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Zugspitze mal anders
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Anfang September ging es an einem traumhaft schönen Wochenende zur Zugspitze. Freitag früh war Abreise, bereits am späten Vormittag waren wir in Garmisch-Partenkirchen angekommen und parkten unser Auto am Olympiastadion.
Von dort führte uns der Weg zuerst durch die wildromantische, aber auch ganz schön laute Partnachklamm. Diese kostet zwar Eintritt, ist den aber auch wert.
Weiter ging es immer tiefer ins Reintal bis wir die malerisch gelegene BockhĂĽtte erreichten, bei der wir die Gelegenheit zu einer Brotzeit nutzten.
Von dort ging es sanft aber stetig bergan, abwechselnd in der warmen Septembersonne und auch mal angenehm schattig im Wald, aber immer entlang an der Partnach.
Schließlich erreichten wir die Reintalangerhütte auf 1.300m, außen schön verkleidet mit Holzschindeln, innen recht urig, direkt an der Partnach gelegen. Am Ufer standen einige Gartentische und Stühle, auf denen Wanderer in der Sonne ein kühles Bier genossen. Wofür der Marterpfahl war ist mir noch nicht klar geworden.
Nach einer etwas unruhigen Nacht in einem engen mit 32 Mann voll belegten Lager und dem tollen obligatorischen musikalischen Weckruf machten wir uns zeitig auf den Weg Richtung KnorrhĂĽtte. Die grĂĽne Vegetation des Reintals lieĂźen wir bald hinter uns und erreichten nach kĂĽrzerer Zeit als veranschlagt unser Zwischenziel auf 2.000m, die KnorrhĂĽtte. Diese liegt unterhalb eines beeindruckenden Felsmassivs.
Wir entledigten uns für den Gipfelanstieg eines Teils unseres Gepäcks, schließlich kamen wir abends wieder zurück. Frisch gestärkt, Brotzeit muss sein, folgten wir den anderen Wanderern, einige nutzten an diesem Wochenende das tolle Wetter.
Schließlich lag er vor uns, der klägliche Rest des Schneeferners. Allzuviel ist heute leider nicht mehr übrig.
Wir machten uns auf zum letzten Anstieg. Dieser führte zuerst über einen steilen, anstrengenden Geröllhang. Immer wieder rutschte man ein paar Zentimeter zurück. Schließlich hatten wir auch diese Hürde geschafft. Ab jetzt waren wir nur noch im Fels unterwegs. Fast der gesamte restliche Weg zur Zugspitze ist seilversichert.
Und dann erreichten wir das Schneefernerhaus und erschraken vor den Menschenmassen, die sich an diesem Tag an Deutschlands höchstem Punkt versammelt hatten.
Wir erkämpften uns den Weg durch die vielen Badelatschen-Touristen in der Hoffnung dem Rummel etwas zu entfliehen und mussten auf dem Weg zum eigentlichen Gipfel warten, bis ein Großteil genau jener genannten sich über den versicherten Steig zurück zum Schneefernerhaus gearbeitet hatte, damit wir oben Platz haben. Aber genau den fanden wir und hatten an diesem Tag eine wundervolle Aussicht in alle Richtungen und ich beäugte schon mal das nächstjährige Ziel, den Jubiläumsgrat.
Der Dohle schien der Rummel vollkommen egal zu sein. Sie positionierte sich an den Gebetsfähnchen in der Hoffnung das ein oder andere Stück Essen zu ergattern.
Schön lag er vor uns der Eibsee über den ein Verwandter der eben gezeigten Dohle Patrouille flog.
Der Weg zurĂĽck zur KnorrhĂĽtte ist mit dem Hinweg identisch. Wir machten noch einen Ausflug in die wieder vorhandene Vegetation und fotgrafierten knapp oberhalb der Grasnarbe.
Nach einem gemütlichen Abend auf der überbelegten Hütte, sogar im Gastraum nächtigen Gäste, ging es am nächsten Morgen nach dem Frühstück Richtung Ehrwald. Schon bald lag die Knorrhütte in weiter Entfernung. An einem Marterl machten wir kurz Pause. Es sah aus als hat hier in der Vergangenheit mal eine Kirche gestanden.
Der Weg nach Ehrwald fĂĽhrt ĂĽbers Gatterl, ein GrenzĂĽbergang von Deutschland nach Ă–sterreich. Aber weit und breit war kein Grenzer zu sehen.
Auf der anderen Seite wieder viel grüner und sanfter, aber teilweise auch seltsame Hänge. Es ging nun stetig bergab Richtung Ehrwalder Alm. Übrigens verlief der gesamte Weg bis Ehrwald fast ausschließlich in der Sonne. Gut wenn man da morgens unterwegs ist. Auf der Ehrwalder Alm machten wir, wer hätte es gedacht, natürlich noch mal Brotzeit bevor wir den Rest des Weges bis Ehrwald zum Bahnhof bestritten. Mit dem Zug ging es dann zurück nach Garmisch Partenkirchen und dort vor Bahnhof mit dem Bus wieder ins Olympiastadion. An der Stelle noch ein Hinweis. Sonntags fährt der Zug nur alle 2 Stunden.
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Eine wunderschöne Wanderung, auf 3 Tage verteilt angenehm entspannt. Wer es sportlich mag schafft das auch in 2 Tagen. Wir haben jeden Tag, jede Pause, jede Brotzeit und jeden Hüttenabend genossen. Zugspitze mal anders.
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Servus Harald,
genau so sollte eine 'ordentliche' Tour ausschauen! (neidisch)
Naja, werd erst noch paar sportlich abhaken um später mal zum Geniesser zu werden! Dann muss dr Hund halt mal vor der Hütte pennen!
GruĂź

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