Watzmannüberschreitung(Flachländer_09) |
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Watzmannüberquerung an einem Tag
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| Tour: | Klettersteig | Dauer der Tour (in Std.): | ca. 11 Stunden |
| Schwierigkeit: | B/C | Geeignet für Anfänger: | nein |
| Gipfel (Höhe): | 2713m | Höhenunterschied der Tour: | |
| Ausgangspunkt: | Wimbach Parkplatz (Anfahrtsskizze) | Gebirge, Bezirk, Stadt: | Berchtesgedener Alpen / Bayern |
| Tour Bewerten: 5=top, 1=flop |
Bewertung dieser Tour: |
Watzmannüberschreitung |
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| Beschreibung: |
Kann man den Watzmann an einem Tag sicher und vor allem stressfrei überqueren? Diese Frage beantworteten wir uns an einem August Wochenende selbst. Start ist kurz vor sieben Uhr, an einem fast vollen Parkplatz an der Wimbachbrücke. 10 Minuten Gepäck anlegen und das Unternehmen Watzmann kann auf 634m. beginnen. Da die meisten Wandergruppen schon vor uns losgestiefelt sind, haben wir einen fast menschenleeren Aufstieg. Richtung Watzmannhaus geht es gleich steil hoch, der Weg ist gut ausgeschildert. Der Schlängelpfad zieht sich beträchtlich, der super Ausblick ist es jedoch Wert. Auch Hocheck steht zur Seite und wartet auf Gäste. Nach zwei Stunden erreichen wir das Watzmannhaus bei 1928m. Bestandsaufnahme des Himmels: Die Sonne spielt mit den Wolken Versteck, ansonsten perfektes Bergwetter. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es im Zickzackkurs teilweise über Geröllfelder weiter auf das Hocheck. Die Oberschenkel melden sich erstmals, meinen, sie brauchen mehr Flüssigkeit inkl. Magnesium. Der Erfinder des Trinksystems im Rucksack hat an diesem Tag den Nobelpreis verdient. Am Hocheck auf 2675m. kommt weitere Verstärkung zum Einsatz: Ein paar Energie - Riegel und unsere Windjacken. Danach beginnt der schönste Teil: Die Überquerung. Den gesamten Grat, von der Mittelspitze bis zu unserem Ziel, der Südspitze, kann man deutlich sehen. Doch gerade weil der Horizont so atemberaubend ist sei an den Bergweg vor einem erinnert, die Strecke erfordert nämlich Trittsicherheit, auch wenn der Weg zur Südspitze ausreichend gesichert ist. Bei 2713m. erreichen wir die Mittelspitze und legen eine kurze Verschnaufpause ein. Danach geht es weiter Richtung Südspitze. Auf diesem Weg holen wir einige Gipfelstürmer ein, die längeren Kletterer -Karawanen lassen uns vor, so dass wir unseren Rhythmus beibehalten können. Die Südspitze empfängt uns auf 2712m mit einem so herrlichen Ausblick auf den grünen Königssee, dass wir uns vor dem Gipfelkreuz selbst wie Könige fühlen. Die Erhabenheit des Anblicks trägt wohl dazu bei, dass hier trotz der Fülle an Bergbegeisterter eine so ruhige Atmosphäre herrscht. Eine ausreichende Rast hat unsere Kräfte gestärkt und nach diesem besinnlichen Moment begeben wir uns auf den schwersten Teil der Tour: Den Abstieg. Stolper- und Ausrutschgefahr sind hoch, Konzentration und Trittsicherheit werden groß geschrieben. Am Geröllfeld angekommen fängt der Spaß aber wieder an: Die Wanderstöcke ausgefahren bewegen wir uns in Skimanier das Feld mit gutem Tempo herab. Ein solches Geröllfeld herunter zu schleichen wäre noch anstrengender und wackeliger. Hier gilt für uns: Höhere Geschwindigkeit gleich Sicherheit. Unten angekommen geht es über den Wimbachgries zur Wimbachgrieshütte auf 1327m. Dort macht uns ein erfrischender Radler fit für den restlichen Heimweg. Kurz vor 18 Uhr stehen wir wieder auf dem Parkplatz, erledigt, mit müden Knochen und doch gut gelaunt. Die reine Laufzeit betrug 9:15 Std. Fazit: Eine gute Portion Grundlagenausdauer, Trittsicherheit und vor allem Lust am Wandern inkl. gesunder Lebenseinstellung sind Voraussetzung. Während des Weges sollte man den Körper maximal zu 80% belasten, der Rest sollte der Notfallreserve gewidmet sein. Dann wird das Ziel, eine sichere Watzmannüberquerung, an einem Tag gelingen. |
| Tips, Unterkünfte, Einkehr: | Watzmannhaus, Wimbachgrieshütte |
| Wetter: |
Webcams vor Ort
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| Schlüsselwörter: | Speed-Überquerung, Watzmann, Kinder |
| Tour hinzugefügt am: | 28.08.2009 14:32 (Tour gemacht am: 08. 08. 2009) |
| Urheberhinweis: | |
| Geocaching: |
Geocaches in der Nähe dieser Tour |
- Ja, ich habe diese Tour schon gemacht
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| Autor: | Kommentar: | ||
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Johannes(Gast) Gast |
wir waren vorgestern oben... von einer begehung kann ich aktuell nur abraten, da die Markierungen teils unter dem Schnee verborgen sind, der Gipfelgrat ist teils überwächtet und stellenweise vereist. Trotzdem eine herrliche Runde, aber besser warten, bis der Schnee geschmolzen ist.
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| 29.07.2011 09:17 |
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Trentafan(Gast) Gast |
Schöner Bericht, macht Lust auf den Watzmann. Plane selbst dieses Jahr paar Tage dort zu sein, mal sehn ob das Wetter mitspielt und ich diese Tour auch machen kann.
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| 08.03.2011 11:21 |
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Flachländer(Gast) Gast |
Hallo Charly,
jeder hat so seine eigene Marsch bzw. Gehgeschwindigkeit. Möchte zu deiner 2Std. Verwunderung hier schreiben, wir sind auf dem Weg von einer Dame überholt worden, sie hat uns sitzend vor dem Watzmannhaus wieder begrüßt. Tja Geschwindigkeit ist eben relativ. Schönen Gruß |
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| 18.09.2009 12:30 |
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charly(Gast) Gast |
Hallo Leute,
respekt aber wie kann man 1300 höhenmeter in 2 Stunden gehen und gleichzeitig von der schönen Aussicht reden? Ich bin diese Tour auch schon gegangen aber in 2 Stunden war ich noch nie am Watzmannhaus. schöne Grüße |
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| 17.09.2009 21:47 |
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Ralf Administrator Registriert seit: 13.03.2002 Kommentare: 82 |
hallo roman, toller bericht und tollle impressionen von einer langen tour... ich denke hier kann sich jeder watzmann-aspirant ein sehr schönes bild dieser tour machen - und wie man sieht und liest ist es für den konditionsstarken wanderer auch an einem tag möglich... danach ist man aber ziemlich "im eimer"!
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| 28.08.2009 17:22 |
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