Mein Neffe (6 Jahre) und Nichte (4 Jahre) sind schon begeistert von unseren Touren am Wilden Kaiser. Sie möchte dort auch mal hin. Dieses Jahr ging es zu den Schwartzwald. Im Schwartzwald haben sie da ein wenig “geklettert” (wandern am Seil hinauf). Das war schon richtig “cool”. Aber sie möchten so gerne zu den richtigen Berge fahren.
In den Niederlande wird beraten um erst ab 10 Jahre Kindern am Klettersteig mitzunehmen. (minimaal 1.40 m). Sind in Österreich Klettersteigen für jungere (kleinere) Kindern? Wir möchten verantwort mit unserem Neffe und unserer Nichte unterwegs sein.
Mein Neffe (6 Jahre) und Nichte (4 Jahre) sind schon begeistert von unseren Touren am Wilden Kaiser. Sie möchte dort auch mal hin. Dieses Jahr ging es zu den Schwartzwald. Im Schwartzwald haben sie da ein wenig “geklettert” (wandern am Seil hinauf). Das war schon richtig “cool”. Aber sie möchten so gerne zu den richtigen Berge fahren. –> –>
In den Niederlande wird beraten um erst ab 10 Jahre Kindern am Klettersteig mitzunehmen. (minimaal 1.40 m). Sind in Österreich Klettersteigen für jungere (kleinere) Kindern? Wir möchten verantwort mit unserem Neffe und unserer Nichte unterwegs sein.
VG,
Anja
laut DAV können theoretisch bereits Kleinkinder ab ca. 6 Jahre in die Klettersteigwelt einsteigen. Schwierigkeitsgrad A maximal B. Die Erwachsenen sollten aber in jedem Fall ausreichend Erfahrung in den Bergen und im Klettersteiggehen haben.
Voraussetzung ist auch ein Kindertaugliches Klettersteigset welches auch bei dem geringen Körpergewicht im Ernstfall auslösen würde.
Bspw: ** you do not have permission to see this link **
oder das ** you do not have permission to see this link **
Man sollte darauf achten Touren auszusuchen bei denen Zu- und auch der Abstieg (ungesichert) nicht zu anspruchsvoll (absturzgefährdet) sind. Auch die Dauer und Länge der Tour nicht zu lange wählen. Über 4 Std. wird es da schon zu anstrengend. Damit die Kids im Ernstfall nicht aus dem Sitzgurt herausfallen ist u.U. auch ein zusätzlicher Brustgurt hilfreich
Aber das sind nur Empfehlungen. Ob das ganze machbar ist hängt im Einzelnen sowohl von den Erwachsenen als auch von den Kindern ab. Und da der Kleinste erst 4 ist wäre ich da ebenfalls etwas vorsichtig.
Wie schon gesagt: man kann nichts verallgemeinern, weil jedes Kind anders ist, aber ich wäre da vorsichtig.
Besser als direkt in Klettersteige zu gehen finde ich Kinder langsam an die Berge ran zu führen. Erst nur einfache Wanderungen zu machen und von mal zu mal immer behutsam die Schwierigkeit steigern. Dann läuft man auch nicht so schnell Gefahr, die Kinder zu überschätzen.
Was die Mindestgröße für Klettersteige angeht: manchmal sind die Griffe und Tritte zu weit auauseinander für kleine Kinder, das können sie dann einfach nicht schaffen. Wenn man Kinder an Klettersteige heranführen möchte, muss man den Steig gut kennen …
Wie gesagt: lieber langsam an die Berge heranfĂĽhren!
Ja, so eine kleine Ăśbungsgeschichte. Oder mal Toprope einbinden und einen kleinen Fels hochklettern lassen. Also etwas, was dem Spieltrieb entgegenkommt und nicht lange Konzentrationsphasen erfordert. Oder mal zum Bouldern in eine Halle.
ich hab bei meiner Aussage auch ein klein wenig an Blaufuchs gedacht. Aber der ist sicherlich kein MaĂźstab. Und rĂĽckblickend auf meine eigene Familie war unsere Tochter auch erst mit 11 Jahren das erste Mal im Klettersteig und vorher mit auf Bergwanderungen. Dies teilweise auch auf versicherten und unversicherten Steigen um das Ganze attraktiver und abwechslungsreicher zu gestalten.
Ich glaube der Schlüssel liegt auch darin wo die Familien wohnen und wie oft sie in den Bergen unterwegs sind. Wohnt man mitten in oder nahe der Alpen wachsen die Kinder schon ganz anders auf, sind von klein auf ständig in den Bergen und in jungen Jahren schon wesentlich weiter als wir “Flachländer”.
Apicius mag mir widersprechen: So kleine Kinder haben im Klettersteig nichts zu suchen!
ich würde den Satz nur um ein grundsätzlich erweiter
Und dann einschränken (mag auf weniger als 1 % dann zutreffen) unter Berücksichtigung der Kletterfähigkeit der Kinder.
Aber auch da ist zu sagen, dass Freiklettern in der Halle auf jeden Fall die bessere Alternative ist um Kindern an Klettern heranzuführen und dann im Anschluss an den Fels (beim Freiklettern) zu gewöhnen.
Das an den Fels gewöhnen hat bei uns einige Tränen gekostet, da waren die Kinder so ca. 6 Jahre als und konnten in der Halle schon Überhänge klettern.
Aber zum einen ist so ein Fels um einiges “bedrohlicher” und häter als eine Wand mit Kunstoffhaltern und zum anderen sollte man auch nicht die Höhe unterschätzen beim abseilen.
So sind die Kinder zwar vieleicht nur 6m hoch geklettert, aber sofern man an einer Hanglage steht, kommt optisch da eine ganz andere Höhe rüber als nur das was man geklettert hat.
Da wird das Abseilen schnell zu einer tränenreichen Mutprobe. Die Kinder grundsätzlich nur klettern lassen wenn sie wollen, nicht drängen. Meine sind unter Stress und Tränen abgeseilt und wollten sofort wieder hoch mit den selben Dramen beim abseilen !
Klettersteig und Kinder die wenig klettern könen für eine absolut unsinnige Kombination !
Das dient ausschlieĂźlich dem Egoismuss der Eltern, ja jetzt werden mich die meisten Eltern steinigen.
Im Gegensatz zum Freiklettern kannst du hier nicht stürzen, also keine Grenzerfahrungen sammeln. Jeder Sturz bedeutet eine hohes Verletzungsrisiko da Klettersteige eher Extremwanderwege sind den Kletterrouten. Bedeutet, die Versicherung soll dich ausschließlich vor tödlichen Abtürzen bewahren hat aber aufgrund von Sturzdämmung und der durch die Sets vorgegebene Sturzlänge eine hohe Aufschlagenergie und demetsprechen hohes Verletzungpotezial.
Klar gibt es irgenwelche Kindersteige wo diese Sturzgefahr nicht gegeben ist nur da ist mach Abenteuerspielplatz spannender als der Kletersteig und hat mit Klettersteig gehen (mit Klettern sowieso) nur sehr bedingt zu tun.
Beim Freiklettern hast du die Probleme nicht, im Gegenteil hiermöchtest du das die Kinder auch stürzen, zum einen, um ein Gefühl fürs abfangen zu bekommen und weit wichtiger Ihre Grenzen kennen zu lernen und sich daran zu steigern.
Ist jemand definitiv nicht vom Klettersteig gehen mit Kindern abzuhalten (so wie ich) so gibt es ein paar Dinge die man wenigstens beachten sollte.
FĂĽr jĂĽngere Kinder auf jeden Fall ein Brustgeschirr auch wenn sie motzen (und das werden sie wahrscheinlich tun).
Es gibt kaum Kindgeeignete Klettersteigsets da die meisten Fallbremsen erst bei 50 KG einsetzen die Kinder somit voll in den Gurt einschlagen (fiese RĂĽckenverletzungen).
Die einzigen mir bekannten Ausnahmen sind zum einen Edelrid mit einen eintellbahren Bremse ab 30 KG) und Scylotec mit eine Mehrstufenbremse auch ab 30 KG.
Ich bevorzuge Scylotec da die Edelridbremse sehr sperrig ist.
Immer ein paar Karabiener und ein Notseil dabei haben um sich aus Problemstellen heraushelfen zu können. Bitte nicht als Dauerkletterhilfe wie häufig propagiert, da kann man den Steig auch gleich sperren, das ist einfach unfair für nachfolgende Kletterer.
Neben dem Aufstieg ist so ein Seil ab und an auch sehr nützlich beim Abstieg, der ist manchmall gefährlicher als der Aufstieg und es kann gerade bei leichtes Steigen auch immer mal ungesicherte Zwischenstücke geben ,da ist man auch deutlich relaxter wenn man die Kinder sichert.
Sohn und Tochter beim “Üben” Pfalz/Sandstein
Klettersteig vor Traumkulisse (klettern SĂĽdseite/Schnee Nordseite) Kinder 9 Jahre alt Schwierigkeit C/D (Steig leider mitlerweile abgebaut).
Hier sieht man an den beiden Bildern eigendlich sehr schön, dass, obwohl das klettern am Sandstein deutlich schwieriger ist, ist die Gefahr sich zu verletzten wenn man stürzt beim Klettersteig deutlich höher ist. Wobei die Hauptsturzgefahr bei dem Steig darin betsteht das man ausrutscht oder unaufmerksam ist, sofern man klettern kann.
Klettersteig immer so auwählen das man Ihn ohne Probleme sicher durchgehen kann, sprich sämtliche geforderten Schlüsselstellen locker klettern kann.
Warum so ausfühlich das Ganze…weil ich eher ein Gegner von Kindern im Klettereig als ein Beführworter bin.
Das liegt daran, weil es so viele blöde Eltern gibt die Ihre Kinder masslos überschätzen und sich mit den Problemen überhaupt nicht beschäftigen.
Wenn man sich mal intensiv mit der Thematick auseinandersetzt sich dazu noch um die Fähigkeiten und Kondition für die jeweilig geforderte Schwierigkeitstufe kümmert, dann ist Klettertseig durchaus auch ein tolles Familienerlebniss.
Mit einem Verletzungspotezial das man dann bewust eingeht. Muss jeder so wie ich mit sich selbst abmachen.
Hauptschuld an der Situation (bei den Erwachsenen grundsätzlich die selbe Problematik)trägt hier meines erachtens die Sicherheit die die beiden Karabiener am Stahlseil sugerieren (statt nur einem Seil) und die zu wenige Aufklärung, was dieses Sicherungssysthem nur leisten kann, und vor allem auch unter welchen Vorraussetzungen (Mindestgewicht).
Wer hier neben der Tourismuss und Kletterindutrie auch versagt ist der DAV (der da auch kein einlenken zeigt), der teilweise neue HĂĽtten propagiert mit dem Hinweis auf Klettersteige und das sichere FamilienvergnĂĽgen das daraus resultiert.
Ich habe mich über eure Antworte sehr gefreut. Die haben nur bestätigt, was ich selber schon gedacht habe. Kindern im Alter 0-9 habe eigentlich nix im Klettersteig zu suchen. Ich habe es über Flachlandkindern!
In den Niederlande wird immer viel angegeben über die Leistung der Kindern am Berg (wandern, klettern, skifahren, radfahren). Oft ohne Tränung sind die Kindern am berg unterwegs. Ohne Problemen sagen die Eltern.
In einer Kletterhalle können sie üben und Spass erleben. Erst mal fleissig wandern am Berg und langsam höher am Berg mit den Kindern gehen! –> –>
jetzt bin ich endlich in einem Forum wo ich vielleicht Ratschläge für ein Klettersteigset für Kinder bekomme und viele sagen, Kinder haben im Klettersteig nix verloren?
Mein Junior wird jetzt 9 Jahre und ich will mit Ihm mal ganz leichte Klettersteige machen die gibt es ja.
Da ich mit ihm schon mehrmals erfolgreich im Kletterwald war, weiĂź ich dass er trittsicher und schwindelfrei ist.
BloĂź mit dem Klettersteigset ist es wohl nicht so einfach?
wie schwer ist denn dein Sohnemann. Das “Problem” war ja hier in der vergangenheit immer das geringe Gewicht, so dass diese Sets im Falle eines Sturzes nicht ausgelöst haben.
Die Firma Skylotec hat für Kinder aber z.B. schon länger ein Klettersteigset im Sortiment – das nun auch in Folge der neuen Klettersteigset Norm überarbeitet wurde:
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