinmuskulatur ist nun einmal größer und ermüdet nicht so schnell wie die Arme.
** you do not have permission to see this link ** Das ist wohl so ein Mythos unter den Außenstehenden: man denkt irgendwie, das Wichtigste für den Kletterer seien die starken Finger und Arme.
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Anonymous
Deleted User25. Juli 2019 at 14:31Die brauchts dann, wenn es kleingriffig wird und/oder in den Überhang geht. Aber da hast du ja noch ein bisschen Zeit vor dir.
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Naja. Armkraft brauchst schon. Kraft in den Fingern und vor allem in der Hand auch. Selbst im Positiven kann es dir die Muskeln aufmachen. Da braucht es keinen Überhang.
Das aber die meiste Kraft aus den Beinen kommen sollte ist klar.
Ich denke die wenigsten hier klettern so im negativen und ab dem 7.Grad aufwärts wo es technisch wird. Aber da kommts dann auch auf andere Eigenschaften an.
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Erik wrote:Naja. Armkraft brauchst schon. Kraft in den Fingern und vor allem in der Hand auch. Selbst im Positiven kann es dir die Muskeln aufmachen. Da braucht es keinen Überhang.
Das aber die meiste Kraft aus den Beinen kommen sollte ist klar.
Ich denke die wenigsten hier klettern so im negativen und ab dem 7.Grad aufwärts wo es technisch wird. Aber da kommts dann auch auf andere Eigenschaften an. Da komme ich wohl sowieso niemals hin. Bin froh, wenn ich einfach ganz normal mitklettern kann, wo “alle” hingehen. Das ist schon genug Aufgabe für meine suboptimale Ausgangslage.
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Deleted User25. Juli 2019 at 15:30Klar braucht es auch Armkraft, aber es ging mir ja in erster Linie um die Klimmzüge. Und die sind nicht unbedingt Voraussetzung für Klettern. Wie du schreibst, Finger, Hände, Unterarme für den Griff, aber nicht die Kraft, um den Körper nach oben zu ziehen, das nach oben sollte überwiegend aus den Beinen kommen.
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@ Daria : Dar war auch direkter Beitrag an dich. Drück dir die Daumen. (aber mal nebenbei ne Frage: warum kaufst dir Trailrunning Schuhe wenn dir was anderes mehr helfen könnte? Die Speedcross sind Sohlentechnisch mal überhaupt nicht für Klettersteige/ alpine Begehungen gemacht.) Aber egal. Wird schon seine Gründe haben.
@Oldie : Klimmzüge haben nur teilweise was mit Armkraft zu tun. Beispiel: häng mal nen Lauchkörper wie meinen eine Klimmzugstange mit Kinn über der Stange und im Gegensatz nimmst mal einen der zum Pumpen geht. Und jetzt schauen wir mal wer sich länger halt. Da gehts um die reine Anatomie…
Selbst nen kleiner “C” Steig, nehmen wir mal den Salewa, kann manche an die Grenzen bringen, da zum Beispiel diese mega kleine “C” Stelle nur rein aus Beinkraft nicht zu schaffen ist. Da brauchst auch ein wenig Armkraft. Also hört auf das so zu verallgemeinern.
