Nachdem es heute Abend bei uns wieder begonnen hat etwas zu schneien, möchte ich Euch gerne ein paar Bilder aus dem Kanton Wallis zeigen, genauer aus Bruson und Verbier.
Meine Frau und ich hatten das Vergnügen dort 5 wunderschöne Tage zu verbringen, auch wenn sich mein rechtes Knie gegen Ende etwas gegen die Belastung gewehrt hat.
Als wir ankamen war es noch etwas bewölkt aber trocken. Zwei Tage vorher hatte es noch 10-12cm Neuschnee gegeben, also alles perfekt. Wir wohnten in einer einfachen aber sauberen Unterkunft in dem beschaulichen Ort Bruson, gegenüber des mondänen Skiortes Verbier auf der anderen Seite des Tales.
Bruson bestand fast ausschließlich aus den typischen Häusern dieser Gegend.
Nachts hatten wir von unserem Haus einen ganz tollen Ausblick auf das hell erleuchtete Verbier auf der anderen Seite. Das Lichtband im rechten Bildrand ist die Gondel, welche täglich eine Menge Skifahrer vom Talort Le Chable nach Verbier hoch bringt. Zwar gibt es dort auch Parkplätze. Deren Fassungsvermögen reicht aber gerade direkt an Seilbahnen oft nicht aus.
Am nächsten Tag beschlossen wir trotzdem mit dem Auto nach Verbier zu fahren um dort eine Schneeschuhtour zu machen. Am Rand von Verbier, in Périn, gibt es einen kostenlosen Parkplatz (bis 24h), der zugleich auch Ausgangsbasis für zwei Schneeschuhtouren ist. Auch hier gab es jede Menge wunderschöner romantischer Holzhäuser und auf 1.500m schon wesentlich mehr Schnee als unten im Tal.
Bei dieser schönen Felswand war der Einstieg der recht kurzen aber sehr schönen Schneeschuhtour die zu einer kleinen Kapelle führt von der man einen wunderschönen Ausblick auf das Val Bagnes hat.
Dort war die Tour zu Ende, man hätte wieder zurück laufen können. Aber auf der Karte haben wir gesehen, dass man von diesem Punkt über einen Bergwanderweg auf eine weitere, höher gelegene Schneeschuhroute kommt, über die man auch nach Verbier zurück laufen kann. Schließlich wollten wir ja auch die Alpintauglichkeit unserer Schneeschuhe in steilerem Gelände testen, bestanden.
Der nächste Tag war ein besonderer für mich, meine erste Skitour. Diese sollte nicht allzu lange sein, also fuhren wir in Bruson mit dem Sessellift bis zum höchsten Punkt (2.200m) um dann von dort über ein paar Kämme ca. 300m höher zu gelangen und dort dann meine ersten richtigen Tiefschneehänge in Angriff zu nehmen, im “Gemüse” abseits der Pisten war ich früher schon öfter unterwegs. Mit dabei waren ein paar Freunde aus unserem Ort mit Skitourerfahrung. Am Morgen hatte ich noch das aktuelle Lawinenbulletin abgerufen: Stufe 2 oberhalb 2.600m, die Bedingungen recht gut. Es gab eine Einweisung, die Geräte wurden getestet, die komplette Ausrüstung gecheckt und dann konnte es losgehen. Ein Traum sage ich Euch, die Ruhe die ich suchte, die Ausblicke die ich mir wünschte, die Anstrengung die für mich zum Bergerlebnis dazu gehört.
Auf der Abfahrt habe ich in weiser Vorsicht meine DSLR im Rucksack verpackt, besser war das. So 4 bis 5 Saltos waren schon drin, bis ich wieder unten war. ” title=”Laughing” /> Ich stand aber zu meiner Entschuldigung auch das erste Mal seit einem Jahr wieder auf den Ski.
Am nächsten zugleich auch letzten Tag vor der Rückfahrt wollten meine Freunde nochmals “normal” im Skigebiet fahren und meine Frau mit Freunden die zweite Schneeschuhtour in Verbier machen. Also fuhr ich wieder mit nach Périn und ging von dort alleine los, quasi am Rande des Skigebietes bis knapp unterhalb der Gipfelstation eines sonnenbeschienenen Teils des Skigebietes. Diesmal waren es schon 750 Höhenmeter. Und etwas abseits des Ski-Rummels genoss ich meine wunderschöne Mittagspause in der Sonne.
Abschließend kann ich sagen, dass sowohl Schneeschuhtouren als auch Skitouren ihren Charme haben. Allerdings schlägt nach den gemachten Erfahrungen mein Herz doch stärker für die Skitouren. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mit 6 das erste Mal auf den Ski stand, vielleicht auch, weil mein Vater auch Skitourengänger war. Egal, ich liebe Skitouren.
Lass Dir nichts einreden. Den Bergen ginge es wesentlich besser, würden alle nur Skitouren gehen und es keine Skigebiete plus dazugehörigen Massentourismus geben…
Schön, dass Dir die schönste Art, auf Berge zu steigen, so gut gefällt! Ich weiß, jetzt steinigen mich wieder alle Ferraristi, aber es gibt nichts Schöneres, als an einem saukalten Frühjahrsmorgen um 7:00 Uhr vor der Hütte zu stehen und zu frieren, bis es endlich losgeht…
Und dann das leise, gleichmäßige Geräusch, das entsteht, wenn man die Felle über den Harsch zieht, linker Fuß, rechter Fuß, stundenlang…kontemplativer geht es kaum, Yoga können andere machen. Wenn dann noch ein schöner Gletscherbruch an einem vorbeiwandert (oder auch andersrum… ), ist das Glück schon fast pefekt.
Dann MIttagspause auf einem schönen Gipfel über dem Gletschermeer…und mit ein bißchen Glück guter Firn in der Abfahrt…
Schei…benkleister, ich muss mal wieder Skitouren gehen!!! Seit der Geburt meines ersten war ich nimmer…ist jetzt bald 3 Jahre her, die letzte Tour.
Aber waren das schöne Touren, in der Bernina, Wahnsinn! Eine Woche lang Sonne und unverspurte Pulverhänge (nichts los, am Wochenende der Anreise Dauerschneefall, Hänge alle über 2500 Höhenmeter hoch gelegen, Nordseitig exponiert…), sowas habe ich vorher noch nie erlebt. Und dann der Ausblick auf Bernina, Biancograt und Piz Rosegg…ein Traum.
Schöner Bericht. Kommt man ins Träumen, so beim Arbeiten…
Wo Du dich überall rumtreibst… –>” title=”Laughing” /> –>
Super Bericht und tolle Bilder! Julian hat recht, vom Schneeschuhwandern und Tourenskigehen geht die Welt nicht unter, da haben ganz andere Sachen eine Aktie dran.
Aber Norbi musste wie immer eine kleine “Spitze” loslassen, so kennen wir ihn ja auch… –> –>
Schöne Bilder! Das macht es immer schlimmer mit der Entscheidung, ob man an Ostern nun irgendwo weiter oben Skitouren gehen oder Kraxeln am Gardasee sollte…
So viel wie der Norbert selbst unterwegs ist gehts ihm bestimmt weniger um die Natur, sondern mehr um das was einem Bayer am heiligsten ist: Seine Ruhe
So viel wie der Norbert selbst unterwegs ist gehts ihm bestimmt weniger um die Natur, sondern mehr um das was einem Bayer am heiligsten ist: Seine Ruhe
Keine Frage, niemand mag überlaufene Hügel. Trotzdem wäre mir lieber, es gäbe mehr “ehrlich schwitzende” Skifahrer am Berg als den Zirkus, der jetzt veranstaltet wird, auch wenn ich zugeben muss, selber immer wieder dran teilzunehmen…
Zumindest die meisten Tourengeher sind nämlich einfach auch ganz anders drauf…da gibt es kein Geschubse und wer der Beste ist.
Was ich gar nicht verstehen kann, sind so Rennen rauf und runter, wer am schnellsten ist. Verdreht komplett den Sport, in meinen Augen. Aber ich merk sowieso immer häufiger, dass ich einer von gestern bin…
ich kann Norbi schon auch ein wenig verstehen. Es gibt immer mehr Menschen in den Bergen, und die Gebiete werden nicht größer. Norbi, gehen wir jetzt einfach mal davon aus, dass Skitourengeher verantwortungsbewusst gegenüber der Natur handeln, mehr als normale Skifahrer auf jeden Fall. Du meinst daher sicher wie bereits angesprochen die Ruhe, die Einsamkeit. Das ist auch mit meine Intention. Aber ich gestehe jedem das Recht zu in den Bergen zu sein solange er die Natur respektiert. Und wenn ich dann jemand sehe der das gleiche schöne Hobby hat freue ich mich einfach. Ich wäre an meiner ersten Skitour am liebsten auch komplett hochgelaufen. Meine Mitgeher wollten aber nicht, und es hat sich im Nachhinein als richtig heraus gestellt. So hatte ich noch genügend Konzentration und Kraft für meine erste Tiefschnee-Abfahrt. Aber bei meiner zweiten habe ich es dann schon genossen hoch zu laufen, oben stolz zu sein alles aus eigener Kraft geschafft zu haben um sich dann auf die wohlverdiente Abfahrt zu freuen. Meine ersten Skiversuche gingen vor über 40 Jahren zu Fuß den Berg hoch. Mein Vater sagte: wer runterfahren will soll gefälligst hochlaufen. Und damals gab es schon Lifte. –>” title=”Laughing” /> –>
Tja Lars, einmal im Jahr versuchen wir in den Schnee zu kommen. Und zudem liebe ich die Schweizer Berge. Und so ohne Liftgebühren ist das gar nicht mehr so teuer.
Franz, wir haben einfach zu wenig Urlaub, zu viel Interessen und somit auch die zugehörigen Konflikte. Eher ein Luxusproblem. –>” title=”Laughing” /> –>
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