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  • Spiritualität, etc.

    aktualisiert 9 Jahre, 10 Monat aktiv. 8 Mitglieder · 25 Beiträge
  • DannyBoy

    Mitglied
    24. Juni 2016 at 23:20

    Hallo zusammen,

    in dem Beitrag zu “gestiegener Intoleranz“ bin ich auf einen Satz gestoßen, der mich zum nachdenken gebracht hat. Dass einigen die Spiritualität am Berg nicht wichtig ist. Zur Spiritualität habe ich ein gespaltenes Verhältnis und das möchte ich gerne mal hier zur Diskussion stellen.

    Mir ist es nicht fremd am Berg eine besondere “Kraft“ wahrzunehmen, die auf mich einen besonderen Reiz ausübt. In der Natur, in teils abweisendem Terrain, unter Anstrengung auf- und abzusteigen, die Fern- und Tiefblicke zu genießen, das ist einfach nur toll. Das Gefühl, das man dabei empfindet wird aber gerne als etwas göttliches, übernatürliches beschrieben und dem Berg wird eine Seele verpasst.

    Mich hat es gegraust, als ich in einem Video über eine Bergtour (Link[/url:319x2exn]) hörte, wie schlimm es doch sei, dass vor über hundert Jahren Stollen für den Bergbau in den Fels gehauen wurden. Dass der Berg dadurch verwundet wurde. Als spüre der Berg, wenn wir aus ihm ein paar Steine rausbrechen. Die Natur zu schützen ist ne gute und wichtige Sache, aber vor allem für uns Menschen selbst. Wir sind es, die die Veränderungen so bewusst wahrnehmen. Die Evolution schreitet einfach voran und schafft neue Bedingungen.

    Für mich ist ein Berg einfach ein geologisches Gebilde. Wir Menschen sind es, die da was hinein interpretieren. Dem Berg ist herzlich egal was wir auf ihm veranstalten. Wenn wir das Klima weiter erwärmen, ihn zubauen, etc. rächt er sich nicht – der Berg hat keine Gefühle. Er verhält sich so, wie es die Naturgesetze vorgeben. Oder um es mit einem Spruch aus einer interessanten Dokumentation (Link[/url:319x2exn]) zu sagen:

    “Man kann die Berge lieben, aber die Berge können keine Liebe geben. Man kann sie hassen, sie werden diesen Hass nie erwidern. Es ist der Mensch, der die Berge benutzt und der mit dem zurechtkommen muss, was er in ihnen erlebt.“

  • Anja2015

    Mitglied
    25. Juni 2016 at 11:54

    Spiritualität ist für mich sehr wichtig am Berg. Im Urlaub fahre ich zu den Alpen für meine Ruhe.

    Wenn man nur mit zwei oder drei Personen am Berg ist und nicht die Masse aufsucht, spürt man eine bestimmte Seele zustand. Man wird ja richtig relaxed, man riecht und hört besser.

    Leute, die jetzt lachen müssen, wissen überhaupt nicht wovon ich rede. Für mich ist die körperiche Leistung (schnell eine D KS hoch etc.) nicht wichtig. Tolle Bilder schiessen und damit angeben, ist auch nicht mein Ding.

    In den Bergen wird oft sehr technisch über wandern und klettern geredet (dauer der Tour, höhe Meter etc.). Für deine persönliche Sicherheit ist das ja auch wichtig. Manche Leute können leider über nichts anderes mehr reden. Das finde ich persönlich schlimm.

    Bekannten von mir (Jungs im Alter von 25-35) fahren jedes Jahr in den Alpen um zum Felsklettern ( frei klettern). Sie haben auch von Klettersteigen gehört, aber sie finden das ja so touristisch (Modetrend/viele Ungeübte am Berg). Wenn man richtig kletern kann, geht man frei klettern (haben die Jungs mir gesagt). Jemand, der frei klettert, hat eine ganz andere Philosophie. Kontakt mit den Felsen wird dann ja geliebt. Meistens sind es auch ganz andere Typen. Für diese Leute habe ich respekt!

    Ich bin auch kein Weltmeister im Klettern. Einen KS bis B klettere ich, aber nur wenn die Gegend schön und nicht übervoll ist. Es macht mir trotzdem sehr viel Spass!

    Enjoy!!

  • DannyBoy

    Mitglied
    25. Juni 2016 at 12:21
    Anja2015 wrote:

    Wenn man nur mit zwei oder drei Personen am Berg ist und nicht die Masse aufsucht, spürt man eine bestimmte Seele zustand. Man wird ja richtig relaxed, man riecht und hört besser.

    Wie auch ein anderer Geschmackssinn, eine tiefere Form des Atmens, etc.. Das Gefühl kenne ich auch. Ich erkläre mir das bloß über die Bewegung und die Ruhe. Nicht über eine höhere Kraft. Der Körper reagiert eben auf seine Umgebung. Das ist Physiologie und sehe ich nicht als spirituelle Erfahrung.

  • Julian

    Mitglied
    26. Juni 2016 at 15:41

    Da machst Du jetzt aber ein Fass auf, Danny!!!

    Ich werde mich hier nicht ausbreiten, aber es ist jedem selber überlassen, was er glaubt, fühlt, meint zu fühlen…

    Das ist das Schöne an einer pluralistischen, freien, demokratischen Gesellschaft. Es gibt natürlich einige, die sich berufen fühlen, missionieren zu wollen.

    Solchen Leuten sage ich freundlich, aber eindeutig, dass ich daran kein Interesse habe, danach lassen die meisten ab. Wenn nicht, gehe ich.

    Was ansonsten die Menschheit seit Jahrtausenden in Naturereignisse, Berge, Tiere, Geräusche und auch andere Menschen hineininterpretieren, um sich diese wunderbare Welt erklären zu können oder mit ihrem Schicksal ins Reine zu kommen, das müssen wir hier glaube ich nicht ausdiskutieren, oder?

    Religion ist aber ganz klar eine Kulturerscheinung – und jedes eigene Sache, genauso wie das jeweilige Verhältnis dazu.

  • DannyBoy

    Mitglied
    26. Juni 2016 at 17:01

    Es geht mir hier auch bloß darum, dass Spiritualität nichts ist, was man unbedingt mitbringen muss, um am Berg die Umgebung genießen zu können … Die Glaubensfreiheit ist definitiv ein wichtiges Gut, genauso wie die Freiheit nicht zu glauben.

  • DannyBoy

    Mitglied
    26. Juni 2016 at 17:13

    Ich kann es auch nachvollziehen, dass Menschen spirituelle Antworten auf Phänome suchen. Gut, ich suche da lieber belegbare Erklärungen, aber in den Naturwissenschaften gibt es halt für viele Erscheinungen noch keine Erklärung.

  • mohrchen857

    Moderator
    26. Juni 2016 at 17:41
    DannyBoy wrote:

    Für mich ist ein Berg einfach ein geologisches Gebilde. Wir Menschen sind es, die da was hinein interpretieren. Dem Berg ist herzlich egal was wir auf ihm veranstalten. Wenn wir das Klima weiter erwärmen, ihn zubauen, etc. rächt er sich nicht – der Berg hat keine Gefühle. Er verhält sich so, wie es die Naturgesetze vorgeben. Oder um es mit einem Spruch aus einer interessanten Dokumentation (Link[/url:3sod14yq]) zu sagen:

    So kann ich das nicht stehen lassen. das der Berg oder die Natur keine Gefühle hat, das ist ja klar.

    Aber dass mit der Rache – im übertragenen Sinne – das kann ich nicht stehen lassen.

    Natürlich “rächt” sich die Natur wenn wir die Erdoberfläche weiter versiegeln und Flüsse begradigen

    Natürlich “rächt” sich die Natur wenn die Erderwärmung durch Menschenhand weiter zunimmt

    Natürlich “rächt” sich die Natur wenn wir die Regenwälder weiter abholzen

    Natürlich “rächt” sich die Natur wenn wir Chemie in den Boden pressen um Erdgas zu gewinnen

    Natürlich “rächt” sich die Natur wenn ….

    Die Aufzählung kann so seitenweise weiter gehen. Die rache hat nichts mit Gefühlen, Hass oder gar mit Spiritualität zu tun, sondern mit massiven Eingriffen in die natur, in ihre gesetzmäßigen Abläufe. Abläufe, die wir gehirnlos durcheinander bringen und mir deren Konsiquenzen wir bereite heute leben müssen.

    Es hat nichts mit Spiritualität zu tun wenn wir Menschen uns eines Tages selber auslöschen, nur weil wir unsere Lebensgrundlage mit mutwillig zerstören.

    Die Natur wird es überleben und sich erholen, das hat sie in der Vergangenheit öfters bewiesen – um den Menschen wird es letztendlich nicht Schade sein

  • DannyBoy

    Mitglied
    27. Juni 2016 at 12:06

    Im übertragenen Sinne kann man das so sehen. Ich würde eher sagen, der Mensch schaufelt sein eigenes Grab, dadurch dass er die Umwelt verändert. Klingt vielleicht klugscheißerich, aber ich sehe da einen Unterschied.

    Durch Begradigung nehmen wir den Flüssen Raum bei Hochwasser. Die Folge Überschwemmungen

    Durch Klimawandel tauen die Polkappen und Gletscher. Die Folge steigende Meeresspiegel, auseinander bröselnde Berge.

    Durch Fracking kann Grundwasser verunreinigt werden. Die Folge brennbares Trinkwasser.

    Dadurch nimmt sich der Mensch seinen Lebensraum. Die Natur arrangiert sich einfach damit.

    Und wenn man sieht, wo die Menschen am schwersten und ersten betroffen sind tut es mir schon leid um die Menschheit.

  • wolf

    Mitglied
    27. Juni 2016 at 12:16

    Spiritualität? Ja, sehr gerne.

    Marille vielleicht oder Williams.

    Jäger und Bergsteiger sind ja dafür bekannt dass sie sehr zeitig am morgen aufbrechen.

    auch am sonntag…und so verpassen sie meist den Gottesdienst.

    darum, das original ein wenig angepasst:

    man sagt der bergsteiger wär' ein sünder,

    weil selten er zur kirche geht

    doch auf dem gipfel ein blick zum himmel

    ist besser als ein falsch' gebet!

    so, jetzt schenk mal noch ein glaserl spiritualität ein.

  • Julian

    Mitglied
    27. Juni 2016 at 12:58
    wolf wrote:
    Spiritualität? Ja, sehr gerne.

    Marille vielleicht oder Williams.

    Gegen DIESE ART der Spiritualität ist allerdings fast NIE was einzuwenden! (Außer auf dem Fahrersitz! )

  • Anja2015

    Mitglied
    27. Juni 2016 at 13:02
    wolf wrote:

    darum, das original ein wenig angepasst:

    man sagt der bergsteiger wär' ein sünder,

    weil selten er zur kirche geht

    doch auf dem gipfel ein blick zum himmel

    ist besser als ein falsch' gebet!

    Wo kann ich das Original finden? Lustig… –><img class=” title=”Laughing” /> –>

  • wolf

    Mitglied
    27. Juni 2016 at 13:29

    das original lautet:

    man sagt der jäger wär' ein sünder

    weil selten er zur kirche geht

    doch in freier Natur ein blick zum himmel

    ist besser als ein falsch' gebet. –><img class= –>

  • Steeler

    Mitglied
    27. Juni 2016 at 21:21

    Das erinnert mich an einen Urlaub vor ein paar Jahren auf den Spirituosen. Wunderschönes Hotel on the Rocks, allerdings hing im Hotelzimmer ein Chivas Regal –><img class= –>

  • wolf

    Mitglied
    28. Juni 2016 at 06:59
    Steeler wrote:
    Das erinnert mich an einen Urlaub vor ein paar Jahren auf den Spirituosen. Wunderschönes Hotel on the Rocks, allerdings hing im Hotelzimmer ein Chivas Regal –><img class= –>

    Oh. mir ist ein chivas regal aber viel lieber als ein Billy Regal.

  • Julian

    Mitglied
    28. Juni 2016 at 08:42
    Steeler wrote:
    Das erinnert mich an einen Urlaub vor ein paar Jahren auf den Spirituosen. Wunderschönes Hotel on the Rocks, allerdings hing im Hotelzimmer ein Chivas Regal –><img class= –>

    Erinnert an den guten Willy! Also Astor…hab d´maschin scho buddsd!

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