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Bist du schwindelfrei?
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Um mal zum Punkt “Schwindelfreiheit” zurückzukommen. Ich werde auch öfters von Leuten gefragt, wie man denn schwindelfrei wird. Manche Leute sind von anfang an ziemlich schwindelfrei andere nicht. man kann sich die “Höhenangst” aber auch abtrainieren.
Ein wichtiger Aspekt dabei ist eine ruhige und gleichmäßige Atmung in solchen Situationen in denen man es mit der Höhenangst zutun bekommt!
Ein weiterer Punkt ist, dass man nicht direkt in den Abgrund schauen sollte, sondern sich andere Fixpunkte in einer derartigen Situation suchen sollte. Sei es ein Stein auf dem Weg oder der Blick auf den eigenen Schuh!
Des weiteren sollte man im Fall von einer Höhenangstsituation sich einen Fixpunkt suchen – d.h. sich am besten hinsetzen oder irgendwo gut festhalten, so dass man ein “sicheres” gefühl bekommt!
Je mehr man sich mit solchen Situationen gut und bewusst auseinandersetzt um so besser wird das Gefühl und auch die Sicherheit!
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Stroty wrote:
Punkt 6: Er trinkt wahrscheinlich hektoliterweise brause…….
Derjenige, der den Artikel geschrieben hat, auch – so nervös, dass die Sprachzentren schon dicht gemacht haben:
”Sein maximales Sauerstoffaufnahme liegt bei fast 90 ml/kg/min und setzt ihn auf eine Stufe mit den besten Olympiade-Teilnehmern wie zum Beispiel die Langläufer.”
Klasse Satz. Noch ein Schmankerl (liegt vermutlich am Übersetzer):
”Der Berg nimmt uns viele Dinge weg, aber er gibt uns alles, was wir zum Atmen brauchen.”
Aha. Also zum Atmen braucht man vor allen Dingen Sauerstoff. Ich dachte bisher immer, dass der von Pflanzen produziert würde, in einem komplizierten biochemischen Vorgang…in Wirklichkeit kommt der Sauerstoff vom Berg!!!
Satzzeichen? Wozu Satzzeichen?
Er hat zwar keine Angst vor ihnen, aber Respekt Sie sind sein Zuhause.
So, jetzt lass ich es wieder gut sein…aber für einen öffentlich abgedruckten Artikel schon erstaunlich schwach.
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“Schwindelfrei” sind ganz viele Menschen nicht. Deswegen haben dieselben Menschen aber häufig noch lang keine Höhenangst!
Die beiden Begriffe könnte man als gegenteilig bezeichnen, sind es aber meines Erachtens nach nicht ganz. Schwindelfrei ist, wer auf einem ausgesetzten Grad oder Gipfel senkrecht nach oben in die Luft schauen kann. Ich kann das zum Beispiel nicht, ich bekomme dann tatsächlich leichten Schwindel. Nennt man auch manchmal Höhenschwindel.
Ich habe aber keine Höhenangst. Ich kann relativ mühelos schmale Grate aufrecht überschreiten, wenn kein Wind ist, ohne, dass es mich dabei schwindelt.
Ralfs Punkt mit der ruhigen Atmung ist aber ein wesentlicher. Wer sich beim Aufstieg so körperlich verausgabt, dass er schnauft wie ein Brauereigaul, der wird auch psychisch “labiler”. Der Anstieg erscheint plötzlich zu schwer, die Abgründe doppelt so tief und das Risiko als viel zu hoch… Pause machen!
Ich erinnere mich noch gut, wie ich mit einem guten Freund (er war letztes Jahr auf dem Septemberbild im Leoganger Süd im Kalender zu sehen) auf die Elmauer Halt gestiegen bin (schon wieder!), und er noch vor Erreichen des Klettersteigs am Ende, kurz nach der Klammerreihe, in dem etwas bröseligen Stück plötzlich zu mir sagte: “Julian, wie sollen wir denn da jemals wieder runter kommen?”
Nach einer kleinen Pause und was zu trinken war plötzlich alles wieder gut…
Hochseilgärten werden ja gern zum Abtrainieren der Höhenangst genommen…sozusagen als Desensibilisierung!
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Ralf wrote:Um mal zum Punkt “Schwindelfreiheit” zurückzukommen. Ich werde auch öfters von Leuten gefragt, wie man denn schwindelfrei wird. Manche Leute sind von anfang an ziemlich schwindelfrei andere nicht. man kann sich die “Höhenangst” aber auch abtrainieren.
Ein wichtiger Aspekt dabei ist eine ruhige und gleichmäßige Atmung in solchen Situationen in denen man es mit der Höhenangst zutun bekommt!
Ein weiterer Punkt ist, dass man nicht direkt in den Abgrund schauen sollte, sondern sich andere Fixpunkte in einer derartigen Situation suchen sollte. Sei es ein Stein auf dem Weg oder der Blick auf den eigenen Schuh!
Des weiteren sollte man im Fall von einer Höhenangstsituation sich einen Fixpunkt suchen – d.h. sich am besten hinsetzen oder irgendwo gut festhalten, so dass man ein “sicheres” gefühl bekommt!
Je mehr man sich mit solchen Situationen gut und bewusst auseinandersetzt um so besser wird das Gefühl und auch die Sicherheit!
2003 Exkursion nach Südtirl gemacht von der Uni aus und dort wohlgemerkt wandern gewesen. Am steilen Hang auf Viehgangeln, dann auch mal um eine Felskante herum. Mir haben dermaßen die Knie geschlottert. Und dann irgendwann in den Rosengarten und das Wandern gesteigert bis wir erste Drahtseile am Fels gesehen haben. Die Höhenangst ist bei mir irgendwie immer mehr gewichen, wobei ich sagen muss, dass mir die Knie wohl bei einer senkrechten Wand auch immer noch schlottern werden, je nachdem, ob 20 m Luft unter den Sohlen oder 200….. –>
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Stroty wrote:2003 Exkursion nach Südtirl gemacht von der Uni aus und dort wohlgemerkt wandern gewesen. Am steilen Hang auf Viehgangeln, dann auch mal um eine Felskante herum. Mir haben dermaßen die Knie geschlottert. Und dann irgendwann in den Rosengarten und das Wandern gesteigert bis wir erste Drahtseile am Fels gesehen haben. Die Höhenangst ist bei mir irgendwie immer mehr gewichen, wobei ich sagen muss, dass mir die Knie wohl bei einer senkrechten Wand auch immer noch schlottern werden, je nachdem, ob 20 m Luft unter den Sohlen oder 200….. –>
–>Wie war das dann beim Steig auf Deinem Avatar-Bild?
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da war ich ja auf einem absatz, daneben geht es erst 200m runter……weil die wand leicht psotiv geneigt war ging das. und wenn du dich mit den bewegungen, den sicherungen udn am fels sicher fühlst, beeinflusst das die psyche nochmals. müsste manni fragen, ob ihm damals was aufgefallen ist…… –>
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wahrscheinlich wären martinswand und schiestl daher für mich – und nicht nur deswegen – eher ungeeignet… –>
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Stroty wrote:wahrscheinlich wären martinswand und schiestl daher für mich – und nicht nur deswegen – eher ungeeignet… –>
” title=”Embarassed” /> –> –>
–> ich glaube der Mori wäre für dich genau richtig!!!
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ich sehe das genau so wie Julian. Schwindelfrei und Höhenangst haben für mich nicht wirklich zusammen zu tun. Ich habe keine Höhenangst, bin aber nicht immer schwindelfrei(siehe mein Zustieg zum Leoganger Süd!!)
Witzig, ich kann genau den Zeitpunkt nennen wann es bei mir mit der reduzierten Schwindelfreiheit los ging. Es war genau nach dem ich Mutter geworden bin….Ich weiß nicht was bei der Geburt schief gelaufen ist, könnte mir aber sehr gut vorstellen, dass es auch mit der Psyche zu tun hat, denn das ist so wie meine Mama immer sagt:”denk dran du hast ein Kind”, entsprechend werde ich an manchen abgefahrenen Stellen etwas nervöser….Hängt auch stark von der Tagesform ab. –>
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Glaub ich sofort, Carbo…Kinder machen angreifbar! Und ja, man überlegt tatsächlich bei der einen oder anderen Situation mehr als vorher.
Die Erfahrung hat Erik auch schon gemacht, und er wartet noch drauf…oder?
Seit ich Kinder habe, hat sich meine Einstellung zu gewissen Risiken wirklich geändert. Ich springe mit Ski keine hohen Felsen mehr runter (na gut, besonders hoch waren die nie… –>
” title=”Embarassed” /> –> ), ich fahre in keine zweifelhaften Tiefschneehänge mehr, und sogar beim Fahrradfahren bin ich (noch) defensiver geworden…was will man machen.Das Lächeln meiner Kinder entschädigt mich immer dafür, oder Schrei “Papa ist da!!!” und das Getrappel kleiner Füsse, wenn sie dann zur Wohnungstür gerannt kommen abends…
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Julian wrote:Glaub ich sofort, Carbo…Kinder machen angreifbar! Und ja, man überlegt tatsächlich bei der einen oder anderen Situation mehr als vorher.
Die Erfahrung hat Erik auch schon gemacht, und er wartet noch drauf…oder?
Wie recht du hast. !!!!
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Julian wrote:… und welcher Grat ist das ? Erkennt das jemand mit dieser Fischaugenperspektive?
Sorry, war ein paar Tage in den Bergen unterwegs (muss ja auch mal sein).
Recht eindeutig ist rechts im Bild das Walliser Breithorn zu erkennen. Der gute Mann ist also mit ziemlicher Sicherheit irgendwo am Mischabelkamm in Richtung Süden unterwegs. Mein Tipp wäre der Grat vom Dom Richtung Täschhorn und zwar näher am Täschhorn – ist aber bei der Verzerrung durch das Fisheye ziemlich spekulativ.
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Danke, Ralf.
Zeitpunkt ist ja egal, Urlaub ist wichtiger, vor allem OHNE Netz.
Ich hätte auch auf Südschweiz getippt, es aber nie so präzesiert bekommen. Danke!



