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Hall in Tirol
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  • Klettersteig Gauerblickhöhle

    aktualisiert 9 Jahre, 11 Monat aktiv. 3 Mitglieder · 5 Beiträge
  • ralf

    Administrator
    19. Juli 2016 at 12:58

    Am Wochenende haben wir die Tour durch die Gauerblickhöhle gemacht!

    Wer lange Anstiege nicht scheut und dazu ein richtig gutes alpines Abenteuer sucht ist mit dieser Tour bestens bedient!

    zunächst läuft man ca. 2 Stunden von Latschau hinauf bis zur Lindauer Hütte. Normalerweise folgt dann ein weiterer ca. 2 stündiger schweißtreibender (und steiler) Zustieg zum Einstieg des Klettersteiges. zunächst geht es dann in A/B Gelände auf Platten moderat steil bis unter einen steileren Wandfuß von der Gauablickhöhle. Hier dann über klammern (B/C) steil aufwärts und linksseitig zum Höhleneingang. durch die 300m Lange Höhle quert man im Berg nach links rüber.

    Danach folgen die eigentlich spannenden Klettersteig-Passagen (B/C und C)… immer wieder schöne Steile Aufschwünge die aber durch ausreichende Klammern gut entschärft sind. Es gibt dort dann auch einen Notausstieg links aus der Wand raus (markiert!) – aber man sollte auf jeden Fall noch die weiteren schönen Steilaufschwünge mitnehmen. DEr Ausstieg ist dann auf dem breiten Rücken der Sulzfluh. Von dort kann man dann noch in gut 1 Stunde auf den Gipfel der 2817m hohen Sulzfluh wandern…

    so wäre die Tour wenn man sie normal machen würde…. unser Plan sah allerdings ein bisschen anders aus…

    Wir wollten von der Lindauer Hütte zur Südseite über den sulzfluh Klettersteig aufsteigen und dann über den Klettersteig Gauablickhöhle wieder zur Lindauer Hütte absteigen.

    Leider hat uns der ergiebige Schneefall in der letzten Woche einen Strich durch die Rechnung gemacht.

    Denn der Schnee lag am Wochenende noch ergiebig bis 1900m hinunter. Die Hoffnung dass auf der Südseite weniger Schnee liegen könnte und wir dann durch die steile Sulzfluh Südwand schneefrei klettern konnten, zerschlug sich sehr schnell als wir das Drusentor überschritten hatten, denn da sah es dann so aus…

    [/url:okju7of8]

    Nachdem wir nicht wieder den gleichen weg zurück gehen wollten, beschlossen wir die Sulzfluh (im Schnee) zu umrunden und von der Ostseite durch eine Rinnen- und Höhlenverschneidung auf den Rücken der Sulzfluh zu klettern… das sah dann so aus…

    (ging aber ganz gut)

    [/url:okju7of8]

    Auf dem Rücken der Sulzfluh mussten wir dann zunächst aufpassen, dass wir auf den Felsen blieben, die nicht im Schnee waren, denn das Plateau ist von zahlreichen tiefen Felsspalten durchzogen (die mehrere Meter tief sind) in die man besser nicht reinfallen sollte…

    Wir haben uns dann durch die Felsszenerie von Schnee und Stein bis zum Ausstieg des Klettersteiges Gauablickhöhle durchgekämpft und sind diesen dann abgestiegen… DER Klettersteig ist wirklich toll und sehr lohnenswert!

    Alles in allem hat uns diese “Runde” dann 2000Hm und 26km Wegstrecke beschert… Fragt uns mal wie es unseren Beinen heute so geht… <img class=” title=”Laughing” />

    Aber das Erlebnis und die Gruppe waren einmalig!! Vielen Dank an Doreen, Tim, Heiko und Christoph für die nette Begleitung (und die Schmerzen sind schnell vergessen!)

  • mohrchen857

    Moderator
    19. Juli 2016 at 13:24

    Der nordliche Rücken der Sulzfluh ist sehr gefährlich, die Wege durchqueren ein Karstgebiet, hier sind nicht nur die tiefen Felsspalten, sondern auch Dolinen mit wenigen Metern Durchmesser. Der Trichterboden ist mit Felsbrocken verschlossen – sie halten aber in der Regel nicht das Gewicht eines Menschen aus. Die Dolinen können schon paar Huntert Meter tief sein.

    Habt ihr in der Mitte der Höhle den raum mit der Absperrung gesehen? Da geht auch ein “Rohr” nach unten in die Unendlichkeit.

    Wenn kein Schnee liegt, sollte man geradlinig von Markierung zu Markierung, bzw. von Steinmann zu Steinmann gehen. Bei schnee hatte man uns geraten wie eine seilschaft auf einem Gletscher zu gehen.

  • ralf

    Administrator
    19. Juli 2016 at 14:12

    Ja, da muss man wirklich aufpassen! wir sind bewusst auf die großen Felsplatten getreten… das ist das fast wie ein Felsgletscher dort oben (auch mit Spalten!).

    [/url:8d9wv79t]

    Die Absperrung in der Mitte der Höhle hatten wir gesehen – sind dort aber nicht hin und haben es uns somit nicht näher angeschaut…

  • Timmy

    Moderator
    19. Juli 2016 at 15:16

    Eine wirklich Traumhafte Tour!!! Auch wenn die Anforderungen an Kondition und Konzentration recht hoch waren aufgrund der winterlichen Verhältnisse. Das Gelände stellte uns zum Glück vor keine größeren Probleme da jeder mit bedacht und mit prüfenden Blick unterwegs war. Ohne Stöcke wäre das nicht machbar gewesen

    Gerade im Verschneiten nicht gespurten Gelände ist dann noch Wegfindung gefragt. Zum Glück gabs ja Heiko ähm Hecktor der uns den Weg gespurt hat

  • Timmy

    Moderator
    19. Juli 2016 at 22:14

    Hier das Video zur Tour. Da kann man die Spalten auf dem Rücken recht gut erkennen

    [youtube:2h1bn2k6][Permission to view this media is denied]
    [/youtube:2h1bn2k6]

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