ANZEIGE
Stubai Bergsport Klettersteigsets
Stubai Bergsport Klettersteigsets
< Forums
Gezeigt werden 1 - 14 von 14 Antworten
  • 4 Tage und knapp 7000HM*

    aktualisiert 10 Jahre, 9 Monat aktiv. 9 Mitglieder · 14 Beiträge
  • carbonicim

    Mitglied
    10. August 2015 at 23:40

    *Zu-Ab-und Anstiege gerechnet.

    Hallo Ihr Lieben,

    bevor ist zu spät ist und die Touren vergessen werden (ist jedoch nicht möglich:)) wollte ich über unseres diesjähriges KS-Ereignis berichten. Genau vor einer Woche kamen wir zurück von der spontansten Tour die wir je gemacht haben. Die wir aber schon immer machen wollten <img class=

    Die Rede ist von dem Königsjodler KS

    Wie ich schon in dem Tourenkommentar geschrieben habe, habe ich es mir schon lange gewünscht diesen KS zu machen. Aber es kam immer was dazwischen: Arbeit, schlechtes Wetter, Schwangersein, kleines Kind usw.usf.

    Da ich auch alle zwei Wochen samstags arbeiten muss, ist/war die Koordination der verschiedenen Faktoren nicht immer einfach

    Am 28.07. zeichnete sich ab, dass das Wetter am Hochkönig passen könnte. Einen Tag später am Mittwoch haben wir uns nach der Arbeit entschieden die “Koffer” zu packen. Am Donnerstag den 30.07. nachdem wir unseren Kleinen in den KiGa gebracht haben sind wir Richtung Hochkönig aufgebrochen.

    Wir kamen abends beim strömenden Regen an und konnten kaum glauben, dass es am nächsten Tag Sonnenschein geben soll.

    Übernachtet haben wir bei einer sehr netten Wirtin auf der Mittereggalm. Dort haben wir auch sehr gut zu Abend gegessen.

    Danach haben wir unsere Rucksäcke für nächsten Tag fertig gepackt und gingen zügig ins Bett.

    Der Wecker wurde auf 3 Uhr gestellt.

    Wir haben uns die Ratschläge des Hüttenwirts am Matrashaus zu Herzen genommen und wollten früh starten.

    Kurz vor 4 Uhr nachts waren wir am Parkplatz Erichhütte. Daneben sieht man die liebevoll eingepackte Verpflegung unserer Wirtin

    [/url:22unfapi]

    Ich habe ja auch eine Schrecksekunde aufm Parkplatzt gehabt. Es war stockdunkel und ruhig. Auf einmal brummt etwas….Ich habe voll weiche Knie bekommen und geflüstert:”Marc hier ist ein Tieeeer!” Dann brummte es erneut. Endlich die Stirnlampe anbekommen entpuppte sich das Tier als menschliches im Zelt schlafendes Wesen Uffffff…..

    In herrlicher Dunkelheit marschierten wir zu Erichhütte, die sich um 4.30 Uhr noch im Tiefschlaf befand. Dort oben haben wir ein kleines Frühstück zu uns genommen und tatsächlich konnten wir andere Stirnlampenlichter weit oben im Zustieg beobachten!!! Also doch nicht die Ersten?!

    Irgendwann konnten wir die Stirnlampen ausschalten und gingen weiter in Begleitung eines mystischen Vollmond Lichtes.

    [/url:22unfapi]

    Der Zustieg zieht sich und ist nicht unbedingt locker-flockig:)

    Um 7 Uhr standen wir etwas unerhalb des KS´s und aßen noch etwas. Schnell wurde uns sehr kalt und wir flüchteten direkt an den Zustieg um sich in den ersten Sonnenstrahlen zu erwärmen.

    Ich und auch der Marc hatten eiskalten Hände!! Langsam kamen auch andere KS-Geher an und wir plauderten ein wenig.

    Da es uns nicht wärmer wurde, stiegen wir jedoch schnell in den KS ein.

    Die erste knackige D Stelle fühlte sich mit gefühlslosen Händen etwas komisch an, huh!

    Knackiger Anfang!

    [/url:22unfapi]

    Weitehin entpuppte sich dieser KS als wunderschön zu kletternde Linie. Schön abwechslungsreich! Man konnte mit guter Klettertechnik sauber und nicht anstrengend vorran kommen.

    Yeah, der erste “Buckel” ist geschafft!!

    [/url:22unfapi]

    Und weitere Impressionen

    [/url:22unfapi]

    Jungfrauensprung…ehhhmmm darf ich überhaupt darüber?:)

    [/url:22unfapi]

    Das Wetter war super!! Sonnig, aber nicht zu warm. Immerwieder zogen Nebelschwaden hoch

    [/url:22unfapi]

    Der KS ist einfach ein Traum!! Man klettert und klettert und…..es nimmt auch kein Ende <img class=” title=”Laughing” /> So gefällt es mir/uns!!

    An dem Flying-Fox passte unsere Rolle nicht:( Also doch mit den Armen hangeln….es war schon anstrengend

    [/url:22unfapi]

    Bis zum Kummetstein ist noch ein bisschen…

    [/url:22unfapi]

    Und immer wieder geht es über Zacken, Aufstieg, Abstieg, Grat….Wir geniessen es und schauen gerne auf den zurück gelegten Weg.

    [/url:22unfapi]

    Vor Kummetstein merkten wir, dass wir unsere Energiespeicher erneut befeuern müssen. Jetzt verstehe ich die ganzen Rettungsaktionen in denen die Menschen vor Kummetstein die Kraft verlässt. Und der Weg weiter wird nicht einfacher, ganz im Gegenteil: der D Einstieg im Kummetstein ist anspruchsvoll, steil, lang, wenig Eisenhilfe. Trotzdem wunderbar zu klettern nach einer kleinen Jause.

    [/url:22unfapi]

    Kummetstein: D Anfang, fordernd jedoch wunderbar zu klettern!

    [/url:22unfapi]

    [/url:22unfapi]

    Danach der nicht besonders schöne Abstieg, bei dem mir ein großer Tritt ausgbrochen ist und polternd in das Birgkar flog.

    Der Letzte D Aufschwung danach…Ehhhm die Bilder sind vertauscht:) bitte in anderer Reihenfolge anschauen:)

    [/url:22unfapi]

    [/url:22unfapi]

    Und die letzten Klettermeter

    [/url:22unfapi]

    Geeeeeschaaft!! Um 11.30 Uhr standen wir am KS-Ausstieg!! Überweltigende Tour. Mega, mega, mega!! Ich war so glücklich und dankbar darüber, dass sich endlich mein Traum erfüllt….ehhhh, es kullerte eine Träne herunter.

    [/url:22unfapi]

    Nach einer “bitte genießen Pause” sind wir zu Matrashaus getappt und haben unser Lager bezogen. Zum Glück haben wir für den Freitag reserviert, obwohl der Roman schreibt, dass man für Werktage nicht reservieren braucht….Nun es ist immer das erste Mal wie er auf seiner homepage schreibt und die Hütte war auch Werkstags ausgebucht!!! Das erste Mal in 17 Jahren!

    Zum Glück ergatterten wir ein gemütliches 3-Lager für uns und hatten keine direkten Schlafnachbar bei uns:)

    Eigentlich haben wir auch kurz überlegt abzusteigen, aber haben uns dagegen entschieden und blieben auf dem Gipfel. Genossen traumhafte Ausblicke und die Sonne. Abends gab es den größten Spaghettiteller meines Lebens….mit Nachschlag <img class=

    [/url:22unfapi]

    [/url:22unfapi]

    Morgens sind wir dann über den Normalweg zum Arthurhaus abgestiegen. Normalweg hört sich total entspannt an, aber auch hier darf man nicht außer Acht lassen, dass es sich um zeitlang alpinen Abstiegsweg handelt. Geht ziemlich in die Knie…Hier werde ich euch nicht mehr mit den Bildern “quälen”:)

    [/url:22unfapi]

    Mein Fazit: bitte nicht lachen oder mich als überheblich abstempeln, aber ich habe es mir schwieriger vorgestellt <img class=” title=”Embarassed” /> was man alles immer so liest….

    Auf jeden Fall eine anstrengende Begehung, aber wenn man über gute Kondition verfügt und etwas klettertechnisch versiert ist, sprich “mit den Beinen klettert” und gute Psyche hat schafft man das ganz gut!

    Wunder-, wunderschöne Tour!! Ich denke wenn es möglich ist werden wir sie nächstes Jahr wiederholen….

    Auf dem Parkplatz Erichhütte angekommen sahen wir ein Meer an Autos, das Wetter war phantastisch, fast evtl. zu heiß für den Steig?!

    Und einen fleißigen Mann sahen wir auch die “Camping-Verboten” Schilder aufstellte. Also Schluß mit Brumm”bären” <img class=” title=”Laughing” />

    Danach sind wir nach Leogang gefahren und unser Abenteuer ging weiter…

    Fortsetzung folgt……

  • waeller

    Mitglied
    11. August 2015 at 07:37

    @ carbonicim

    Sehr schöner Tourenbericht, vielen Dank!

  • Erik

    Mitglied
    11. August 2015 at 07:46

    Wunderschön beschrieben. Macht direkt Lust

    Freu mich schon auf die Fortsetzung …

  • harwin

    Mitglied
    11. August 2015 at 07:51

    sehr emotional und schön geschrieben. Danke.

  • UD

    Mitglied
    11. August 2015 at 11:47

    Seeehr schön Da kommen aber noch ganz viele Höhenmeter, oder?

    Genau das richtige Training fürs Ötztal da werde ich nicht mehr mithalten können und fürchterlich abk…a…cken –><img class=” title=”Embarassed” /> –>

  • Apicius

    Mitglied
    11. August 2015 at 12:01

    …schöner Bericht, schöne Tour

  • bergbiker

    Mitglied
    11. August 2015 at 16:57

    Hallo Ihr beiden!

    Gratulation zum Königsjodler! War dieses Jahr “nur normal” auf dem Matrashaus, über die Ostpreussenhütte aufgestiegen und dann über das Arthurhaus am nächsten Tag wieder hinab, war auch froh wie ich am Arthurhaus im Bus Richtung Mühlbach saß und die Knie Erholung hatten.

    LG

    Alexander

  • carbonicim

    Mitglied
    11. August 2015 at 23:24

    Ich danke euch!

    Harwin emotional sagst du? –><img class= –> nun liegt wohl in meiner Natur –><img class=” title=”Embarassed” /> –>

    Alex so ging es mir auch, ich bin noch nie so gerne Bus gefahren:) Zumal nach 700 Abstiegsmetern mein linkes Knie richtig zu zicken begann*aua!*

    Das Knie machte mir Sorgen für die nächste Tour, also hoch gehen und klettern kein Problem, aber der Abstieg….*brrrr*

    Nun, wo bin ich stehen geblieben? Verzeiht bitte auch meine Schreibfehler. Gestern war ich schon so was von müde….

    In Leogang haben wir uns am Samstag ein Zimmer genommen mit direktem Ausblick auf unser nächstes Ziel: Passauer Hütte und Leoganger Süd KS

    Aber erst Mal etwas erholen, duschen, vieeel Essen, Sachen neu packen usw. Der Tag war sooo schön und entspannt(na gut bis auf den Abstieg:))

    Wir wollten am nächsten Tag dem Sonntag zu Passauer Hütte aufsteigen. Wir wussten auch, dass es für diesen Tag schlechtes Wetter mit Dauerregen gemeldet war. Dafür für den Montag wieder strahlender Sonnenschein –><img class=” title=”Laughing” /> –>

    Also haben wir uns am Sonntag Zeit gelassen. Es schüttete auch die ganze Zeit wie aus Eimern.

    Gegen 15 Uhr sind wir dann aufgebrochen. Das Ziel kann man bei schönem Wetter aus dieser Stelle wunderbar sehen, diesmal nicht.

    [/url:35uy5v0i]

    Es war irgendwie nicht so wirklich kalt, ganz im Gegenteil, es herrschte eine gewisse Schwüle, so dass wir irgendwann nicht mehr wussten, ob wir vom Schwitzen oder vom Regen naß sind:)

    Der Weg zu der Hütte zieht sich. Er ist an sich schön, wir haben ihn auch schon vor 4 Jahren gemacht, aber bei den Verhältnissen war es diesmal nicht so prickelnd.

    [/url:35uy5v0i]

    Gegen 18 Uhr sind wir endlich angekommen. Und zur unserer Überraschung sahen wir die Hütte in einem neuen, schönen Gewand!!(es wird immer noch dort gearbeitet). Eine sehr nette Wirtin begrüßte uns herzlich und wir dürften uns in einem draußen stehenden Container umziehen und die Sachen dort zum Trocknen aufhängen(es war dort richtig beheizt!).

    Außer uns waren auf der Hütte noch 5 andere Gäste gewesen. Wir verbrachten den Abend in einer warmen Stube beim guten Essen und Trinken. Draußen nach wie vor mieses Wetter. Erst gegen 20 Uhr hat es angefangen aufzureißen.

    Passauer Hütte(sehr schön gemacht, neue Sanitäranlagen usw.)

    [/url:35uy5v0i]

    Wir hatten ein großes Schlaflager wieder für uns alleine. Ich will mir nicht ausmalen wie es dort aussehen kann wenn die Hütte ausgebucht ist…..Es ist ziemlich eng in den Schlafräumen.

    Am nächsten Morgen war der Leoganger Süd KS geplant.

    Mit diesem Ausblick wachten wir auf. Soooonnneee!!!

    [/url:35uy5v0i]

    Ganz aufregend fanden wir die paar Hubschrauber Rotationen…

    [/url:35uy5v0i]

    Irgendwann brachen wir zum KS auf. Der eigentliche Zustieg zum KS nach dem Wegweiser entpuppte sich für mich als ein kleiner Albtraum

    Der Weg ist seeehhr schmal und es geht diretissima runter. Bei mir spielte sich ein böses Kopfkino ab, Marc hüpfte wie eine alte Bergziege über den Weg

    Also wenn man mich hier ausblendet würde man nicht wirklich einen Weg erkennen, oder? Alles halb so schlimm wenn es nicht dieses Absturzgelände wäre

    [/url:35uy5v0i]

    Als ich am Einstieg nakam hatte ich einen Krampf in der linken Schulter –><img class= –>

    Die nächste Überraschung folgte sofort! Dieser KS ist komplett anders als der Königsjodler!!! Kraftraubender, völlig andere Kletterei! Viel an den Armen “wuchten”, hoch antreten, Reibung usw.. Und so geht es mit wenigen Ausnahmen die ganze Zeit. Ein heftiger D/E Steig….oder der Königsjodler saß uns noch in den Knochen:)

    Also er war schwerer als sich das Topo las. Nach uns sind zwei Männer eingestiegen die dann aber nach 30 Metern umgedreht sind, es war zu schwierig für sie.

    Nach uns kam noch ein einzelner Mann und wir plauderten ein wenig…Witzig! Er war der gleichen Meinung wir wir, dass der Steig schwerer war als das Topo vermuten lässt.

    Nichtsdestotrotz war es doch superschön keine Frage!

    Schön steil, und “rausdrehend” und bitte noch ein Fußwechsel

    [/url:35uy5v0i]

    und weiter steil und fordernd

    [/url:35uy5v0i]

    Der befürchtete Berführer Quergang. Ja hier bekommen manche Begeher wohl richtig Angst und legen noch einen Haufen auf den Weg Aber was will man wohl machen?!

    [/url:35uy5v0i]

    uppps die Linse war verschmiert…

    [/url:35uy5v0i]

    und hier vom Abstieg fotografiert, diese markante, von rechts unten nach links oben ansteigende Querlinie

    [/url:35uy5v0i]

    Nun, mein Gefühl dabei war sehr gut! Bin ohne Standschlinge bzw. Expressen gegangen. Ehrlich? Ich weiß nicht wie mir diese Hilfe helfen sollte?!

    Ich hatte richtig Spaß dabei in dem Quergang: die Arme ganz lang, Arsch an die Wand, der Helm rutscht nach hinten, der Rucksack hängt ins Nichts-endlich ein Luftzug zwischen ihm und dem Rücken

    Ich war ziemlich schnell, so dass Marc mich nicht bei dem obligatorischem Foto erwischen konnte.

    Am Ende gab es noch Zeit für Spässle

    [/url:35uy5v0i]

    Glücklich on Top!

    [/url:35uy5v0i]

    Danach sind wir über den Leoganger Nord abgestiegen, es gab leckeres Essen auf der Hütte und wir machten uns auf den Weg nach unten…1200hm, mir wurde mulmig wegen des Knies, aber erstaunlicherweise hat es keine Probleme gemacht, so dass wir zügig absteigen konnten.

    Danach nach Hause fahren, denn am Dienstag mussten wir ja auf der Arbeit sein –><img class= –>

    Das war es! Unvergessliche 4 Tage in den Bergen

  • harwin

    Mitglied
    12. August 2015 at 07:32

    der zweite Teil des Berichts reiht sich schön an den ersten. Vielen Dank fürs Mitnehmen. Wieder schön geschrieben

  • Erik

    Mitglied
    12. August 2015 at 07:48

    Herrlich zu lesen.

  • Apicius

    Mitglied
    12. August 2015 at 10:10

    wirklich schöner Bericht !

    360 HM mit diversen schwierigen Pasagen bis D/E geht schon in die Arme…soll er ja auch, ohne schnaufen ists ja nur der halbe Spaß

    Die Querpassage in Zustieg hätte mir auch keine Spaß gemacht

    Das Knie machte mir Sorgen für die nächste Tour, also hoch gehen und klettern kein Problem, aber der Abstieg….*brrrr*

    Das ist Mist, ich kämpfe seit über einem Jahr mit einem Meniskusriss den ich nicht operieren lasse. Muskeln ums Knie trainieren die halten das Knie, am bestem mal ein paar Sitzungen mit einem Physiotherapeut machen und Übungen zeigen lassen, nicht mehr ohne Stöcke bergauf und bergab gehen.

    die Arme ganz lang, Arsch an die Wand, der Helm rutscht nach hinten, der Rucksack hängt ins Nichts-endlich ein Luftzug zwischen ihm und dem Rücken Daumen hoch

    wenns so geht, warum mit Helferlein

    Bin ohne Standschlinge bzw. Expressen gegangen. Ehrlich? Ich weiß nicht wie mir diese Hilfe helfen sollte?!

    trotzdem kein Fehler wenn mans kann (man weis nie was noch kommt, oder wie man mal eine Zerrung etc.. hat). Mit kurzer Bandschlaufe und einem Karabiener besser als mit 2 Exen, 2 Exen geht aber auch. Einfach Rastschlinge ins Stahseil einhängen und sich bequem nach hinten legen mit Beinen auf Druck (Die benötigen jetzt keinen gescheiten Tritt oder griffigen Fels mehr sondern der Halt kommt einzig und problemlos über den aufgebauten Druck. Beide Hände am Stahlseil plazieren aber noch ohne Last, jetz Arme soweit anziehen das die Schlinge nicht mehr auf Zug ist und mit einer Hand den Karabiener nach nach vorne schieben und wieder belasten (Arme entlasten) und “bequem” und ohne Armkraft nachgehen und wiederholen bis man am Endpunkt ist.

    Macht Sinn, wenn man entweder an so einer Stelle schon sehr erschöpft ist (Arme müde) oder wenn in einer solchen Querung kaum Tritte sind und die Platte extrem Glatt ist z.B. Tabaretta geelen Knot da kann einem mit göberen Wanderschuhen oder abgelatschten Zustiegsschuhen schon mal die Verzweiflung packen wie man Halt finden soll .

    Eine gute (zusätzliche) Alternative ist es wenn man häufiger im Bereich D/E oder gar E klettert ein paar Kletterschuhe im Rucksack zu haben dann hat sich das Thema mit schlechtem Grip an solchen Stellen auch erledigt.

  • thomas224

    Mitglied
    12. August 2015 at 11:04

    Vielen Dank für den schönen Bericht vom KJ und Leo Süd

    Vielleicht ein paar Gedanken zum Leo Süd…

    Ja, der gebänderte Dachsteinkalk ist sobald das Gelände schwer wird wirklich etwas ungewöhnlich und nicht leicht zu klettern. Man müsste schon sehr genau auf die Reibungstritte und Griffe schauen bzw. viel Erfahrung haben um da, mit wenig Kraftaufwand und Seilziehen durchzukommen. Am neuen KS in den Loferern dem „Wilden Hund“ ist es ganz ähnlich – praktisch keine Tritthilfen und „wunderschöner Dachsteinkalk“. An den Dachstein Steigen selber (der Fels ist zmd. weiter oben der Gleiche) fällt das nicht so auf weil da hat man ja meist mit den Dachsteinstiften nicht gerade gespart. <img class=

    Dazu kann in deinem Fall der Kontrast ja fast nicht größer sein, wenn ich zb. an Franzls Fantastica am KJ denke – für die tollen Möglichkeiten frei zu klettern ist der KJ aber auch bekannt.

    Am Bgf. Quergang kann man eine Kurzfixierung schon recht gut einsetzen – machen auch viele – gezwungenermaßen. <img class= Wie das funktioniert hat Apicius im Vorposting schon sehr schön beschrieben. Wobei das schon fast wieder der Idealfall ist wie man mit Kurzfixierung einen schweren Quergang entschärft, in der Praxis und v.a. am Leo Süd ist das oft schon eher ein Hinüberzerren der Karabiner der Kurzfixierung am Stahlseil nur um möglichst wenig Armkraft einsetzen zu müssen. Das ist jetzt alles weder sonderlich elegant, gibt kein schönes Geräusch wenn der Karabiner beim Rüberziehen am Stahlseil schabt, mitunter fehlen am Ende der Aktion sogar 2-3mm Alu am Karabiner – aber so wird aus einem E Quergang ein – keine Ahnung – ein B/C? Quergang.

    Natürlich toll und Respekt , wie du es im Bericht schreibst, wenn man darauf nicht angewiesen ist. <img class=

    Im Grunde kann ich aber so jeden Quergang auf jeden beliebigen KS völlig entschärfen. Warum es beim Leo Süd als mir einzig bekannten KS explizit empfohlen wird hat ja eine Geschichte, ich hab bei meiner letzten Leo Süd Begehung im Abstieg zufällig einen der Erbauer getroffen und mit ihm ein wenig über den Steig gesprochen. Zu Beginn war das ja überhaupt kein Thema, weder geplant oder empfohlen, also sich mit irgendwelchen Kurzfixierungen über den Quergang zu murksen. Allerdings ist es dann am Bgf. Quergang mehrfach zu regelrechten „Dramen“ gekommen wo Leute ohne Kurzfixierung nach 2-3 vergeblichen Versuchen abbrechen mussten – wobei „abbrechen“ ist gut – wer völlig fertig am Beginn des Quergang steht und nicht rüber kommt und dann den Steig wieder absteigen muss – wer den Leo Süd kennt kann sich vorstellen wie „lustig“ eine solchen Aktion sein muss. Auch ein reger Material- und Infotauschhandel von Exen und anderen Hilfsmitteln bzw. wie diese denn anzuwenden seien, soll dort stattgefunden haben bzw. noch immer stattfinden. So ging dann halt auch die Info sinngemäß raus „ wenn es die Leute es anders nicht schaffen sollen sie halt 2 Exen mitnehmen“ und mittlerweile kann man es in jeder KS Literatur und fast überall im Internet nachlesen: „ am Leo Süd brauchst 2 Exen“. Ob dann jeder weiß was er damit anfangen soll bleibt jetzt mal dahingestellt.

    Für den Leo Süd würde ich persönlich mal auf jeden Fall zmd. eine Rastschlinge mitnehmen (ist bei schweren Steigen eh schon fast Standard) und vielleicht vorher mal auf einen anderen Steig bei einer deutlich weniger „adrenalinlastigen“ Querung als der Bgf. Quergang ausprobieren wie das so ist, sich im Fall des Falles kraftsparend mit Rastschlinge einen Quergang „rüberzumurksen“

  • Anonymous

    Deleted User
    12. August 2015 at 15:20

    Toll geschrieben, toll bebildert, hat mir sehr gut gefallen. Aber anschauen reicht, kann mir im Moment nicht vorstellen, das einmal selbst zu machen.

  • carbonicim

    Mitglied
    12. August 2015 at 20:45

    Knieprobleme das ist schon gruselig. und vor allem es ist immer, oder nur zum Glück das linke Knie Und es ist nicht so, dass diese Probleme sich irgendwie langsam während der Tour einschleichen, nein, es ist so, dass es plötzlich passiert, komisch, schief aufgetreten, zack! der Schmerz(seitlich am Knie) ist da und bleibt

    Mein Chiropraktiker meinte, das hängt mit meiner Hüfte zusammen und den Muskelstängen am linken Oberschenkeln zusammen. Ahhh ja er hat ja vieeel Dehnen davor empfohlen, habe vergessen –><img class=” title=”Embarassed” /> –>

    Zu der Expressen/Schlingen-Thematik. Also wir haben immer! eine Standschlinge dabei am Gurt egal welches Schwierigkeitsgrad wir gehen –><img class= –>

    Als wir zu dem KS aufgebrochen sind fragte die Wirtin auch, ob wir 2 Expressen dabei hätten? Wir verneinten verdutzt, weil wir unsere Standschlinge im Kopf hatten, sie aber davon nichts wusste:)

    Sie meinte auch, dass dort immer wieder Leute gerettet werden müssen…..

    Nun, für mich gilt: immer erst so versuchen bevor ich auf Hilfsmittel zurückgreife:) Und wie der Thomas schreibt habe ich nicht so viel Lust auf dieses “Karabinergezerre” –><img class= –> Das war schon in dem flying fox am Königsjodler sehr übel….

    Und auch keine Lust auf Klimmzüge am Seil indem man Arme entlastet und belastet. –><img class= –>

    Ich habe viele Fotos von dieser Stelle im Netzt gesehen von Begehern die mit Expressen/Standschlingen gingen. Was mich immer stutzig gemacht hat, dass sehr viele dann trotzdem irgendwie mit angewinkelten Armen diesen Quergang machen Im Kopf habe ich sogar ein Foto in unserem via-ferrata Kalender 2014 Monat September, genau dieses Motiv und angewinkelte Arme trotz Hilfsmittel……Das meinte ich für mich als anstrengende Variante –><img class= –>

    Der Mann der nach uns in den Leo eingestiegen ist, fand für mich das schönste Argument für ohne Hilfsmittel zu gehen, er sagte:”nur dann weiß man, ob man E schafft” –><img class=” title=”Laughing” /> –> –><img class=” title=”Laughing” /> –> ich fand das irgendwie süß

Gezeigt werden 1 - 14 von 14 Antworten