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Ich habe gelesen, daß ein Brustgurt grundsätzlich nur zusammen mit Hüftgurt verwendet werden soll, und bezweifle das natürlich nicht.
Ich möchte aber einige Wanderungen machen, die von fast allen (auch Menschen ohne Bergsteigererfahrung) ungesichert gegangen werden, und bei denen auch keine Sicherung empfohlen wird. Nur Trittsicherheit + Schwindelfreiheit. Beispiel Gleirschklamm und Gratwanderung Herzogstand – Heimgarten. Letztere bin ich vor vielen Jahren auch wie alle anderen ungesichert problemlos gegangen.
Inzwischen bin ich aber 75 und möchte deshalb (auch aus psychologischen Gründen) die Möglichkeit haben, an ausgesetzten Stellen vorsichtshalber einen Sicherungskarabiner einzuhängen. Ist für diese einfachen Touren nicht doch ein Brustgurt allein ausreichend? Die ausgesetzten Stellen sind fast waagrecht, selbst beim Ausrutschen würde man mit einem kurzen Seil (50 cm) am Brustgurt nicht über die Abbruchkante fallen. Ein Hüftgurt erscheint mir hier übertrieben. Oder irre ich mich?
Danke für eine Antwort.
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Ic h bin hier bei weitem kein Spezialist für die Sicherheit. Aber solltest du auch an einem leichten Steig ausrutschen, dann kann es schon vorkommen, daß du im Brustgurt durschrutschen kannst.
Ich sehe auch keinen Vorteil NUR einen Brustgurt zu benutzen. Da verwende ich doch gleich NUR einen Hüftgurt.
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Manni-Fex wrote:Ic h bin hier bei weitem kein Spezialist für die Sicherheit. Aber solltest du auch an einem leichten Steig ausrutschen, dann kann es schon vorkommen, daß du im Brustgurt durschrutschen kannst.
Ich sehe auch keinen Vorteil NUR einen Brustgurt zu benutzen. Da verwende ich doch gleich NUR einen Hüftgurt.
Servus,
kann ich nur zustimmen … schade ums Geld
Da kannst Du Dir auch gleich den Strick um den Bauch binden. Mein Tipp wäre ebenfalls nur einen dünen, ungepolsterten Hüftgurt zu verwenden und gut ist! NUR Brustgurt gibt eine trügerische Sicherheit, denn im Ernstfall nutzt der alleine eben nichts. Und wenn Du meinst, es würde ja eh nichts passieren … nun gut, dann würde ich eben gleich auf den Alibi-Gurt verzichten.
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Danke für die konstruktiven Antworten. Ich habe übrigens nichts gemeint, sondern nur eine ganz schlichte Frage gestellt.
Danke, Hans12
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Hans12 wrote:Danke für die konstruktiven Antworten. Ich habe übrigens nichts gemeint, sondern nur eine ganz schlichte Frage gestellt.
Danke, Hans12
Servus Hans,
kein Problem … ich denke auch, Du hast gemerkt worauf wir hinauswollten. Lieber einmal zu viel ein vielleicht zu deutliches Wort, als das Thema zu bagatellisieren. Du wärst überrascht, wie die Leute manchmal rumlaufen … Ich denke mal, Du triffst schon die richtige Entscheidung
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Nur Brustgurt ist ein ziemliches No-Go, denn:
a) Kann man da leicht rausrutschen, und
b) hat man nach kurzer Zeit frei hängend im Brustgurt einen orthostatischen Schock (Hängetrauma).
Normalerweise wird man nur ein paar Minuten freihängend im Brustgurt überleben. Noch dazu sollen die Schmerzen ziemlich grauenhaft sein – hab ich gehört.
Kurzum: Entweder nur Hüftgurt, oder aber gleich garnichts.
Grüße,
Thomas
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Die Schatzjäger wrote:Nur Brustgurt ist ein ziemliches No-Go, denn:
a) Kann man da leicht rausrutschen, und
b) hat man nach kurzer Zeit frei hängend im Brustgurt einen orthostatischen Schock (Hängetrauma).
Normalerweise wird man nur ein paar Minuten freihängend im Brustgurt überleben. Noch dazu sollen die Schmerzen ziemlich grauenhaft sein – hab ich gehört.
Kurzum: Entweder nur Hüftgurt, oder aber gleich garnichts.
Grüße,
Thomas
siehe pit schubert: 'sicherheit und risiko in fels und eis', stichwort: kreuzigungstod.
sicher bei hans' genanntem einsatz relativ unwahrscheinlich, aber trotzdem wissenswert.
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Hallo Forumler,
ich muss dieses Thema mal zum Anlass nehmen und mein Anliegen kundtun…
Wie verbindet ihr den Brustgurt mit dem Hüftgurt?
Ich mache das mit einem normalen Sackstich, d.h. Brustgurt einschlaufen – Seilenden durch Halterung am Hüftgurt – unten am Hüftgurt den Sackstich als Verbindung (Seilenden nach Sackstich haben noch min 8-10cm Länge!). Die Schlaufe oberhalb des Knotens ist ca. 50cm lang.
Das Klettersteigset wird dann oben in der Schlaufe am Brustgurt eingehangen. Das bedeutet im Sturzfall, dass die ganze Last (also ich) am Seil mit Sackstich hängt. Hält der Sackstich sowas aus?
Die Methode habe ich von einem Bergführer – was haltet ihr davon?
Ich frage nur so “doof”, weil ich letztens Bedenken hinsichtlich dieser einfachen Methode gehört habe. Einen Sturz habe ich noch nicht erleben müssen, drum fehlt es mir da (zum Glück) an Erfahrung.
Besonders in Bezug auf die Anseilposition (relativ weit oben) mache ich mir mittlerweile Gedanken… …”normal” wäre ja eher auf Bauchnabelhöhe, oder?
Danke schonmal für eure Hilfe und Meinungen.
MfG, Sani
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ich mache es so:
das Schlauchband durch die beiden Öffnungen am Hüftgurt, dann ein Sackstich, dann die losen Enden durch die beiden Öffnungen am Brustgurt, dann einen Bandschlingenknoten!!
dann das KS-Set mit Ankerstich über dem unteren Sackstich oder über beide Knoten durchfädeln
fertig!
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Wenn ich das richtig verstehe, gibt es hier nun zwei Fragen:
A: Kann man auch nur einen Brustgurt nehmen – für die Psyche.
Kann man aus dem rausrutschen wenn man fällt? Das währe wohl das Entscheidende, dass kann ich aber nicht beurteilen. Wenn ja, so finde ich sollte man gerade für die Psyche keine “Scheinsicherheit” herstellen. Nicht das sich da dann jemand drauf verlässt. Ich finde es besser, wenn alles unsicher aussieht bzw. nicht sicherer als es ist – dann verhält sich der Mensch eher angemessen und ruft entsprechende Leistungsfähigkeiten ab – psychisch
B: Kann man einen Brustgurt mit einem Sackstich mit dem Hüftgurt verbinden und dann an der ?Reepschnur? einbinden?
Ich habe die Frage noch nicht ganz verstanden. Insbesondere das mit dem Einbinden nicht. Auch hier weiß ich nicht viel, aber ich habe mir aus all den Kursen gemerkt, dass man “nur” in den entsprechenden Stellen am Gurt einbindet. Also entweder die beiden Schlaufen des Brustgurt nutzt und/oder den entsprechenden Einbindepunkt am Hüftgurt. Ich würde nicht an der?Reepschnur? – ist es eine solche? – einbinden.
Gruß aus Hamburg, vielleicht schreibt hier ja noch jemand von den, die es genau wissen was dazu – ich lern sogern mit
Hamburger-Michel
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Das hilft weiter. Also doch die Variante mit der Bandschlinge – da habe ich auch die bessere Anseilposition im Sturzfall. Danke.
Warum bindet man eigentlich die Bandschlinge hinter die Mittenfixierung der Beinschlaufenverbindung/hinter den Hüftgurt und nicht durch die schon vorhandene Anseilschlaufe? Je nach “gusto” des Trägers?
Hier ein Versuch die Einbindung darzustellen:
** you do not have permission to see this link **
Braun = Seil mit Sachstick
Dunkelblau = Hüftgurt
Hellblau = Klettersteigset (Y)
Verständlich? Ich weis, ich bin kein Künstler…
MfG, Sani
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Würde das Kletterkiki grundsätzlich anschließen.
Die Frage ist nur wann geht man einen KS ungesichert? Und wenn man sich unsicher ist wieso geht man diesen dann nicht voll gesichert?
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…ich glaube, ich bin mit meiner Frage im falschen Beitrag gelandet…
MfG, Sani

