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Nauders am Reschenpass
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  • Klettergurt Vorteile Nachteile

    aktualisiert 16 Jahre aktiv. 2 Mitglieder · 4 Beiträge
  • gloana

    Mitglied
    16. Mai 2010 at 14:04

    Hallo

    Wir möchten mit den Klettersteig gehen beginnen und Brauchen deshalb Klettergurte.

    Ich habe etwas Erfahrung mit Sportklettern.

    Da bei uns in Landshut demnächst eine größere Halle entstehen soll, wäre es gut wenn man den Klettergurt auch dort einsetzen könnte.

    Kann mir jemand den Vorteil eines Klettergurtes wie den Via Ferrata comfort mit einer Einbindeschlaufe vom Hüftgurt nach oben, gebenüber einen herkömmlichen Gurt mit einbindeschlaufe zwischen den Beinen erklären?

    Ich sehe das so mit dem Via Ferrate kann ich besser gehen, ist leichter, der Einbindepunkt liegt höher über dem Körperschwerpunkt,

    Fürs Hallenklettern ist er nicht so bequem wenn man drinnen Sitzt, weniger Halteschlaufen?

    Ist die Einbindepunkt so hoch das er über dem Hüftgurt ist? (Unser Rucksack Deuter ACT Trail 35)

    Viele Fragen aber danke für die Antworten.

    grüße Martin

  • Die Schatzjäger

    Mitglied
    17. Mai 2010 at 11:08

    Hiho Martin,

    ich probiere mich mal an einer Antwort, auch wenn ich den angesprochenen Gurt 'Via Ferrata comfort' nicht kenne.

    Der Unterschied zwischen dem Gurt und einem normalen Klettergurt ist ja eigentlich nur dass der Einbindepunkt ein paar cm höher ist.

    Grundsätzlich denke ich, dass dies keinen außergewöhnlichen Vorteil gegenüber dem Einbindepunkt eine normalen Sportklettergurtes bringt. Meiner Meinung nach scheint dass so eine Art 'wir bauen da was designtechnisch anders, und können dann mehr Geld verlangen' zu sein.

    Also würde ich dir raten, auch im Hinblick ans sportklettern: Kaufe dir irgendeinen 'normalen' Klettergurt der dir passt und der bequem ist – es kann, muss aber nicht der von dir angesprochene Gurt sein.

    Was du übrigens richtig erkannt hast, der von dir angesprochene Gurt scheint nur zwei Halteschlauten (ACHTUNG: Der richtige Begriff heißt hier Materialschlaufen, denn halten tun die garnix… ca. 15 kg nämlich nur !) zu haben. Fürs Sportklettern sind zwei Materialschlaufen im Regelfall ausreichend, für den Klettersteig auch – für Mehrseillängen würden sie mir nicht reichen.

    Und nun kommen wir zum nächsten Thema dass ich anschneiden, aber vorerst mal nicht ausführlich betrachten will: Der Einbindepunkt in Hinblick auf Hintenüberkippen bzw. Rausrutschen.

    Momentan geht die Lehrmeinung (diese ändert sich gerade in diesem Punkt recht gerne…) davon aus dass Leute mit einem schweren Rucksack, oder aber deutlich übergewichtige Leute, oder aber Kinder nicht nur mit einem Hüftgurt unterwegs sein sollen.

    Für diesen Fall gibt es dann entweder (meißt unbequeme) Komplettgurte, oder aber einen Brustgurt den man ZUSÄTZLICH zum Hüftgurt mit verwenden sollte. Da wird dann auch der Anseilpunkt höher gebaut, dieser liegt dann knapp unter dem Brustbein.

    Ich hoffe ich konnte mit dem Beitrag etwas Licht uns dunkel bringen.

    Lg,

    Thomas

    PS: Deine Frage 'ob der Einbindepunkt so hoch ist, dass er über dem Hüftgurt ist' habe ich um ein Haar übersehen. Ich denke du meinst ob der Einbindepunkt des Gurtes über dem Hüftgurt des Rucksacks ist. Bzw. ob er von diesem verdeckt wird.

    Ich habe einen normalen Sportklettergurt, und wenn ich den Hüftgurt meines Deuter ATC 45+ geschlossen habe, sieht das so aus wie auf diesem Bild hier[/url:xki43019] – man kann erkennen dass der 'normale' Einbindepunkt eines 'normalen' Sportklettergurtes leicht unter dem Hüftriemen des Rucksacks ist – auch die Materialschlaufen schauen auf der Seite noch etwas raus – lassen sich aber nicht mehr gar so bequem bedienen.

    (Dafür hat ja der Rucksack selber zwei Materialschlaufen, an die kommt man besser ran !)

    Ich denke also dass ein leicht höherer Einbindepunkt eher noch komplizierter wird, aber ehrlich gesagt wüsste ich nicht wann ich während einer Tour an meinem Einbindepunkt rumspielen sollte. Da ist entweder mein Seil (klettern) oder aber mein Klettersteigset und eine kurze Schlinge zum Selbstsichern drin, sonst nix. Und da spiele ich eigentlich auch nicht dran rum – erst am Ende der Tour.

  • blaufuchs

    Mitglied
    17. Mai 2010 at 12:16
    Die Schatzjäger wrote:
    Hiho Martin,

    Momentan geht die Lehrmeinung (diese ändert sich gerade in diesem Punkt recht gerne…) davon aus dass Leute mit einem schweren Rucksack, oder aber deutlich übergewichtige Leute, oder aber Kinder nicht nur mit einem Hüftgurt unterwegs sein sollen.

    Servus,

    wenn Du mal a weng im Forum suchst … das Thema hatten wir schon mehrfach ausführlich und recht kontrovers ausdiskutiert. Da müsstest Du fündig werden.

    Zum Schatzjäger und dem obigen Satz: Die Lehrmeinung in Bezug auf “Kinder” ändert sich in keiner Weise!

    Dort bindest Du die Kinder ja auch nicht zusätzlich ein, um sie gegen das Hintenüberkippen zu sichern, sondern weil diese auf Grund Ihres Körperbaus schlicht und einfach aus dem Gurt rutschen. Über den Rest wurde wie gesagt verschiedenst argumentiert (wobei ich immer noch einen Achter als Brustgurt verwende ).

  • Die Schatzjäger

    Mitglied
    17. Mai 2010 at 12:26

    @blaufuchs:

    Du hast natürlich Recht. Die Lehrmeinung ob Brustgurt oder nicht ändert sich nur immer mal wieder im Hinblick auf 'immer, für jeden' oder 'nur für Leute mit schwerem Rucksack' oder 'garnicht nötig' – im Hinblick auf Übergewichtige oder Kinder (beide können aufgrund des Körperbaus aus einem alleinigen Hüfgurt rausrutschen) gibts da nix zu drehen und zu wenden, wenn die Gefahr des rausrutschens besteht muss ein Brustgurt her !

    Im anderen Fall (schwerer Rucksack) geht es auch nicht ums rausrutschen, sondern ums hintenüberklappen und dann Kopfüber an der Wand anschlagen !

    Danke fürs Korrigieren, blaufuchs – man sieht mal wieder, egal wie oft man ein Posting liest, es kann immer anders verstanden werden als man es gemeint hat.

    Lg,

    Thomas

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