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  • Der Watzmann wird schwieriger – 150m Drahtseil abgebaut

    aktualisiert 8 Jahre, 11 Monat aktiv. 9 Mitglieder · 29 Beiträge
  • harwin

    Mitglied
    7. Juli 2017 at 09:46
    Kraxel-Tobi wrote:
    Dabei ist es aber wohl immer

    ratsam, dennoch umzukehren, denn man hat die ersten beiden Stellen hinzu ja auch gemeistert,

    dann sollte das auch rückzu klappen.

    Ich glaube das muss man von Fall zu Fall entscheiden. Das ist leider nicht immer gegeben. Eine schwierige Stelle welche man im Aufstieg gerade noch gemeistert bekommen hat kann im Abstieg zum unüberwindbaren Hindernis werden.

  • Kraxel-Tobi

    Mitglied
    7. Juli 2017 at 10:08

    Ja da hast Du Recht. Pauschalieren kann man das eigentlich nicht.

    Das muss man dann individuell und situationsbedingt entscheiden.

    Ich hatte nur vorhin einen speziellen Fall von mir im Kopf, den man

    aber natürlich nicht für alles anwenden kann. Die Anforderungen am

    Berg sind halt einfach viel zu vielfältig.

  • wolf

    Mitglied
    7. Juli 2017 at 10:25
    harwin wrote:

    Ich glaube das muss man von Fall zu Fall entscheiden. Das ist leider nicht immer gegeben. Eine schwierige Stelle welche man im Aufstieg gerade noch gemeistert bekommen hat kann im Abstieg zum unüberwindbaren Hindernis werden.

    ich habs zwar noch nie probiert….aber nen klettersteig C/D und schwieriger abklettern….no thanks!

    ein alpiner IIer z.b. ist im aufstieg genuss aber teilweise scho recht unangenehm im abstieg.

  • Kraxel-Tobi

    Mitglied
    7. Juli 2017 at 12:32

    Ja gut, im Klettersteig empfiehlt sich in den meisten Fällen wohl wirklich nicht das Absteigen.

    Bei Einbahnstraßen-Klettersteigen sowieso nicht.

    Und auch im alpinen Gelände, z.B. wie angesprochen IIer, sollte das “Obi”-gehen um

    einiges schwieriger sein als “Aufi”.

  • wolf

    Mitglied
    7. Juli 2017 at 13:39

    und wieder haben wir erfolgreich einen fred geofftopict.

  • Kraxel-Tobi

    Mitglied
    9. Juli 2017 at 11:30

    Ich meinte nur, dass es wohl meist so ist, dass ein Hinaufklettern im IIer Gelände einfacher ist,

    als das hinabsteigen zu müssen. Also ich tue mich z.B. meist leichter, was hinaufzuklettern

    als hinab.

  • wolf

    Mitglied
    9. Juli 2017 at 21:05
    möhrchen857 wrote:
    Das kann ich, unabhängig vom Watzmann so nicht unterschreiben. Viele Klettersteige haben einen Abstiegsklettersteig, der sich schnell mal im C bis C/D-Bereich bewegt.

    sorry moehrchen…aber das ist quatsch.

    VIELE klettersteige haben einen abstieg in C und höher? schenkelklopf!!!!!! –><img class=” title=”Laughing” /> –> –><img class=” title=”Laughing” /> –> –><img class=” title=”Laughing” /> –>

    wieviele von sagen wir mal 1000 echten ks in den alpen können das vorweisen? –><img class=” title=”Laughing” /> –> –><img class=” title=”Laughing” /> –>

  • Apicius

    Mitglied
    9. Juli 2017 at 23:16

    Ich musste schon einen Notabstieg mit D/E und D machen um anschließend die “leichte” Umgehung mit D zu gehen - es ist alles lernbar, das macht das Klettersteigen auch so schön und spannend

    …und eben das gelernte sollte die Vorraussetzung sein um so einen Sport zu betreiben.

    Leider wird Klettertseiggehen häufig eher als touristische Freizeiterweiterung betrachtet (ich glaube nicht das ich das schon mal erwähnt habe ), den als Sport in verschiedenen Schwierigkeitstufen, die je nach Anforderung die entsprechende Fähigkeit ( zwingend) vorraussetzen.

    Mal ehrlich wie … .muss man sein, irgendwo hinauf zu gehen wo man nicht wieder ohne Probleme runter kommt. Das gab es vor dem Klettersteighype abgesehen von Ausnahmen im Alpinen Klettern nicht.

    Ob die Änderungen am Watzmann technisch gesehen sinn machen kann ich nicht beurteilen, als Zeichen nicht mehr jeden der Geld in die Kasse bringt auf Teufel komm raus ein Freizeitvegnügen zu ermöglich dem er nicht gewachsen ist, finde ich die Aktion Klasse

    Gestern kurz vor 17.00 Uhr gings rauf zur Ottenalm…Lust auf Kaiserschmarrn und Kletterzeug dabei.

    Klettern erst mal gelassen wetterlage zu instabil von Richtung D kam Gewitter im Tal unten Regenschauer.

    Zwei Leute Im Bergkameraden, eine(r) auf der Stahlseilbrücke, eine(r) unterhalb über Walchseerunde kurz vor der Brücke.

    Essen bestellt , Essen ist gekommen (das dauert). Person eins über der nach der Stahseilbrücke kommenden Schlüsselstelle hinaus, Person zwei steht dort.

    Insgesammt haben wir 3 Versuche von Person 2 gesehen darüber zu kommen mit erheblichen Pausen dazwischen bevor es dann geklappt hat.(Essen mittlerweile gegessen).

    Das ist ein leichter Überhang mit vielen Steighilfen wo man einmal rechts und einmal links den Hintern eindreht und man ist drüber ohne Kraft.

    Jeder dieser Versuche kostet unmenge an Kraft und der Steig ist noch lange nicht fertig, wenn auch weniger schwierig. Von da ab machte sich Person zwei, Person eins wartete immer wieder, auf einen langen pausenreichen Weg nach oben. Ich denke insgesammt waren sie weit über zwei Stunden in dem Steig.

    Wie erwähnt war die Wetterlage gestern extrem instabil und meist nur ein 2-3 Stunden Fenster zwischen Starkregen und Gewitter.

    Während wir unten auf der Alm waren, zog das Wetter zu und wenige Minuten nach dem die Beiden den Steig verlassen hatten ging ein leichtes Gewitter über das Gebiet.

    Abgesehen von der Sturzgefahr wenn man derart übneransprucht durch einen solchen Steig geht war hier die Möglichkeit vom Gewitter im Steig überrascht zu werden imens.

    Warum Gesundheit und Leben von sich und möglichen Helfern rikieren, satt sich auf solche sehr schönen Hobbys venünftig vorbereiten ?

    Eine Stunde später war es wieder trocken für 2, 5 Stunden und ich machte eine lockere Runde Bergkameraden mit meinem Sohn, Dauer ohne zu hetzen ca.

    eine halbe Stunde.

  • Stroty

    Mitglied
    10. Juli 2017 at 09:46
    wolf wrote:
    harwin wrote:
    wobei generell zu sagen ist, dass Schwindelfreiheit erlernbar ist, weil ausschließlich Kopfsache/Vertrauen. Ich denke das kann jeder von uns. Es erfordert etwas Übung und Zeit.

    bei stroty's und tobis “Problemen” handelt es sich eher um die in letzter zeit “in mode gekommen” Blockaden.

    schwindlig ist einem dabei nicht. eher sagt der kopf an einer schwierigen exponierten stelle: shice, shice….was mach ich hier bloß?? wenn ich da jetzt runtersegle bin ich hin.

    und weil der mensch von haus aus nicht so gerne stirbt blockiert der körper den Bewegungsapparat und fertsch.

    IMHO hilft hier nur ruhig bleiben, kraft und zuversicht tanken, auf sein können vertrauen und in aller ruhe überlegen was außer der Bergwacht mir in dieser Situation helfen könnte. nachsicherung möglich? (für ne angsteinflößende klettersteigstelle) prusik bauen? im nicht versicherten gelände seilsteg anlegen? umgehungsmöglichkeit? hilfe durch andere Bergsteiger?

    Bloß nicht durchdrehen, hektisch werden und so schnell als möglich aus der Situation rauswollen….dann geht's garantiert in die hose.

    Wolf, psychisch habe ich einigermaßen im griff. aber physisch fehlt mir zu einigen touren der schmackes. und das spare ich mir dann, ganz einfach. vor mehr als 10 jahren hätte mich niemand irgendwo da oben am abgrund, geschweige denn an einem stahlseil, gesehen. irgendwann war der psychische schalter umgelegt bzw. ging langsam in on-stellung über. wenn`s jetzt mal irgendwo runterruascht, finde ich das “spannend”

  • wolf

    Mitglied
    10. Juli 2017 at 16:36

    lieber Walter.

    du hast nun gerade mal 10 klettersteige mit schweren abstiegen aufzählen können.

    davon ziehe ich noch einen ab, den königsjodler, da du den anscheinend noch nicht gemacht hast und daher MÜSSTEN geschrieben hast.

    ich spreche von kompletten ABSTIEGEN in diesem Schwierigkeitsgrad…nicht gegenanstiegen mit abstiegen derselben wie wir sie tatsächlich am köjo haben..

    wie du und ich und wir alle wissen, leben klettersteige von steilen aufstiegen und wenn immer möglich von komoden abstiegen.

    da sind bei 1000 ks 10 ausreisser dabei. ja. aber ansonsten geht's zahm nabb. machen wir uns nix vor.

    klettersteigler im oberen Schwierigkeitsgrad sind IMHO immer noch die härteren burschen als viele kletterer (weil sie Verletzung und Tod teilweise mehr in kauf nehmen)…sie sind aber dennoch kein Helden….denn sie tun, wie alle Bergsteiger, nur etwas total sinnloses bei dem sie ihr leben aufs spiel setzen.

    edit sagt: die waren Helden sind die, die die deppen halbwegs lebend wieder aus der wand pflücken!

  • Julian

    Mitglied
    11. Juli 2017 at 07:57

    Witzigerweise habe ich mit Klettersteig abklettern gar keine Schwierigkeiten.

    Fragt mal den Ralf…als wir damals die Große Ochsenwand gemacht haben, und beim mit dem Kopf über die letzte Kante schauen DIREKT in ein Gewitter geglotzt haben, das eigentlich erst 6 Stunden später hätte kommen sollen (sowas! Macht das Wetter einfach nicht, was ihm der Wetterbericht aufgetragen hatte!), und das Stahlseil zu summen anfing, was meint ihr, wie schnell der Strobel bei der Alpenclubscharte war…quasi schneller als der Blitz!

  • Stroty

    Mitglied
    11. Juli 2017 at 09:15
    wolf wrote:
    harwin wrote:

    Ich glaube das muss man von Fall zu Fall entscheiden. Das ist leider nicht immer gegeben. Eine schwierige Stelle welche man im Aufstieg gerade noch gemeistert bekommen hat kann im Abstieg zum unüberwindbaren Hindernis werden.

    ich habs zwar noch nie probiert….aber nen klettersteig C/D und schwieriger abklettern….no thanks!

    ein alpiner IIer z.b. ist im aufstieg genuss aber teilweise scho recht unangenehm im abstieg.

    hi wolf, genau das ist, was mich von manchen unternehmungen abhält. so zum beispiel geiselstein normalweg: hoch kommt man da sicher auch über relativ abgespreckten fels ganz gut….aber wieder runter?????

    ganze klettersteige in C/D runtergehen…oh. Aber manche Passagen wie auch innsbrucker zum schluss, laurenzi zum schluss……

  • gast

    Mitglied
    11. Juli 2017 at 19:58

    Auf der alpenvereinswebseite ist der Sachverhalt nun auch dargelegt:

    ** you do not have permission to see this link **

    Im reinen Gehgelände wurden Seilsicherungen erntfernt, alle schwierigen und bislang versicherten Stellen bleiben nach wie vor in gleichem Maße gesichert. Die Überschreitung wird damit nicht schwieriger, allerdings sollten sich Bergsteiger grundsätzlich im Klaren sein, dass es sich beim Watzmanngrat um eine lange, hochalpine, teilweise ausgesetzte Überschreitung mit Kletterstellen im ersten und zweiten Grad handelt, die – anders als ein Klettersteig – nicht durchgehend versichert ist. Auf vier Kilometer Wegstrecke am Grat kommen 700 Meter Seilsicherung.

  • Steeler

    Mitglied
    11. Juli 2017 at 22:19
    harwin wrote:
    wobei generell zu sagen ist, dass Schwindelfreiheit erlernbar ist, weil ausschließlich Kopfsache/Vertrauen. Ich denke das kann jeder von uns. Es erfordert etwas Übung und Zeit.

    Kann ich bestätigen. War selbst so ein Kandidat

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