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Besteigung des Mt. Meru in Tansania
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Nach 8 Stunden Flug und einer etwas abenteuerlichen Autofahrt erreichten wir abends noch gerade pünktlich zum Abendessen unsere Lodge in Moshi auf etwa 900 m Meereshöhe.
Am 1. Tag hatten wir mit unserem Guide ein ultraknappes Briefing für die Akklimatisationstour auf den Mount Meru.
Unerwartet pünktlich ging es dann am nächsten Morgen (21.09.2013) per Kleinbus zum Momella Gate (1580 m) im Arusha Nationalpark. Nach Klärung aller Formalitäten ging es dann mit einem Parkranger zur Miriakamba Hut (2514 m).
Etwa 5 Stunden dauerte die Wanderung bei der der höchste Punkt etwa auf 2850 m lag. Der Weg war sehr einfach aber trotzdem spannend. Hier und da tauchten verschiedene Affenarten, Warzenschweine, Antilopenarten, Zebras auf.
Der Höhepunkt war jedoch eine Giraffe, die etwa 5 m von uns entfernt im Gras stand und sich kaum von uns stören lies.
Auch dem berühmten Fig-Tree sind wir begegnet.
Auf der Miriakamba Hut gab es ein erstes leckeres Abendessen. Die Hütte ist einfach und zweckmäßig eingerichtet.
Am nächsten Morgen ging es dann weiter zur Saddle Hut (3566 m). Erstaunlich ist die gesamte Vegetation. Selbst über 3000 m Höhe wachsen große Bäume die überall mit herabhängenden Flechten bewachsen sind.
Die Wanderung dauerte rund 3 Stunden. Am frühen Nachmittag ging es zur Akklimatisation zum Little Meru der immerhin eine Höhe von 3820 m hat. Damit hatte ich dann auch meinen persönlichen Höhenrekord eingeholt. Auch hier wächst und sprießt und gedeiht alles. In den Alpen könnte man denken, man wäre auf 2200 m.
Wieder zurück in der Saddle Hut gab es früh Abendessen, denn am nächsten Morgen sollte es früh losgehen. Sehr früh sogar. Schlafen in der Höhe war nicht so einfach- lag es an der Höhe oder der Spannung, oder der Unruhe der anderen Hüttenbewohnern?
Wecken war um 24:00 Uhr und nach einem Mini-Frühstück aus Tee und Keksen (Mehr brachten wir eh nicht herunter) brachen wir um 01:00 Uhr in die stockdunkle Nacht auf.
Nach 1 ½ Stunden erreichten wir den Rhino Point (3860 m). [Bis zu diesem Punkt wurden angeblich schon größerere Säugetiere gesehen worden.]
Bis dahin war es ein sehr einfacher Serpentinenweg gewesen. Von hier aus ging es dann zunächst ca. 300 HM nach unten, wobei die Schwierigkeiten am Weg zunahmen. Es ging immer wieder mal über ziemlich glatte Vulkangestein-Platten und andere höhere Stufen. Schließlich verlief der Weg wieder weiter ansteigend.
Der Untergrund wurde zunehmend schottrig und es kam einem so vor, dass man einen Schritt nach vorne machte und dann einen ½ Schritt wieder runter rutschte. Die Steigung war unangenehm steil. Es war sehr kalt und der Kopf tat weh. Unter der Berücksichtigung, dass jetzt gerade mal die Hälfte des Aufstiegwegs geschafft sein sollte und der Rückweg vom Gipfel ja dann auch noch dazu kommen würde gab es ein großes Kopfkino…..
Irgendwann hörte der Schotter dann auf und wechselte mit Felsen, nun gab es einige ausgesetzte Passagen. Es schien als hätte der Berg keinen Gipfel. Immer wenn man eine Anhöhe erreichte, türmte sich eine weitere dahinter auf…. Wie lange sollte das noch so weiter gehen?
Bei etwa 4400 m ging es ziemlich langsam weiter. Beim rechten Fuß einatmen, beim linken Fuß ausatmen. Nach 5 Schritten einmal komplett durchatmen.
Auf 4500 m packte unser Guide eine Thermoskanne aus und es gab für jeden eine Tasse heißen, belebenden Tee. Kurz darauf deutete er nach oben und meinte, dort ist die Gipfelfahne.
Das war wie ein Adrenalinschub und obwohl die letzten Meter noch mal steiler und auf unangenehm glatten Platten waren, die dazu noch mit einer dünnen Eisschicht überzogen war, trieb uns das sichtbare Ziel zügig bis zum Gipfel vom Mount Meru.
Schließlich standen wir um 6:10 Uhr auf dem 4566 m hohen Mount Meruu. Nun dauerte es noch etwa 10 Minuten bis zum Sonnenaufgang, den wir in vollen Zügen genossen.
Hinten rechts kann man das Kilimandscharo Massiv erkennen
Mit Super Ausblicken wurden wir belohnt.
Für den Abstieg bis zur Sadlle Hut, auf der es ein stärkendes Mittagessen gab brauchten wir ca. 3 Stunden.
Am Nachmittag ging es dann nochmal 2 ½ Stunden weiter herab zur Miriakamba Hütte. So kamen wir an diesem Tag zu etwa 1300 hm Aufstieg und etwa 2350 m im Abstieg.
Das wir in der folgenden Nach traumhaft gut schlafen konnten, lag nicht nur an den Schlafsäcken und Matrazen…
Am nächsten Morgen hieß es Abstieg zum Momella Gate.
Hier nahmen wir gegenüber dem Aufstiegsweg einen kürzeren, aber steileren Pfad. Auch hier wurden wir wieder vom (bewaffneten ) Parkranger begleitet.
Auf einer Ebene begegnete uns eine große Büffelherde.
Da der Weg mitten durch die Herde ging, lud der Ranger einmal seine Waffe voll durch und das klacken reichte aus um die Herde in die Flucht zu treiben
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Nach insgesamt 3 Stunden erreichten wir wieder das Gate, von wo wir dann per Jeep abgeholt wurden. Nun hatten wir einen Tag Zeit alles zu reinigen und erneut zu packen um dann bald zum Uhuru-Peak aufzubrechen.
Hier geht es zur Fortsetzung ** you do not have permission to see this link **
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Wow! Vielen Dank für die Eindrücke, die Du uns da geschildert hast!!!!
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Hallo,
ein super Bericht mit tollen Fotos ist das. Da bekomme ich gleich selbst wieder Lust, in den Flieger zu steigen.
Afrika wäre auf jeden Fall auch mal ein Ziel, aber nächstes Jahr wird es bei mir wahrscheinlich mal wieder nach Nepal gehen.
Grüße
Tobi
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Herzlichen Glückwunsch und Danke.
Ist wirklich toll und seltsam zugleich. Bei uns wächst auf 3.500m ja nimmer allzuviel
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Kraxel-Tobi wrote:Hallo,
ein super Bericht mit tollen Fotos ist das. Da bekomme ich gleich selbst wieder Lust, in den Flieger zu steigen.
Afrika wäre auf jeden Fall auch mal ein Ziel, aber nächstes Jahr wird es bei mir wahrscheinlich mal wieder nach Nepal gehen.
Grüße
Tobi
Was genau hast Du in Nepal vor?
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Hey,
klasse Bericht und Glückwunsch zum Gipfelerfolg.. Ich war neulich auch auf dem Mount Meru, hat mir sogar besser gefallen, als der Kili.
Wer sich deinen Bericht mal in bewegten Bilder anschauen will; Anbei das Video von meiner Besteigung
[youtube][Permission to view this media is denied]
[/youtube]mfg Jens
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JensArpe wrote:Hey,
klasse Bericht und Glückwunsch zum Gipfelerfolg.. Ich war neulich auch auf dem Mount Meru, hat mir sogar besser gefallen, als der Kili.
Wer sich deinen Bericht mal in bewegten Bilder anschauen will; Anbei das Video von meiner Besteigung
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[/youtube]mfg Jens
Vielen Dank Jens, für das Video.
Konnte mich wieder sehr gut an die Besteigung erinnern. Wobei ich an dem Tag einfach nicht fit war und daher nicht wirklich gute Erinnerung an den Aufstieg habe.
Hat dich das “Höhenfieber” gepackt?- Was wirst Du als nächstes tun?


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