Für die Besteigung des Kraxenkogel bieten sich 2 Varianten an:
1.) durch’s Marbachtal über das Schilchegg und das Ennskar (ca. 2.100hm) oder
2.) von Flachauwinkl über die Ennsalmen und den Ennsursprung durchs Ennskar
Vor guten 2 Jahren sind wir die Tour übers Schilchegg und retour schon einmal gegangen und wollten heute mal die andere Variante mit weniger Höhenmeter (ca. 1.450) probieren.
Start bei der Autobahnabfahrt Flachauwinkl und erst mal 6 Kilometer die (geräumte) Forststraße bis zur Oberennsalm. Bei der Oberennsalm beginnt das Ennskar, das bis in die Scharte zwischen Kraxenkogel und Bernkarkogel raufführt. Der Aufstieg kann so gewählt werden, dass man so gut wie nie 40° Hangneigung erreicht. Dennoch ist dieses Kar mit Vorsicht zu genießen. Ostseitig ausgerichtet liegt es fast immer im Schatten, weil die Nordabstürze des Bernkarkogel lang in den Winter hinein Dunkelheit garantieren.
Der Ausstieg auf den Rücken zum Kraxenkogel will gut überlegt sein. Direkt in der Scharte thront eine Wechte, man ist verleitet, rechts der Wechte im 35°+ Gelände den Hang bis zum finalen Grat den Spuren zu folgen. In den Hang knallt die Sonne allerdings schon früh rein und der Untergrund ist eine steile Grasleitn. Die wenige Schneeauflage trägt nicht unbedingt zur Sicherheit bei – man kann sich da ganz schnell selbst ein Gleitschneemaul produzieren…
So queren wir direkt neben der Wechte in die Scharte, machen dort Skidepot und erreichen den Kraxenkogel Gipfel für winterliche Verhältnisse relativ unschwierig. Die Wechten in den ausgesetzten Passagen sind für uns gut einschätzbar.
Im Aufstieg gehen wir ohne Steigeisen bis zum Gipfel, für den Abstieg ziehen wir sie uns sicherheitshalber an. Abfahrt wie Aufstieg, wo wir sogar noch den ein oder anderen unberührten Pulver finden. Dennoch sind wir hier mit unseren 105er Ski im Vorteil. Mit schmaleren Ski sicherlich nicht so angenehm zu fahren.
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