Es ist 5 uhr morgens und der Wecker klingelt. gerne hätten wir noch ein paar Stunden mehr geschlafen, aber wir haben um 6 Uhr morgens einen Termin mit unseren Bergführern.
Das Ziel: Die große Zinne über den Drei Zinnen Normalweg
Hier wurde Alpingeschichte geschrieben und die Drei Zinnen gehören zu den bekanntesten Bergen weltweit und sind das Wahrzeichen der Dolomiten.
Beim Blick aus dem Fenster kommt bei uns bereits Vorfreude auf… es ist noch Sternenklar draußen und es kündigt sich wohl ein sehr schöner Tag mit perfekten Bedingungen für unsere Drei Zinnen Begehung an…
also sind wir um 6 Uhr an der Mautstation hoch zur Auronzohütte und unsere Bergführer sind natürlich auch pünktlich dort…
auf der Fahrt hoch zur Hütte merken wir bereits, dass die Chemie stimmt und dass wir viele Spass heute auf unserer anstehenden Klettertour haben werden.
Oben an der Auronzohütte angekommen, halten wir zunächst für ein paar Minuten inne und bestaunen den phantastischen Sonnenaufgang sowie die mystische Stimmung, die der Frühnebel hier in die Landschaft zaubert…
Über den sehr gut ausgebauten “Touristenweg” um die Drei Zinnen herum, laufen wir zunächst knapp 10 Minuten in Richtung “Drei Zinnen Hütte”, bevor wir uns links auf einem unscheinbaren Bergpfad in das steile Geröllfeld hoch zum Fuss der großen Zinne halten…
Im Sonnenschein geht es nun schweißtreibend schnell in die Höhe… die Sonne brennt inzwischen gnadenlos runter und wir cremen und inzwischen ein zweites Mal mit unserer Sonnencreme ein… Werden die 2 Liter Flüssigkeit bis zum Gipfel reichen? Anscheinend schon, denn Daniel hat nur 0,5 l dabei (erst am Gipfel erfahren wir, dass er dort eine “kleine Getränkebar” für sich deponiert hat )
Der Einstieg zur Kletterei an der großen Zinne ist heute bei uns vom Timing her genau die Licht-Schatten-Grenze…
Wir rödeln an und schon geht es los… zunächst komplett ungesichert und in schöner leichter Kletterei (II) in die Felswand hinein… Die Route zieht sich am Anfang in einer Rinne schön leicht nach links empor…
Wir klettern nun schon gut eine halbe Stunde und noch immer sind wir komplett ungesichert unterwegs… Es sind inzwischen Nebelwolken um die Große Zinne gezogen, so dass der Tiefblick weg ist und unser 2.Eincremen quasi überflüssig war… wie hoch sind wir wohl schon geklettert? Auch der Blick auf die imposante und steile kleine Zinne ist mitterweile nicht mehr sichtbar!
Endlich geht es klettertechnisch etwas mehr zur Sache…Es folgen die ersten III-Stellen, die dann auch gut abgesichert geklettert werden… Wir sind schon eine gefühlte Ewigkeit unterwegs und Daniel meint, dass wir noch nicht einmal die Hälfte der Kletterstrecke hinter uns haben und die Schlüsselstelle, der Innerkofler-Kamin (IV-) auch erst noch kommt…
Naja wir haben viel Gesprächsstoff und Spass beim klettern, so dass wir bald beim Innerkoflerkamin ankommen…
Auch Sebastian, Hans und Christian macht die Kletterei heute sichtbar spass.
Von unten schaut der Innerkoflerkamin ziemlich unüberwindbar aus – 2 große Felsbrocken versperren zudem den direkten Weg nach oben. Mit Spreizen meistert man diese Schlüsselstelle sehr gut…
Es folgt danach eine sehr schöne längere Kletterpassage (III+) und schon kurze Zeit später stehen wir auf dem bekannten Ringband…
Hier wandern wir nun im Uhrzeigersinn unschwierig – aber aeußerst exponiert – eine längere Wegstrecke um die große Zinne herum.
Es folgt steile ungesicherte Kletterei hinauf zum Gipfelaufbau (II) und eine kleine Knifflige Blockquerung (IV-)… Danach noch einige II.Stellen und “schon” sehen wir das kleine aber feine Gipfelkreuz der großen Zinne!
Oben angekommen gibt der “Drei Zinnen Nebel” sogar kurz den Blick auf die westliche Zinne sowie die Sextener Dolomiten und den Auronzo-See frei… wir sind begeistert, klatschen uns ab und stehen tatsächlich auf der großen Zinne! Daniel holt aus seiner “Minibar” einen Schluck zu trinken und wir prosten uns zu! Genial!
Der Abstieg erfolgt i.d.R. in der Aufstiegslinie und wird auch größtenteils frei abgeklettert… Im Bereich des Innerkoflerkamins seilen wir uns allerdings leicht rechts versetzt ca. 60m ab!#
Im unteren Bereich folgen wir einen alternativen Abstiegsweg (II/III), damit andere (nachkommende) Seilschaften von möglichen Steinabgängen nicht beeinträchtigt werden.
Um 13 Uhr sind wir wieder auf der Auronzohütte und können das Geleistete noch gar nicht richtig in Worte fassen… Einfach unfassbar!
Oben an der Auronzohütte angekommen, halten wir zunächst für ein paar Minuten inne und bestaunen den phantastischen Sonnenaufgang sowie die mystische Stimmung, die der Frühnebel hier in die Landschaft zaubert…
vielen Dank für eure vielen positiven Feedbacks zu unserer Tour auf die Große Zinne über den Normalweg … freut mich, dass euch die tour sowie der Tourenbericht gefällt…
ich kann die tour wirklich nur jedem empfehlen, der mal wieder in den dolomiten unterwegs ist (manni kann dies sicherlich genauso bestätigen )
ich kann die tour wirklich nur jedem empfehlen, der mal wieder in den dolomiten unterwegs ist (manni kann dies sicherlich genauso bestätigen )
Als Kind habe ich schon immer auf diese Zacken geschaut und gedacht es müsste toll sein mal dort oben zu stehen. Inzwischen war ich auf allen drei Gipfeln und es war jedesaml ein schönes Erlebnis.
Gratulation Ralf für die Besteigung und diesen schönen Tourenbericht.
Hab grad bei einer Tasse Kaffee die Eindrücke aus erster Hand geschildert bekommen – der Neid wurde dadurch nicht kleiner. Und schon sitz ich wieder hier in der Klinik…naja. Irgendwann steig ich auch mal wieder auf einen Berg. –>” title=”Crying or Very sad” /> –>
Please note:
This action will also remove this member from your connections and send a report to the site admin.
Please allow a few minutes for this process to complete.