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Dreiländertour
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Hallo,
wir waren mal wieder mit dem Bike im Gebirge. Die Knie haben das so vorgegeben, da gerade das Bergabgehen kaum möglich ist. Mit dem Rad ist (fast) alles super.
Dieses mal war die Dreiländertour (Italien/ Schweiz/ Österreich) angesagt. 4 Hotels im Bereich Reschenpass bieten eine top organisierte Tour mit Übernachtungen/ Gepäcktransfer/ Tourenbeschreibung etc. an, und das noch zu einem moderaten Preis. Hörte sich im www alles recht gut an.
Also, auf gehts. Anreise am 24.7. in Scuol, Hotel Bellaval. Nach langer Anfahrt fogte die erste Übernachtung mit etwas Regen am Abend. Trotz Aufregung vorm Start am nächsten Morgen, konnten wir dennoch gut schlafen. Nach sehr ordentlichem Frühstück wurden dann gegen 8 Uhr die Räder gesattelt, die Roadbooks übernommen und ab gings nach Sur En zum Eingang in das Uina-Tal mit der legendären Uina-Schlucht. Insgesamt standen fast 2000 Höhenmeter, verteilt auf 60km, auf dem Programm. Davon ca. 1000 bis zum Eingang der Schlucht, ab dann ging es ca. 1 Stunde auf einem in den Fels geschlagenen Weg wie auf einem Klettersteig für Fahrräder mit Drahtseil zu Fuß weiter. Auf ca. 2300m gab es eine längere ebene Passage, sehr verblockt, nass und voller Kuhfladen, eigentlich die schwierigste Passage der Etappe. Nach kurzer Abfahrt erreichten wir die Sesvenna-Hütte auf 2258m. Dort gabs erst mal eine verdiente Stärkung, danach folgte eine Endlos- Abfahrt bis nach Burgeis im Vinschgau. Wichtig war die eine oder andere Pause, sonst wären die Bremsen verglüht… Auf der italienischen Seite war es gefühlt 10 Grad wärmer, dazu noch Sonnenschein. Die folgende Auffahrt zum Reschenpass über den Via-Claudia-Radweg wurde somit sehr schweißtreibend. Noch ein paar Höhenmeter bergab zum Hotel Central in Nauders und das Ziel war erreicht. Jetzt gab es nur noch Entspannung pur: 4 Sterne Luxus war angesagt. Erst ein super Abendessen, dann noch ein warmes, weiches Schwimmbecken–was will man mehr. Nach erholsamer Nacht starteten wir am nächsten Tag die 2. Tagesetappe mit vollkommen anderen Gegebenheiten: Dauerregen! Es ging den Radweg Richtung Meran entlang bis zum Abzweig ins Val Müstair (Münstertal) bei Schleis, dann noch ca. 20km bergauf bis Sta. Maria zum Hotel Stelvio. Insgesamt ca. 40km und 930 Höhenmeter, die in knapp über drei Stunden abgespult wurden. Wir standen tropfend in der Mittagszeit vorm Hotel. Die Wechselklamotten kamen aber erst ca. 16 Uhr an und das Zimmer war noch nicht fertig–was für ein Dilemma. Aber kurz danach konnten wir einziehen und duschen, dann ab ins Bett und aufwärmen, bis dann die trockenen Sachen kamen. Stärkung und Schlaf waren nötig, denn am nächsten Tag stand wieder ein Highlight auf dem Programm. 40km und 1340 Höhenmeter durchs Val Mora nach Livigno. Erst ein verdammt steiler Anstieg bis zum höchsten Punkt Döss Radond auf knapp 2300m, dann eine spektakuläre Abfahrt durchs Val Mora mit allem, was das Bikerherz begehrt. Erst Schotterwege, dann ein Wiesenpfad, der in einen Singletrail überging. Immer oberhalb eines rauschenden Gebirgsbaches, schmale, anspruchsvolle Pfade, aber alles gut fahrbar. Noch etwas Wiese und dann erreichten wir einen Stausee oberhalb von Bormio. Von dort aus gings wieder reichlich 500 Höhenmeter bergauf zum Pass Alpisella, dann steil bergab bis zum Livigno-See. In Livigno war die nächste Übernachtung im Hotel Pare, allerdings lag dieses wieder ca. 200m über dem Ort. Ich glaube, das war der härteste Anstieg dieses Tages, denn damit hatten wir überhaupt nicht mehr gerechnet. Jetzt war Eintauchen in die italienische Lebensfreude angesagt (so stand es im Roadbook – wie war!!!): 5-Gänge-Menü, Paulaner, danach Swimmingpool und relaxen–was gibt’s schöneres. Am letzten Tag sollte eigentlich die härteste Etappe über den Chaschauna-Pass (2700m) mit 600 Höhenmeter Schiebestrecke über insgesamt 68km und 1900 Höhenmeter stattfinden, aber aufgrund des instabilen Wetters haben wir uns für die leichtere Variante entschieden. Knapp 60km und etwa 800 Höhenmeter waren auch genug, zumal die Beine schon etwas brummten. Erst am Livignosee entlang bis zur Staumauer, dann mit dem Bikeshuttle durch einen 2,55m breiten Tunnel und der Chaschaunapass war umfahren. Jetzt ging es noch sehr beschaulich auf Strassen und Radwegen im ewigen Auf und Ab zurück nach Scuol. Wunderschöne Aussichten auf die umliegende Bergwelt, kleine urige Bergdörfchen–auch schön! Dann zum Schluß noch eine knackige Abfahrt und wir standen wieder vorm Hotel Bellaval. Nach vier schönen und anstrengenden Tagen war das Abenteuer schon vorbei, aber das nächste ist in Planung. Zum Schluß noch ein paar Bilder:
1.Etappe
2.Etappe
3.Etappe
4.Etappe
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auch wenn mir [link removed] noch viel lieber ist als MTB, so ist das doch eine tolle Tour in schöner Landschaft gewesen. Danke fürs Teilhaben und die Bilder.
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Danke für den schönen Bericht und die schönen Bilder!!
Hoffe es geht auch bald wieder “zu Fuss” – aber ist schon auch ne schöne Gegend da am Reschenpass!! (und oben locken ja auch 2 Klettersteige –>
–> ) -
Erinnert mich an meine 3- bzw. 4-Länderrundfahrten. Wobei ich mehr der Straßen- und Alpenpassfahrer war/bin.
Elke ist leider für diese Alpenpassfahrten nicht zugänglich.
So kann ich durch deinen Bericht etwas träumen und mich dann wieder auf die KS´se konzentrieren.
Herzliche GrĂĽĂźe in den Norden
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Hallo,
@Harald: [link removed] geht auch mit MTB, ist eben halt etwas mehr Gewicht zu bewältigen . Aber Du willst ja mehr ins Eis und Eisen, da stört so ein Radl nur…
@Ralf: Die Tour war wirklich top, teilweise mussten wir uns auch schon zu Fuß durchkämpfen. Geht auf jeden Fall schon besser als vor einem halben Jahr. Ich denke mal, das dieses Jahr auch schon ein paar leichte Klettersteige möglich sind. Wenn ja nur der Abstieg nicht wäre…
@Mörchen: Danke für die Grüße, wir sind aber in der Mitte –>
–> Die Nordlichter haben noch ganz andere Dialekte… -
Coole Tour Felix. Ich würde gar nicht auf die Idee kommen in der Umgebung mit nem Radl rumzuhampeln. Da habt ihr ja trotzdem gut Höhenmeter gefressen
Schöne Bilder die Du da geschossen hast.
GruĂź Timmy
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Timmy wrote:Coole Tour Felix. Ich würde gar nicht auf die Idee kommen in der Umgebung mit nem Radl rumzuhampeln. Da habt ihr ja trotzdem gut Höhenmeter gefressen
Schöne Bilder die Du da geschossen hast.
GruĂź Timmy
Hallo und Danke fĂĽr Dein Lob.
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Uih, da habt ich aber ganz schön gestampelt, was? Aber schöne Tour, danke für den Bericht!


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